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      <title>Lyrik Epochen - Barock bis Gegenwart by Samsara</title>
      <link>https://padlet.com/sarasandgs/ss3c2cvovef4fv8y</link>
      <description>Deutsch LK WFS</description>
      <language>en-us</language>
      <pubDate>2023-05-16 10:55:45 UTC</pubDate>
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         <title>EPOCHEN - WAS WOLLEN WIR WISSEN?</title>
         <author>sarasandgs</author>
         <link>https://padlet.com/sarasandgs/ss3c2cvovef4fv8y/wish/2592907143</link>
         <description><![CDATA[<div><strong>1. Zeitraum (kommt in die Überschrift)<br>2. Bild (sucht ein Bild raus, welches das Stimmungsbild der Zeit gut widerspiegelt)&nbsp;<br>3. Kontext (historisch/Weltbild/Zeitgeist)<br>4. Motiv des Unterwegs seins im Gedicht<br>5. Besondere Stilmittel/Sprache/Merkmale<br>6. Bekannte Dichter/Dichterinnen und/oder Gedichte&nbsp;<br>7. Weiterführende Links/Texte<br>&nbsp;</strong></div>]]></description>
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         <pubDate>2023-05-16 10:58:20 UTC</pubDate>
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         <title>BAROCK (1600 - 1720)</title>
         <author>sarasandgs</author>
         <link>https://padlet.com/sarasandgs/ss3c2cvovef4fv8y/wish/2592916128</link>
         <description><![CDATA[<div><br><strong>Kontext/Zeitgeist:</strong></div><ul><li>zwischen Renaissance und Aufklärung</li><li>geprägt vom 30-jährigen Krieg (1618-1648)</li><li>Pest, Hungersnöte, Massensterben, Zerrissenheit in der Bevölkerung: Hinwendung zum Glauben</li><li>Gottesfürchtigkeit (Kirche machtvoll, religiöses Weltbild, Erlösung im Jenseits)</li><li>Krieg und Glauben beeinflussen das Weltbild der Menschen</li><li>Pessimismus, Unsicherheit, Armut, Angst vor der Welt, Bewusstsein der Vergänglichkeit&nbsp;</li><li>Tod gilt als Belohnung, Leben dient als Prüfung</li><li>Zwiespalt der Menschen zwischen Gott und Welt (gezeigt durch Antithetik)</li></ul><div><br><strong>Motiv des Unterwegsseins im Gedicht:</strong></div><ul><li>Dichter erkunden fremde Länder&nbsp;</li><li>zu Fuß oder mit Kutsche&nbsp;</li><li>Ankunft bei Gott, Flucht, Angst, Nöte, existentielle Wünsche, Gefahren, Hoffnungen und Sehnsüchte&nbsp;</li></ul><div><br><strong>Besondere Stilmittel / Sprache / Merkmale:</strong></div><ul><li>Metaphern, Personifikationen, Antithesen, Allegorien, Wiederholungen, Symbole und Hyperbeln</li><li>bildhafte Sprache und ausdrucksstark</li><li>Empfehlungen sich Glauben zuzuwenden, Ermahnung des Todes, Genuss des Lebens</li><li>Antithetik: Darstellung von Gegensätzen / Widersprüchen (Todeslust-Lebenslust, Schein-Sein, Ewigkeit-Vergänglichkeit, Arm-Reich, Diesseits-Jenseits)</li><li>Sonett (bestimmte Strophenform)</li></ul><div><br><strong>Motive:</strong></div><ul><li>Carpe Diem: „Nutze den Tag“&nbsp;</li><li>Momento Mori: „Gedenke, dass zu sterben wirst“</li><li>Vanitas: Vergänglichkeit und Nichtigkeit</li></ul><div><br><strong>Bekannte Dichter und Gedichte:</strong></div><ul><li>Martin Opitz (1597-1639)</li><li>Andreas Gryphius (1616-1664)</li><li>Paul Fleming (1609-1640)</li></ul><div><br><strong>Schönheit dieser Welt vergeht - Martin Opitz <br></strong><br>Schönheit dieser Welt vergehet,<br>Wie ein Wind, der niemals stehet,<br>Wie die Blume, so kaum blüht,<br>Und auch schon zur Erden sieht,<br>Wie die Welle, die erst kimmt<br>Und den Weg bald weiter nimmt.<br>Was für Urteil soll ich fällen?<br>Welt ist Wind, ist Blum und Wellen.<br><br></div><div><br><br></div><div><br></div><div><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2023-05-16 11:07:15 UTC</pubDate>
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      </item>
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         <title>AUFKLÄRUNG (1720-1800)</title>
         <author>sarasandgs</author>
         <link>https://padlet.com/sarasandgs/ss3c2cvovef4fv8y/wish/2592916771</link>
         <description><![CDATA[<div><strong>Kontext:&nbsp;</strong></div><ul><li>Streben nach Freiheit und Vernunft, jeder Mensch soll seinen Verstand gebrauchen und sich aus seiner eigenen Unfreiheit befreien</li><li>Vergangene Kriege und Glaubenskonflikte, Absolutismus, Emanzipation des Bürgertums</li><li>Zeit der Französischen Revolution&nbsp;</li></ul><div><strong>Motiv des Reisens:&nbsp;</strong></div><ul><li>Bildungsreisen</li><li>Erwerb von Welt-, Menschenkenntnis&nbsp;</li><li>Kennenlernen neuer Kulturen</li><li>Kunstgefällige Lebensreisen</li></ul><div><strong>Besondere Stilmittel/Sprache:&nbsp;</strong></div><ul><li>Vernunft, Humanität, Nützlichkeit</li><li>Literatur als Bindeglied zwischen Philosophie und Bürgertum</li><li>Keine Fantasie, (nur) aktuelle Themen und zur Aufklärung&nbsp;</li><li>Lyrik sehr vielfältig, sowohl aufklärerisch als auch gefühlvoll&nbsp;</li></ul><div><strong>Bekannte Dichter/Dichterinnen und/oder Gedichte/Werke:</strong></div><ul><li>Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781)- Nathan der Weise</li><li>Christoph Martin Wieland (1733-1813)- Die Geschichte des Agathon</li><li>Jean-Jaques Rosseau (1712-1788)- Emile oder über die Erziehung</li><li>Immanuel Kant (1724-1804)- Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen (Zitat)</li></ul><div><br></div><div><br></div><div><br></div><div><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2023-05-16 11:07:55 UTC</pubDate>
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         <title>STURM UND DRANG  (1765 - 1785)</title>
         <author>sarasandgs</author>
         <link>https://padlet.com/sarasandgs/ss3c2cvovef4fv8y/wish/2592917080</link>
         <description><![CDATA[<div><br><strong>Kontext:</strong> Reaktion auf Normen und Regeln der Aufklärung, die von Dichtern als rational empfunden wurden; Verbreitung im Bürgertum; Gegenteil von der Aufklärung; Forderung nach Freiheit</div><div><strong>Motiv des Reisens im Gedicht:&nbsp;</strong></div><ul><li>&nbsp;Wie? Zu Fuß, mit der Kutsche und Pferd</li><li>&nbsp;Warum? Um neue Erfahrungen zu sammeln, Selbstfindung, neues entdecken, Abwechslung</li><li>&nbsp;Wer? Privilegierte</li></ul><div><strong>Besondere Stilmittel/ Sprache: </strong>Metaphern und Personifikationen, Ausrufe um die Gefühle zu verdeutlichen, meist einfache, leidenschaftliche und unkomplizierte Sprache, freie Poetik</div><div><strong>Themen: </strong>Natur, Emotionen und Freiheit, persönliche Ereignisse</div><div><strong>Berühmte Persönlichkeiten mit Werken:</strong> Johann Wolfgang von Goethe (Faust 1), Friedrich Schiller (Kabale und Liebe), Friedrich Maximilian Klinger</div><div><strong>Literarische Merkmale:</strong> gefühlvolle Sprache, Kreativität, Verehrung und Bewunderung von Helden, freie Selbstentfaltung, freie Politik, Gefühle, tragische Ereignisse</div><div><strong>Hintergrund: </strong>Rebellion gegen bestehende Herrschaftsstrukturen, Abwendung von. Vernunft <br>-&gt; Hinwendung zu Emotionen und freie Entfaltung<br><strong>Ideal:</strong> Emotionen und Kreativität, Selbstverwirklichung durch Regelnbruch, Freiheit des einzelnen steht über Normen und Vorschritten der Gesellschaft</div>]]></description>
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         <pubDate>2023-05-16 11:08:13 UTC</pubDate>
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      </item>
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         <title>WEIMARER KLASSIK (1786- 1832)</title>
         <author>sarasandgs</author>
         <link>https://padlet.com/sarasandgs/ss3c2cvovef4fv8y/wish/2592917275</link>
         <description><![CDATA[<div>- <strong>Bedeutendes Ereignis</strong>: Französische Revolution&nbsp; &nbsp; &nbsp;<br>- <strong>Reisegrund</strong>: Erkenntnisgewinn, Sehnsucht nach Frieden und Ruhe<br>- <strong>Sprache</strong>: einheitlich und geregelt, Symmetrie <br>- <strong>Dichter*innen</strong>: Johann Wolfagang von Goethe, Friedrich Schiller,&nbsp; Christoph Martin Wieland, Johann Gottfried Herder <br>- <strong>Ideale</strong>: Toleranz, Humanität, Vollkommenheit,&nbsp; Selbstbestimmung (das Individuum soll eigene&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Entscheidungen treffen), Streben nach Harmonie und Schönheit<br>- Die Epoche beginnt mit Goethes Italienreise (1786)&nbsp; und endet mit seinem Tod (1832)<br>&nbsp;</div>]]></description>
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         <pubDate>2023-05-16 11:08:27 UTC</pubDate>
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      </item>
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         <title>ROMANTIK (1795-1840)</title>
         <author>sarasandgs</author>
         <link>https://padlet.com/sarasandgs/ss3c2cvovef4fv8y/wish/2592917384</link>
         <description><![CDATA[<div><br><strong>Definition:</strong>&nbsp;</div><div>&gt;“Romantik “ von “Langua romana” auf romanischen Sprachen<br><br><strong>Merkmale :</strong></div><div>&gt; mythische, geheimnisvolle Hinwendung zur Natur&nbsp;</div><div>&gt; Gegenpol zu den als lebensfeindlichen wahrgenommenen immer voller werdenden Städten&nbsp;</div><div>&gt; Ort wo Romantiker ihre Sehnsucht ausschöpfen können&nbsp;</div><div>&gt; typisch für die Romantik:idialisierung<br><br><strong>Motive und Symbole :</strong></div><div>die blaue Blume&nbsp; -&gt;zentrales Motiv</div><div>-&gt;symbolisiert Sehnsucht und liebe und verbindet Natur Mensch und geist&nbsp;</div><div>-&gt;steht für das Streben nach der Erkenntniss der&nbsp; Natur &nbsp;</div><div>Spiegel Motiv:</div><div>&gt; schnittstelle zwischen Realität und Vorstellung -</div><div>Nachtmotiv:</div><div>&gt; Schauplatz für weitere Motive <br><br><strong>Sprache und Stil:</strong></div><div>&gt; Bilderreichtum, Symbole, synästhesie&nbsp;</div><div>&gt; fließende Reime/ Rhythmen&nbsp;</div><div>&gt; romantische Ironie <br><br><strong>„Mondnacht“</strong><br>Joseph von Eichendorff<br>Es war, als hätt der Himmel<br>die Erde still geküsst,<br>dass sie im Blütenschimmer<br>von ihm nun träumen müsst.</div><div><br>Die Luft ging durch die Felder,<br>die Ähren wogten sacht,<br>es rauschten leis die Wälder,<br>so sternklar war die Nacht.<br><br></div><div>Und meine Seele spannte<br>weit ihre Flügel aus,<br>flog durch die stillen Lande,<br>als flöge sie nach Haus.<br><br></div><div><br><br><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2023-05-16 11:08:33 UTC</pubDate>
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      <item>
         <title>BIEDERMEIER UND VORMÄRZ (1815-1845)</title>
         <author>sarasandgs</author>
         <link>https://padlet.com/sarasandgs/ss3c2cvovef4fv8y/wish/2592917748</link>
         <description><![CDATA[<ul><li>Historischer Kontext:</li><li>1815 War der Wiener Kongress</li><li>&nbsp;1817 Proteste</li><li>&nbsp;1818 Zensur und Verbote</li><li>&nbsp;1830 Hambacher Fest</li><li>&nbsp;1840 Pauperismus beginnt</li><li>&nbsp;1848 Die März Revolution</li><li>Biedermeier:</li><li>&nbsp;Begriff "Biedermeier": Schriftsteller<br>&nbsp;Eichrodt und Kußmaul erfinden Parodie des Spießbürgers: schwäbischer Dorflehrer Gottlieb Biedermaier</li><li>&nbsp;Bewahrung der Idee des Schönen (vgl.</li></ul><div>Klassik)</div><ul><li>&nbsp;Themen: Idylle, Harmonie, Familie, heimatliche Natur (vgl. Romantik)</li><li>&nbsp;Rückzug ins Private, einfaches Leben mit konservativer Grundhaltung</li><li>&nbsp;Resignation, Pessimismus</li><li>&nbsp;tiefe Gläubigkeit</li><li>&nbsp;weitgehend unpolitische Haltung, dennoch: kritische Wahrnehmung der sozialen Missstände&nbsp;</li><li>Werke:</li><li>Eduard Mörike: Gedichte, Mozart auf der<br>Reise nach Prag, Maler Nolten</li></ul><div>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;<br>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Vormärz:</div><ul><li>&nbsp;Begriff "Vormärz": die zur Revolution im</li><li>März 1848 hinführende Epoche</li><li>&nbsp;“Reflexionsliteratur" (hoher Anteil<br>&nbsp;theoretischer Diskussion )</li><li>&nbsp;häufig kurze Textformen (Zeitschriften)</li><li>&nbsp;Experimentieren mit neuen Formen</li><li>&nbsp;Relativierung des ästhetischen<br>&nbsp;Anspruchs</li><li>&nbsp;Leben im Hier und Jetzt: kein Gedanke an Vergänglichkeit (Vanitas)</li><li>&nbsp;politisch engagierte Literatur: Kritik an Staat, Gesetzen, Moralvorstellungen und Kirche</li><li>Werke: Georg Büchner: Der hessische Landbote (Flugschrift), Woyzeck, Leonce und Lena</li></ul><div>Die Nacht von Karl Georg Büchner</div><div>1&nbsp; | Niedersinkt des Tages goldner Wagen,<br>2&nbsp; | Und die Stille Nacht schwebt leis’ herauf,<br>3&nbsp; | Stillt mit sanfter Hand des Herzens Klagen,<br>4&nbsp; | Bringt uns Ruh’ im schweren Lebenslauf.<br>&nbsp; |&nbsp;<br>5&nbsp; | Ruhe gießt sie in das Herz des Müden,<br>6&nbsp; | Der ermattet auf der Pilgerbahn,<br>7&nbsp; | Bringt ihm wieder seinen stillen Frieden,<br>8&nbsp; | Den des Schicksals rauhe Hand ihm nahm.<br>&nbsp; |&nbsp;<br>9&nbsp; | Ruhig schlummernd liegen alle Wesen,<br>10&nbsp; | Feiernd schließet sich das Heiligthum,<br>11&nbsp; | Tiefe Stille herrscht im weiten Reiche,<br>12&nbsp; | Alles schweigt im öden Kreis’ herum.<br>&nbsp; |&nbsp;<br>13&nbsp; | Und der Mond schwebt hoch am klaren Aether,<br>14&nbsp; | Gießt sein sanftes Silberlicht herab;<br>15&nbsp; | Und die Sternlein funkeln in der Ferne,<br>16&nbsp; | Schau’n herab auf Leben und auf Grab.<br>&nbsp; |&nbsp;<br>17&nbsp; | Willkommen Mond, willkommen sanfter Bote<br>18&nbsp; | Der Ruhe in dem rauhen Erdenthal,<br>19&nbsp; | Verkündiger von Gottes Lieb’ und Gnade,<br>20&nbsp; | Des Schirmers in Gefahr und Mühesal.<br>&nbsp; |&nbsp;<br>21&nbsp; | Willkommen Sterne, seid gegrüßt ihr Zeugen<br>22&nbsp; | Der Allmacht Gottes, der die Welten lenkt,<br>23&nbsp; | Der unter allen Myriaden Wesen<br>24&nbsp; | Auch meiner voll von Lieb’ und Gnade denkt.<br>&nbsp; |&nbsp;<br>25&nbsp; | Ja heil’ger Gott, du bist der Herr der Welten,<br>26&nbsp; | Du hast den Sonnenball emporgethürmt,<br>27&nbsp; | Hast den Planeten ihre Bahn bezeichnet,<br>28&nbsp; | Du bist es, der das All mit Allmacht schirmt.<br>&nbsp; |&nbsp;<br>29&nbsp; | Unendlicher, den keine Räume fassen,<br>30&nbsp; | Erhabener, den Keines Geist begreift,<br>31&nbsp; | Allgütiger, den alle Welten preisen,<br>32&nbsp; | Erbarmender, der Sündern Gnade beut!<br>&nbsp; |&nbsp;<br>33&nbsp; | Erlöse gnädig uns von allem Uebel,<br>34&nbsp; | Vergieb uns liebend jede Missethat,<br>35&nbsp; | Laß wandeln uns auf deines Sohnes Wegen,<br>36&nbsp; | Und siegen über Tod und über Grab.</div>]]></description>
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         <pubDate>2023-05-16 11:08:56 UTC</pubDate>
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         <title>POETISCHER/BÜRGERLICHER REALISMUS (1848 - 1890)</title>
         <author>sarasandgs</author>
         <link>https://padlet.com/sarasandgs/ss3c2cvovef4fv8y/wish/2592918108</link>
         <description><![CDATA[<div><strong>Kontext / Zeitgeist:</strong></div><ul><li>Industrialisierung, Verstädterung, Arbeiterklasse, Schulpflicht</li><li>Deutscher Bund aus Einzelstaaten -&gt; Keine Demokratie</li><li>gescheiterte Märzrevolution&nbsp;</li><li>kein Zusammengehörigkeitsgefühl</li><li>Hinterfragen von Religionen und Ständegesellschaft</li><li>Der bürgerliche Mensch als Einzelner im Mittelpunkt und seine Beziehung zu seiner Umgebung beeinflussen das Weltbild</li><li>das Schöne im Alltäglichen und Gewöhnlichen</li></ul><div><br><strong>Motiv des Unterwegsseins im Gedicht:</strong></div><ul><li>&nbsp;Vergnügungs- und Luxusreisen als Reisegründe</li><li>Kutsche, Schiff und Zug als Fortbewegungsmittel</li><li>Beschreibung von Zugunglücken als Symbol für Gefahren des Fortschritts</li></ul><div><br><strong>Besondere Stilmittel / Sprache / Merkmale:</strong></div><ul><li>möglichst neutrale Sprache</li><li>nicht wertende Darstellung bürgerlichen Lebens</li><li>Details werden genau beschrieben</li><li>kaum direkte Kritik an gesellschaftliche und politische Systeme</li><li>einfache, aber kunstvolle Sprache, hauptsächlich Epik</li><li>Resignation, Melancholie, Einsamkeit, Auswanderung</li></ul><div><br><strong>Motive:</strong></div><ul><li>nah an der Wirklichkeit</li><li>im Alltäglichen das Schöne</li><li>genaue Beschreibung</li><li>poetischer Realismus</li></ul><div><br><strong>Dichter/Dichterinnen und Gedichte:</strong></div><ul><li>Theodor Fontane (1819-1899)</li><li>Wilhelm Busch (1832-1908)</li><li>Gustav Freytag (1816-1895)</li></ul><div><br><strong>Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland - Theodor Fontane</strong><br><br>Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,</div><div>Ein Birnbaum in seinem Garten stand,</div><div>Und kam die goldene Herbsteszeit</div><div><br></div><div>Und die Birnen leuchteten weit und breit,</div><div>Da stopfte, wenn's Mittag vom Turme scholl,</div><div>Der von Ribbeck sich beide Taschen voll,</div><div>Und kam in Pantinen ein Junge daher,</div><div>So rief er: „Junge, wiste 'ne Beer?“</div><div>Und kam ein Mädel, so rief er: „Lütt Dirn,</div><div>Kumm man röwer, ick hebb 'ne Birn.“</div><div><br></div><div>So ging es viel Jahre, bis lobesam</div><div>Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam.</div><div><br></div><div>Er fühlte sein Ende. 's war Herbsteszeit,</div><div>Wieder lachten die Birnen weit und breit;</div><div>Da sagte von Ribbeck: „Ich scheide nun ab.</div><div>Legt mir eine Birne mit ins Grab.“</div><div>Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus,</div><div>Trugen von Ribbeck sie hinaus,</div><div>Alle Bauern und Büdner mit Feiergesicht</div><div>Sangen „Jesus meine Zuversicht«,</div><div>Und die Kinder klagten, das Herze schwer:</div><div>»He is dod nu. Wer giwt uns nu 'ne Beer?“</div><div><br></div><div>So klagten die Kinder. Das war nicht recht -</div><div>Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht;</div><div>Der neue freilich, der knausert und spart,</div><div>Hält Park und Birnbaum strenge verwahrt.</div><div>Aber der alte, vorahnend schon</div><div>Und voll Mißtraun gegen den eigenen Sohn,</div><div>Der wußte genau, was damals er tat,</div><div>Als um eine Birn' ins Grab er bat,</div><div>Und im dritten Jahr aus dem stillen Haus</div><div>Ein Birnbaumsprößling sproßt heraus.</div><div><br></div><div>Und die Jahre gingen wohl auf und ab,</div><div>Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab,</div><div>Und in der goldenen Herbsteszeit</div><div>Leuchtet's wieder weit und breit.</div><div>Und kommt ein Jung' übern Kirchhof her,</div><div>So flüstert's im Baume: „Wiste 'ne Beer?“</div><div>Und kommt ein Mädel, so flüstert's: „Lütt Dirn,</div><div>Kumm man röwer, ick gew' di 'ne Birn.“</div><div><br></div><div>So spendet Segen noch immer die Hand</div><div>Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.</div><div><br><br><br></div><div><strong><br></strong><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2023-05-16 11:09:18 UTC</pubDate>
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         <title>NATURALISMUS (1880-1900)</title>
         <author>sarasandgs</author>
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         <description><![CDATA[<div><strong>historischer Kontext:</strong></div><div>Einordnung: parallel zu Realismus und Moderne (entwickelte sich als Reaktion auf den vorhergehenden literarischen Realismus und hatte seinen Ursprung in Frankreich)</div><div><br></div><div><em>Industrialisierung</em>: (große Fabriken wurden für Maschinen gebaut, Kleine Unternehmen auf dem Land wurden überflüssig, Bauern verloren ihre Arbeit, Städte waren schnell überfüllt, nicht genug Arbeitsplätze)</div><div><br></div><div><em>wissenschaftliche Erkenntnisse</em>: stark von den Entwicklungen in der Wissenschaft geprägt (Z.B Evolutionstheorie von Charles Darwin)</div><div><br></div><div><em>überfüllte Elendsviertel in den Städten</em>: (führte zu Kriminalität, Prostitution und Alkoholismus in den ärmeren Gesellschaftsschichten)</div><div><br></div><div><strong>inhaltliche Aspekte</strong>:</div><div>- Kunst und Literatur als Wissenschaft</div><div>- Darstellung des Hässlichen</div><div>- unverfälschte Abbildung der Realität</div><div>- Millieutheorie</div><div>- Sekundenstil</div><div><br></div><div><strong>Motiv des Reisens</strong>:</div><div>- reiselustige Naturalisten erkundeten verschiedene Regionen, um verschiedene soziale Schichten und Lebensbedingungen der Menschen vor Ort zu beobachten/studieren, um diese in ihre Werke einzubeziehen</div><div><br></div><div><strong>Besondere Stilmittel/Sprache</strong>:</div><div>- genaue und detaillierte Beschreibung der äußeren Realität</div><div>- Verwendung sachlicher Sprache und Vermeidung romantischer oder idealisierter Darstellungen</div><div>- objektive, wissenschaftliche Herangehensweise</div><div>- häufiges verwenden von statistischen Daten (Um soziale Phänomene zu illustrieren)</div><div>- Verwendung von Dialogen (Um Alltag und Sprache verschiedener sozialer Schichten und Milieus wiedergeben)</div><div>- nutzen von verschiedenen Dialekten und Soziolekten (Um Charaktere authentisch wirken zu lassen)</div><div><br></div><div><strong>Bekannte Dichter/Dichterinnen und Gedichte</strong>:</div><div>- Hermann Sudermann (1857-1928)</div><div>- Arno Holz (1863-1929)</div><div>- Gerhart Hauptmann (1862-1946)</div><div><br></div><div><em>Schmerz (Arno Holz)</em></div><div>Vergeben? Ich? Dir?</div><div>Längst.</div><div>Ich tat's, noch eh ich's wusste.</div><div>Aber vergessen? Vergessen?... Ach, wenn ich's könnte!</div><div>Oft, mitten im hellsten Sonnenschein, wenn ich fröhlich bin und "an nichts denke" plötzlich, da,</div><div>grau hockt es vor mir,... wie eine Kröte!</div><div>Und alles, alles scheint mir wieder schal. Schal und trostlos.</div><div>Das ganze Leben.</div><div>Und ich bin traurig.</div><div>Traurig über dich... und mich.</div>]]></description>
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         <pubDate>2023-05-16 11:09:28 UTC</pubDate>
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      </item>
      <item>
         <title>IMPRESSIONISMUS 1890-1920</title>
         <author>sarasandgs</author>
         <link>https://padlet.com/sarasandgs/ss3c2cvovef4fv8y/wish/2592918635</link>
         <description><![CDATA[<div><strong>Kontext</strong>: Industralisierung, Wisenschaftliche und technische Erkenntnisse, erster Weltkrieg<br><br><strong>Themen</strong>: <br>Natur, Großstadt, Liebe, Tod, Ästhetik, Kunst und Schmerzen <br><br><strong>Motive</strong>: <br>Rückkehr zur Natur, Sinneseindrücke, persönliche Empfindungen<br><br><strong>Bildhafte Beschreibung&nbsp;</strong></div><ul><li>sich vom Naturalismus abgrenzen&nbsp;</li><li>Bevorzugt ihre eigene subjektive Realität die sie in kurzen flüchtigen Eindrücken wiedergibt</li><li>Aneinanderreihung von Gedanken, Gefühlen und Eindrücken&nbsp;</li></ul><div><br></div><div><strong>Literarische Merkmale</strong></div><ul><li>Handlung zweitrangig&nbsp;</li><li>Farben und Lichteffekte Spielen eine wichtige Rolle&nbsp;</li><li>Zahlreiche Adjektive für facettenreich und lebhaft darzustellen (Metaphern, Onomatopoesi (Lautmalerei),Synästhesie)</li></ul><div><br></div><div><strong>Örtliche Beispiele&nbsp;</strong></div><ul><li>Natur</li><li>Großstadt oder Verkehrsmittel&nbsp;</li></ul><div><br></div><div><strong>Autoren</strong>&nbsp;</div><ul><li>Arthur Schnitzler (1862-1931) „Leutnant Gustl“</li><li>Rainer Maria Rilke (1875-1926) „die Aufzeichnung des Malte Laurids Brigge“</li><li>Detlev von Liliencron (1844-1909) „Schöne Junitage “</li></ul><div><br><strong>Da ward ein solcher Vorrat Königseins</strong><br>Da ward ein solcher Vorrat Königseins<br>begonnen mit so fürstlichen Entschlüssen<br>dass sich noch jetzt fast Reiche schließen müssen um diesen Kern granitenen Gesteins<br>der hingelegt in eine Palmenlichtung<br>nicht aufhört zu bedeuten, der noch jetzt<br><em>&gt;10.1.1911, auf dem Nil von Rainer Maria Rilke&lt;</em></div>]]></description>
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         <pubDate>2023-05-16 11:09:51 UTC</pubDate>
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         <title>EXPRESSIONISMUS 1910-1925</title>
         <author>sarasandgs</author>
         <link>https://padlet.com/sarasandgs/ss3c2cvovef4fv8y/wish/2592918813</link>
         <description><![CDATA[<div>• Industrialisierung, Reizüberflutung mit Chaos und Lärm&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Verlorenheit des einzelnen und Angst vor der Enthumanisierung<br>•Durch den Krieg treten Tod und Trauma ein<br>•ausdrucksstarke, metaphorische Sprache weitgehender Verzicht auf Metrum, Reimschema, feste Gedichte oder Strophenformen<br>•Bekannte Dichter:&nbsp;<br>-Johannes R. Becher (1891-1958)<br>-Franz Richard Behrens (1895-1877)<br>-Else Lasker-Schüler (1869-1945)<br>Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut,<br>In allen Lüften hallt es wie Geschrei.<br>Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei<br>Und an den Küsten – liest man – steigt die Flut.<br>&nbsp;<br>Weltuntergang Jakob van Hoddis<br>&nbsp;Der Sturm ist da, die wilden Meere hupfen<br>&nbsp;An Land, um dicke Dämme zu zerdrücken.<br>&nbsp;Die meisten Menschen haben einen Schnupfen.<br>&nbsp;Die Eisenbahnen fallen von den Brücken.</div>]]></description>
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         <pubDate>2023-05-16 11:09:59 UTC</pubDate>
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         <title>WEIMARER REPUBLIK</title>
         <author>sarasandgs</author>
         <link>https://padlet.com/sarasandgs/ss3c2cvovef4fv8y/wish/2592919063</link>
         <description><![CDATA[<div><strong>Kontext:</strong></div><div><br>Die Weimarer Republik war in Deutschland von 1919 bis 1933.<br><br></div><ul><li>Nach dem 1. Weltkrieg und dem Sturz des Kaiserreichs entstand sie.</li></ul><div><br></div><ul><li>&nbsp;Deutschland fühlte sich durch den Versailler Vertrag gedemütigt.</li></ul><div><br></div><ul><li>&nbsp;Es gab demokratische Veränderungen und ein neues politisches System.</li></ul><div><br></div><ul><li>&nbsp;Es gab aber auch viele Probleme und Unruhen.</li></ul><div><br></div><ul><li>&nbsp;Die Wirtschaft hatte große Schwierigkeiten und es kam zur Hyperinflation.</li></ul><div><br></div><ul><li>Kulturell blühte die Weimarer Republik auf, vor allem in Berlin.</li></ul><div><br></div><ul><li>Doch dann stieg der Nationalsozialismus auf.</li></ul><div><br></div><ul><li>Die Weimarer Republik endete und die Nazis übernahmen die Macht.</li></ul><div><br><br><br><br><strong>Motive des Reisens:</strong><br><br></div><ul><li>Arbeitsmigration: Menschen suchten Arbeit und zogen innerhalb Deutschland&nbsp; oder ins Ausland</li></ul><div><br></div><ul><li>Künstlerische und intellektuelle Bewegungen: Künstler, Schriftsteller und Intellektuelle zogen in die Städte, insbesondere nach Berlin, auf der Suche nach kreativer Freiheit und Austausch</li></ul><div><br></div><ul><li>Politisches Engagement: Menschen waren unterwegs, um an politischen Versammlungen und Demonstrationen teilzunehmen</li></ul><div><br></div><ul><li>Bildung und Wissenschaft: Junge Menschen zogen in verschiedene Städte, um zu studieren oder in wissenschaftlichen Einrichtungen zu arbeiten</li></ul><div><br><br><br><br><br><strong>In der Epoche der Weimarer Republik waren folgende Stilmittel, Motive und sprachliche Merkmale präsent:</strong></div><ul><li>Beeinflusst durch verschiedene Strömungen Expressionismus: Ausdrucksstarke Darstellung der menschlichen Psyche und Gesellschaftszustände.</li></ul><div><br></div><ul><li>Sozialkritik: Kritische Auseinandersetzung mit sozialen Ungerechtigkeiten und politischer Korruption.</li></ul><div><br></div><ul><li>Neue Sachlichkeit: Nüchterne, objektive Beschreibung des Alltags.</li></ul><div><br></div><ul><li>Groteske und Satire: Absurde Situationen, Ironie und schwarzer Humor.</li></ul><div><br></div><ul><li>Montage und Collage: Kombination verschiedener Textfragmente für neue Bedeutungen.</li></ul><div><br></div><ul><li>Politische Symbolik: Verwendung politischer Symbole und Metaphern.</li></ul><div><br></div><ul><li>Verfremdungseffekte: Einsatz ungewöhnlicher Perspektiven und Sprachmuster zur distanzierten Betrachtung.</li></ul><div><br></div><ul><li>widersprüchlichen Zeiten wider, in denen sie entstanden sind.</li></ul><div><br><br><br><strong>Berühmte Dichter und Gedichte:</strong><br><br>• Bertolt Brecht: <br><br>• "Die Ballade von der Unzulänglichkeit menschlichen Strebens" <br><br>• "Erinnerung an die Marie A." <br><br>• "Die Moritat von Mackie Messer" <br><br><br><br><br><br>• Rainer Maria Rilke: <br><br>• "Herbsttag" <br><br>• "Der Panther" <br><br>• "Duino-Elegien" <br><br><br><br><br>• Else Lasker-Schüler: <br><br>• "Mein blaues Klavier" <br><br>• "Weltflucht und Vogelbann" <br><br>• "Gesang zur Leier"<br><br><br><br><br><strong>Links/Texte:<br></strong><br><strong><br></strong>Gedicht von Hermnn Hesse "Abends auf der Brücke" (1905)<br><br><br>Abends muß ich auf der Brücke stehen,<br>Nieder in den dunkeln Strom zu sehen,<br>Wie er strömt und zieht und mit Gebrause<br>Sehnlich weiterstrebt – wohin? Nach Hause?<br><br>So viel Jahre bin auch ich gegangen<br>Ohne Rast mit sehnlichem Verlangen,<br>Wandernd mit den Strömen, Wolken, Winden,<br>Eine Heimat, eine Rast zu finden.<br><br>Weiter noch, so wird die Stunde schlagen,<br>Daß sie mich im weißen Linnen tragen.<br>Wanderschaft ade und Stromgebrause!<br>Stille trägt man mich – wohin? Nach Hause?<br><br><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2023-05-16 11:10:16 UTC</pubDate>
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      </item>
      <item>
         <title>EXILLITERATUR (1933-1945)</title>
         <author>sarasandgs</author>
         <link>https://padlet.com/sarasandgs/ss3c2cvovef4fv8y/wish/2592919176</link>
         <description><![CDATA[<div><strong>Kontext Historisch&nbsp;</strong></div><ul><li>Zeit des Nationalsozialismus&nbsp;</li><li>Autoren wurden durch Propaganda unterdrückt&nbsp;</li><li>Bücherverbrennung (10.04.1933)</li><li>Schriftsteller verlassen Heimat/ fliehen ins Ausland (Auswanderungswelle)</li><li>wenige blieben, schreiben gegen Regime verschlüsselt&nbsp;</li><li>Diskriminierung und Ausschluss der Juden (1935) durch Nürnberger Gesetze&nbsp;</li></ul><div><strong>Motiv des Reisens im Gedicht</strong></div><ul><li>Verfolgung, Krieg&nbsp;</li><li>Wirtschaftliche &amp; politische Krisen&nbsp;</li><li>Entwurzelung, Angst</li><li>Schlechte Umgebung, wenig Nahrung&nbsp;</li><li>Unsicherheit&nbsp;</li></ul><div><br><strong>Besondere Stilmittel und Sprache in der Exillyrik<br></strong><br>• <em>Metaphern und bildhafte Sprache</em>: Exillyrik nutzt starke Metaphern, um Gefühle und den Zustand des Exils darzustellen. Beispiel: "Meine Seele ist eine wandernde Wolke" - Mascha Kaléko.<br><br>• <em>Kontraste und Paradoxien</em>: Exillyrik spielt mit Gegensätzen, um die Ambivalenz des Exils auszudrücken. Beispiel: "Ich bin vertraut, wo ich fremd bin" - Nelly Sachs.<br><br>• <em>Ironie und Satire</em>: Exillyrik verwendet Ironie und Satire, um Missstände anzuprangern. Beispiel: "Hier steht das Lied im Widerhall der Waffen" - Bertolt Brecht.<br><br>• <em>Mehrsprachigkeit und Fremdwörter</em>: Exillyrik integriert oft verschiedene Sprachen. Beispiel: "I have forgotten my mother tongue / I think in all the languages of the world" - Anna Akhmatova.<br><br>• <em>Rhythmus und Klang</em>: Exillyrik betont den musikalischen Charakter durch Versmaß, Reime und Klangfiguren. Beispiel: "Desolation and despondency / Echo through the empty streets" - Mahmoud Darwish.<br><br><br><br><strong>Bekannte Dichter und Dichterinnen in der Exillyrik: </strong><br><br>• <em>Bertolt Brecht</em> (1898-1956): Kritisierte soziale Ungerechtigkeiten in Werken wie "An die Nachgeborenen" (1939). <br><br>• <em>Nelly Sachs</em> (1891-1970): Schrieb über das Trauma des Exils in Gedichten wie "O die Schornsteine" (1947). <br><br>• <em>Anna Akhmatova</em> (1889-1966): Zeugnis von Leid und Verlust in "Requiem" (1935-1940) während der stalinistischen Ära. <br><br>• <em>Paul Celan</em> (1920-1970): Behandelte Themen wie Holocaust und Sprachlosigkeit in Gedichten wie "Todesfuge" (1945). <br><br>• <em>Mahmoud Darwish</em> (1941-2008): Ausdruck des palästinensischen Leidens und Kampfes in Werken wie "Identity Card" (1964).<br><br><strong>An die Nachgeborenen</strong></div><div><em>von Bertolt Brecht</em></div><div>Wirklich, ich lebe in finsteren Zeiten!</div><div>Das arglose Wort ist töricht. Eine glatte Stirn Deutet auf Unempfindlichkeit hin. Der Lachende</div><div>Hat die furchtbare Nachricht</div><div>Nur noch nicht empfangen.</div><div>Was sind das für Zeiten, wo Ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist Weil es ein Schweigen über so viele Untaten cinschliesst!</div><div>Der dort ruhig über die Strasse geht</div><div>Ist wohl nicht mehr crreichbar für seine Freunde</div><div>Die in Not sind?</div><div>'Es ist wahr: ich verdiene noch meinen Unterhalt</div><div>Aber glaubt mir: das ist nur ein Zufall. Nichts Von dem, was ich tuc, berechtigt mich dazu, mich sattzuessen.</div><div>Zufällig bin ich verschont. (Wenn mein Glück aussetzt</div><div>Bin ich verloren.)</div><div>Man sagt zu rir: iss und trink du! Sei froh, dass du hast!</div><div>Aber wie kann ich essen und trinken, wenn Ich es dem Hungernden entreisse, was ich esse, und Mein Glas Wasser einem Verdurstenden fehlt?</div><div>Und doch esse und trinke ich.</div><div>Ich wäre gerne auch weise</div><div>In den alten Büchern steht, was weise ist:</div><div>Sich aus dem Streit der Welt halten und die kurze Zeit</div><div>Ohne Furcht verbringen</div><div>Auch ohne Gewalt auskommen</div><div>Böses mit Gutem vergelten</div><div>Seine Wünsche nicht erfüllen, sondern vergessen</div><div>Gilt für weise.</div><div>Alles das kann ich nicht:</div><div>Wirklich, ich lebe in finsteren Zeiten!</div><div><br><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2023-05-16 11:10:24 UTC</pubDate>
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      </item>
      <item>
         <title>DDR (1949-1989/90)</title>
         <author>sarasandgs</author>
         <link>https://padlet.com/sarasandgs/ss3c2cvovef4fv8y/wish/2592920284</link>
         <description><![CDATA[<div><strong>Kontext:&nbsp;</strong></div><ul><li>Deutschland wurde in Ost und West geteilt&nbsp;</li><li>Zeit des Sozialismus&nbsp;</li><li>Bau der Berliner Mauer&nbsp;</li><li>DDR als sozialistische Leistungsgesellschaft&nbsp;</li></ul><div><br><strong>Motiv des Unterwegs sein:</strong></div><ul><li>Versuch die DDR zu verlassen&nbsp;</li></ul><div><br><strong>Stilmittel der Epoche</strong></div><ul><li>Aufbauliteratur (1950-1961)</li><li>Ankunftsliteratur (1960er)</li><li>Liberalismus und Kritik (1970er)</li><li>Untergrundliteratur (1980er)</li></ul><div><br></div><ul><li>Eine sozialistische*r Held*in, der*die im Zentrum steht&nbsp;</li><li>Einfache Sprache&nbsp;</li><li>Leicht verständliche Struktur&nbsp;</li><li>Zweck: die Erziehung zum Soziallisten&nbsp;</li></ul><div><br><strong>Bekannte Dichter</strong></div><ul><li>Berthold Brecht - “Die Tage der Commune”</li><li>Christa Wolf - „Der geteilte Himmel”</li><li>Jurek Becker -„Jakob der Lügner“</li><li>Reiner Kunze -„die wunderbaren Jahre“</li></ul><div><br><br><strong>Gedicht</strong></div><ul><li>Die Lösung - Berthold Brecht (1953)</li></ul><div><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2023-05-16 11:11:25 UTC</pubDate>
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      </item>
      <item>
         <title>GEGENWART/POSTMODERNE (1968-2000)</title>
         <author>sarasandgs</author>
         <link>https://padlet.com/sarasandgs/ss3c2cvovef4fv8y/wish/2592920835</link>
         <description><![CDATA[<div><strong>Definition</strong>:</div><ul><li>&nbsp;1968 bis 2000</li><li>&nbsp;Anfänge liegen in der neuen Subjektivität</li><li>&nbsp;die Welt ordnete sich zu dem Zeitpunkt neu</li><li>&nbsp;Medien und Technik rückten zunehmend in den Mittelpunkt</li><li>&nbsp;künstlerische und kulturelle Freiheit</li></ul><div><br></div><div><strong>Historischer Hintergrund:</strong></div><ul><li>&nbsp;Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland sorgte für einen Neuanfang</li><li>&nbsp;Individualismus wurde wichtiger</li><li>&nbsp;Technischer Fortschritt verhalf neuen Medien zur Beliebtheit</li></ul><div><br></div><div><strong>Motiv des Reisens:</strong></div><ul><li>&nbsp;Rückkehr, Flucht, Zuflucht und Heimkehr</li><li>&nbsp;Erholungsreisen</li><li>&nbsp;alltägliche Nutzung des Flugzeuges</li><li>&nbsp;Menschen entfalteten dadurch ihre Individualität</li></ul><div><br></div><div><strong>Literarische Merkmale:</strong></div><ul><li>&nbsp;Sprache ist sehr effektvoll</li><li>&nbsp;stilistische Mittel und spannende Formulierungen</li><li>&nbsp;ästhetische und rhythmische Sprache</li><li>&nbsp;Intertextualität (Verweise auf historische Ereignisse/Bezüge zu anderen Werken)</li><li>&nbsp;keine sympathischen und heldenhafte Hauptfiguren (Gesellschaftlicher Außenseiter)</li><li>&nbsp;Erzählungen sind irreal</li><li>&nbsp;Es gibt Zeitsprünge, Zeitdehnung und Zeitraffung</li><li>&nbsp;Erzählperspektive wird gewechselt</li><li>&nbsp;unvollständige Sätze, Wortneuschöpfung, keine Reichemata, Keine Metren</li></ul><div><br><strong>Besondere Ereignisse:</strong></div><div>- April 1986 kam es zu einem Unfall im Kernkraftwerk und dies erzeugte ein</div><div>Umdenken in der Bevölkerung</div><ul><li>&nbsp;Fall der Berliner Mauer und die Wiedervereinigung der Bundesländer (Wichtigste Historische Ereignis )</li><li>&nbsp;Arbeitslosigkeit</li></ul><div><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2023-05-16 11:11:57 UTC</pubDate>
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      </item>
      <item>
         <title>WEITERE MATERIALIEN/LINKS </title>
         <author>sarasandgs</author>
         <link>https://padlet.com/sarasandgs/ss3c2cvovef4fv8y/wish/2592924968</link>
         <description><![CDATA[]]></description>
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         <pubDate>2023-05-16 11:15:48 UTC</pubDate>
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      </item>
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         <title>NEUE SUBJEKTIVITÄT (1950-70)</title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[<div><strong>Historischer Kontext/inhaltliche Aspekte</strong>:<br>- thematisiert Gesellschaftsktitik, Natur - und Umweltzerstörung, Emanzipation, Arbeitsleben, Gefühlslagen und das Erleben geschichtlicher Abläufe</div><div>- genaue Beschreibung einer Situation, Wahrnehmung oder Empfindung</div><div>- klingt oft emotionslos</div><div>- Gedankenfetzen, Wiedergabe spontaner (Sinnes-) Eindrücke</div><div>- Alltagsnotiz mit Alltagssorgen</div><div><br>50er</div><div>- Vertreter der Frankfurther Schule setzten sich mit der NS-Zeit und dem Holocaust auseinander und forderten eine Aufarbeitung dieser</div><div>- häufig in Form von Kurzgeschichten</div><div>- Bekannte Vertreter waren Hilde Domin, Nelly Sachs und Mascha Kaléko</div><div><br></div><div>60er</div><div>- gesellschafts- und systemkritische Literatur</div><div>- zum großen Teil politische Ereignisse wie die Nazi Vergangenheit Deutschlands</div><div>- Angst vor dem kalten Krieg</div><div>- Kritik an Eliten und Autoritäten des Landes, Generation der Eltern, Restauration und dem kapitalen Wirtschaftssystem</div><div>- diese Veränderung ist bekannt als die “68er Bewegung“</div><div><br></div><div>70er</div><div>- beschäftigt sich mit dem “eigenen Ich“ (Selbstfindung, eigene Identität)</div><div>- Gegenbewegung zur Literatur der 60er Jahre<br><br><strong>Motiv des Reisens</strong>:</div><div>- Streben nach Freiheit (50er-60er) und Selbstbestimmung (70er)<br><br><strong>Besondere Stilmittel/Sprache</strong>:</div><div>- Ich-Perspektive</div><div>- Fokus auf eigene Wahrnehmung</div><div>- einfache, minimalistische Alltagssprache</div><div>- neutrale Ausdrucksweise</div><div>- einzelne rhetorische Mittel</div><div>- keine lyrischen Elemente (Reimschema, Rhythmus, Kadenz, Metrum.,..)</div><div>- Lyrisches Ich= Dichter<br><br><strong>Bekannte Dichter/Dichterinnen und/oder Gedichte</strong>:<br>Hilde Domin (1909-2006)</div><div>„Ich will Dich“</div><div><br></div><div>Günter Grass (1927-2015)</div><div>„In Ohnmacht gefallen“</div><div><br></div><div>Wir lesen Napalm und stellen Napalm uns vor.</div><div>Da wir uns Napalm nicht vorstellen können,</div><div>Lesen Sie über Napalm, bis wir uns mehr</div><div>unter Napalm vorstellen können.</div><div>Jetzt protestieren wir gegen Napalm.</div><div>Nach dem Frühstück, stumm,&nbsp;</div><div>auf Fotos sehen wir, was Napalm vermag.&nbsp;</div><div>Wir zeigen uns grobe Raster</div><div>und sagen: Siehst du, Napalm.</div><div>Bald wird es preiswerte Bildbände</div><div>mit besseren Fotos geben,</div><div>auf denen deutlicher wird,</div><div>was Napalm vermag.</div><div>Wir kauen Nägel und schreiben Proteste.</div><div>Aber es gibt, so lesen wir,</div><div>Schlimmeres als Napalm.</div><div>Schnell protestieren wir gegen Schlimmeres.</div><div>Unsere berechtigten Proteste, die wir jederzeit</div><div>verfassen falten frankieren dürfen, schlagen zu</div><div>Buch.</div><div>Ohnmacht, an Gummifassaden erprobt.</div><div>Ohnmacht legt Platten auf: ohnmächtige</div><div>Songs.</div><div>Ohne Macht mit Guitarre. -</div><div>Aber feinmaschig und gelassen</div><div>wirkt sich draußen die Macht aus.</div><div><br><br><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2023-05-17 06:03:09 UTC</pubDate>
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