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      <title>Entwicklungen des Buddhismus in D by </title>
      <link>https://padlet.com/mirkoroth/q292dl282tadifs4</link>
      <description>Wer, Wo, Wann, Was, Wie, Womit und Wozu </description>
      <language>en-us</language>
      <pubDate>2021-06-08 16:08:44 UTC</pubDate>
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         <title>1. Phase:  Anfänge in Deutschland (bis ins 19. Jh.)</title>
         <author>mirkoroth</author>
         <link>https://padlet.com/mirkoroth/q292dl282tadifs4/wish/1593340052</link>
         <description><![CDATA[<div>Durch antike Quellen, Übersetzungen und Reiseberichte kommen Informationen über (eine) Religion(en) aus Asien nach Deutschland.<br><br>Erst im Laufe der Jahrzehnte und verschiedener Wissenschaftsgenerationen wird klar, dass es sich bei den Religionen aus China, Tibet, Thailand, Indien usw. um "dieselbe" Religion handelt.<br><br>Die spärlichen Aussagen werden von deutschen Philosophen im Lichte ihrer eigen Konzepte und Theorien interpretiert.<br><br>Prinzipiell sind zwei Faktoren zu erkennen: <br>1. stehen sich der griechisch-philosophische "Mainstream" und "das, was da aus Asien kommt" diametral entgegen: Hier die Prämisse / das Postulat einer durch Substanz und Wesen gekennzeichneten Welt (Kosmos), die planvoll von einem Schöpfergott angelegt wurde; dort das aus Beobachtungen von Natur und Gesellschaft abgeleitete Postulat der Leerheit: Die Verneinung von Substanz und Wesen von allem Existierenden einerseits, und ein als nicht-seiend charakterisierter Gott andererseits. <br>2. othering (engl.): ein Begriff der europäischen Identitätsbildung: Die Rezeption von "Buddhismus" bzw. "Asien" (auch von "dem Islam" =&gt; Orientalismus) verläuft so, dass dieses Andere / Fremde als solches "vollkommen Anderes" gezeichnet (konstruiert) wird: Hier Homogeneität, Ordnung und Rationalität - dort Heterogenität, Chaos und&nbsp; Irrationalität usw.<br><br><strong>Leibnitz </strong>(1646-1716)<br>Der Buddhismus führe alles (Ursprung und letztes Prinzip) auf das Nichts zurück. Das heißt für L: Keine positive Letzte Instanz trägt die sinnvoll gestaltete Welt.</div><ul><li>Jedoch gibt es keinen Urspung in der buddhistischen Kosmologie.</li><li>Das nichts wird fälschlicher Weise als nihilistisch verstanden.</li><li>In Leibnitz' Monadenlehre zeigt sich ein essentialistischer Widersacher buddhischen Denkens.</li></ul><div>&nbsp;<br><strong>Kant </strong>(1724-1804)<br>Immer noch spärlich verfügte Kant über weitaus mehr und bessere Quellen. Dennoch enthielt er sich wertender Aussagen gg. dem Buddhismus&nbsp; (aus hochschulpolitischen Gründen und der Skepsis gegenüber den Quellen).</div><ul><li>Die falsche Vorstellung eines Urspungs wird weiter getragen</li><li>Zwar spricht Kant auch über andere Themen als "Nichts" und "Nirvana" (bspw. Karma udn Wiedergeburt). Doch vermengt er aufgrund der Quellenlage Buddhistisches mit Jainistischem und Hinduistischem.&nbsp;</li></ul><div><br><strong>Herder </strong>(1744-1803)<br>Stellt den Buddhismus und Indien in den Rahmen seiner teleologischen Geschichtsauffassung: Ein "Menschheitswerdungsprozess" hin zur Vernuft (= Europa)</div><ul><li>Dort steht die heiße Geographie Indiens (Temperaturentheorie) für schwaches Denkes, schwache Körper usw.&nbsp;</li><li>Indien steht am Anfang einer Entwicklung der Menschheitswerdung und graduell unter den Europäern.</li></ul><div><br></div><div><strong>Hegel </strong>(1770-1831):&nbsp;<br>Integriert Herders Geschichtsauffassung in dialektischer Weise.</div><ul><li>Die Geschichte zeigt sich im Prozess zum Selbstbewusstsein: Im Osten geht die Sonne auf (ex oriente lux) oder die innere Sonne sei erst in Europa aufgegangen.</li></ul><div><em>Zitat</em>: "Hegels derartige Ideen lieferten das geistesgeschichtliche Pendant zur politischen und wirtschaftlichen Wirklichkeit, in der Europa sich zur Eroberung der Erde aufgemacht hatte. [...] Doch liefert Hegels geistiger Beitrag aus deutscher Warte eine Metaphysik des Kolonialismus."<br>(Volker Zotz: auf den glückseligen Inselen. Buddhismus in der deutschen Kultur, Berlin: Theseus, 2000, S. 60)<br><br><strong><em>---- ZÄSUR -----</em></strong><br><br><strong>Schopenhauer </strong>(1788-1860)<br>Gilt als der erste "Buddhaist" Deutschlands: einer der bestbelesensten in Sachen Buddhismus und einer seiner wichtigsten Förderer.</div><ul><li>Er sah sich nicht als Rezipient, sondern fand in der buddhistischen Weltsicht eine Bestätitgung seiner eigenen Auffassungen.</li><li>Noch zu Schopenhauers Zeiten erschein Buddhismus mittel tibetischer und chinesischer Quellen und wurde deswegen als "<em>Sinologie</em>" behandelt.</li></ul><div><br><strong>Theosophische Gesellschaft </strong>(1875)<br>Helena Blavatsky <strong>und </strong>Henry Olcott&nbsp;<br>Weiterhin Bezug auf die "nördlichen" Quellen</div><ul><li>Olcotts "Buddhist Catechism" (1881) trägt zur Wiederbelebung in Sri Lanke bei -&gt; exogen-religiöser Faktor?</li></ul><div><br><strong>Pali Text Society </strong>(1881)<br>Thomas Wiliam Rhys Davids<br>Pali-Texte des "südlichen" Buddhismus kommen in den Fokus der Anschauungen</div>]]></description>
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         <pubDate>2021-06-08 16:09:12 UTC</pubDate>
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         <title>2. Phase (1888 bis 1. WK - 1914) - buddhistische Sammelbewegungen</title>
         <author>mirkoroth</author>
         <link>https://padlet.com/mirkoroth/q292dl282tadifs4/wish/1593342396</link>
         <description><![CDATA[<ul><li>Erste Gesellschaften: „buddhistische Gesellschaft“ (1906) mit dem Zweck der Bekanntmachung und <strong>Verbreitung</strong> des Buddhismus &amp; Förderung der Forschung; dazu gab es Publikationen, VL, Gründung von Büchereien; Vorhaben eine Art buddhistisches Kloster zu bauen (angelehnt an Theravada Mönche)<br>&nbsp;<ul><li>Bei publizistischen Tätigkeiten wurde eine Annäherung buddhistischer Inhalte an das Verständnis westlicher Rezipienten angestrebt (Bsp. Anpassung von Titeln an chr. Schriften : Evangelium des Buddha)<br>&nbsp;<ul><li>Friedrich Zimmermann: Buddhistischer Katechismus 1887 (Pali Quellen); leitet den Beginn der Rezeptionsphase ein; schreibt den ersten dt. Katechismus&nbsp;</li></ul></li></ul></li></ul><div><br></div><ul><li>Akademisch gebildete Bevölkerungsschicht wird angesprochen (<strong>Intellektuelle</strong>) -&gt; Ansicht: der <strong>Pali Kanon</strong> käme den ursprünglichen Lehren Buddhas am nächsten<br>&nbsp;<ul><li>Karl Eugen Neumann übersetzt ab 1890er Pali Kanon (Wortwahl auf Zielgruppe {Künstler und Gebildete} abgestimmt; breite Rezeption erst nach 1. Weltkrieg)</li></ul></li></ul><div><br></div><ul><li><strong>Religiöse Praxis</strong> (Andacht und Meditation) <strong>fand noch nicht statt;</strong> Buddhismus als etwas wissenschaftliches, eine Erkenntnisreligion</li><li>Karl Seidenstücker gründet in Leipzig die erste buddhistische Organisation in Deutschland („Buddhistischer Missionsverein in Deutschland“ 1906 Umbenennung in „Buddhistische Gesellschaft in Deutschland“ existiert bis 1911) -&gt; Gründungen weiterer Gesellschaften ABER räumlich und zeitlich begrenzt</li><li>Aus Kritik an solch akademischer und rein wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit dem Buddhismus bildete sich 1912 der „Bund für buddhistisches Leben“ -&gt; nicht nur buddhistisch denken, auch leben</li></ul><div><br></div><div><br></div><div>...</div>]]></description>
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         <pubDate>2021-06-08 16:10:02 UTC</pubDate>
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         <title>3. Phase: Zwischen den WKs (1918-1933) - &quot;Die Deutsche Buddhologie&quot;</title>
         <author>mirkoroth</author>
         <link>https://padlet.com/mirkoroth/q292dl282tadifs4/wish/1593343766</link>
         <description><![CDATA[]]></description>
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         <pubDate>2021-06-08 16:10:30 UTC</pubDate>
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         <title>In der Dunkelheit (33-45)</title>
         <author>mirkoroth</author>
         <link>https://padlet.com/mirkoroth/q292dl282tadifs4/wish/1593363461</link>
         <description><![CDATA[]]></description>
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         <pubDate>2021-06-08 16:17:13 UTC</pubDate>
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         <title>4. Phase: Wiederbelebung (1950er und 60er)</title>
         <author>mirkoroth</author>
         <link>https://padlet.com/mirkoroth/q292dl282tadifs4/wish/1593364335</link>
         <description><![CDATA[<div>·&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Buddhisten und Buddhistinnen kamen aus bildungsbürgerlichen und akademischen Kreisen der Mittelschichten</div><div>·&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Buddhismus galt als Lebenslehre und Analyseinstrument zur Wirklichkeitsinterpretation</div><div>·&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Zugang über buddhistische Lehrinhalte in einer rational-kognitiven Weise</div><div>·&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Praxis nur vereinzelt zu der Zeit</div><div>·&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Vermittlung der Lehre über öffentliche Vorträge, Studienzirkel, Literatur und Bücher, Broschüren und Mittteilungsblätter; Weitere Medien: Tonbandaufzeichnungen, <strong>Paul Debes </strong>Wochenend- und Forschungsseminare</div><div>·&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Das „Haus der Stille“ wurde eine institutionelle Basis für öffentliche Vorträge</div><div>·&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Entwicklung von mehrtägiger bis mehrwöchiger Seminare (Retreats) als wichtiges Medium</div><div>·&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Orientierung am Pali-Kanon und Theravada-Buddhismus</div><div>·&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Mitte der 50er Jahre Entstehung des AMM und Jodo Shin-Shu, die nicht auf südostasiatischen Buddhismus geprägt waren</div><div>·&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;1958 BG Hamburg traditionsoffen, DBU ebenfalls</div><div>·&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Organisation: Arbeitsgemeinschaften, Seminare, Gesellschaften, Vereine, religiös orientierte Gemeinschaften, Gemeinden und Orden</div><div>·&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;1962 ca. 620 eingetragene Mitglieder in den fünf großen buddhistischen Gemeinden (ABG, AMM, BG Hamburg, BG Berlin, BG München) und ca. 2000 Personen durch die DBU zusammengeschlossene Gruppen</div><div>·&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Durch weltweit erhöhte Mobilität (bessere Verkehrsmöglichkeiten) und wachsendes Interesse asiatischer Buddhisten, ihre Religion nach Europa und Nordamerika zu bringen, stieg die Zahl von Besuchen asiatischer Buddhisten enorm an (asiatisches Selbstbewusstsein - &gt; Ministerpräsident von Burma rief zur Mission in Deutschland auf)<br><br>Erste Mahayana - Gruppen, Mitte der 1950er, Öffnung für Nicht-Theravada-Buddhisten</div>]]></description>
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         <pubDate>2021-06-08 16:17:32 UTC</pubDate>
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         <title>5. Phase: Meditationsbuddhismus (ab 1960er)</title>
         <author>mirkoroth</author>
         <link>https://padlet.com/mirkoroth/q292dl282tadifs4/wish/1593383256</link>
         <description><![CDATA[<div>-&nbsp; <strong>Zen-Sesshins<br></strong>&nbsp; &gt; Psychologische Interpretationen von Daisetz Teitaru Suzukis machten den Zen-Buddhismus in den 60er Jahren populär<br>&nbsp;&gt; Weitere Buchveröffentlichungen folgten<br>&nbsp;&gt; Katholische Interpretationen der Meditation des Zen <br>&nbsp;&gt; Zen-Boom nur in Nordamerika, erst Ende der 60er großer Aufschwung in Deutschland<br>&nbsp;&gt; Gründung mehrerer Zen-Kreise und Gruppen:<br>1968 in Hamburg erster Zen Kreis (Gründerin: Karin Stegemann) <br>1972 „Zen-Freundeskreis“ um Roshi Nagaya<br>Ab 1968 Zen-Kurse von Pater Lasalle speziell für Christen (eigentl. Intention: Verbreitung des Christentums in Japan)<br>&nbsp;&gt; Interesse an Meditationstechniken spiegelt sich im Programm bis in die 70er wider<br>&nbsp;&gt; Politische und alternativkulturelle Anregungen und Einflüsse aus den USA auch in Europa<br>-&nbsp; <strong>Zen Boom</strong></div><div>In den 70ern steigt durch die gesellschaftlichen Umbrüche das Interesse an Zen-Veranstaltungen&nbsp;</div><div>&gt;&nbsp; Entstehung vieler Zen-Zentren:&nbsp;</div><div>1971 in Berlin „Gemeinschaft ohne Tor, Mumon Kai“ (Gründer: Dr. med. Klaus Zernickow)</div><div>1974 in Hamburg „Zen-Center Hamburg e.V.“ (wichtige Person: Roshi, Gründer: Philip Kapleau)</div><div>1975 in Frankfurt „Zendo Frankfurt am Main e.V.“</div><div>-&nbsp; <strong>Weiteres Buddhistisches Leben</strong></div><div>&gt;&nbsp; auch in der altbuddhistischen Gemeinde Interesse an Meditation</div><div>&gt;&nbsp; zu Beginn der 70er: „allgemeine Vortragsmüdigkeit“ (BG Hamburg) -&gt; konnte 1976 überwunden werden&nbsp;</div><div>&gt;&nbsp; viele Gruppen verschiedener Größen in Deutschland, die ihre Arbeit fortsetzten</div><div>-&nbsp; &nbsp;<strong>Tibetischer Buddhismus<br>&nbsp;&gt; </strong>Politische Ereignisse verursachten Flüchtlingswelle, lenkten die Aufmerksamkeit auf Tibet</div><div>&nbsp;&gt; Erforschung Tibets seit der 2. Hälfte des 19. Jh. (Brüder Schlaginweit)&nbsp;</div><div>&nbsp;&gt; Bekanntmachung tibetischer Konzepte (Vajrayana) durch Veröffentlichungen durch W.Y. Evans-Wentz, Godvina</div><div>&nbsp;&gt; Ab 1966 Aktivitäten des Dalai Lama zur Betreuung und Förderung des Buddhismus in Europa</div><div> &gt; Seit Mitte der 70er Ausbreitung des tibetischen Buddhismus in der BRD durch Vortragsreisen und Seminare von tibetischen Lamas, Gründung erster Zentren -&gt; Grenze zwischen 5. Und 6. Phase<br><br></div><div><strong><br>=</strong>&gt; Durch Erreichen von Gesellschaftsteilen außerhalb des akademischen Spektrums kommt es zu einer weiteren Verbreitung des Buddhismus in Deutschland<br><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2021-06-08 16:24:03 UTC</pubDate>
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