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Theater in der Schule

Theaterunterricht in Zeiten von Corona (Johanna Vierbaum / Nick Doormann / Sven Asmus)

Argumentationshilfen: Künstlerische Fächer in Zeiten von Corona

  • ALLGEMEIN

    Die Forderung, alle Fächer der Stundentafel für das kommende Schuljahr mit zu planen, hat nicht nur formale, sondern vor allem auch pädagogische Gründe. Auf die Bedeutung der künstlerischen Fächer sowohl in Bezug auf fachliche Kompetenzen als auch auf personale und soziale Entwicklung der Schülerinnen und Schüler ist in Bildungsplänen und empirischen Studien umfassend hingewiesen worden. Auf den Beitrag der genannten Fächer zur Bildung kann vielleicht für kurze Zeit (in einer absoluten Notsituation, wie sie nach den Märzferien gegeben war) verzichtet werden, für ein ganzes Schuljahr eine Planung ohne die künstlerischen Fächer durchzuführen, wäre dagegen ein bleibender Verlust für die Entwicklung ganzer Jahrgänge.
     
    Um nur einige Punkte noch einmal ins Bewusstsein zu heben:
    -          Theaterkurse, Musik-Ensembles und Arbeitsgemeinschaften werden als Teil der Schulgemeinschaft (Stichwort "Identifikation") und der Öffentlichkeitsarbeit gerade dann dringend benötigt, wenn an vielen Stellen der Zusammenhalt "bröckelt",
    -          die künstlerischen Fächer ermöglichen einen eigenen Zugang zur Welt, der nicht zuletzt einen unerlässlichen Ausgleich zu den coronabedingten (oft rein analytisch-kognitiven) und Tätigkeiten schafft bzw. das Wissen, das in anderen Fächern erworben wird, durch ganzheitliche Zugänge überhaupt erst in Kompetenzen umwandelt,
    -          die künstlerischen Fächer schaffen gerade für den Schülerinnen und Schülern Bestätigungen, die in Zeiten von Corona aus unterschiedlichen Gründen „unter die Räder“ kommen,
    -          die künstlerischen Fächer schaffen hervorragende Anlässe für Kommunikation, auch medial und in Zeiten von Flipped Classroom,
    -          die künstlerischen Fächer bieten auch im Ganztag vielfältige Möglichkeiten zum Lernen, Bewegen und Gestalten.
     
    Der Unterricht in den künstlerischen Fächern ist notwendig im Sinne einer ganzheitlichen Bildung. Insbesondere für Schülerinnen und Schülern aus bildungsfernen Familien ist die Ausbildung eines sozialen Habitus durch die Künste maßgeblich. Der Unterricht in den künstlerischen Fächern eröffnet den Schülerinnen und Schülern einen Zugang zu Kultur, deren Orientierungsangebot sie als sinnstiftend erfahren und in ihre Lebensgestaltung mit einbezogen werden kann. Darüber hinaus bieten künstlerische Fächer viele Möglichkeiten kreativ auch mit der eigenen Situation zu Hause umzugehen. Durch die Kunst sind spontane Zugänge und eine intuitive Arbeitsweise möglich, die Selbstbewusstsein und schnelle Erfolgserlebnisse möglich machen. Den Schülerinnen und Schülern werden Strategien aufgezeigt, wie sie z. B. Frustrationsschwellen überwinden können. Der Unterricht stärkt das Selbstbewusstsein der Schülerinnen und Schüler, indem sie individuelle Produkte herstellen, auf die sie stolz sind und anhand derer sie ihre eigenen Fähigkeiten, ihre Selbstwirksamkeit erfahren. Die Kunst eröffnet den Schülerinnen und Schüler auch zu Corona Zeiten eine Möglichkeit des eigenen Ausdrucks und des sich Spürens. Eigene Erlebnisse oder auch das Nichterleben können verarbeitet werden. Die Ergebnisse geben den Mitschülerinnen und Mitschüler gegenseitig Einblicke in ihren (eingeschränkten) Alltag.
    Daher muss für diese Schülerinnen und Schüler die kulturelle und gesellschaftliche Teilhabe weiterhin durch die Schule ermöglicht werden und somit sollten die künstlerischen Fächer zwingend auch in Zeiten von Corona weiter unterrichtet werden.

Vorgaben und allgemeine Überlegungen zum Präsenzunterricht

  • NEWS

    Aktuell gelten neu:
    - Maskenpflicht in der Oberstufe auch im Unterricht
    - verpflichtendes Lüften alle 20min

    Corona in Hamburg
  • AKTUELLE VORGABEN: Anhang zum Schulbrief vom 27.7.2020 zum Unterricht im Fach Theater

    "Eine große fachliche Herausforderung im Theaterunterricht liegt darin, dass andere Formen der Körperlichkeit gefunden werden müssen, um Körperkontakt auch zwischen den Schülerinnen und Schülern einer Klasse oder einer Jahrgangsstufe zu vermeiden; es werden immer nur wenige Personen gleichzeitig im Raum und auf der Bühne agieren können. Außerdem gilt für das Sprechen im Chor bis auf weiteres ein Mindestabstand von 2,50 Metern. Bei der Auswahl bzw. Erarbeitung von Stücken sowie bei der Planung von Aufführungen müssen die veränderten Bedingungen von vorneherein mitgedacht werden."
    Allgemeine aktuelle Information zu Corona in HH finden Sie hier und zum Schulbeginn hier.
  • "Fangt an zu spielen!"

    Im Hamburg-Teil der Zeit vom 28.5. formuliert Florian Zinnecker einen Aufruf an die staatlichen Theater, der auch in Hinblick auf das Schultheater Argumente liefert, warum es gerade jetzt wichtig ist "zu spielen" ... Gerade jetzt müssen sie (die Theater) zeigen, dass ihr Ansprich, für die Bewältigung der gegenwart systemrelevant zu sein, mehr ist als eine Phrase ...
    Theater und Konzerthäuser: Fangt an zu spielen!
    Dieser Text handelt von Hoffnung und Angst, Sorge und Leichtigkeit, Verzweiflung und Trost - einige dieser Gefühle sind zurzeit rar, von anderen gibt es viel zu viel. Das liegt nicht allein, aber auch nicht zuletzt daran, dass mit den Hamburger Theatern, Kinos, Clubs und Konzertsälen wichtige Schaltwerke des städtischen Gefühlshaushalts stillgelegt sind.
    ZEIT ONLINE
  • Drei Zugänge für den Theaterunterricht in Zeiten von Corona - zur Struktur dieses Padlets

    1. "Normaler" Theaterunterricht in Projektform wird so umgeplant, dass er in Zeiten von Corona als Präsenz- / Hybrid-Unterricht "machbar" ist (--> s. Spalten Projektphase 1-5)
    2. Theaterunterricht in kleinere Unterrichtseinheiten / Module / Werkstätten heruntergebrochen, die flexibler "anwendbar" sind als längerfristige Projekte, z.B. auch in normalen Klassengruppen evtl. im Klassenzimmer (--> s. Spalte Modulares Unterrichten - kurze Einheiten - Werkstätten)
    3. Theaterunterricht zu Corona-Zeiten wird völlig neu gedacht - im Sinne von "Beschränkungen als künstlerische Herausforderung" sehen (--> s. Spalte Neue Formen - hybrides Unterrichten)

Problemfelder - Lösungsansätze

  • Problemfeld Aufführungen / Präsentationen

    - Lösungsansatz 1: Stationentheater bzw. Audiowalk / Videowalk
    - Lösungsansatz 2: draußen spielen
    - Lösungsansatz 3: Filmische Formate
    - Lösungsansatz 4: völlig neue Formate entwickeln als Teil der Projektarbeit (s. dort)


  • Problemfeld Fachraum

    - Lösungsansatz 1: feste (zusätzliche) Reinigungs- und Lüftungszeiten am Tag + Erweiterung der Nutzungszeiten bis in den späten Nachmittag (Fachraum im Vorfeld vorbereiten: Platzmarkierungen für die Abstandsregel 2,5m)
    - Lösungsansatz 2: Unterricht im Klassenraum
    - Lösungsansatz 3: draußen unterrichten
    - Lösungsansatz 4: Epochales Unterrichten (Projekttage für einzelne Gruppen, die dann den Fachraum ganztägig alleine nutzen)
  • Problemfeld Körperlichkeit

    - Lösungsansatz 1: Körperlichkeit "am Platz" (fest eingeteilte Felder / Stuhl als Bezugspunkt /...)
    - Lösungsansatz 2: Trainingsaufgaben für zu Hause
    - Lösungsansatz 3: Ergänzung durch Fernunterricht / Videokonferenzen (z.B. in Breakout-Räumen, ...)
    - Einzelideen: s Spalten Projektpahsen / Module / Neue Formen
  • Problemfeld "Fachgruppen" (WP-Bereich / Kurse) vs. Klassengruppen

    (Erläuterung: möglicherweise wird auf den WP-Bereich der Mittelstufe verzichtet, um weniger durchmischte Gruppen an den Schulen zu haben).
    Lösungsansatz: Unterricht im Klassenverband
    1a. Epochal alle Künste für alle SuS, z.B. 1/3 Schuljahr Musik + 1/3 Schuljahr Kunst + 1/3 Schuljahr Theater fachlich getrennt  - ggf. über feste Projekttage
    1b. Als fächerübergreifender Unterricht (je nach Projektphase mit anderen Fachlehrkräften, aber zu einem gemeinsamen (Halb-)Jahresthema
  • Problemfeld Rhythmisierung

    - Lösungsansatz 1: A-Woche / B-Woche (Gruppen teilen)
    - Lösungsansatz 2: Zeiten verkürzen / Stunden anders aufteilen 
    - Lösungsansatz 3: Fächergruppen epochal unterrichten
  • Problemfeld Mehrbelastung von Lehrkräften (kleine Gruppen / Aufgaben für die Schule und zu Hause /...)

    Lösungsansatz:Konzentration auf komplexe Aufgaben
  • Problemfeld Bewertung / Feedback / Rückmeldungen

    --> Gerade im Fernunterricht sind regelmäßige Rückmeldungen zu den erbrachten Leistungen wichtig für die SuS (schon aus Wertschätzung)
    Lösungsansatz 1: Feste Tandems bilden, die sich ggs. Rückmeldungen geben. Die Rückmeldungen können auch als Audio / Podcasts aufgenommen werden und die Lehrkraft macht regelmäßige Stichproben und gibt dazu Feedback
    Lösungsansatz 2: Öffentlichkeit herstelln (durch kleine mediale Zwischenergebnisse, die als Video / mediale Ausstellung der (Schul-)Öffentlichkeit präsentiert werden
  • Problemfeld außerschulische Kooperationen

  • Problemfeld Materialien / Geräte / Requisiten

    Reinigung / Desinfektion ist bei Kontaktflächen erforderlich

Offene Fragen & Antworten: bitte hier einfach mit "+" Karten erstellen (sowohl für Fragen als ggf. auch für Antworten)

Projektphase 1: Grundlagen schaffen und Vertrauen festigen

  • In dieser Spalte geht es um "coronataugliche" Übungen (also mit dem 2,5m-Abstand). Hauptsächlich für den Start mit einer Gruppe, aber auch einfach für den Beginn einer Unterrichtsstunde...

  • Tod bei Blickkontakt

    Die Gruppe steht mit geschlossenen Augen im Kreis. Auf ein Signal hin öffnen die TN die Augen und blicken in eine Richtung. Diejenigen Personen, die sich gegenseitig anblicken, 'sterben' (fallen, setzen sich oder legen sich hin).


  • Übung: Die Bühne kippt

    Zwei TN stehen sich gegenüber. Beide agieren mit der Vorstellung, dass der Boden eine Fläche ist, die nur an einem Punkt zwischen den beiden aufliegt. Damit die Fläche nicht kippt müssen beide Personen die Fläche also ausbalancieren, indem sie sich immer gegenüber der anderen Person positionieren. Auch der Abstand zu dem imaginären Mittelpunkt muss gespiegelt werden. Eine Person übernimmt die Führung.

  • Zug-um-Zug / 9-Punkte-Feld

    Ein Klassiker des Grundlagentrainings, der sich problemlos "auf Abstand" spielen lässt 
    improwiki.com
  • Übung: "Salmi-Spiegeln (Raute / Diamant)"

    Die TN stehen in Gruppen zu viert in Form einer Raute im Raum. Alle blicken in die gleiche Richtung. Die Person, die in Blickrichtung vorne steht, initiiert Bewegungen, die die Anderen möglichst zeitgleich mitmachen. Es können mehrere Gruppen im Raum stehen – auch ineinander verschränkt.

  • Übung: "Schmelzen"

    Die Gruppe steht in einer lockeren Formation im Raum. Die Schüler*innen stehen aufrecht und mit deutlicher Körperspannung. Auf ein Signal der Spielleitung nehmen die Schüler*innen nach und nach von oben nach unten die Spannung aus dem Körper bis sie weich zu Boden sinken.
  • Übung: "Führen & Folgen"

    Ohne Absprache übernimmt in einer 4er oder 5er-Gruppe eine Person die Bewegungsführung, die Anderen folgen.Es soll ein fließender Übergang von der einen zu der anderen führenden Person erfolgen. Erweiterung: Nicht nur die Gangrichtung kann dabei vorgegeben werden, sondern auch das Tempo und Art des Gängen.
  • Übung: "Hannover"

    Die Gruppe steht als Pulk mit 1,5 Meter Distanz zwischen den Schüler*innen. Auf Ansage der Spielleitung geht die Gruppe gemeinsam nach rechts, links, vorne oder hinten. Nach und nach werden die Kommandos für die Richtungen zunächst durch Zahlen ersetzt. Im weiteren Verlauf werden die Zahlen durch die Geburtsstädte (die Leitung fragt) von vier Schüler*innen ersetzt. Es gelten nun sowohl die Richtung, als auch die Zahlen und die Städte als Kommando.

  • Grundlagentraining: "View-Points"

    Die Viewpoints-Technik ist ein Improvisations- und Wahrnehmungstraining, das in den 1970er Jahren im Tanz entstand. Anne Bogart und Tina Landau haben daraus eine Übungstechnik für das Theater entwickelt und ein praktisches Arbeitsbuch verfass., Es enthält etliche praktische Übungen für die Ausbildung und das Training, die  - mit leichten Einschränkungen - auch in Corona-Zeiten funktionieren ...

Projektphase 2: Findungsphase (Themen - Inhalte - Formen generieren)

  • In dieser Spalte geht es um Methoden der (spielpraktischen) Ideenfindung und das Generieren von unterschiedlichen formalen Zugängen zu einzelnen Themen in Zeiten von Corona

  • - Lösungsansatz 2: Trainingsaufgaben für zu Hause
  • Thema: "Themen von außen"

    ( Schwerpunktthemen der Hamburger Theater;  Themen von Wettbewerben, z.B. SDL; Abiturthema Deutsch; ...)
  • Form: "Theater auf dem Stuhl"

  • Form: "Theater-Genres"

    z.B. Figurentheater, Maskentheater, ... (s. Spalte "Modulares Unterrichten / Werkstätten")
  • Form: Denken "vom Aufführungsformat her"

    (s. Spalte "Projektphase 5"; z.B. Site Specific, Audio-Walk, ...)
  • Form: "Corona-Special"

    Die formale Herangehensweise muss (kann) sich nicht an "normalen" theatralen Formen orientieren - der Kurs kann aufgefordert werden die coronalen Einschränkungen als spannende künstlerische Herausforderung zu sehen (s. Spalte "Neue Formen - hybrides Unterrichten)
  • Methode: "Kreatives Schreiben"

  • Übung: "Kaiser König Krone"

    Drei TN sitzen vor der Gruppe. In der Mitt der Kaiser, links die Krone rechts die KönigIn. Die mittlere Person nennt nun einen Begriff, die beiden äußeren Positionen nennen auch jeweils einen Begriff, den sie mit diesem assoziieren. Die mittlere Person sagt nun, welchen der beiden Begriffe sie am ehesten mit dem eigenen verbindet. Die Person, deren Begriff, ausgewählt wurde, setzt sich nun in die Mitte, die beiden anderen gehen zurück in die Gruppe. Nun kommen zwei neue Personen auf die Plätze rechts und links und äußern ihre Assoziationen zu diesem Begriff. Wieder entscheidet sich die mittlere Person für einen Begriff, diese Person wechselt in die Mitte und die anderen beiden gehen zurück in die Gruppe. Das Spiel wird weiter fortgesetzt, so dass sich eine Assoziationskette entwickelt. Mit diesem Spiel werden freie Assoziationen gefördert, Konzentration und Kreativität werden verbunden.

Projektphase 3: Formgebung allgemein (Ideen verfestigen - Projekt definieren)

  • In dieser Spalte geht es um gemeinsame Entscheidungsprozesse in Hinblick auf ein "stimmiges Projekt" in Zeiten von Corona

    (in Bezug auf die Gruppe, in Bezug auf organisatorische Rahmenbedingen und in Bezug auf eine schlüssige künstlerische Form)
  • Übung: "Schmelzen" Die Gruppe steht in einer lockeren Formation im Raum. Die Schüler*innen stehen aufrecht und mit deutlicher Körperspannung. Auf ein Signal der Spielleitung nehmen die Schüler*innen nach und nach von oben nach unten die Spannung aus dem Körper bis sie weich zu Boden sinken.
  • 5 Inseln

    Durch die aktuellen Einschränkungen werden freie und chaotische Prozesse im Kontakt schwerer möglich. Die Einteilung von Spielgruppen in Kleingruppen machen aufwendige Koordinierung und Absprachen auf Distanz nötig. Um dennoch kreative Prozesse möglich zu machen, kann ein sinnvoller Rahemen helfen. Das  ‚Fünf-Insel-Prinzip‘ wird angewendet, um komplexe dramatische oder epische Vorlagen zu adaptieren. Die grundlegende Vorgehensweise dieses Prinzips ist die Frage danach, mit welchen fünf Bildern eine Geschichte in ihren Grundzügen zu erzählen ist. Der Begriff ‚Bild‘ kann in diesem Zusammenhang als Szene, Szenefolge, Station oder tatsächlich als Bild verstanden werden. Es ist möglich sich dabei an den Akten der Vorlage zu orientieren, an den Kapiteln einer Erzählung, den Phasen eines Spiels oder auch an der Dramentheorie nach Aristoteles. Natürlich kann die Einteilung in die fünf grundlegenden Bilder auch einen selbst gewählten Schwerpunkt betonen. Wichtig ist, dass die Präsentation der fünf entwickelten Bilder schon eine gelungen Aufführung darstellen würde. Damit hat man einen großer Teil der Unsicherheit und Hektik im Probenprozess verringert und ggf. Platz und Möglichkeiten die Präsentation noch auszubauen. Mit der Reduzierung auf die fünf wichtigen Bilder einer Geschichte erreicht man folgende Resultate:
    -der grundlegende Inhalt einer Geschichte gesichert.
    -eine eigene Interpretation ist entwickelt.
    -eine Präsentation ist gesichert.
    -die Präsentation ist ausbaufähig.

Projektphase 4: Formgebung im Detail (konkrete Arbeit an "Szenen" ) und Komposition

  • In dieser Spalte geht es darum, welche Methoden für das intensive gemeinsame Arbeiten an der künstlerischen Form in Zeiten von Corona zur Verfügung stehen

  • Bühnenaufteilung

    Entsprechend dieser privaten Outdoor-Disco kann man einerseits wegen der vereinfachten Einhaltung der Abstandsregeln und auch ästhetisch als Signal die Bühne mit Absperrbändern aufteilen.
    (patrick.luedemann)
  • Methode: Schienen

    Bühne ist aufgeteilt in Schienen, die sich gerade und parallel vom hinteren Rand der Bühne bis nach vorne zum Publikum reichen. Die Spieler*innen dürfen sich ausschließlich auf diesen Schienen bewegen. Darüber hinaus haben die Spieler*innen ein eingeschränktes Bewegungsrepertoire, dass sich an inhaltlichen Vorgaben orientieren kann (z.B. Vorwärts gehen, rückwärts gehen, hüpfen, schüchtere Pose). Die Schienen können von mehreren Spiler*innen gleichzeitig bespielt werden, wenn der Abstand eingehalten wird. Wechsel von einer Schiene zur anderen ist durch einen rechtwinkligen Schritt zur Seite möglich.
  • Methode: Stage Paining

    Eine leere Bühne wird durch die Handlungen der Spieler*innen gefüllt. Die leere Bühne wird ein definierter Ort.
    Übung: Eine Person überquert die Bühne. Dabei macht sie sich sehr konkrete Gedanken darüber, wo sie ist und wie genau der Ort aussieht. Befindet sie sich drinnen oder draußen, ist der Raum eng oder weit, wie ist die Temperatur, die Beschaffenheit des Bodens, welche Gegenstände oder Möbel stehen wo, welche Hindernisse provozieren welche Bewegungen? Ist die Bühne von einer Person definiert, bewegt sich die nächsten Personen in diesem Raum nach dieser Vorgabe. Wichtig ist es, die Bühne nicht mit diversen Details zu überfrachten, sondern vor Allem die grundlegenden Kriterien zu bespielen.

  • Methode: Handlungsschleifen

    Wenn der körperliche Kontakt zwischen den Spieler*innen als ästhetisches Mittel wegfällt, gewinnt der körperliche Ausdruck der einzelnen Spieler*innen an Gewicht.
    Handlungsschleifen sind Abfolgen von Gesten und Handlungen, die sich (genau) wiederholen. Ausgangspunkt können dabei sowohl inhaltliche als auch formale Spielanlässe sein.

Projektphase 5: Proben und Aufführung planen / durchführen

  • In dieser Spalte geht es um denkbare Aufführungsformate in Zeiten von Corona

    (unterschiedliche Szenarien je nach der "Verordnungslage" sollen hier angedacht werden)
  • Live Stream

    Ich weiß noch nicht, wie man das (vor allem Datenschutzkonform) schaffen kann, aber wenn dann 2-3 Personen Aufführungen per live stream in die Wohnzimmer auf die Smartphones der Zuschauer übertragen. Hier kann ein ganzer Kurs beinahe gleichzeitig aktiv werden und an verschiedenen Orten der Schule diese bespielen, während immer ein paar die Kamera (Smartphone) halten.
    Technische Umsetzung habe ich derzeit keine Idee, freue mich über Anregungen.
    (patrick.luedemann)
  • Stationen-Theater

    Der Begriff Stationentheater (oder Stationendrama) beschreibt ein Drama, dessen Handlung (und auch Form) sich nicht am Aufbau eines klassischen Dramas orientiert. Die einzelnen Szenen oder Bilder können hier lose aneinandergereiht sein oder nur durch Teilaspekte von Form, Inhalt oder Wirkung verbunden sein. 
    Hier ist allerdings vor Allem die äußere Form des Stationentheraters gemeint: Die verschiedenen Bilder/Szenen finden an unterschiedlichen Spielorten statt und das Publikum wandert von Station zu Station. Entweder ist das Drama dabei so organisiert, dass die Szenen in einer bestimmten Reihenfolge aufgesucht werden sollten oder das Publikum kann die Reihenfolge jeweils selber bestimmen. In beiden Fällen ist eine Organisation des Publikums in kleinen Gruppen denkbar.
  • Open Air

    Der begriff Open Air Theater bezeichnet Inszenierungen außerhalb von Gebäuden. Damit sind ebenso Inszenierungen gemeint, die die Besonderheiten des jeweiligen Geländes einbeziehen, wie auch Inszenierungen, die die Prinzipien der klassischen Theaterbühne unter den freien Himmel anwenden.
  • Digitale Präsentationsformate

  • Audiowalk / Videowalk

    Der Begriff Audiowalk rückt das Hören ins Zentrum einer künstlerischen Arbeit. Im Audiowalk werden Szenerien über ihre Klänge und Geräusche dargestellt. Hierzu kann man sich ebenso dem Originalmaterial einer Landschaft bedienen, wie auch aus unterschiedlichen Quellen hergestellten Konstruktionen. Ein Audiowalk kann isoliert oder in Kombination mit anderen theatralen Mitteln wirken. Ein Audiowalk kann über Lautsprechen ein gesamtes Publikum oder einzelne Personen über Kopfhörer erreichen. 
    Möglich ist auch eine Kombination des Audiowalks mit den Funktionsweisen des Radiotheaters. Hier wird die hörbare Szenerie durch Anweisungen ergänzt, die das Publikum zum Handeln animiert. 
    Der Begriff Videowalk funktioniert nach den gleichen Prinzipien, wie der Audiowalk, auf der Ebene gefilmter Szenerien. Die Aufnahme eines Ganges durch eine Landschaft, ein Gebäude, eine konstruierte Wirklichkeit ist hierbei Teil einer Inszenierung. Entweder isoliert oder in Kombination mit anderen theatralen Mitteln.
     

  • Site-Specific

    Der Begriff Site Speciffic Theatre bezeichnet eine Inszenierung, die in einer Auseinandersetzung mit einem Raum oder Gelände entwickelt wird. Wichtig hierbei ist die Loslösung von der klassischen Theaterbühne, die durch ihre Neutralität oder Illusion wirken soll. Im Site Speciffic Theatre werden die örtlichen Besonderheiten bewusst in die Inszenierung aufgenommen. Im Zusammenhang mit den Hygienebestimmungen ist hier besonders die Nutzung von weitläufigen Gelände und Außenbereichen gemeint- auch in der Kombination mit dem Stationentheater.

Modulares Unterrichten - kurze Einheiten - Werkstätten

  • In dieser Spalte geht es um kleine Einheiten, die mit wenig Aufwand und zur Not auch im Klassenraum durchgeführt werden können.

    (Einige Module eignen sich auch für fachfremde Lehrkräfte)
  • Module zu einzelnen theatralen Gestaltungsfeldern

    Figur / Raum / Zeit - Tempo / Sprache
  • Modul "Kreatives Schreiben" / "biografische Texte schreiben"

  • Modul "Installationen" / "Narrative Spaces" (Raum als Protagonist)

  • Modul "Hörspiel"

  • Modul "Audio-Walks"

  • Modul "Performance"

  • Modul "One-Minute-Sculptures"

    (frei nach Erwin Wurm)
  • Modul "Figurentheater"

  • Modul "Requisiten / Objekt-Theater"

  • Modul Masken-Bau

  • Modul "Bühnenbild"

Module für die Grundschule

Neue Formen - hybrides Unterrichten

Ideen für Kooperationsformate

Was wir vermissen ...