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      <title>Promotionskolleg für Intersektionalitätsstudien (Universität Bayreuth) by Susan Arndt</title>
      <link>https://padlet.com/susanaleaarndt/kwg54vm84wdjxzgg</link>
      <description>Grundlagen der intersektionalen Forschung zu sozialer Ungleichheit</description>
      <language>en-us</language>
      <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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      <item>
         <title>Mary Douglas über Kartierungen menschlicher Körper </title>
         <author>susanaleaarndt</author>
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         <description><![CDATA[<div>„Es gibt keine natürliche Weise, den Körper zu betrachten, die nicht zugleich eine soziale Dimension haben würde … Ohne Wunsch nach sozialen Grenzen würde ich nicht erwarten, Interesse an körperlichen zu finden.“[1]</div><div><br>[1] Douglas, Mary. <em>Natural Symbols: Explorations in Cosmology</em>. London: Routledge, 2003 (1970): 70. Eigene Übersetzung.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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         <title>Kalpana Seshadri-Crooks über das Sehen konstruierter körperlicher Unterschiede</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
         <link>https://padlet.com/susanaleaarndt/kwg54vm84wdjxzgg/wish/2119127999</link>
         <description><![CDATA[<div>Wir sehen körperliche Differenzen als faktisch gegeben an, um Differenzen, die soziale Ungleichheiten setzen, "sehen zu können“, schreibt die Psychologin* Kalpana Seshadri-Crooks und nennt dies „regime of looking“, Blickregime.[1]</div><div><br>[1] Seshadri-Crooks, Kalpana. <em>Desiring Whiteness. A Lacanian Analysis of Race. </em>London: Routledge, 2000: 2 &amp; 5. Eigene Übersetzung.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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         <title>Diskriminierung und die Kartierung von Körpern</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
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         <description><![CDATA[<div>Bei diesen Konstruktionsprozessen spielen immer Kartierungen des Körpers - etwa entlang eines binären Geschlechtermodells oder vermittels der biologistischen Setzung von 'Menschen'rassen (auf der Basis von abstrahierenden Setzungen von 'Hautfarben', Schädeln, Knochen, Genitalien, Gesichtszügen oder Blut oder Genen) eine tragende Rolle (vgl. Douglas).<br><br>Weil diese Kartierungen von körperlichen Unterschieden aus Macht- und Herrschaftsstrukturen heraus erfolgen, sind sie so wirkmächtig, dass Menschen diese sehen - und als bedeutsam erachten. Und zwar als so bedeutsam, dass sie soziale Ungleichheiten erzeugen und 'legitimieren' (vgl. Seshadri-Crooks). <br><br><strong>Herrschaftspolitische Normsetzungen sind also keine zufälligen Setzungen. Die durch sie erzeugte Differenz ist wirkmächtig – und das, obwohl sie nicht natürlich gegeben ist, sondern weil sie&nbsp;herrschaftsideologisch produziert wird.</strong></div>]]></description>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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         <title>Widerstand und Intervention: Handlungsmacht für Transformationen</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
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         <description><![CDATA[<div>Es gibt weder völlig machtlose noch absolut machtvolle Personen. Unterschiedliche Akteur*innen sind unterschiedlich machtvoll. Auch Individuen oder Gruppen, die von struktureller Macht und Herrschaft ausgeschlossen bleiben, haben eine <em>agency</em> im Sinne von Handlungsmacht. Hier sollen nicht die Gewaltkonstellationen negiert werden, die kapitalistische oder koloniale Arbeitskonstellationen prägen. Millionen versklavter Menschen etwa starben, weil Widerstand mit Todesfolge die einzige Handlungsoption im Kampf gegen die Sklaverei war. Als Kollektiv aber hat dieser Schwarze Widerstand Sklaverei besiegt.&nbsp;<br><br></div><div>Herrschaftsstrukturen können Individuen und Kollektive von Rechten ausschließen (etwa dem Status als Rechtssubjekt, dem Recht auf Bildung oder gewerkschaftliche Vertretung), jedoch entfaltet sich aus Protesten wie Aufständen, Streiks oder Demonstrationen ebenfalls Handlungsmacht. Es geht hier um eine Perspektive, „bei der das handelnde Subjekt und seine Widerstandspraxis in den Fokus politischer Arbeit tritt”<a>[1]</a> – und entsprechend gewürdigt wird. Diskriminierte sind demnach nicht ‚Opfer‘ oder Menschen, in deren Namen Forderungen zu erheben sind, sondern Subjekte, die ihre Interessen kennen und vertreten können. Diese Handlungsmacht ist umso wirkmächtiger, je wiederholender, breitschultriger und intersektionell-solidarischer sie agiert.&nbsp;</div><div><br><a>[1]</a> Henning, Astrid: „Migration als politisches Konzept des Widerstandes ohne Wurzeln”. In: Haug, Christoph; Maier, Rudi &amp; Schröder, Berit (Hrsg.). <em>Kampf um Teilhabe. Akteure – Orte – Strategien</em>. Hamburg: VSA, 2008: 83-97: hier S. 83.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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         <title>Soziale Ungleichheiten: Kontinuitäten und Brüche</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
         <link>https://padlet.com/susanaleaarndt/kwg54vm84wdjxzgg/wish/2119128002</link>
         <description><![CDATA[<div>Soziale Ungleichheiten (und konkret auch Alltags- oder institutionelle Diskriminierungen) werden entlang historisch kontinuierlicher und planetarisch übergreifender Paradigmen gebaut. Diese werden partiell durch Widerstands- und Transformationsprozesse gebrochen. Auch aus spezifischen Grundlagen verschiedener Gesellschaften ergeben sich räumliche und zeitliche Variationen solcher Strukturen und Diskurse.&nbsp;</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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         <title>Diskriminierung und Privilegierung: Zwei sich wechselseitig bedingende Seiten sozialer Ungleichheiten </title>
         <author>susanaleaarndt</author>
         <link>https://padlet.com/susanaleaarndt/kwg54vm84wdjxzgg/wish/2119128004</link>
         <description><![CDATA[<div>Machtkonstellationen und entsprechenden Strukturen und Institutionen sowie Moralvorstellungen und Wissensarchive prägen&nbsp;Vorstellungen von Norm/alität und grenzen diese vom 'Anderen' ab. Das dient dem Ziel, jene, die sich aus den Macht- und Herrschaftsstrukturen heraus als Norm setzen, mit Privilegien auszustatten.<br><br>Privilegien äußern sich etwa als erleichterter Zugriff auf wirtschaftliche Ressourcen oder Bildungs- und Karrierechancen. Dadurch sind Privilegierte auf dem Arbeitsmarkt bevorteilt. Privilegien können sich auch darin äußern, als Rechtssubjekt gemeint oder zumindest sichtbarer zu sein (siehe das Beispiel: Frauen* und Recht).<br><br>Alle, die als 'Andere' (jenseits der Norm/alität) von diesen Privilegien ausgeschlossen bleiben, erfahren dies als Diskriminierung.<br><br>Privilegierung und Diskriminierung sind also zwei sich wechselseitig bedingende Seiten sozialer Ungleichheiten.<br><br>Nur wenige würden wohl offen heraus sagen, dass Diskriminierung gut ist, weil sie Menschen benachteiligt. Dennoch ist sie allgegenwärtig. Das ist sie nicht, weil sie Menschen herabsetzen will; sie ist es, weil sie einem bestimmten Personenkreis etwas bieten möchte, nämlich Macht und Herrschaft und auf diese Weise offerierte Privilegien (samt dem Instrumentarium, diese strukturell und institutionell abzusichern und moralisch und durch geteiltes Wissen zu legitimieren). Würde Diskriminierung nur als etwas ‚Schlechtes‘ empfunden werden, würden sich die betreffenden Strukturen, Institutionen und Diskurse nicht behaupten können. Weil Diskriminierung aber jenen Kreis von Personen, die Macht haben und diese in Herrschaftsstrukturen einspeisen, mit Privilegien ausstattet, hat sie Bestand.&nbsp;</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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         <title> Individuum und Gesellschaft</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
         <link>https://padlet.com/susanaleaarndt/kwg54vm84wdjxzgg/wish/2119128005</link>
         <description><![CDATA[<div>Soziale Ungleichheiten sind systemisch. Sie werden aus der historischen Tiefe von Macht- und Herrschaftsstrukturen sowie aus Institutionen heraus geprägt. Diese aber agieren nicht als magische leere Räume. Sie werden von menschlichen Handlungen gestaltet; also von Individuen ausgeübt und individuell erfahren.&nbsp;<br><br>Dennoch greift es zu kurz, Diskriminierung als Handlungen oder Erfahrungen Einzelner abzutun.<br><br>Einerseits geht es bei Diskriminierung nicht um hypersensible Erfahrungen Einzelner, sondern um sich wiederholende individuelle Erfahrungen, die auch kollektiv als sich wiederholend erlebt werden - weil Diskriminierung systemisch ist.<br><br>Andererseits lässt sich Diskriminierung weder auf Intentionen im Sinne von "Das habe ich nicht so gemeint" reduzieren noch durch ein bloßes "Ich möchte nicht diskriminieren" allein beenden, als seien etwa Sexismus oder Rassismus nur in explizit so beabsichtigten oder befürworteten Handlungen am Werk.<br><br>Das aber enthebt Einzelne nicht daraus, dafür verantwortlich zu sein, was sie tun und was in ihrer Gesellschaft passiert. Jede*r kehre vor der eigenen Tür heißt eben, dass jede*r Person Verantwortung für das eigene Umfeld und Handeln übernehmen muss – gerade auch aus Privilegien heraus.&nbsp;<br><br><br>Aber systemisch gesehen werden die Türen und ihr Umfeld erst dann andere Gestalten annehmen, wenn die gesamte staatliche Infrastruktur von Behörden bis Schulen, Fernsehprogrammen bis Universitäten, sich auf den Prüfstand stellt.&nbsp;</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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         <title>Soziale Position und Identität</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
         <link>https://padlet.com/susanaleaarndt/kwg54vm84wdjxzgg/wish/2119128007</link>
         <description><![CDATA[<div>Macht und Herrschaftsstrukturen positionieren Menschen, ob sie das nun möchten oder nicht. Dabei handelt es sich um soziale Positionen. Soziale Positionen sind also gegeben und sind in jedem Fall lebensprägend. Nicht immer aber werden sie als solche wahrgenommen. Das ist insbesondere charakteristisch für Privilegien.<br><br>Diskriminierte aber kommen gar nicht umhin, wahrzunehmen, dass sie ausgegrenzt und ausgebremst, also diskriminiert, werden. Das löst einen riesigen Pool an möglichen Reaktionen aus. Es kann eine ÜberLebensstrategie sein, Diskriminierung zu ignorieren. Andere thematisieren diese, wobei individuelle Einzelerfahrungen als sich wiederholende Kollektiverfahrungen gesetzt werden. Das wirkt identitätsstiftend und ist mit "Identität" gemeint. Schwarzsein etwa ist eine Identität, auch wenn einzelne Schwarze dieses nicht für sich selbst als identitätsstiftend wahrnehmen.<br><br>In Identität steckt also durchaus das englische „<em>I</em>“, im Sinne von einer Verortung als „Ich bin“. Identitäten meint, dass diese sozialen Positionen auch als lebensprägend wahrgenommen werden. Dabei ist Identität also systemisch geprägt – als kollektive Positionierung, die <em>auch</em> individuell erlebt wird.<br><strong><br>Soziale Positionen sind also unabhängig von entsprechenden Wahrnehmungen existent; Identitäten setzen hingegen kollektive Wahrnehmungs- und Reflektionsprozesse voraus.</strong><br><br><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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      </item>
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         <title>Beispiel: Frauen* und Gesetz</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
         <link>https://padlet.com/susanaleaarndt/kwg54vm84wdjxzgg/wish/2119128009</link>
         <description><![CDATA[<div>Frauen* waren über Jahrhunderte hinweg in europäischen Gesetzen nicht gemeint. Das war so ‚normal‘, dass es nicht einmal betont wurde. Ende des 19. Jahrhunderts wurden Frauen* in Deutschland Rechtssubjekte - und erhielten, damit korrelierend, 1919 auch das aktive und passive Wahlrecht. Auch wenn das Grundgesetz von 1949 und die Verfassung der DDR (ebenfalls 1949) von der Gleichstellung von Männern* und Frauen* sprachen, wurde dies weder juristisch noch gesellschaftlich Realität. In der Bundesrepublik Deutschland fiel erst 1957 das Letztentscheidungsrecht des Mannes*. Vergewaltigung in der Ehe wurde erst 1994 ein Straftatbestand. § 218 steht bis heute dem Recht von Frauen* auf körperliche Selbstbestimmung im Wege.<br><br>Zudem gilt: Insofern alle "vor dem Gesetz gleich sind", kann es nicht adäquat darauf reagieren, dass Menschen durch Macht- und Herrschaftsstrukturen in sozialen Ungleichheiten festgehalten und eben nicht 'gleichberechtigt' von gesellschaftlichen Möglichkeiten partizipieren können. <br><br>Dennoch: Nachdem Gesetze über Jahrtausende hinweg diskriminierten, gibt es in Deutschland seit den 1990er Jahren einen Wandel: Gesetze werden geschaffen, um Diskriminierung zu unterbinden. Dafür steht insbesondere das <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/agg/">AGG</a> von 2006. Allerdings regelt dieses bislang nur arbeits- und zivilrechtliche Belange.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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         <title>Diskriminierung: Die Macht des Unterschiedes</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
         <link>https://padlet.com/susanaleaarndt/kwg54vm84wdjxzgg/wish/2119128011</link>
         <description><![CDATA[<div>Diskriminierung leitet sich aus dem lateinischen Verb <em>discriminare</em> ab und heißt so viel wie „trennen, absondern,<br>abgrenzen, unterscheiden“.<br><br>Bei Diskriminierung geht es nicht allein um Unterscheidungen. Diskriminierung meint, dass Menschen unterschieden werden, um sie sozialen Gruppen zuzuordnen. Dabei wird verallgemeinert, verabsolutiert und gewertet (vgl. Memmi).&nbsp;<br><br>Das geschieht aus Machtpositionen und betreffenden Herrschaftsstrukturen heraus. Macht definiert Herrschaft und diese baut Strukturen und Institutionen, welche die Herrschaft (die sie erschuf) schützen, wobei sie Moralvorstellungen und Wissen prägen - und umgekehrt.<br><br>Jene, die auf dem Olymp der Macht thronen und Herrschaftsstrukturen kontrollieren, setzen sich dabei als überlegen und als Norm/alität. Norm/alität aber funktioniert nur über eine Ausgrenzung der 'Anderen' (vgl. MacKinnon).<br><br><br><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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         <title>Catherine MacKinnon über Diskriminierung</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
         <link>https://padlet.com/susanaleaarndt/kwg54vm84wdjxzgg/wish/2119128012</link>
         <description><![CDATA[<div>Bei Diskriminierung handelt es sich nicht um „eine Frage von Gleichheit und Differenz“, schreibt die Juristin* Catherine MacKinnon. Vielmehr gehe es um „Herrschaft und Unterwerfung“, um „Macht … und ihre … ungleiche … Verteilung“.<sup>[1]</sup></div><div><br>[1] MacKinnon. Catherine. „Auf dem Weg zu einer feministischen Jurisprudenz.“ <em>Streit</em> 1-2 (1993): 4-13, hier 8.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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         <title>Weißsein-Awareness: Fühlen sie sich weiß - warum (nicht)?</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
         <link>https://padlet.com/susanaleaarndt/kwg54vm84wdjxzgg/wish/2119128014</link>
         <description><![CDATA[<div>Finden Sie es unbehaglich, <em>weiß</em> genannt zu werden? <br>Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, was <em>Weißsein</em> mit Ihnen macht? <br>Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, warum in vielen Räumen, in denen sie sich bewegen, vornehmlich <em>Weiße</em> sind?<br> <br>Denken Sie, dass etwas an der Formulierung dran ist white people keep white spaces white?<br><br>Denken Sie, dass es etwas mit Rassismus zu tun hat, dass Sie über so etwas in der Regel nicht reflektieren?&nbsp;</div><div><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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      </item>
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         <title>Wurden Sie schon mal diskriminiert? </title>
         <author>susanaleaarndt</author>
         <link>https://padlet.com/susanaleaarndt/kwg54vm84wdjxzgg/wish/2119128017</link>
         <description><![CDATA[<div>Hat es Sie geärgert, diskriminiert zu werden?<br>Haben Sie sich eine Entschuldigung gewünscht?<br><br>Was hätten Sie in der Situation benötigt?</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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         <title>&quot;Identitäts&quot;-Debatten</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
         <link>https://padlet.com/susanaleaarndt/kwg54vm84wdjxzgg/wish/2119128019</link>
         <description><![CDATA[<div>So genannte Identitäts-Debatten bewegen das Land. Dabei ist das Wort despektierlich gemeint. Aus ihm spricht die Forderung, nicht über Diskriminierung zu sprechen. <br><br>Das Identitäten in „Identitäts-Debatten“ suggeriert, dass Diskriminierung nicht mehr sei, als Erfahrungen Einzelner – die zudem hypersensibel seien. <br><br>Jene, die von Identitäts-Debatten sprechen, meinen oft, dass das Sprechen über Diskriminierung die Gesellschaft entzweie oder gar die Demokratie gefährde. Aber Nein: Zunächst einmal geht es nicht um Identitäten. Im Kern geht es um <em>Diskriminierung</em>. Und es stellt sich die Frage, wie diese auf- und anzufassen ist. Denn alle sozialen Ordnungen der Menschheitsgeschichte, weltweit, sind davon geprägt. dass sie Menschen und Gesellschaften entzwei(t)en und Prinzipien von Recht und Demokratie verletz(t)en.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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         <title>Albert Memmi über Rassismus</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
         <link>https://padlet.com/susanaleaarndt/kwg54vm84wdjxzgg/wish/2119128022</link>
         <description><![CDATA[<div>„Der Rassismus ist die verallgemeinerte und verabsolutierte Wertung tatsächlicher oder fiktiver Unterschiede zum Nutzen des Anklägers und zum Schaden seines Opfers, mit der seine Privilegien oder seine Aggressionen gerechtfertigt werden sollen.“[1]</div><div><br>[1] Memmi, Albert. <em>Rassismus</em>. 2. Auflage. Hamburg: Europäische Verlagsanstalt, 1992 (Erstveröffentlichung in Frz. 1982): 164.</div>]]></description>
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         <title>Intersektionalität</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
         <link>https://padlet.com/susanaleaarndt/kwg54vm84wdjxzgg/wish/2119128023</link>
         <description><![CDATA[<div>Intersektionalität ist ein Konzept, dass aus dem Schwarzen Feminismus heraus und konkret von der Juristin* Kimberlé Crenshaw geprägt wurde.<br><br>Ausgangspunkt der Crenshawschen Begriffsbildung war eine gewerkschaftlich getragene&nbsp; Klage gegen Diskriminierungen von Schwarzen Frauen durch General Motors (GM).<a>[1]</a> <br><br>GM argumentierte, dass es weder Rassismus noch Sexismus im Unternehmen gäbe, denn GM stelle Schwarze und Frauen ein. Alle Schwarzen aber waren Männer; die Frauen waren alle <em>weiß</em>. Schwarze Frauen fehlten aufgrund der „intersection” (‚Überlagerung‘) von Rassismus und Sexismus unter den GM-Arbeitnehmer*innen. Diese ‚Intersektion‘ wirkt also zugleich inter- und intrakategorial. Interkategorial bedeutet, dass etwa Klassismus, Rassismus und Sexismus gleichzeitig wirken, weswegen Personen Mehrfachdiskriminierungen ausgesetzt sind: Schwarze Frauen etwa Rassismus <em>und</em> Sexismus. Intrakategorial hingegen meint, dass soziale Positionen wie etwa Schwarze oder Frauen in sich nicht homogen, sondern divers (also zusätzlich von Klasse, Alter oder Gesundheit geprägt) sind.&nbsp;<br><br></div><div>Entsprechend ebnet Intersektionalität den Weg hin zu intersektioneller Solidarität und für intersektionelle Gerechtigkeit.</div><div><br><a>[1]</a> Vgl. Crenshaw, Kimberlé. „Mapping the Margins. Intersectionality, Identity Politics, and Violence Against Women of Color.” In: <em>Stanford Law Review</em>, 43 (1991): 1241-1299.&nbsp;<br>&nbsp;</div><div><br><br>Intersektionalität ist ein Prisma, das aufzeigt, dass multiple Formen von sozialer Ungleichheit wie etwa Klassismus, Sexismus oder Rassismus nicht ‚einfach‘ nebeneinander bestehen, sondern miteinander verschränkt wirken. Dabei bilden Diskriminierung und Privilegierung wechselseitig aufeinander bezogene Pole sozialer Ungleichheiten.&nbsp;<br><br>Intersektionalität meint zudem ein Engagement gegen soziale Ungleichheiten und ist per se intervenierend-wiederständig angelegt.&nbsp;</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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         <title>Privilegien anerkennen...</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
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         <description><![CDATA[<div>Privilegien stehen selbst ohne aktives Handeln zur Verfügung. Entsprechend werden sie als so selbstverständlich und 'normal' hingenommen, dass sie meist nicht einmal bemerkt – geschweige denn thematisiert – werden. Natürlich ist es auch viel komfortabler, in der Annahme zu leben, dass die Welt so geschaffen sei, dass es mir besser gehen <em>müsse</em> als anderen und dass ich dazu be<em>recht</em>igt sei, Privilegien zu genießen – als mich deswegen schlecht fühlen zu müssen. <br><br>Aber eben das, und dies ist der Zirkelschluss, bedingt auch, dass Privilegierte nicht über ihre Privilegien und damit auch nicht über ihren Anteil an Diskriminierung sprechen. Das kann sogar dazu führen, dass Diskriminierung ganz beschwiegen wird. Dann wird etwa gesagt: „Mir macht es nichts aus, dass du Schwarz bist“ – als sei das ganze lange Rassismuskapitel damit abgeschlossen. Dabei reproduziert auch dieser Satz das Paradigma ich (<em>weiß</em>) bin die Norm; du (Schwarz) der*die ‚Andere‘.&nbsp;<br><br>Das geht dann auch so weit, dass Privilegierte<br>meinen, dass manche (Diskriminierte) einfach zu hypersensibel oder zu betroffen seien, um ‚objektiv‘ über Diskriminierung sprechen zu können?&nbsp;</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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         <title>Transformation durch...</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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         <title>Identifikation, Reflektion, Analyse</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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         <title>Kommunikation</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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         <title>Intervention</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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         <title>Transformationen für soziale Gerechtigkeit...</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
         <link>https://padlet.com/susanaleaarndt/kwg54vm84wdjxzgg/wish/2119128032</link>
         <description><![CDATA[<div>... bedeutet auch, dass erfolgreiche Transformationsprozesse in ihrer Fähigkeit gewürdigt werden, Gerechtigkeit herzustellen und Demokratie, Teilhabe und gemeinsame Zukünfte zu stärken. Zugleich gilt es Leerstellen zu identifizieren. Dies rahmt dann auch Prozesse um Identifikation, Reflektion und Analyse neu.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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         <title>Über Diskriminierung muss gesprochen werden, und zwar, ohne ihre Codes zu reproduzieren</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
         <link>https://padlet.com/susanaleaarndt/kwg54vm84wdjxzgg/wish/2119128033</link>
         <description><![CDATA[<div>Das soll an einer Internetlegende illustriert werden. Dieser zufolge begrüßte der konservative Moderator* Joe Pyne (1924-1970) in seiner <em>The Joe Pyne Show</em> (1965-1968) den Musiker Frank Zappa in üblicher Pöbellaune mit den Worten: „Sie haben so lange Haare. Sind sie etwa eine Frau?“ Zappas Reaktion adressierte die Beinprothese seines Gegenübers: „Sie haben ein Holzbein. Sind sie etwa ein Tisch?“ Auf den ersten Blick mutet Zappas widerständiger Reflex komisch an. Doch auf wessen Kosten? Nicht nur beleidigt er den Moderator* zurück und damit, repräsentativ gesehen, Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen. Hinzu kommt, dass er die Gegensätzlichkeit von Frauen*- und Männer*bildern nicht wirklich aufbricht. Zwar besteht er darauf, dass er als <em>Mann*</em> lange Haare tragen könne; doch letztlich bricht er nicht die Logik, dass Frauen* charakteristischer Weise lange Haare tragen würden. Denn die von ihm aufgemachte Analogie baut ja nachgerade darauf auf, dass ein Holzbein ebenso zu einem Tisch gehöre wie lange Haare eben nun mal zu Frauen*. Zappa weiß ganz offenbar, wie Diskriminierung funktioniert: darüber, einen Menschen auf etwas zu reduzieren, mit dem er aus der Normsetzung einer Gesellschaft herausfällt – und zwar aus der Perspektive heraus, in der die eigene Sprecher*innen-Position eben diese Norm privilegiert verkörpert. Pynes kurze Haare und Zappas gesundes Bein eben. Strategisch entschied sich Zappa dafür, eine Diskriminierung durch eine andere zu erwidern. Das hat sicherlich bei Pyne schmerzhaft gesessen, aber am Ende des Tages stellte sich Zappa selbst ein Bein. Denn letztlich bleibt er in dem Paradigma drin, dass das eine die Norm und das andere das ‚Andere‘ ist, und dass die Norm nicht nur Privilegien garantiert, sondern auch die Macht, das ‚Andere‘ zu diskriminieren. So stärkt er schlussendlich die Macht und deren Potenzial zu diskriminieren und Privilegien zu gewähren. Mit „Oh, hätte ich die Ihrer Meinung besser zu Hause lassen sollen“ oder „Macht das meine Musik in ihren Augen schlechter?“ hätte er da aus meiner Sicht besser gelegen.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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      </item>
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         <title>... heisst auch, Diskriminierung zu benennen statt zu beschweigen</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
         <link>https://padlet.com/susanaleaarndt/kwg54vm84wdjxzgg/wish/2119128034</link>
         <description><![CDATA[]]></description>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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      </item>
      <item>
         <title>Rekonfiguration statt Re-Essentialisierung:        Weg von diskriminierenden Kategorien - und dennoch soziale Positionen benennen. </title>
         <author>susanaleaarndt</author>
         <link>https://padlet.com/susanaleaarndt/kwg54vm84wdjxzgg/wish/2119128036</link>
         <description><![CDATA[<div>Über Diskriminierung muss gesprochen werden. Um entsprechende Wirkmechanismen benennen zu können, müssen Begriffe verwendet werden, welche die Diskriminierungs-terminologie selbst prägte. Gleichzeitig aber müssen diese Begriffe als diskriminierend verortet werden. Deswegen, und um einer Re-Essentialisierung vorzubeugen, müssen die betreffenden Begriffe entsprechend der Rekonfigurationen von Widerstandsbewegungen verwendet werden.<br><br>"Rassen gibt es nicht“, schreibt die feministische Soziologin* Collette Guillaumin, „und doch töten sie“.[i] Denn der Glaube, dass es „Rassen“ gebe, der Rassismus also, ist präsent, bis heute. Der Literaturwissenschaftler* Shankar Raman glaubt daher, dass es notwendig ist, einen Kampf um die Bedeutung von „Rasse“ zu führen, um sich diesen Begriff aus anti-rassistischer Sicht anzueignen. Deswegen schlägt er eine doppelte Denkbewegung vor: Von „Rasse“ als biologischem Konstrukt führt sie weg und zwar hin zu <em>Rasse</em> als sozialer Position.<sup>[ii]<br><br></sup>Statt N- oder M-Wörter zu benutzen, welche rassistischen 'Hautfarben'konzepten das Wort reden, welche Schwarze das (vollwertige) Menschsein absprachen, haben sich etwa Begriffe wie Schwarze Deutsche (Schwarz großgeschrieben, um Widerstand zu markieren) oder People of Color (People betont das Menschsein) etabliert.<br><br>Patriarchalische Herrschaft prägte das generische Maskulinum&nbsp; und dieses entspricht der Vorherrschaft und Vormundschaft des 'Mannes*'. Das Gender-Sternchen aber widerspricht dem. Es steht dafür, alle Geschlechter zu repräsentieren und dabei auch - in Entsprechung der juristischen Verankerung des Dritten Geschlechtes "Divers" - über die binäre Setzung von 'Mann' und 'Frau' hinauszugehen. Das kann im Plural (Lehrer*innen) ebenso Anwendung finden wie im Singular, etwa Frau*.<br><sup><br><br><br></sup><br></div><div><br>[i] « C 'est très exactement la réalité de la <em>race</em>. Cela <em>n'existe pas</em>. Cela produit pourtant des morts. » Collette Guillaumin, “”Je sais bien mais quand même” ou les avatars de la nation de race”. In: Frankel, Charles (Hrsg.). <em>La science face au racisme. </em>Brüssel: Éditions Complexe, 1986, S. 55-65: hier S. 65.<br>[ii] Raman, Shankar. "The Racial Turn: ‚Race’, Postkolonialität, Literaturwissenschaft<em>".</em> In: Pechlivanos, Miltos; Rieger, Stefan; Struck, Wolfgang &amp; Weitz, Michael (Hrsg.). <em>Einführung in die Literaturwissenschaft.</em> Stuttgart: Metzler, 1995, S. 241-255: hier 255. Vgl. auch: Arndt, Susan. „Weißsein – zur Genese eines Konzepts. Von der griechischen Antike zum postkolonialen 'racial turn'.” In: Standke, Jan &amp; Düllo, Thomas (Hrsg.): <em>Theorie und Praxis der Kulturwissenschaften</em>. Culture Discourse History. Band 1. Berlin: Logos Verlag, 2008: 95-129.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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      </item>
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         <title>Verzicht auf diskriminierende Wörter - auch im Sprechen über Diskriminierung</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
         <link>https://padlet.com/susanaleaarndt/kwg54vm84wdjxzgg/wish/2119128041</link>
         <description><![CDATA[<div>Auf diskriminierende Wörter zu verzichten, macht Sprechen nicht ärmer, sondern reicher. Niemand wird durch den Verzicht auf diskriminierende Wörter sprachlos. Sprache wird aber gewaltfreier und gerechter. <br><br>Zum Sprechen über Diskriminierung, das Diskriminierung nicht reproduziert, gehört entsprechend, diskriminierende Äußerungen, Bilder oder Wörter nicht zu verwenden. Nicht einmal in Zitaten. <br><br>Dabei ist zugleich kenntlich zu machen, dass es diese Begriffe gab und dass aus ihnen Gewalt sprach.<br><br>So könnte etwa ein Kant-Zitat so zitiert werden: „Amerikaner und N. können sich nicht selbst regiren. Dienen also nur zu Sclaven“. Schon in den Jahren vor diesem Zitat hatte er dezidiert erklärt:&nbsp;„Alle racen werden ausgerottet werden […] nur nicht die der Weißen“.<a>[1]</a></div><div><br>Auf diese Weisen wird Diskriminierung benannt, ohne ihr Vokabular zu reproduzieren - und können Debatten über Diskriminierung angestoßen werden.</div><div><br><a>[1]</a> Beides in: Kant, Immanuel. „Entwürfe zu dem Colleg- über Anthropologie aus den 70er und 80er Jahren." In: Kant, Immanuel.<em> Gesammelte Schriften. </em>Band XV. Berlin/Leipzig: Walter de Gruyter, 1923: 655-899. hier 877-878.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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      </item>
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         <title>Wie können Intervention oder Widerstand gerahmt und gestaltet werden: Formate, Strategien und Methoden</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
         <link>https://padlet.com/susanaleaarndt/kwg54vm84wdjxzgg/wish/2119128045</link>
         <description><![CDATA[<div>Intervention ist ohne das Aufstören von Komfortzonen nicht zu haben. Insofern Diskriminierung aus systemisch bedingten Herrschaft- und Machtstrukturen sowie entsprechenden Diskursen heraus getragen wird, muss Intervention immer auch an diesen Strukturen und Diskursen ansetzen.<br><br>Institutionell gesehen kann auf die sich etablierende Anti-Diskriminierungs-gesetzgebung aufgebaut werden. Doch wie können wir diese tatsächlich in institutionelle Prozesse einbringen und es schaffen, diese dort auch einflussreich und sichtbar zu machen?<br><br>Aber auch:<br>Wie lassen sich bewährte Widerstandsformate von Bürger*innen-rechtsbewegungen oder Gewerkschaftsarbeit wie Demonstration, Streik, Aufstand/Revolution oder Teilhabe/Mitbestimmung aktuell gestalten?<br><br>Wie weit tragen Prozesse von Diversity-Mainstreaming, von Monitoring bis Affirmative Action?<br><br>Wie können Privilegien als Ressource für intersektionellen Widerstand und intersektionelle Solidarität mobilisiert werden?</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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      </item>
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         <title>Erinnerung und Aufarbeitung</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
         <link>https://padlet.com/susanaleaarndt/kwg54vm84wdjxzgg/wish/2119128046</link>
         <description><![CDATA[<div>Die Geschichte von Diskriminierung und sozialen Ungleichheiten muss aufgearbeitet und erinnert werden. Das bedeutet auch, dass Meilensteine kollektiver Identitäten in gegebenen Ambivalenzen betrachtet werden.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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      </item>
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         <title>Anstöße...</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
         <link>https://padlet.com/susanaleaarndt/kwg54vm84wdjxzgg/wish/2119128049</link>
         <description><![CDATA[<div>Finden Sie, dass es in Deutschland Sexismus gibt?&nbsp;</div><div>Finden Sie, dass es in Deutschland Rassismus gibt?&nbsp;</div><div>Finden Sie, dass in Deutschland zu wenig über Sexismus oder Rassismus gesprochen wird?&nbsp;</div><div>Finden Sie, dass in Deutschland zu wenig über den Nationalsozialismus reflektiert wird?&nbsp;</div><div>Finden Sie, dass in Deutschland zu wenig über den Kolonialismus reflektiert wird?&nbsp;</div><div>Finden Sie es unpassend, Leitfiguren von Religion, Wissenschaft oder Kunst&nbsp; wie Martin Luther, Robert Koch, &nbsp; Immanuel Kant oder Richard Wagner als sexistsich, antisemitisch bzw. rassistisch oder auch ableistsich zu bezeichnen?</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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      </item>
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         <title> Institutionell-strukturelle vs. Alltags-diskriminierung</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
         <link>https://padlet.com/susanaleaarndt/kwg54vm84wdjxzgg/wish/2119128050</link>
         <description><![CDATA[<div>Diskriminierung und Privilegierung erfolgen aus Machtkonstellationen und entsprechenden Strukturen und Institutionen sowie Moralvorstellungen und Wissensarchiven heraus.<br><br>Dabei bilden institutionell-strukturelle und alltägliche Diskriminierung zwei Seiten der gleichen Medaille.<br><br>Institutionell-strukturelle Diskriminierung wird aus staatlichen und gesellschaftlichen Institutionen heraus gerahmt. Dazu gehören Rechtsprechungen, exekutive Organe wie die Polizei oder auch Leitungsgremien und Karriereleitern.<br><br>Alltagsdiskriminierung äußert sich etwa als physische oder verbale Übergriffe oder Beleidigungen.<br><br>&nbsp;Repräsentation  - im doppelten WortSinn - ist in Alltags- wie institutioneller Diskriminierung zu finden. <br><br>1. Wer ist in Institutionen oder Erzählungen präsent, wird also von diesen repräsentiert?&nbsp;<br><br>2. Aber auch: Wie wird jemand repräsentiert: steht eine Frau* etwa kollektiv-stereotyp als "typisch für alle 'Frauen'" und muss sich entsprechend zu Stereotypen verhalten; oder wird eine Person an der eigenen Persönlichkeit gemessen?</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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         <title></title>
         <author>susanaleaarndt</author>
         <link>https://padlet.com/susanaleaarndt/kwg54vm84wdjxzgg/wish/2119128051</link>
         <description><![CDATA[]]></description>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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         <title>Rassismus</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
         <link>https://padlet.com/susanaleaarndt/kwg54vm84wdjxzgg/wish/2119128052</link>
         <description><![CDATA[]]></description>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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         <title>Haben Sie schon mal jemanden diskriminiert? </title>
         <author>susanaleaarndt</author>
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         <description><![CDATA[<div>Hat Ihnen schon mal jemand gesagt, dass Sie gerade was Diskriminierendes getan oder gesagt haben?</div><div>Haben Sie sich darüber geärgert?&nbsp;</div><div>Hat es Sie gestört, dass Sie jemanden diskriminiert haben?&nbsp;</div><div>Oder aber, dass Ihnen jemand sagte, dass Sie diskriminieren?<br><br>Was hätten Sie in der Situation (besser) machen können?</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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         <title>Haben Sie Angst, über Diskriminierung zu sprechen? Warum (nicht)?</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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         <title>Klassismus</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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         <title>Sexismus</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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         <title>Ageismus</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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         <title>Ableismus</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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         <title>Was bedeutet das für uns als...</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
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         <description><![CDATA[<div>... Vertrauensdozent*innen der Hans-Böckler-Stiftung?<br>... Mitarbeiter*innen der Hans-Böckler-Stiftung?<br>... Stipendiat*innen der Hans-Böckler-Stiftung?<br>... Gewerk-schaftsmitglieder?<br>... lehrende Personen?</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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         <title>Anti-Diskriminierungs-Wissen</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
         <link>https://padlet.com/susanaleaarndt/kwg54vm84wdjxzgg/wish/2119128065</link>
         <description><![CDATA[<div>Um Diskriminierung unterwandern zu können, ist es unverzichtbar, zu begreifen, was Diskriminierung im Innersten zusammenhält. Was also ist der Kern von Diskriminierung - und welche Gesichter trägt sie wann und wo; und von wem wird sie warum ausgeübt oder verursacht.<br><br>Entsprechende Erkenntnisse müssen ebenso begriffen&nbsp; wie kommuniziert werden können.<br><br>Aus&nbsp; diesem Wissen im Sinne von Identifikation/Reflektion/ Analyse sowie Kommunikation ergeben sich Interventions-kompetenzen, welche&nbsp;Handlungsmacht stärken.&nbsp;<br><br>Je intersektioneller&nbsp;diese ausgerichtet sind, umso wirkmächtiger können Transformationen für soziale Gerechtigkeit gestaltet werden.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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         <title>Repräsentation und &#39;Cancel Culture&#39;</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
         <link>https://padlet.com/susanaleaarndt/kwg54vm84wdjxzgg/wish/2119128066</link>
         <description><![CDATA[<div>Viele empören sich über "Cancel Culture". <br><br>Dabei ist Folgendes zu bedenken: Es gibt in deutschen Medien, Universitäten, Parlamenten eine Hyperpräsenz <em>weißer</em> Männer*. Diese bedingt eine weitgehende Abwesenheit von diskriminierten und v.a. von mehrfachdiskriminierten Personen, Schwarzen Frauen* etwa. Mit anderen Worten: Mehrfachdiskriminierte können gar nicht "gecancelled" werden, weil sie erst gar nicht eingeladen, sprich repräsentiert, sind. Privilegierte hingegen nehmen es als selbstverständlich hin, hyperpräsent zu sein und aus diesen Privilegien heraus ungehindert Debatten dominieren und 'Andere' definieren (und diskriminieren) zu können.<br><br>Wenn sich jetzt Stimmen erheben, die weniger Raum für Privilegierte fordern, welche diskriminierend gehandelt haben, ist das Widerstand gegen Privilegien, in Richtung Transformation zu gerechterer Repräsentation. <br><br>Meinungsfreiheit ist wichtig, ja. Aber sie muss allen zur Verfügung stehen. Auch jenen, die sich Diskriminierung in den Weg stellen. Der Begriff "Cancel Culture" aber reduziert Meinungsfreiheit auf die alte Formel: <em>Weiße</em> halten <em>weiße</em> Räume <em>weiß</em>, Männer* diese 'männlich', etc.<br><br><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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         <title>&quot;Recitatif&quot; von Toni Morrison</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
         <link>https://padlet.com/susanaleaarndt/kwg54vm84wdjxzgg/wish/2119128067</link>
         <description><![CDATA[<div>Morrison beschreibt ihre Kurzgeschichte “Recitatif” als “experiment in the removal of all racial codes from a narrative about two characters of different races for whom racial identity is crucial.”<a>[</a>I<a>]</a> Zu diesem Zweck markiert sie ihre Charaktere über rassialisierende Codes, die bewusst ambivalent gehalten sind. Damit will sie nicht sagen, dass es unwichtig ist, zu wissen, welcher der beiden Charaktere <em>weiß</em> oder Schwarz ist. Sie will vielmehr darauf aufmerksam machen, dass wir so sozialisiert worden sind, dass wir beständig Menschen als Schwarz und <em><mark>weiß</mark></em> kodieren und lesen. Und deswegen eben auch gerade darüber reden müssen.</div><div><br><a><sup>[i]</sup></a><sup> </sup>Morrison, Toni. <em>Playing in the Dark. Whiteness and the Literary Imagination</em>. Cambridge, MA: Harvard UP, 1992: xiii.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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         <title>Weißseins-verleugnung</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
         <link>https://padlet.com/susanaleaarndt/kwg54vm84wdjxzgg/wish/2119128068</link>
         <description><![CDATA[<div>Toni Morrison betont, dass “the habit of ignoring race is [often] understood to be a graceful, even generous, liberal gesture”.<a>[i]</a> Diese “evasion” verhindert aber letztlich nur,&nbsp; dass darüber gesprochen wird, dass Rassismus nur existiert, weil er Weißen Privilegien und&nbsp; Macht verleiht.</div><div><br><a><sup>[i]</sup></a> Morrison, Toni. <em>Playing in the Dark: Whiteness and the Literary Imagination</em>. Cambridge, MA: Harvard UP, 1992: 9-10.<br><a><sup>[ii]</sup></a> Morrison, Toni. <em>Playing in the Dark: Whiteness and the Literary Imagination</em>. Cambridge, MA: Harvard UP, 1992: 10, 46.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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         <title>Weißsein - als soziale Position des Rassismus</title>
         <author>susanaleaarndt</author>
         <link>https://padlet.com/susanaleaarndt/kwg54vm84wdjxzgg/wish/2119128070</link>
         <description><![CDATA[<div>Von Rassismus sind alle betroffen. Natürlich auch <em>Weiße</em>. Denn sie sind es ja, die ‚R<sub>assen</sub>‘ erfunden haben, um aus Rassismus heraus ihre eigene ‚R<sub>asse</sub>‘ als überlegen zu setzen. Dabei wurde <em>Weißsein</em> in Europa und später in weiteren Teilen des ‚Globalen Nordens‘ verortet und an ‚Christentum‘ geheftet. Zwar gab es innereuropäische Konflikte, die im Kampf der Religionen, Nationen oder aus sozialdarwinistisch geprägten Degenerationsthesen heraus das eigene <em>Weißsein</em> (etwa ‚fair‘ oder ‚arisch‘) über das der anderen <em>Weißen</em>stellten. Doch die gemeinsame Aussage blieb: ‚Weiße‘ sind allen anderen ‚R<sub>assen</sub>‘ überlegen. Und so wie <em>weiß</em>dominierte globale wie lokale Machtverhältnisse ‚R<sub>asse</sub>‘ pseudowissenschaftlich konturierte, wurden sie aus diesen heraus ebenso gestärkt – wie Strukturen und Institutionen einer <em>weißen</em> Vorherrschaft, der <em>white supremacy</em>. Letztere wirkt aus Gesetzen oder der Exekutive ebenso wie aus Erzählungen, Moralvorstellungen oder Wissen. Zwar sind rassistische Gesetzgebungen in Deutschland überwunden worden, rassistische Wissensarchive bleiben aber ebenso intakt wie <em>weiße</em> Privilegien im Besonderen sowie <em>white supremacy</em> und ihr Rassismus im Allgemeinen. Deswegen ist es keine Lösung, Rassismus oder <em>Weißsein</em> zu beschweigen. Nicht darüber zu sprechen, wird von vielen aber als Ausdruck einer antirassistischen Haltung angesehen. Das ist jedoch falsch. Denn wer nicht über Rassismus spricht, kann ihm nicht Paroli bieten. Viele meinen, dass es rassistisch sei, sich als <em>weiß</em> zu verorten. Das wäre es aber nur, wenn damit eine ‚r<sub>assen</sub>’theoretische Positionierung als ‚weiße R<sub>asse</sub>‘ gemeint wäre. Umgekehrt ist es Sand im Getriebe des Rassismus, anzuerkennen, dass Rassismus nicht nur existiert, sondern sehr viel mit <em>Weißsein</em> zu tun hat.<a>[1]</a> Begründet, um <em>weiße</em> Macht und Herrschaft zu manifestieren und zu begründen, garantiert er <em>Weißen</em> bis heute Macht und Privilegien. Diese bleiben den aus <em>Weißsein</em> ausgeschlossenen ‚Anderen‘ verwehrt, was diese als Diskriminierung erfahren. Bestreite ich also mein <em>Weißsein</em>, wirkt sich das auch als Aberkennung von Diskriminierungserfahrungen ‚der Anderen‘ und eigene Verantwortlichkeiten dafür aus. Rassismus kümmert es nicht, ob eine Person rassistisch diskriminiert werden möchte. Und genauso wenig ist Rassismus daran gebunden, dass jemand rassistisch diskriminieren möchte. Rassismus ist systemisch und sozialisiert alle Menschen in seine soziale Ordnung hinein – als BIPoC oder als <em>Weiße</em>. Dabei geht es nicht um Biologie im Sinne von ‚H<sub>autfarben</sub>‘ bis ‚Genen‘, es geht um soziale Positionen – und diese werden durch die Kursivschreibung markiert; <em>weiß</em>/<em>Weißsein</em>.&nbsp;</div><div><em>Weiß</em> zu sein bedeutet, Teil rassistischer Diskriminierungen zu sein. Dabei geht es nicht um Schuldzuweisungen im Sinne von <em>Du handelst schlecht</em>. Es geht darum, zu verstehen, dass wir nicht als <em>Weiße</em> oder Schwarze geboren werden, wohl aber – durch Rassismus – dazu gemacht werden (um Simone de Beauvoir frei zu zitieren).<a>[2]</a> Auch wenn ich gegen Rassismus bin, gibt dieser <em>Weißen</em> Macht und Privilegien – und erzieht er mich in Bilder und Erzählungen hinein, denen ich mich stellen muss, bevor ich sagen könnte, dass sie nichts mit mir machen würden. Und selbst wenn ich jedes einzelne Bild, jede Erzählung überwinden könnte, bliebe und bleibe ich Teil einer Welt, in der <em>Weiße</em> privilegiert leben und es sich zugleich in dem Privileg bequem machen, ihre eigenes <em>Weißsein</em> zu ignorieren, um nicht über Rassismus reden zu müssen. Umgekehrt ist das BIPoC nicht möglich, umso weniger, je weniger sich <em>Weiße</em> ihrem <em>Weißsein</em> stellen. Daher ist die Nutzung des Begriffes <em>Weiße</em> rassismuskritisch.</div><div><br><a>[1]</a> Vgl. dazu etwa Morrison, <em>Playing in the Dark.</em><br><a>[2]</a> Beauvoir, Simone de. <em>Das andere Geschlecht. Sitte und Sexus der Frau. </em>Reinbek bei Hamburg: rororo, 2011 (Ersterscheinung in Französisch 1949).</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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         <title></title>
         <author>susanaleaarndt</author>
         <link>https://padlet.com/susanaleaarndt/kwg54vm84wdjxzgg/wish/2119128071</link>
         <description><![CDATA[]]></description>
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         <pubDate>2022-03-29 11:20:56 UTC</pubDate>
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