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      <title>Religionen der Welt by Lyria Rauch</title>
      <link>https://padlet.com/lyriaa/Religionen_der_Welt</link>
      <description>Ergänze hier gerne eine noch nicht aufgeführte Religion oder kommentiere eine bereits vorhandene mit einem passenden Emoji / Bild / Gif.
(Die Idee hinter diesem Padlet ist eine Referatssammlung im Ethik-Unterricht. Alle Schülerinnen und Schüler erhalten eine Religion über die sie referieren und tragen hier die Kerninfos ihres Referats ein.)</description>
      <language>en-us</language>
      <pubDate>2022-04-20 15:31:59 UTC</pubDate>
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         <title>Das Judentum</title>
         <author>lyriaa</author>
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         <description><![CDATA[<div><strong>1. Grundlagen<br></strong><br></div><div>Das Judentum existiert seit etwa dreitausend Jahren und gilt als die älteste der drei monotheistischen Weltreligionen. Hier ist die Idee von dem "einen", nicht-sichtbaren und allmächtigen Gott verbirgt, auf den sich auch Christentum und Islam berufen.<br><br></div><div>In den Jahrtausenden hat sich jüdische Geschichte und jüdische Praxis in vielen Ländern vielfältig ausgebildet. Jüdinnen und Juden sind einer Geschichts- und Traditionsgemeinschaft zugehörig, dessen Selbstverständnis auf einer ethischen, religiösen, säkularen und/oder ethnischen Grundlage fußt. Das Judentum betrachtet Taten als zentralen Ausdruck jüdischen Lebens, als alltägliche Praxis verankert ist es geboten, so formulierten es bereits die Propheten, an "tikkun haolam" (hebr. "Heilung/Reparatur der Welt") mitzuwirken.<br><br></div><div><strong><br>2. Diaspora und Eretz Jisrael<br></strong><br></div><div>Theologisch, soziologisch und historisch ist "<br><a href="https://www.bpb.de/themen/migration-integration/kurzdossiers/264009/was-ist-eine-diaspora/">Interner Link:Diaspora</a>" (griech. "Zerstreuung") seit der Zerstörung des zweiten Tempels und der <br><a href="https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/izpb/7646/judentum-in-antike-und-fruehmittelalter/">Interner Link:Vertreibung der Juden aus Jerusalem im Jahre 70 n.u.Z.</a> mit jüdischer Existenz verknüpft. Die Sehnsucht nach "Zion" und die Hoffnung auf Rückkehr in das von Gott verheißene Land sind bedeutsame Topoi jüdischen Denkens aller Jahrhunderte. <br><a href="https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/267331/jerusalem/">Interner Link:Jerusalem</a> ("Stadt des Friedens") wurde zur Metapher von Vollkommenheit und Friede. Das "Gelobte Land" ist für die einen der konkrete Staat Israel, für die anderen universeller Frieden. Nach fast zweitausend Jahren im Exil, bzw. Diaspora, erfolgte in der postemanzipatorischen Zeit, <br><a href="https://www.bpb.de/themen/naher-mittlerer-osten/israel/44940/von-der-idee-zum-staat/">Interner Link:im 19. Jahrhundert eine Wende: die politisch-nationale Konkretion</a>. Ein Jüdischer Staat, Israel, sollte geschaffen werden, angesichts des <br><a href="https://www.bpb.de/themen/antisemitismus/dossier-antisemitismus/308383/die-gefahr-erkennt-man-immer-zu-spaet/">Interner Link:zunehmenden Antisemitismus der europäischen Nationalstaaten Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts</a>. Nach der Vertreibung und millionenfachen Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden wurde eine politische Existenz, ein eigener jüdischer Staat Realität: <br><a href="https://www.bpb.de/themen/naher-mittlerer-osten/israel/44994/die-gruendung-des-staates-israel/">Interner Link:am 14. Mai 1948 wurde der Staat Israel gegründet</a>.<br><br></div><div><strong><br>3. Tora, Tanach, Talmud<br></strong><br></div><div>Die "Tora" (hebr. "Gesetz", "Lehre") enthält die Fünf Bücher Mose. Als wichtigster Teil der Hebräischen Bibel, zu der zudem die "Propheten" (hebr. "newi’im") und die Schriften (hebr. "ketuwim") zählen, bildet die Tora die religiöse Quelle des Judentums. Die Hebräische Bibel ist sowohl Erzählung als auch Gesetzesbuch und wird im religiösen Jahreszyklus am Schabbat-Gottesdienst gelesen. Die Tora ist ursprünglich in hebräischer Sprache, d.h. nicht vokalisiert, geschrieben. Die Leser*innen müssen über sehr gute Hebräisch-Kenntnisse verfügen, um den Text verstehen und interpretieren zu können. Die in der Tora enthaltene Erzählung von der Schöpfungsgeschichte bis hin zur Landnahme Kanaans, die Offenbarung und der Bund mit Gott, d.h. die Übergabe der 613 Ge- und Verbote sind von paradigmatischer Bedeutung und verankert eine Ethik; insofern wird das Judentum auch als "ethischer Monotheismus" bezeichnet und gilt als "Gesetzesreligion". Der "Talmud" (hebr. "Belehrung", "Studium") ist neben der Tora das wichtigste Kompendium. Es enthält die Tora erläuternden rabbinischen Schriften, d.h. die schriftliche Fassung der Lehre und der gesetzlichen Vorschriften des nachbiblischen Judentums. Der Talmud umfasst Regeln für das gesellschaftliche und familiäre Zusammenleben (z.B. Steuer-, Zivil- und Strafrecht, Ehe- und Familiengesetzgebung, Krankheit und Hygiene, Opfer- und Schlachtbestimmungen sowie Reinheitsbestimmungen, etc.).<br><br></div><div><strong><br>4. 613 Gesetze<br></strong><br></div><div>Das Judentum ist eine lebensbejahende Religion. Das wichtigste Gebot besteht darin, Leben zu erhalten und zu retten. Die "Zehn Gebote" sind die Grundlage des jüdischen Religionsgesetzes. Darüber hinaus nennt die Tora weitere 613 "mizwot"; 248 davon sind Gebote, also religiöse Pflichten, 365 sind Verbote, darunter jenes Gebot, nur "koschere" ("reine") Tiere zu verzehren und das Verbot, am Schabbat zu arbeiten. Ein zentrales jüdisches Gebot ist es "deinen Nächsten zu lieben, denn er ist wie Du".<br><br></div><div><strong><br>5. Bilderverbot<br></strong><br></div><div>Das Zweite Verbot der "Zehn Gebote", das "Bilderverbot", verbietet nicht das Bild im Allgemeinen, sondern die Verehrung von Götzen. Es impliziert auch, den heiligen Namen Gottes nicht auszusprechen, denn Gott lässt sich weder in Bilder noch in Worte fassen. Religiöse Jüdinnen und Juden sprechen diesen Namen weder im Gottesdienst noch im Alltag aus. Der Name wird u.a. durch "hashem" ("der Name", "der Ewige), "adonai" ("mein Herr) oder auch "elohim" (plural von "el", "G’tt") angezeigt.<br><br></div><div><strong><br>6. Schabbat<br></strong><br></div><div>Der "Schabbat" (hebr. "schevet", "ruhen", "aufhören"), ist der siebte Tag der Woche, an dem keine Arbeit verrichtet werden darf. Begründet ist dieser wichtigste jüdische Feiertag in der Schöpfungsgeschichte: Gott benötigte sechs Tage zur Schöpfung der Welt, am siebten ruhte er. Die Einhaltung des Schabbat ist in den Zehn Geboten festgeschrieben und beginnt wie alle Tage des jüdischen Kalenders am Abend und dauert von Sonnenuntergang am Freitag bis zum Eintritt der Dunkelheit am folgenden Samstag. Fromme Jüdinnen und Juden dürfen am Samstag nicht arbeiten, die Gläubigen dürfen am Sabbat und an den religiösen Feiertagen weder kochen noch das Licht anschalten, keine elektrischen Geräte benutzen, keine Autos fahren oder Busse, Bahnen, Schiffe oder Flugzeuge benutzen.<br><br></div><div><strong><br>7. Kaschrut<br></strong><br></div><div>Mit "Kaschrut" ("Tauglichkeit", "tauglich", "rein"), "koscher" (adj.) wird "dem jüdischen Gesetz gemäß" bezeichnet, was rein für den Genuss, zum Verzehr geeignet ist. Diese betrifft nicht nur Lebensmittel und Speisevorschriften, sondern auch jene Produkte, die tierischer und pflanzlicher Herkunft sind (Stoffe, Kleidung, Medikamente etc.). Streng voneinander getrennt werden Milch- und Fleischprodukte (d.h. der <em>gemeinsame</em> Verzehr von Milch- und Fleischprodukten ist nicht erlaubt); der Verzehr von Blut ist verboten, weshalb z.B. Tiere ausbluten müssen, bevor sie verzehrt werden. Eier, Fische, Gemüse und Früchte gelten als "neutral", da sie weder milchig noch fleischig sind und können mit Milch oder mit Fleisch verzehrt werden. "Kaschrut" kann aber auch auf Handlungen übertragen werden, z.B. Arbeitnehmerrechte, Tierrechte oder Geschäftsethik.<br><br></div><div><strong><br>8. Synagoge (Bet Ha’knesset)<br></strong><br></div><div>Die Synagoge ("Haus der Versammlung") dient traditionell als Lehrhaus. Sie ist ein wichtiger gemeinschaftlicher, sozialer Ort der Jüdischen Gemeinde, in der gebetet, gelernt und gefeiert wird. Synagogen sind stets in Richtung des Tempelberges in Jerusalem ausgerichtet.<br><br></div><div><strong><br>9. Feiertage<br></strong><br></div><ul><li><strong>Rosch haSchana </strong>(hebr. "Kopf", "Anfang des Jahres") Das liturgische Jahr beginnt im September/Oktober mit dem Neujahrsfest. Der Anfang eines neuen Jahres gilt dem Gedenken und der Sühne: In den kommenden zehn Tagen bittet man Gott und Mensch aktiv um Verzeihung für begangene Fehltritte. Die zehntägige Bußzeit wird traditionell mit dem Blasen eines Widderhorns ("Schofars") eingeleitet. Im Verzehr von in Honig getauchten Äpfeln wird der Wusch symbolisiert, dass das kommende Jahr mild und heilsam sein werde.</li></ul><div><br></div><ul><li><strong>Jom Kippur </strong>(hebr. "Tag der Sühne")<br>Jom Kippur gilt als der höchste Feiertag im Judentum. Zehn Tage nach Rosch haSchana wird die Versöhnung mit Gott und den Mitmenschen ersucht. Der Tag wird in der Synagoge betend und fastend verbracht; er gilt der Umkehr und als Anlass zur Selbstreflexion. Der Tag endet mit dem gemeinsamen Gebet in der Synagoge und einem abschließenden Blasen des Widderhorns.</li></ul><div><br></div><ul><li><strong>Pessach </strong>Das bedeutende achttägige Fest (März/April) erinnert an den Auszug ihres Volkes aus Ägypten und die Befreiung der Israeliten aus der ägyptischen Sklaverei durch Erzählung, Lobgesang und rituelle Speisen. Am ersten Abend versammelt sich die Familie um einen reichgedeckten Tisch zum Genuss von symbolträchtigen und gesegneten Gerichten (z.B. ungesäuertes Brot, Eier, Bitterkräuter u.a.), die nach einer festgelegten Reihenfolge verzehrt werden. Die rituelle und narrative Besinnung auf die Geschichte ist im Judentum traditionell und kulturell fest verankert.</li></ul><div><strong><br>10. Menora<br></strong><br></div><div>Der siebenarmige Leuchter ist seit Jahrtausenden <br><a href="https://www.bpb.de/themen/zeit-kulturgeschichte/geteilte-geschichte/338947/roemische-tonlampe-mit-darstellung-des-siebenarmigen-leuchters/">Interner Link:religiöses Symbol des Judentums</a>. Moses, so die Überlieferung, erhielt ihre Beschreibung auf dem Berg Sinai und wurde beauftragt, diese herzustellen, während der vierzigjährigen Wanderung mitzuführen und sie schließlich im Jerusalemer Tempel aufzustellen. Die <br><a href="https://www.bpb.de/themen/zeit-kulturgeschichte/geteilte-geschichte/339543/siegelring/">Interner Link:Menora</a> ist zudem offizielles Emblem des Staates Israels. Sie steht für Erleuchtung, Einsicht und das Licht der Lehre. In der Synagoge vergegenwärtigt sie den Tempel in Jerusalem.<br><br></div><div><em>Der vorliegende Text ist eine gekürzte und veränderte Fassung der Studie zu "Zum Naturverständnis des Judentums", die dem Gestaltungswettbewerb zum "Jüdischen Garten in den Gärten der Welt Berlin Marzahn-Hellersdorf" als Auftragsarbeit zu Grunde lag, hg. v. Grünberlin GmbH, redaktionell betreut v. Frank Sadina, Berlin 2018. Die Studie ist eine Handreichung, die über Grundlagen des Judentums informiert. Hier einsehbar:<br></em><br><a href="https://www.gaertenderwelt.de/fileadmin/images/PDFs_Veranstaltungen/Kupferberg_Naturverstaendnis_des_Judentums.pdf"><em>Externer Link:https://www.gaertenderwelt.de/fileadmin/images/PDFs_Veranstaltungen/Kupferberg_Naturverstaendnis_des_Judentum<br></em></a><em><br>(Text wurde 1 zu 1 von der bpb kopiert:&nbsp;</em><a href="https://www.bpb.de/themen/zeit-kulturgeschichte/juedischesleben/342582/was-ist-judentum/">Was ist Judentum? | bpb.de</a>)</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-20 15:46:33 UTC</pubDate>
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      </item>
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         <title>Das Christentum</title>
         <author>lyriaa</author>
         <link>https://padlet.com/lyriaa/Religionen_der_Welt/wish/2150581796</link>
         <description><![CDATA[<div><br>Das <strong>Christentum</strong> ist eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Weltreligion">Weltreligion</a>, die aus dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Judentum">Judentum</a> hervorging. Ihre Anhänger werden <em>Christen</em> genannt, die Gesamtheit der Christen wird auch als die <strong>Christenheit</strong> bezeichnet.<br><br></div><div><br>Von zentraler Bedeutung für das Christentum ist <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jesus_von_Nazaret">Jesus von Nazaret</a>, ein jüdischer <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Prediger">Wanderprediger</a>, der etwa in den Jahren 28–30 n. Chr. auftrat und in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jerusalem">Jerusalem</a> hingerichtet wurde. Seine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCnger">Jünger</a> erkannten in ihm nach seiner <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jesus_von_Nazaret#Kreuzigung">Kreuzigung</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Auferstehung_Jesu_Christi">Auferstehung</a> den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sohn_Gottes">Sohn Gottes</a> und den vom <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Judentum">Judentum</a> erwarteten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Messias">Messias</a>. In ihren Bekenntnissen nennen sie ihn <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jesus_Christus">Jesus Christus</a>. Der Glaube an ihn ist in den Schriften des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Neues_Testament">Neuen Testaments</a> grundgelegt. Die weitaus meisten Christen glauben an <em>einen</em> Gott (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Monotheismus">Monotheismus</a>)<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Christentum#cite_note-1"><sup>[1]</sup></a> als eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Trinit%C3%A4t">Trinität</a>, das heißt eine Wesenseinheit aus <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gott_der_Vater">Vater</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jesus_Christus#Sohn_Gottes">Sohn</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Heiliger_Geist">Heiligem Geist</a>.<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Christentum#cite_note-2"><sup>[2]</sup></a><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Christentum#cite_note-3"><sup>[3]</sup></a> Daneben existieren innerhalb des Christentums kleinere <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Antitrinitarier">antitrinitarische</a> Gruppierungen.<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Christentum#cite_note-4"><sup>[4]</sup></a><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Christentum#cite_note-5"><sup>[5]<br></sup></a><br></div><div><br>Die zahlreichen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Konfession">Konfessionen</a> bzw. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kirche_(Organisation)">Kirchen</a> innerhalb des Christentums lassen sich in fünf Hauptgruppen zusammenfassen: die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6misch-katholische_Kirche">römisch-katholische Kirche</a>, die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Orthodoxe_Kirchen">orthodoxen Kirchen</a>, die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Protestantismus">protestantischen Kirchen</a>, die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Anglikanismus">anglikanischen Kirchen</a> und die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pfingstbewegung">Pfingstbewegung</a>.<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Christentum#cite_note-6"><sup>[6]</sup></a> Mit rund 2,26 Milliarden (2009) Anhängern ist das Christentum vor dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Islam">Islam</a> (über 1,8 Milliarden) und dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hinduismus">Hinduismus</a> (rund 900 Millionen) die weltweit am weitesten verbreitete Religion.<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Christentum#cite_note-CIA_2008-7"><sup>[7]<br><br></sup></a><br>Überblick<br><br></div><div><strong><br>Bezeichnung</strong></div><div><br>Der Begriff „Christentum“ (von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Griechische_Sprache">griech.</a> Χριστιανισμός, <em>Christianismós</em>) wird erstmals in einem Brief des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Syrien">syrischen</a> <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bischof">Bischofs</a> <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ignatius_von_Antiochien">Ignatius von Antiochien</a> im 2. Jahrhundert erwähnt und ist den älteren Begriffen Ἰουδαισμός (<em>Ioudaismós</em>, Judentum) und Ἑλληνισμός (<em>Hellēnismós</em>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hellenismus">Hellenismus</a>) nachgebildet. Nach der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Apostelgeschichte_des_Lukas">Apostelgeschichte</a> 11,26 <a href="https://www.bibleserver.com/EU/Apg11%2C26">EU</a> wurden die Jünger Jesu Christi zuerst von den Bewohnern der zum <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6misches_Reich">Römischen Reich</a> gehörenden syrischen Stadt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Antiochia_am_Orontes">Antiochia am Orontes</a> Χριστιανόι (<em>Christianói</em>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Christ">Christen</a>) genannt, in welche die Christen nach den ersten Verfolgungen in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pal%C3%A4stina_(Region)">Palästina</a> geflohen waren. Man sah offenbar das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jesus_Christus#Urchristliche_Titel">Christusbekenntnis</a> der Anhänger Jesu als charakteristisch für ihren Glauben an. Die Christen übernahmen diese Bezeichnung bald auch für sich selbst (vgl. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Apostelgeschichte_des_Lukas">Apg</a> 26,28 <a href="https://www.bibleserver.com/EU/Apg26%2C28">EU</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/1._Brief_des_Petrus">1 Petr</a> 4,16 <a href="https://www.bibleserver.com/EU/1.Petrus4%2C16">EU</a>). Das deutsche Wort <em>Kristentûm</em> ist erstmals bei <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Walther_von_der_Vogelweide">Walther von der Vogelweide</a> belegt.<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Christentum#cite_note-8"><sup>[8]<br></sup></a><br></div><div><strong><br>Ursprung</strong></div><div><br>Die Wurzeln des Christentums liegen im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Judentum">Judentum</a> im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6misches_Pal%C3%A4stina">römisch beherrschten Palästina</a> zu Beginn des 1. Jahrhunderts. Es geht zurück auf die Anhänger des jüdischen Wanderpredigers Jesus von Nazaret. Mit dem Judentum ist das Christentum insbesondere durch den ersten Teil seiner <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bibel">Bibel</a> verbunden, der den jüdischen heiligen Schriften des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tanach">Tanach</a> entspricht und im Christentum <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Altes_Testament">Altes Testament</a> genannt wird. Ohne das Alte Testament wäre der christliche Glaube geschichtslos und bliebe unverständlich. Christen lesen die Texte des Alten Testaments allerdings von Jesus Christus her und auf ihn hin (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Christologie">christologische</a> Interpretation). Das Christentum verbreitete sich in kurzer Zeit im Mittelmeerraum. Dabei übte der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hellenismus">Hellenismus</a> erheblichen Einfluss auf das christliche Denken aus.<br><br></div><div><strong><br>Selbstverständnis</strong></div><div><br>Der Kern der christlichen Religion rührt nach ihrem Selbstverständnis aus der bedingungslosen Liebe <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gott">Gottes</a> gegenüber den Menschen und der gesamten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6pfung">Schöpfung</a>. In dieser Liebe, in der sich Gott in der Gestalt des Menschen Jesus von Nazaret offenbart und selbst erschließt, wird die Beziehung Mensch-Welt-Gott geklärt. Sie betrifft alle Daseinsbereiche des Menschen und alle Dimensionen des Menschseins. Die Heilszusage gilt den Menschen aller Nationen, unabhängig von ethnischer Zugehörigkeit, Geschlecht oder gesellschaftlicher Stellung (vgl. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Brief_des_Paulus_an_die_Galater">Gal</a> 3,28 <a href="https://www.bibleserver.com/EU/Gal3%2C28">EU</a>).<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Christentum#cite_note-9"><sup>[9]</sup></a> Das Christentum versteht sich somit als universale Religion und gleichzeitig als der unüberbietbare Ort, an dem sich Gott den Menschen in der Geschichte zugewandt hat und erfahrbar ist. Diesem Verständnis bzw. dem Sendungsauftrag Christi (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Evangelium_nach_Matth%C3%A4us">Mt</a> 28, 19–20 <a href="https://www.bibleserver.com/EU/Mt28%2C+19%E2%80%9320">EU</a>) entspricht der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mission_(Christentum)">missionarische</a> Charakter des Christentums.<br><br></div><div><strong><br>Lehre</strong></div><div><br>Jesus ist nach vorherrschendem christlichen Glaubensverständnis zugleich <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Christologie#Alte_Kirche"><em>wahrer Gott und wahrer Mensch</em></a>. Die christliche Lehre, die auf dem biblischen Zeugnis basiert, hat folgenden zentralen Inhalt: Gott wandte sich in der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Menschwerdung_Gottes">Menschwerdung</a> („<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Inkarnation">Inkarnation</a>“) in seinem Sohn Jesus Christus der in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Erbs%C3%BCnde">Sünde</a> verstrickten Menschheit zu; der Tod Jesu Christi am <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Heiliges_Kreuz">Kreuz</a> bewirkte die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Erl%C3%B6sung">Erlösung</a> durch Beseitigung von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCnde">Schuld und Sünde</a> der Menschheit.<br><br></div><div><br>Die Glaubensgewissheit lag für die ersten Christen in den Ereignissen zu <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ostern">Ostern</a> begründet, dem dritten Tag nach der Kreuzigung Jesu. Damals – so die Überzeugung der Christen – bewirkte Gott an Jesus als erstem von allen Menschen die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Auferstehung">Auferstehung</a> bzw. Auferweckung und bestätigte somit die Botschaft Jesu vom kommenden <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Reich_Gottes">Reich Gottes</a> (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Brief_des_Paulus_an_die_Philipper">Phil</a> 2,5–11 <a href="https://www.bibleserver.com/EU/Phil2%2C5%E2%80%9311">EU</a>). Die Anhänger Jesu machten die Erfahrung, dass ihnen der auferstandene Jesus erschien und seine bleibende Gegenwart zusagte (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/1._Brief_des_Paulus_an_die_Korinther">1 Kor</a> 15,3–8 <a href="https://www.bibleserver.com/EU/1.Korinther15%2C3%E2%80%938">EU</a>). Auf diese Oster- bzw. Auferstehungserfahrung gründet sich die christliche Gemeinschaft (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ekklesiologie">Kirche</a>), die an <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pfingsten">Pfingsten</a> durch den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Heiliger_Geist">Heiligen Geist</a> die Befähigung zur Erfüllung des Missionsauftrags erhielt.<br><br></div><div><br>Dieser Glaube wurde, zusammen mit der Erinnerung an das Wirken Jesu von Nazaret als dem Verkünder der Botschaft Gottes, in Form von gottesdienstlichen Hymnen sowie Bekenntnisformeln ausgedrückt und in Predigten entfaltet. Kern des Bekenntnisses waren auf Jesus übertragene, zum Teil alttestamentliche Hoheitstitel wie „Herr“, Gesalbter (griech. <em>Christus</em>, hebr. <em>Messias</em>), „Sohn Gottes“ und andere.<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Christentum#cite_note-10"><sup>[10]</sup></a> Schrittweise entstanden die Schriften des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Neues_Testament">Neuen Testaments</a>, die im Laufe der ersten Jahrhunderte – gemeinsam mit der Bibel der Juden – im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kanon_(Bibel)">biblischen Kanon</a> festgehalten sowie bewahrt wurden – als einheitliche Grundlage der christlichen Lehre. In Bezug auf die Anerkennung der weiteren Lehrentwicklung gibt es konfessionelle Unterschiede.<br><br>(Text wurde 1 zu 1 aus Wikipedia kopiert: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Christentum#:~:text=%C3%9Cberblick%201%20Bezeichnung.%20Der%20Begriff%20%E2%80%9EChristentum%E2%80%9C%20%28von%20griech.,Menschen%20und%20der%20gesamten%20Sch%C3%B6pfung.%204%20Lehre.%20">Christentum – Wikipedia</a>.)</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-20 15:49:29 UTC</pubDate>
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         <title>Der Hinduismus</title>
         <author>lyriaa</author>
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         <description><![CDATA[<div><strong><br>Weltreligion<br></strong><br></div><div>Der Hinduismus gehört, wie das Christentum, das Judentum, der Islam und der Buddhismus, zu den Weltreligionen. Er entstand etwa im 2. Jahrtausend vor Christus. Heute gibt es weltweit ungefähr 880 Millionen Anhänger dieser Religion. Die meisten von ihnen, etwa 800 Millionen, leben in Indien.</div><div><br></div><div><strong>Lehren der Religion<br></strong><br></div><div>"Hindu" heißt übersetzt „Mensch“. Der Hinduismus geht davon aus, dass jeder Mensch einer bestimmten „Kaste“ angehört. Das heißt, jeder hat einen ihm zugedachten Platz in einer Gesellschaftsschicht. Die Gesellschaft hat verschiedene Schichten, die alle eine unterschiedliche Wertigkeit haben. Sie sind streng von einander getrennt. Die oberste Kaste sind Priester (Brahmanen), dann kommen Krieger, Bauern und Handwerker und schließlich Knechte. Außerhalb der Kasten befinden sich die „Parias“, die Rechtlosen und Geächteten. Ähnlich wie im Buddhismus müssen die Menschen nach der hinduistischen Lehre einen langen Kreislauf von Wiedergeburt und Tod durchlaufen, ehe sie erlöst werden. Man kann auch als Tier wiedergeboren werden, deshalb essen viele Hindus auch kein Fleisch.<br><br></div><div><strong><br>Viele Gottheiten<br></strong><br></div><div>Die Hindus verehren zwar nicht einen Gott oder Gründer ihrer Religion, wie es bei den anderen Weltreligionen (Christentum, Islam, Judentum und Buddhismus) der Fall ist. Aber es gibt eine Vielzahl von hinduistischen Gottheiten, zu denen gebetet wird und denen Opfergaben dargebracht werden. Die wichtigsten Gottheiten sind der Gott Brahma, der die Welt erschaffen hat, der Gott Vishnu, der das Leben erhält, der Gott Shiva, der für Vergänglichkeit und Tod steht. Ganesha, der Gott der Weisheit, ist bei den Hindus sehr beliebt, weil er immer hilft.<br><br></div><div>(Der Text wurde 1 zu 1 von der bpb kopiert:&nbsp;<a href="https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/das-junge-politik-lexikon/320486/hinduismus/">Hinduismus | bpb.de</a>)</div><div><br><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-20 15:50:45 UTC</pubDate>
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