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      <title> M 10 c SomSem 2022 Teil 1 by Freiwilligendienste AWO Hessen Süd</title>
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      <pubDate>2022-04-08 11:12:33 UTC</pubDate>
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         <title></title>
         <author>fwdawohessensued</author>
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         <description><![CDATA[ Ihre [Soziale Arbeit] Aufgabe ist es, gesellschaftliche Teilhabe und Partizipation zu gewährleisten, einzufordern und zu erreichen. Dabei ist zu analysieren, inwieweit Soziale Arbeit selbst dazu beiträgt, gesellschaftliche Strukturen und Prozesse sozialer Ungleichheit und sozialer Ausschließung zu erzeugen und zu verfestigen. ]]></description>
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         <pubDate>2022-04-08 11:12:33 UTC</pubDate>
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         <title></title>
         <author>fwdawohessensued</author>
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         <description><![CDATA[<div>Diese Ungleichheiten lassen sich an strukturellen Kategorien wie soziale Klasse bzw. Schicht, Geschlecht, Ethnie, (dis)ability, Lebensalter, Gesundheit bzw. Krankheit etc. festmachen.  <br><br></div>]]></description>
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         <title></title>
         <author>fwdawohessensued</author>
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         <description><![CDATA[<div><strong>Ausgangspunkt&nbsp; für Soziale Arbeit sind zentrale strukturelle Gegebenheiten sozialer Ungleichheiten in ihrer jeweiligen historisch‐gesellschaftlichen Bedingtheit.&nbsp;</strong></div>]]></description>
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         <title>Ereignisse Deutschland und Kolonialismus</title>
         <author>fwdawohessensued</author>
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         <description><![CDATA[]]></description>
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         <title>1528 - Familie Welser erhält die Kolonie Venezuela</title>
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         <description><![CDATA[<div>-&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Die spanischen- und portugiesischen Invasor*innen mussten, ihre Schulden und Zinsen zu begleichen in jedem eroberten Gebiet Handelsniederlassungen der Bank gründen - &gt; Welser erreichte einen großen Verdienst</div><div>-&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Familie Welser kam zu großem Reichtum und arbeitete viel mit Sklav*innen</div><div>-&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Kaiser Karl V konnte seine Schulden nicht bezahlen und sprach 1528 ihnen die Kolonie Venezuela zu</div><div>o &nbsp; Er gab ihnen die Genehmigung ein Großteil der Schätze zu behalten, mit Europäer*innen das Land zu besiedeln und sie hatten den Zuspruch, die bisherigen Bewohner*innen aus Venezuela zu versklaven und ca. 4.000 Menschen aus Afrika als Sklav*innen in die Kolonie zu verschleppen</div><div>-&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Die Vertreter*innen Welser hatten ein großes Interesse an schnellen Profiten und verübten in Venezuela Grausamkeiten und große Massaker an den dort indigenen Bewohner*innen.</div><div>-&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Diese leisteten Widerstand und es gelang ihnen, einen Großteil der Invasor*innen zu töten</div><div>-&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Wegen des finanziellen Misserfolges und dem Scheitern der weiteren Kolonialisierung Venezuelas, endete die Herrschaft der Welser über die Kolonie bereits 1546. Sie fiel wieder zurück an den spanischen Kaiser.</div><div>-&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Durch den Kolonialismus kamen Fugger und Welser zu großen Reichtümern und belebten das Handeln und die industrielle Entwicklung in Deutschland und Europa.&nbsp;</div><div>-&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Durch diese Reichtümer (große Geldströme) entstanden die ersten wirtschaftlichen Strukturen des kapitalistischen Wirtschaftssystems<br><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-08 12:39:53 UTC</pubDate>
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         <title>1683-1717 Die preußische Kolonie Groß-Friedrichsburg in Afrika </title>
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         <description><![CDATA[<div>--&gt; Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg sandte in den frühen 1680 er Jahren Expeditonen zur Gründung einer&nbsp; Handelskolonie nach Afrika aus&nbsp;<br>--&gt; Er sah anhand der Niederlande, dass der Ressourcenhandel sowie Versklavung große Reichtümer einbrachte</div><div>--&gt; 1683 wurde <strong><em>Groß Friedrichsburg</em></strong> im heutigen Ghana in Afrika gegründet</div><div>Von dort und einem weiteren Stützpunkt wurde mit Gummi, Elfenbein, Gold und Salz gehandelt<br>--&gt; wurde zum Zentrum überseeischen Handels zwischen Europa, Afrika und Amerika&nbsp;<br>--&gt; größten Reichtümer brachte Verschleppung und Versklavung afrikanischer Menschen&nbsp;<br>--&gt; wurden gegen Waffen, Munition, Werkzeuge und Glas eingetauscht und als Arbeitskräfte verschifft&nbsp;<br>--&gt; Produkte ihrer Arbeit wurden zurück nach Europa verschifft<br>--&gt; selbst mächtige afrikanische HerrscherInnen und Händler waren beteiligt&nbsp;<br>--&gt; Nachfolger Friedrich III. hatte kein Interesse an kolonialen Projekten, verkaufte 1717 an Niederlande<br><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-08 12:45:04 UTC</pubDate>
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         <title>1850 - Siedlung Blumenau </title>
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         <description><![CDATA[<div>Brasilianische Regierung warb seit 1820 gezielt Migrant_innen aus Deutschland an.&nbsp;<br>- erhofften sich dadurch wirtschaftlichen Aufschwung&nbsp;<br>- deutsche Migrant_innen gründeten viele neue Dörfer und Städte...Städtenamen erinnern bis heute daran&nbsp;<br>- bis 1950 kamen rund 300.000 Migrant_innen nach Brasilien<br><br>Blumenau:<br>- gegründet von 17 Migrant_innen&nbsp;<br>- erhielten (bereits besiedeltes) Land von brasilianischen Regierung&nbsp;<br>- vertrieben Xokleng &amp; Kaingang Bevölkerung gewaltsam&nbsp;<br>- harte Arbeit = wirtschaftlich aufstrebende Stadt&nbsp;<br>- 1884 große Fabriken und 180.000 Einwohner_innen<br>- vorherrschende Sprache Deutsch&nbsp;<br>- deutsche Kultur (deutschsprachige Schulen, Kirchen usw.)&nbsp;<br><br>Brasilien erklärte Deutschland im 2. Weltkrieg den Krieg, somit wurde die deutsche Sprache verboten und die deutschsprachigen Schulen wurden geschlossen.&nbsp;<br><br>Heute:&nbsp;<br>- 300.000 Einwohner_innen&nbsp;<br>- Nachfahren deutscher Migrant_innen&nbsp;<br>- beliebtes touristisches Ziel&nbsp;<br>- seit 1948 Oktoberfest - zweit größtes Volksfest in Brasilien + größte Oktoberfest außerhalb Deutschlands&nbsp;<br>-600.000 Besucher <br><br><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-08 12:45:20 UTC</pubDate>
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         <title>Winter 1884/1885</title>
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         <description><![CDATA[<ul><li>Kongokongerenz fand vom 15. November 1884 bis zum 26. Februar 1885 auf Einladung des deutschen Reichskanzlers <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_von_Bismarck">Otto von Bismarck</a> in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin">Berlin</a> statt</li></ul><div><br></div><ul><li>Es sollte die Handelsfreiheit am <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kongo_(Fluss)">Kongo</a> geregelt werden</li></ul><div><br></div><ul><li>Teilnehmer der Konferenz waren unter anderem das Deutsche Reich, Österreich-Ungarn, Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Italien, die Niederlande, Portugal, Spanien und Schweden-Norwegen</li></ul><div><br></div><ul><li>Unter anderem auch die USA, das Osmanische Reich und Russland waren auf der Konferenz vertreten</li></ul><div><br></div><ul><li>Menschen aus Afrika waren nicht anwesend&nbsp;</li></ul><div><br></div><ul><li>Gummireigen wurden erfunden und Europa und die USA verlangten Unmengen an Kautschuk, das im Kongo vorhanden war</li></ul><div><br></div><ul><li>Leopold gründete einen Unternehmen, das seine Kolonie profitorientiert und skrupellos verwaltete</li></ul><div><br></div><ul><li>Seine Mitarbeiter errichteten im ganzen Land ein Zwangs- und Sklavenarbeitssystem&nbsp; und&nbsp; regierten&nbsp; mit&nbsp; systematischer&nbsp; Gewalt</li></ul><div><br></div><ul><li>Jedes Dorf musste eine bestimmte Menge Kautschuk liefern. Erfüllte das Dorf die extrem hohen Vorgaben nicht, wurden alle Frauen des Dorfes ermordet.</li></ul><div><br></div><ul><li>&nbsp;In&nbsp; den&nbsp; rund&nbsp; 20&nbsp; Jahren&nbsp; bis&nbsp; zu&nbsp; Leopolds&nbsp; Tod&nbsp; 1908&nbsp; starben&nbsp; im&nbsp; Kongo aufgrund&nbsp; der&nbsp; kolonialen&nbsp; Gewalt&nbsp; und&nbsp; Ausbeutung&nbsp; etwa&nbsp; zehn&nbsp; Millionen Menschen – die Hälfte der damaligen Bevölkerung. Bis heute hat sich der Kongo von den Folgen nicht erholt. Erst zwischen 1950 und 1980 gelang es den afrikanischen Gesellschaften, ihre Unabhängigkeit zu erkämpfen.&nbsp; Die&nbsp; in&nbsp; Berlin&nbsp; und&nbsp; ohne&nbsp; afrikanische&nbsp; Beteiligung&nbsp; festgelegten&nbsp; kolonialen&nbsp; Grenzen&nbsp; blieben&nbsp; aber&nbsp; auch&nbsp; nach&nbsp; den&nbsp; Unabhängigkeiten weitestgehend gültig und sind es bis heute.</li></ul><div><br></div><div><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-08 12:55:10 UTC</pubDate>
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         <title></title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[]]></description>
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         <pubDate>2022-04-08 12:58:25 UTC</pubDate>
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         <title>1884 </title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[<div>&nbsp;Das im Jahr 1871 neu gegründete Deutsche Kaiserreich, erklärte 1884 Gebiete im Südwestens Afrika zu seiner Kolonie. Deutsch-Südwestafrika, heute Namibia, war somit die erste Kolonie von Deutschland.&nbsp;<br><br></div><div>Im Jahr 1900 hatte Deutschland das 4. Größte Kolonialreich.<br><br></div><div>&nbsp;Erst durch die Gründung des Deutschen Kaiserreiches, wurde es zu einem starken Nationalstaat, denn große Unternehmen, wichtige Organisationen und einflussreiche Persönlichkeiten forderten den Besitz von Kolonien und einer starken Marine. Kaufleute und Unternehmer*innen sahen den Gewinn: Lieferung billiger Ressourcen und den Verkauf dort von deutschen Produkten. <br><br></div><div>Durch den Großkaufmann Adolf Lüderitz (Tabak-und Waffenhändler), welcher schon länger dort illegal mit Waffen handelte wurde Deutsch-Südwestafrika eine Kolonie. In den Jahren nach 1884 schaffte es die deutsche Armee und Lüderitz, durch militärische Angriffe, Manipulation und Gewalt das Gebiet wirklich zu besetzen und zu kontrollieren. 70% des Landes wurden den Einheimischen weggenommen und Deutschen Einwander*innen zur Verfügung gestellt<br><br></div><div>Durch den Zwang zu Arbeit, entstand eine rassistische Gesellschaft. Die Weißen Siedler*innen standen rechtlich und wirtschaftlich über der schwarzen Bevölkerung. Obwohl diese diskriminiert wurde und Gewalt erlebt haben, welche von Widerstand zu Widerstand schlimmer wurde, leisteten sie immer wieder Widerstand gegen die Gewaltherrschaft und den Raub der Deutschen.<br><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-08 12:59:53 UTC</pubDate>
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         <title>1868 - Handelsunternehmen C. Woermann</title>
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         <description><![CDATA[<div>- 1868 gründetet das Handelsunternehmen C. Woermann einen Handelsniederlassung an der Wouri-Mündung (heute Kamerun)<br>- die Geschäfte waren so profitabel, dass&nbsp; das Unternehmen zum größten deutschen Schiffartsunternehmen der Welt wird <br>- hat großen Einfluss auf die deutsche Kolonialpolitik und zieht große Gewinne<br><br>- Adolph Woermann übernahm das Unternehmen 1874<br>- durch steigenden Reichtum erhält er großen Einfluss und wir Präsident der Hamburger Handelskammer und Reichtagsabgeordneter<br>- 1884 wird das Gebiet um den Fluss Wouri zu deutschem Kolonialgebiet erklärt<br>- Woermann verdient in Kamerun am Verkauf von Schnaps und Waffen aus Deutschland (starke Alkoholsucht und der Bevölkerung)<br>- Andererseits an Kautschuk und Palmöl (Export)<br>- Aktienkurs schnellte an der Hamburger Börse in die Höhe<br>- Deutsche Truppen begannen Feldzug gegen die Bevölkerung (Menschen wurden mit großer Grausamkeit getötet, Überlebende vertrieben)<br><br><br>- 1904 begann das Deutsche Reich Krieg gegen Oma Herero und Name und wendet sich Hilfesuchend an A. Woermann<br><br>- Afrika- Haus ist heute Sehenswürdigkeit in Hamburg<br><br><a href="https://www.c-woermann.de/">https://www.c-woermann.de/</a></div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-08 13:00:55 UTC</pubDate>
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         <title>1919 Ende deutscher Kolonialherrschaft</title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[<div>·&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Weltkrieg 1914-1918 (aus Kolonien stammende Menschen wurden zu Soldaten/ Kanonenfutter für die Kolonialmächte) -&gt; erste Berührungspunkte außerhalb von Menschenzoos, durch die Zusammenarbeit erstmals die Realisation, sie seien ja doch "zivilisierbar"</div><div>·&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Weil sich die Kolonie Deutsch Ostafrika (unnötiger weise) am längsten hält, wurde der General verehrt -&gt; 4 Jahre langer sinn- und rücksichtsloser Abnutzungskrieg</div><div>·&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Ende des ersten Weltkriegs Nov. 1918 -&gt; Versailler Vertrag (Juni 1919): Deutschland wird die Hauptschuld zugesprochen (für ca. 17 mio. Tote) -&gt; Weil Front nicht vor der Haustür lag, dachte die deutsche Bevölkerung, der Krieg sei zu gewinnen</div><div>·&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Die Gesellschaften der ehemaligen Kolonien durften zu den Friedenskonferenzen keine offiziellen Vertreter*innen entsenden</div><div>·&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Deutschland habe "auf dem Gebiete der kolonialen Zivilisation" versagt,denn die sogenannte Zivilisierung der Kolonien war der zentrale zeitgenössische Legitimation für Kolonialisierung.&nbsp;</div><div>·&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Woodrow Wilson (US-Präsident), spricht in einer Rede 1918 vom "Selbstbestimmungsrecht der Völker" als Voraussetzung für eine dauerhafte Weltfriedensordnung und stellt damit das Recht, Gebiete zu kolonisieren, grundsätzlich infrage.</div><div>·&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Dennoch führen die Verhandlungen zu einem Kompromiss: das Mandatssystem. Den Gesellschaften der ehemaligen deutschen Kolonien wurde unterstellt, sie seien noch nicht zur Selbstverwaltung fähig -&gt; Selbstbestimmungsrecht wird auf unbestimmte Zeit in die Zukunft verschoben</div><div>·&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Der Westen/ Europa betrachte Einwohner*innen als Kinder, die erzogen werden müssten</div><div>·&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Kolonien erlangen also keine Unabhängigkeit/ Selbstverwaltung, sondern blieben unter „Vormundschaft“: Deutsch-Ostafrika wurde unter die Herrschaft Großbritanniens gestellt, Kamerun wurde zwischen Frankreich und England aufgeteilt&nbsp;</div><div>·&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;In Deutschland nach Versailler Vertrag parteiübergreifender Konsens für die Rückgewinnung der Kolonien, den einzig KPD und USPD nicht mittrugen -&gt; man wollte wieder unter den Imperialmächten mitspielen</div><div>·&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Die Deutsche Kolonialgesellschaft (DKG) als größter Verein der Kolonialbewegung betrieb intensiv Propaganda, um den Gedanken aufrechtzuerhalten, dass Deutschland ein Recht auf Kolonien habe</div><div>·&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Kolonialvereine verherrlichen die Kolonialherrschaft -&gt; durch Straßen- und Schulnamen (Namen ehemaliger Kolonien, ehemaliger Gouverneure oder deutscher Offiziere), Veranstaltungen und Denkmäler -&gt; Massaker werden als große Schlachten verherrlicht</div><div>·&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Rückforderung geht in den 20ern zurück, zur NS-Zeit gab es Pläne für neue afrikanische Kolonien aber wurden nicht umgesetzt, stattdessen sollten Gebiete in Osteuropa und der Sowjetunion wie Kolonien regiert und ausgebeutet werden</div><div>·&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Mit Namibia wird erst seit 2015 über mögliche Entschädigungszahlungen debattiert (+Restitution) -&gt; „Reparation“ will es die Bundesregierung trotzdem nicht nennen</div><div>·&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Mit dem Umgang werde bis heute gerungen, weil die deutsche Kolonialzeit im Vergleich zu den anderen ja „nicht so lang“ war</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-08 13:03:40 UTC</pubDate>
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         <title>Anton Wilhelm Amo</title>
         <author>isabelsandtner</author>
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         <description><![CDATA[<div>- 1700 – Geburt in Axim (heutiges Ghana)</div><div>- Verschleppung als Kleinkind von Niederländische&nbsp; &nbsp; &nbsp;Westindien Kompanie</div><div>- An Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel gegeben&nbsp;</div><div>- 1708 evangelisch getauft</div><div>- Finanzierung seiner Ausbildung durch den Herzog</div><div>- Amo bekam seine Freiheit zurück und wurde finanziell weiter unterstützt&nbsp;</div><div>- Amo begann zu studieren&nbsp;</div><div>- 1734 erhielt er seinen Doktortitel in Philosophie&nbsp;</div><div>- Erster Schwarzer Dozent für Philosophie und Rechtswissenschaften</div><div>- 1740 traten erste Schwierigkeiten auf&nbsp;</div><div>- 1747 kehrte er in seine Geburtsregion zurück&nbsp;<br>- 1753 oder 1759 verstarb Amo&nbsp;</div><div>- 1994 Anton-Wilhelm-Amo-Preis&nbsp;</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-08 13:03:59 UTC</pubDate>
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         <title>1904-1908 Völkermord an den OvaHerero und Nama </title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[<div>In der deutschen Kolonie Deutsch-Südwestafrika kommt es zu einem von deutschen Truppen geführtem Krieg.<br><br>- seit Südwest Afrika 1884 zur Kolonie erklärt wurde, raubten deutsche Kolonialverwaltung und Sidler_innen ansässigen Bevölkerungen immer mehr Land und Vieh<br>- Menschen verloren Lebensgrundlage&nbsp;<br>- existierende Gesellschaften wurden von den Deutschen Stück für Stück zersetzt und in immer stärkere Abhängigkeit getrieben&nbsp;<br><br>- im Januar 1904 begannen die OvaHerero großen aufstand um diese Entwicklung aufzuhalten<br>- überraschten deutsche Gruppen und eroberten in wenigen Tagen ganz Zentralnamibia&nbsp;<br>- waren auf Befehl ihrer Führung sehr rücksichtsvoll mit unterlegenen deutschen&nbsp;<br>- im Oktober erhob sich Nama (zweit größte indigene Gesellschaft)<br>- Deutsche reich musste neue Gruppen schicken&nbsp;<br>- gingen mit immer brutalerer Gewalt vor&nbsp;<br><br>- befehlshabender General Lothar von Trotha erließ Befehl : alle OvaHerero erschießen oder in Wüste drängen&nbsp;<br>- Auf den Befehl hin wurden alle Gefangenen sofort erschossen, Dörfer niedergebrannt, Frauen und Kinder ermordet&nbsp;<br>- Menschen mussten in die Wüste fliehen wo Tausende verhungerten und verdursteten&nbsp;<br>- deutsche errichteten Konzentrationslager: Tausende OvaHerero und Nama starben dort durch schwerste Zwangsarbeit, fehlende Nahrung, Misshandlung&nbsp;<br><br>- von ca. 80.000 OvaHerero überlebten deutschen Völkermord etwa 15.000 Menschen&nbsp;<br>- von ca. 20.000 Nama überlebten weniger als 10.000&nbsp;<br><br>- betroffene Gesellschaften erlitten Zerstörung ihrer politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen Strukturen&nbsp;<br>- Alle schwarzen Menschen wurden ihrer Besitztümer und fast allen Rechten beraubt und gezwungen bei weißen Sidler_innen für geringe Löhne zu arbeiten&nbsp;<br>- gelang ihnen immer wieder sich zu wehren und deutscher Unterdrückung zu entziehen&nbsp;<br><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-08 13:16:03 UTC</pubDate>
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         <title>Doku bitte bis Samstag ansehen :)</title>
         <author>fwdawohessensued</author>
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         <description><![CDATA[]]></description>
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         <pubDate>2022-04-08 15:02:57 UTC</pubDate>
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