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      <title>Monika Kos-Rochlitz by </title>
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      <description>Zeitzeugin der zweiten Verfolgung</description>
      <language>en-us</language>
      <pubDate>2026-05-15 19:41:57 UTC</pubDate>
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         <title>Zeitzeugin der zweiten Verfolgung</title>
         <author>manjaschueckerweiss</author>
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         <description><![CDATA[<p>Ich bin 1949 in Göttingen geboren als erstes Kind meiner Eltern. Nur vier Jahre nach der Befreiung. Wi sind drei Schwestern</p><p>Unser Vater Alois Kos hatte als tschechischer Sinto Auschwitz überlebt. Unsere Mutter Helene Kos geb.Weiß hatte mehrere Lager in Polen überlebt. Sie lernten sich in Göttingen kennen. </p>]]></description>
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         <pubDate>2026-05-15 19:45:27 UTC</pubDate>
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         <title>Meine Eltern und das traurige Schicksal dass sie teilten</title>
         <author>manjaschueckerweiss</author>
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         <description><![CDATA[<p>Mein Vater kam im Juli 1949 nach Göttingen, wohnte zunächst in der Baracke II auf dem Schützenplatz, um dann ab Februar 1950 einen eigenen Wohnwagen zu beziehen. Er kam ursprünglich aus Prag, sein Status war der eines Staatenlosen im Besitz eines Nachweises der IRO (International Refugee Organization) mit Unterstützungsberechtigung. Meine Mutter kam ursprünglich aus Flensburg, sie war bereits im September 1945 in Göttingen angekommen. Ab April 1946 wohnte sie ebenfalls in Baracke II auf dem Schützenplatz. Im Februar 1952 heirateten beide standesamtlich. Mama wurde 1940 nach Polen deportiert und in Belzec, Krychow, Siedlce und Lublin inhaftiert. Mein Vater wurde 1941 nach Auschwitz deportiert, dann nach Buchenwald und von dort in das Konzentrationslager Mittelbau Dora</p>]]></description>
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         <pubDate>2026-05-15 21:13:46 UTC</pubDate>
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         <title>Die Göttinger Beratungsstelle für Sinti und Roma </title>
         <author>manjaschueckerweiss</author>
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         <description><![CDATA[]]></description>
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         <pubDate>2026-05-15 22:05:37 UTC</pubDate>
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         <title>Ein überfälliges Projekt</title>
         <author>manjaschueckerweiss</author>
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         <description><![CDATA[<p><a rel="noopener noreferrer nofollow" href="https://www.vr-elibrary.de/doi/pdf/10.13109/9783666854286">https://www.vr-elibrary.de/doi/pdf/10.13109/9783666854286</a></p>]]></description>
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         <pubDate>2026-05-15 22:10:57 UTC</pubDate>
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         <title>Unterkünfte </title>
         <author>manjaschueckerweiss</author>
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         <description><![CDATA[<p>Meine Eltern stellten am 28.&nbsp;September 1950 einen Antrag auf Vormerkung als Wohnungssuchende. In ihrem Antrag wurden aber nur Mama und meine Schwester und ich, die vor der offiziellen Eheschließung geboren worden waren, als Sinti und somit als »aus rassischen Gründen Verfolgter des nat.-soz. Regimes« geführt. Eigentlich unfassbar, hatte mein Vater doch die Tätowierung von Auschwitz auf dem Arm.  Wir wohnten immer noch in der Steinbaracke auf dem Schützenplatz, ich war inzwischen an TBC erkrankt. Nach dem vierten Jahr ohne Erfolg hat mein Vater einen dreiseitigen Brief explizit an den Rat der Stadt geschrieben. Darin verwies er auf ein Schreiben des Wohnungsamtes, das uns bereits 1951 unsere Unterkunft als »für menschliche Benutzung schlechthin völlig ungeeignet« bescheinigt hatte. </p><p> </p><p>Wir sollten uns selbst um eine Wohnung bemühen. Die Wohnungssuche scheiterte allerdings regelmäßig den Vorurteilen der Vermieter. Die Verhältnisse in der Steinbaracke sind inzwischen noch schlechter geworden. Mittlerweile sind mein Vater und ich an Tuberkulose erkrankt Meine Eltern haben darum gebeten das Vertreter von der Stadt Göttingen Mal einer Besichtigung der Baracke machen sollte.</p><p>&nbsp;</p>]]></description>
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         <pubDate>2026-05-15 22:28:02 UTC</pubDate>
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         <title>Ausstellungseröffnung im Rathaus</title>
         <author>manjaschueckerweiss</author>
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         <description><![CDATA[]]></description>
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         <pubDate>2026-05-15 22:29:50 UTC</pubDate>
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         <title>Wohnwagen auf dem Schützenplatz</title>
         <author>manjaschueckerweiss</author>
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         <description><![CDATA[<p>Vielleicht sieht es trist und traurig aus, wenn man sich den Platz da so anschaut. Aber es war auch viel Zusammenhalt da und Gemeinschaft. Ich glaube das war es, was es ausgemacht hat. Die Menschen haben nach vorn geschaut. Sie hatten überlebt und das hat gezählt. Und unsere Eltern schenkten uns Geborgenheit .</p>]]></description>
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         <pubDate>2026-05-15 22:33:36 UTC</pubDate>
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         <title>Mein Vater</title>
         <author>manjaschueckerweiss</author>
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         <description><![CDATA[<p>Das besondere an meinem Vater war, dass er immer soviel Lebensfreude zeigte. Er war nicht verbittert. Zu den Gadje war er immer gerecht, obwohl er all das Grauen erlebt hatte. Was tief in seinem Inneren war, wusste wohl niemand.</p><p>Er ist nie wieder nach Polen gefahren. Auch nicht zum Gedenken nach Ausschwitz. "Diesen Boden betrete ich nie wieder"</p><p><br></p>]]></description>
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         <pubDate>2026-05-15 22:45:00 UTC</pubDate>
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         <title></title>
         <author>manjaschueckerweiss</author>
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         <description><![CDATA[<p>Wie wir alle auf dem Schützenplatz, sind wir selbstverständlich zur Schule gegangen ich glaube das war auch unseren Eltern sehr wichtig. Das ist nicht einfach, kann man sich vorstellen wir hatten aber auch viel schöne Zeit. Wir waren zusammen es gab immer eine ganze Clique von Kindern und Jugendlichen, die in einem Alter waren. Vielleicht denken die meisten Menschen wir hätten keinen Kontakt zu anderen gehabt außerhalb des Schützenplatzes, aber das stimmt überhaupt nicht. Es kamen sogar Freundinnen zu uns die keine Sinti waren, ich könnte Unmengen von Geschichten über das Leben auf dem Schützenplatz erzählen. Es war hart und es war schwer insbesondere für unsere Eltern, nachdem was sie erlebt hatten und es war halt überschattet von dem was im Dritten Reich geschah. Aber auch von dem wie mit uns umgegangen wurde, obwohl die Sinti die so viel Leid erlitten hatten, ging es weiter mit dem Ausgrenzen und Überwachen.</p>]]></description>
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         <pubDate>2026-05-16 07:37:55 UTC</pubDate>
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         <title>Unsere Bürgerrechtsarbeit</title>
         <author>manjaschueckerweiss</author>
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         <description><![CDATA[<p>In Göttingen fand der dritte Welt Roma Kongress statt, der von der Gesellschaft für bedrohte Völker initiiert wurde. Das war 1981. 1989 gründen wir mit Hilfe der Mitarbeiterinnen der Gfbv die Göttinger Beratungsstelle für Sinti und Roma gemeinsam mit Unterstützerinnen bauten wir diese Selbstorganisation auf. Davor sind die Göttinger Sinti immer zu dem Referenten in das Büro der Gesellschaft für bedrohte Völker gegangen, wenn sie Hilfe brauchten. Dies ist aber eine Menschenrechtsorganisation und keine soziale Beratungsstelle.</p><p>Und es war wichtig, dass wir uns selbst organisieren und vertreten. Wir gründeten einen Verein bauten ihn auf und etablierten ihn. Wir waren die einzige Selbstorganisation die ausschließlich Frauen aus der Minderheit im Vorstand hatten. Und wir kümmerten uns um die zugewanderten Roma Familien. Gerade mit dem Ausbruch des Bürgerkrieges in Jugoslawien war das von großer Bedeutung</p><p>Leicht hatten wir es nicht, denn die anderen Selbstorganisation hatten Männer im Vorstand und wie man sich das so vorstellen, kann mussten wir uns da ganz schön durchsetzen.</p><p>&nbsp;</p>]]></description>
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         <pubDate>2026-05-16 07:48:28 UTC</pubDate>
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         <title>Wir hatten ein liebevolles zu Hause</title>
         <author>manjaschueckerweiss</author>
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         <description><![CDATA[<p>Trotz aller Widrigkeiten haben unsere Eltern dafür gesorgt das wir behütet aufwachsen</p>]]></description>
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