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      <title>Kommentar zum Talk im Turm 2021 by Reinhard Fritz</title>
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      <description>Padlet erstellt von Reinhard FRITZ</description>
      <language>en-us</language>
      <pubDate>2021-06-13 18:58:17 UTC</pubDate>
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         <author>reinhardfritz37</author>
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         <description><![CDATA[<div>Einen anders denkenden Menschen nicht als Feind anzusehen, sondern (NUR!) als Trottel [Zitat Clemens Maria Schreiner], das überschreitet für mich die Grenze des guten Geschmacks, den Lis Hirn mit Bezug auf Epikurs „gelehrte Eingeweide“, als Weg in ein besseres Leben empfiehlt. Ich weiß, das ist vermutlich aus dem Kontext gerissen, und er (Clemens Maria Schreiner) meinte wahrscheinlich (NUR!) jene Fake-News-VerbreiterInnen und -Gläubige, von denen er sprach - dennoch, mir ist das jenseits des „guten Geschmacks“, und es fällt mir schwer, es im Rahmen (s)eines kabarettistischen Humors zu verorten.</div><div>Bei dieser Gelegenheit: Die gelehrten Eingeweide („… insbesondere bei Epikur, der den Bauch zur Wurzel des Guten erklärt“ – Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Gastrosophie) möchte ich lieber als diesen schwammigen Begriff des „guten Geschmacks“ (über den ich gewiss nicht streiten will), mit den Gefühlen assoziieren, die wir alle mehr oder weniger empfinden, und die mir bei den unzähligen Überlegungen zur „Verbesserung der Welt“ unsäglich zu kurz kommen. Dass den Gefühlen ihr wichtiger Stellenwert bei der Lebensgestaltung, bei allen Erfahrungen und Entscheidungsprozessen zu geben sei, und sie Teil jener Fakten sind, die es braucht („Fakten brauche es. Aber welche?), dazu möchte ich mich mit dem Hinweis auf die „gelehrten Eingeweide“ lieber eingeladen wähnen.</div><div>Der Grundtenor, den ich nach den Ausführungen beider und dem anschließenden Gespräch spürbar in mir vernommen habe, ist ein polarisierender: „Wir wissen es (besser), wie es richtig ist, und jetzt seid (alle, die das noch nicht so sehen) endlich (so) g’scheit, und macht es auch so“. Ich weiß und nehme mich selber dabei an der Nase, dass dies im Rahmen der These geschieht, dass „die Bedeutung und Wirkung einer Botschaft immer vom Empfänger ausgeht“ – also ich höre, was ich (willkürlich und hier im Speziellen unwillkürlich) hören will. Trotzdem, es fällt mir sehr sehr schwer, diesen Ton nicht zu hören, und ich könnte geneigt sein, darauf zynisch zu reagieren und zu meinen: Wenn das die Richtung sein soll, die einzuschlagen wäre, um „Und was jetzt (damit es besser wird)?“ entstehen zu lassen, schaue ich mich um einen Winkelmesser um, damit ich meine Schritte um exakt 180° von diesem Weg abwenden kann und möglichst schnell auf Abstand zu den Befürwortern dieser Richtung komme. Wie gesagt, ich könnte geneigt dazu sein ...<br>Doch um noch einmal auf die Frage des Tages zurückzukommen: „Und was jetzt?“:&nbsp;<br>Was wäre, wenn?&nbsp;<br>Was wäre, wenn unsere Handlungen immer (NUR!) ein Ausdruck unserer Haltungen wären (Weltbild, Glaubensgrundsätze, Werte, Ängste, Wünsche, Begierden, Gesinnungen, … )?&nbsp;<br>Und was, wenn der Satz: „An den Früchten werdet ihr sie erkennen“ bedeutet, dass man an unseren Handlungen und deren Folgewirkungen unsere Haltungen erkennen kann?&nbsp;<br>Und was, wenn diese, unsere Haltungen (uns) großteils unbewusst sind, und sie uns unwillkürlich zu unseren Handlungen „drängen“ (was eine plausible Erklärung für das Handeln wider besseren Wissen wäre)?&nbsp;<br>Was, wenn das sinngemäß wiedergegebene Zitat Albert Einsteins: „Man kann ein Problem nicht mit dem Bewusstsein lösen, aus dem es entstanden ist“ meint, dass wir uns eurer unbewussten Haltungen bewusst werden mögen (dem gegenwärtigen Bewusstsein, das die Probleme entstehen hat lassen) und diese bewusst zu ändern (ein neues, erweitertes Bewusstsein, das erst neue Handlungen mit sich bringen kann)?&nbsp;<br>Und was, wenn Verantwortung übernehmen (als Einladung der Stunde und nicht als Gebot der Stunde) bedeutet, Selbstverantwortung im Sinne: Das Leben stellt die Fragen, und ich selbst gebe (letztlich immer) die Antworten darauf, doch um es besser werden zu lassen, gebe ich mir (meiner selbst) bewusste Antworten?&nbsp;</div>]]></description>
         <pubDate>2021-06-13 19:52:13 UTC</pubDate>
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         <description><![CDATA[<div>Clemens Maria Schreiner möchte Andersdenkende auf seine Seite bringen. Mit der Haltung, diese seien Trottel, wird ihm das wohl schwerlich gelingen.</div>]]></description>
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         <pubDate>2021-06-14 11:00:49 UTC</pubDate>
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         <description><![CDATA[<div>Welche Verantwortung nimmst du gegenüber der Gesellschaft wahr, Reinhard?</div>]]></description>
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         <pubDate>2021-06-17 09:10:24 UTC</pubDate>
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         <description><![CDATA[<div>Schreiner hat Menschen Trottel im Zusammenhang mit seiner Triage der Diskussionspartner genannt.<br>Andersdenkende sind nicht automatisch Feinde. Denn mit Feinden kann man nicht diskutieren - sagt er.<br>Andersdenkende sind möglicherweise Realitätsverweigerer. Die bezeichnet er als Trottel, wenn er in der Diskussion mit ihnen verzweifelt. Aber mit Trottel kann er dann wenigstens auf ein Bier gehen.<br>Eine Haltung.<br>Immerhin.</div>]]></description>
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         <pubDate>2021-06-17 09:15:01 UTC</pubDate>
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