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      <title>Deutsch Literatur by Linus Schnieders</title>
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      <description>Linus, Maik, Joshua</description>
      <language>en-us</language>
      <pubDate>2020-08-25 12:22:21 UTC</pubDate>
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         <title></title>
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         <description><![CDATA[<div><a href="http://wwwhomes.uni-bielefeld.de/kzurmuehlen/mekobus/kzurmuehlen-epochenumbruch.html">http://wwwhomes.uni-bielefeld.de/kzurmuehlen/mekobus/kzurmuehlen-epochenumbruch.html</a></div>]]></description>
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         <pubDate>2020-08-25 12:25:11 UTC</pubDate>
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         <title>https://unterrichten.zum.de/wiki/Epochenumbruch_1900</title>
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         <description><![CDATA[]]></description>
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         <pubDate>2020-08-25 12:26:34 UTC</pubDate>
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         <title>1.1</title>
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         <description><![CDATA[<div><br>Naturalismus Literaturepoche<br><br></div><div>Der Naturalismus ist eine Protestbewegung in der Literatur gegen den Idealismus, die Ende des 19. Jahrhunderts (1880 – 1900) auftrat. Seine Vertreter schrieben vor allem prosaische Werke und Dramen. Die Lyrik hatte keine wichtige Funktion für diese Strömung. Die Themen für ihre Werke fanden sie regelrecht auf der Straße, indem sie sich der Problematik der wachsenden Großstädte widmeten. Sie machten die Prostitution, den Alkoholismus und auch das sonstige soziale Elend, das die <a href="https://www.pohlw.de/literatur/epochen/moderne/">moderne</a> Industriegesellschaft mit sich brachte, zum Hauptgegenstand ihrer Kunst. Es hatte bereits in Frankreich, Skandinavien und Russland naturalistische Bewegungen gegeben, an denen sich die deutsche Szene orientierte.<br><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2020-08-25 12:28:02 UTC</pubDate>
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         <title>1.2</title>
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         <description><![CDATA[<div><strong>Definition der Epoche<br></strong><br></div><div>Der Begriff Naturalismus leitet sich von dem lat. Wort <em>natura</em>, dt. Natur, ab. Er steht für eine Strömung in der Literatur, die in Deutschland etwa zwischen 1870 und 1900 entstand. Die Naturalisten legten Wert auf eine detaillierte Beschreibung der Wirklichkeit, die sie mit menschlichen Sinneseindrücken für erfahrbar hielten. Sie hatten ein materialistisches Menschenbild. Um eine objektive Darstellungsform zu erreichen, orientierten sie sich in ihrer Kunst an naturwissenschaftlichen Methoden.<br><br></div><div><br></div><div><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2020-08-25 12:28:39 UTC</pubDate>
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         <title></title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[<div><a href="https://bilder.buecher.de/zusatz/34/34548/34548558_lese_1.pdf">https://bilder.buecher.de/zusatz/34/34548/34548558_lese_1.pdf</a></div>]]></description>
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         <pubDate>2020-08-25 12:29:29 UTC</pubDate>
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         <title>Merkmale</title>
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         <description><![CDATA[<div><strong><br>Verwissenschaftlichung der Kunst<br></strong><br></div><div>Der Naturalismus lässt sich als Aufstand gegen die sozialen, politischen und kulturellen Verhältnisse verstehen. Philosophisch gesehen war das 19. Jahrhundert geprägt von der Lehre Ludwig Feuerbachs über den Materialismus, vom Pessimismus Arthur Schopenhauers und der Milieutheorie des Hippolythe Taine. Nun kam noch die Theorie über Allmacht der Entwicklung und Vererbung von Charles Darwin hinzu. Diese Denkströmungen schalteten das christliche Weltbild und den Glauben an das Jenseits aus. Die neuesten Erkenntnisse der Technik, Industrie, Medizin und Psychologie trugen ebenfalls dazu bei. Aufgrund des industriellen Wachstums spaltete sich die Gesellschaft in Unternehmer und Arbeiter, in Kapitalismus und Sozialismus. Die in dieser Zeit heranwachsende Dichtergeneration protestierte gegen jegliche Sentimentalität und gegen die traditionelle, reine Form der Kunst. Die Weltbetrachtungen des <a href="https://www.pohlw.de/literatur/epochen/realismus/">Realismus</a> schienen ihnen viel zu verklärt zu sein. Deshalb nahmen sie das naturwissenschaftliche Weltbild der Gegenwart als Herausforderung an und riefen nach einer Verwissenschaftlichung der Kunst.<br><br></div><div><strong><br>Wahrheitsbegriff<br></strong><br></div><div>Während es im Realismus noch darauf angekommen war, die Wahrheit in einer künstlerischen Form wiederzugeben, kam es den Naturalisten darauf an, ihrer Dichtung wissenschaftliche Objektivitätsmaßstäbe zu verleihen. Sie nahmen sich Methoden aus den verschiedensten naturwissenschaftlichen Bereichen zum Vorbild. Sie recherchierten, um allgemein gültige Gesetzmäßigkeiten formulieren zu können. Ebenso arbeiteten sie mit der experimentellen Methode und orientierten sich dabei am Experimentalroman von Emil Zola. Ein Schriftsteller war in ihren Augen ein Experimentator, der seine mit individuellen Erbanlagen versehenen Figuren in ein Umfeld setzten konnte, dem sie ausgeliefert waren. Und sie ließen diese Menschen in Konflikte geraten, aus denen sie je nach charakterlichen Eigenschaften, als Sieger oder Verlierer hervorgingen. Die Naturalisten vertraten die Auffassung, dass ein Chemiker nichts Anderes tun würde, wenn er verschiedene Stoffe vermischen und in unterschiedliche Temperaturgrade brächte, um ein Ergebnis zu beobachten. Die Literatur sollte aus einer wissenschaftlichen Grundlage heraus entstehen. Das eigentliche Schreiben wurde aber nicht als ein wissenschaftlicher, sondern nach wie vor als ein schöpferischer Vorgang angesehen.<br><br></div><div><strong><br>Milieu und Vererbung<br></strong><br></div><div>Im klassischen Drama wurde der Ort des Geschehens nur kurz angedeutet, denn die Figuren füllten und prägten ihn durch ihr Handeln. Im Gegensatz dazu kam es den naturalistischen Schriftstellern darauf an, den Schauplatz so konkret wie möglich zu beschreiben, weil die Figuren durch ihn geprägt waren. Jedem kleinsten Detail gaben sie eine Aussagekraft, aus dem der Zuschauer seine Schlüsse ziehen konnte, denn jedes Details war typisch für das Milieu in dem die Figuren lebten. Diese Prägung erklärte das Handeln der Figuren. Die Zuschauer erhielten somit ein intimes Bild in das jeweilige Milieu und konnten schon vor dem Einsetzen des Dialogs wahrnehmen, welche Situation vorlag. Die Naturalisten gingen davon aus, dass der Mensch keinen freien Willen besitzen würde und in keinem Augenblick frei sei, sondern dass jeder Mensch nur das wollen würde, wozu er, aufgrund seiner Natur und des Milieus aus dem er stammte, gezwungen sei.<br><br></div><div><strong><br>Sekundenstil<br></strong><br></div><div>Durch die Auffassung, dass es notwendig sei, einen Menschen in seinem Milieu durch jedes noch so winzige Detail darzustellen, hat sich der Sekundenstil entwickelt. Die Naturalisten gingen davon aus, dass es bei der Beschreibung nichts Nebensächliches gäbe, denn auf den Menschen würde Alles bestimmend einwirken und müsste mit wissenschaftlicher Objektivität wiederzugeben sein. Der Sekundenstil ist eine Technik, die die Wirklichkeit kopiert. Die kleinsten Gesten oder Bewegungen wurden punktgenau aufgezeichnet; auch die Sprache. Die individuellen Eigenschaften der Figuren wurden notiert wie bei einer Tonbandaufnahme. Auch der Dialekt und die Redensart, ein Ausruf, ein Stammeln und Stöhnen oder ein Satzabbruch wurde aufgeschrieben. Damit erzeugten die Naturalisten eine sehr große Nähe zum tatsächlichen Sprachverhalten der Menschen.<br><br></div><div><strong><br>Darstellung des Häßlichen<br></strong><br></div><div>Während in der <a href="https://www.pohlw.de/literatur/epochen/klassik/">Klassik</a> noch das Schöne und im Realismus die Wirklichkeit noch in poetischer Verklärung wiedergegeben worden ist, provozierten die Naturalisten das Publikum durch hässliche Gegenstände. Sie inszenierten Alltagsszenen in Fabriken, Kneipen und Hinterhöfen; zeigten das Elend, die Krankheit oder die Alkoholabhängigkeit der Menschen. Und sie stießen damit auf höchsten Widerstand. Kaiser Wilhelm II war, nachdem er die Aufführung <em>Die Weber</em> von Gerhart Hauptmann gesehen hatte, brüskiert und nannte die Literatur des Naturalismus eine “Rinnsteinkunst”.<br><br></div><div><strong><br>Politische Implikation<br></strong><br></div><div>Doch nicht nur der Kaiser sondern auch das Bürgertum war von den Naturalisten geschockt. Die Sozialdemokraten, die anfänglich noch mit den Naturalisten sympathisiert hatten, kehrten ihnen, nachdem sie 1890 zu einer staatstragenden Partei geworden waren, den Rücken zu. Sozusagen lehnte die gesamte gebildete Gesellschaft Thematik der naturalistischen Literatur ab.<br><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2020-08-25 12:29:38 UTC</pubDate>
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         <title>Naturalismus in der Weltliteratur </title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[<div>Dennoch war der Naturalismus auch von politischer Bedeutung, denn er stellte eine Art Nachholprozess dar. Schließlich war er bestrebt, die Literatur zu modernisieren. Alle anderen Lebensbereichen waren es ja bereits; angefangen bei der Wirtschaft, über den Verkehr, über die Wissenschaft und Technik, die Philosophie bis hin zur Evolutionslehre, Medizin und Psychologie. Dort hatten enorme Wandlungen stattgefunden und in anderen Ländern Europas war die Modernisierung der Literatur im naturalistischen Sinne auch vorangeschritten; in Frankreich beispielsweise durch Emil Zola, in Norwegen durch Henrik Ibsen und in Schweden durch August Strindberg. Somit schloss sich die deutsche Literatur einer internationalen Bewegung an, die auf eine Bewusstseinsveränderung des Publikums hinauslaufen sollte.</div>]]></description>
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         <pubDate>2020-08-25 12:31:19 UTC</pubDate>
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         <title>Formen</title>
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         <description><![CDATA[<div><strong>Drama</strong><strong><mark><br></mark></strong><br></div><div><strong>Das Drama hat den wichtigsten Stellenwert im Naturalismus. Zur damaligen Zeit war es nicht anerkannt, weil epische und dramatische Aspekte vermischt wurden. Im Zentrum stand die charakterliche Darstellung der Protagonisten. Die Handlung des Stücks wurde weniger wichtig. Vielmehr legte man das Augenmerk auf bestimmte Objekte. Das sollte die Echtheit der Darstellung unterstreichen und die soziale Komponente hervorheben.<br></strong><br></div><div><strong>Prosa<br></strong><br></div><div><strong>Die Naturalisten verwendeten häufig kleine epische Formate wie die Kurzerzählung, die Novelle oder die Skizze. Sie entwickelten eine neue Erzähltechnik: den Sekundenstil. Damit wurde es ihnen möglich, die Realität im Detail zu schildern. Ein weiteres stilistisches Mittel, das häufig Anwendung fand, ist der innere Monolog.<br></strong><br></div><div><strong>Lyrik<br></strong><br></div><div><strong>Die Lyrik des Naturalismus ist eine soziale Lyrik, die sich den Problemen des Großstadtlebens widmet. Thematisiert werden die hässlichen Aspekte einer Stadt, das dortige Elend und der Schmutz. Die naturalistischen Gedichte haben keine Metrik und keine Reimform. Ein weiteres Merkmal ist die Mittelachsenzentrierung. Dies bedeutet, dass Verszeilen zentriert gedruckt wurden. Dadurch entstand der Eindruck, sie würden links und rechts flattern.<br></strong><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2020-08-25 12:31:55 UTC</pubDate>
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         <title>Autoren des Naturalismus</title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[<ul><li>Hermann Sudermann (1857 – 1928)</li><li>Arno Holz (1863 – 1929)</li><li>Gerhart Hauptmann (1862 – 1946)</li><li>Karl Schönherr (1867 – 1943)</li><li>Clara Viebig (1860 – 1952)</li><li>Johannes Schlaf (1862 – 1941)</li></ul><div><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2020-08-25 12:32:34 UTC</pubDate>
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         <title>Wichtige Werke des Naturalismus </title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[<div><br></div><ul><li>Clara Viebig: Die Dilettanten des Lebens. 1897</li><li>Arno Holz: Das Buch der Zeit. 1885</li><li>Gerhart Hauptmann: Die Weber. 1893</li><li>Johannes Schlaf mit Arno Holz: Papa Hamlet. 1889</li><li>Hermann Sudermann: Frau Sorge. 1887</li><li>Karl Schönherr: Der Judas von Tirol. 1897</li><li>Georg Hirschfeld: Die Mütter. 1896</li><li>Max Halbe: Jugend. 1893</li></ul><div><br></div><div><br></div><div><br></div><div><br></div><div><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2020-08-25 12:33:23 UTC</pubDate>
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         <title>Quelle</title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[<div><a href="https://www.pohlw.de/literatur/epochen/naturalismus/">https://www.pohlw.de/literatur/epochen/naturalismus/</a><br><a href="https://wortwuchs.net/literaturepochen/fin-de-siecle/">https://wortwuchs.net/literaturepochen/fin-de-siecle/</a></div>]]></description>
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         <pubDate>2020-08-25 12:35:38 UTC</pubDate>
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      <item>
         <title>Definition </title>
         <author></author>
         <link>https://padlet.com/linusschnieders10/kgffa89izom2afhc/wish/696939116</link>
         <description><![CDATA[<div><strong>Als </strong><strong><em>Fin de Siècle</em></strong><strong>, auch Dekadentismus, wird ein Lebensgefühl sowie eine künstlerische und kulturelle Bewegung zwischen den Jahren 1890 und 1914 bezeichnet. Das </strong><strong><em>Fin de Siècle</em></strong><strong> beeinflusste die Literatur, Musik und Kunst jener Zeit, kann aber nicht als eigenständige </strong><a href="https://wortwuchs.net/literaturepochen/"><strong>Literaturepoche</strong></a><strong> beschrieben werden, sondern eher als eine Einstellung, welche sich in verschiedenen Stilen niederschlug. So beeinflusste dieser Dekadentismus maßgeblich den Symbolismus, </strong><a href="https://wortwuchs.net/literaturepochen/jugendstil/"><strong>Jugendstil</strong></a><strong> und </strong><a href="https://wortwuchs.net/literaturepochen/impressionismus/"><strong>Impressionismus</strong></a><strong>, Ästhetizismus sowie ähnliche avangardistische Strömungen, welche sich inhaltlich teilweise sogar widersprachen. Inhaltlich kreist die Bewegung um den kulturellen Verfall und kann darüber hinaus als eine Gegenbewegung zum Naturalismus verstanden werden, der vor allem in Kunst und Literatur die naturwissenschaftlich exakte Gestaltung der empirischen Wirklichkeit als Ideal betrachtete.</strong></div>]]></description>
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         <pubDate>2020-08-25 12:37:52 UTC</pubDate>
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         <title></title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[<div>Erste ästhetizistische Tendenzen kamen in der Renaissance auf, als die Kunst sich aus ihrer religiösen Kanonik emanzipierte und die künstlerische Tätigkeit sich aus ihrer mittelalterlichen Verbindung mit klösterlicher Arbeit oder städtischem Handwerk ablöste. Im 18. Jahrhundert definierte Immanuel Kant „Schönheit“ als Wohlgefallen ohne Interesse.</div><div><br></div><div>Der moderne Ästhetizismus wurzelt in der Romantik (Friedrich Schlegel, Chateaubriand). Als wegweisend wird Théophile Gautiers 1834 verfasstes Vorwort zu seinem Roman Mademoiselle de Maupin angesehen, in dem er Schönheit einzig dem Zweckfreien zuerkennt und alles Nützliche als hässlich bezeichnet.[2] 1891 wurde Oscar Wildes Vorwort zu Das Bildnis des Dorian Gray zu einer Art Manifest des Ästhetizismus. Ludwig Tieck hatte angeregt, das Leben als Kunstwerk zu stilisieren. Im 19. Jahrhundert kam der aus dem Englisch-Schottischen stammende Begriff des Dandy auf, mit dem seither Ästhetizismus als Lebensform bezeichnet wird.[3]</div><div><br></div><div>Von 1885 bis 1915 beeinflusste der Ästhetizismus den Impressionismus, den Symbolismus und die individuellen Poetologien absoluter Dichtung. Gegenströmungen waren Realismus, Naturalismus und in Deutschland ab 1900 der Neoklassizismus.</div><div><br></div><div>Vertreter des Ästhetizismus sind Walter Pater, John Ruskin, Oscar Wilde</div>]]></description>
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         <pubDate>2020-08-25 12:38:16 UTC</pubDate>
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         <title>Begriff</title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[<div><strong>Die Bezeichnung</strong> <em>Fin de Siècle</em> geht auf den Titel des gleichnamigen <a href="https://wortwuchs.net/lustspiel/">Lustspiels</a> zurück, einem Theaterstück in 4 Akten aus dem Jahr 1888 von Francis de Jouvenot sowie H. Micard. Allerdings wurde die Wortfolge erstmals 1886 in der Zeitschrift <em>Le Décadent</em> verwendet. Demnach wurde der Begriff vor allem im Frankreich um die Jahrhundertwende geprägt, dann allerdings in der Folge als Bezeichnung für ein gesamteuropäisches Phänomen gebraucht: nämlich für das allgemeine Lebensgefühl kurz vor dem <em>Ersten Weltkrieg</em>.<br><br></div><div><strong>Die Wortfolge</strong> leitet sich somit ebenfalls aus dem Französischen ab und lässt sich mit <em>Ende des Jahrhunderts</em> übersetzen, wobei in der alternativen Bezeichnung (Dekadentismus) ein weiterer und wichtiger Aspekt der Strömung aufgegriffen wird. Dieser Begriff leitet sich nämlich vom <a href="https://wortwuchs.net/grammatik/nomen/">Nomen</a> <em>Dekadenz</em> ab. Als Dekadenz wird der Verfall und Niedergang einer Gesellschaft bezeichnet, wobei Veränderungen innerhalb der Gesellschaft oder Kultur als ursächlich betrachtet werden und davon ausgegangen wird, dass <em>alles</em> einmal untergeht.<br><br></div><div>Als wesentliches Merkmal gilt folglich eine Untergangsstimmung, die sich in zahlreichen Werken jener Zeit ausmachen lässt. Bedingt wurde diese vor allem durch den nahenden Epochenwechsel, der das Ende eines Jahrhunderts markiert. Diese Verfallsstimmung äußerte sich in einer pessimistischen Weltsicht, einem starken Lebensüberdruss, aber im gleichen Maße einer ausufernden Genusssucht, und somit in Zukunftseuphorie, aber ebenso Zukunftsangst sowie einer Wendung <em>gegen den Fortschritt</em> und folglich gegen den Naturalismus.<br><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2020-08-25 12:38:26 UTC</pubDate>
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      <item>
         <title>Merkmale</title>
         <author></author>
         <link>https://padlet.com/linusschnieders10/kgffa89izom2afhc/wish/696941315</link>
         <description><![CDATA[<div><strong>Da sich die kulturelle Bewegung des </strong><strong><em>Fin de Siècle</em></strong><strong> in zahlreichen Bereichen der Kunst niederschlug und eher eine Art Lebensgefühl beschreibt, lassen sich die einzelnen Merkmale der Bewegung nur recht oberflächlich benennen und sich an verschiedenen Ausprägungen nachweisen. Demnach ist die folgende Übersicht der Versuch, einen umfassenden Überblick der </strong><strong><em>wichtigsten</em></strong><strong> Merkmale zu geben.<br></strong><br></div><div><strong>Übersicht: </strong><strong><em>Die Merkmale des Fin de Siècle im Überblick</em></strong></div><ul><li>Die Bezeichnung <em>Fin de Siècle</em> stammt ursprünglich aus Frankreich und wurde anfangs vor allem in Paris zum Modeausdruck. In den 1890er Jahren wurde der Begriff auch in Deutschland gebraucht und bezeichnete alles Überlebte, Verrottete, an der Wende des Jahrhunderts dem Untergang Verfallene und bezog sich auf die abendländische Hochkultur. Ursprünglich war der Begriff der Titel eines Lustspiels, das 1888 <a href="https://wortwuchs.net/urauffuehrung/">uraufgeführt</a> wurde. Weiterhin veröffentlichte der österreichische Schriftsteller Hermann Bahr 1891 einen <a href="https://wortwuchs.net/novelle-merkmale/">Novellen</a>band unter diesem Titel.</li><li>Die Jahre um die Jahrhundertwende <em>(1890 – 1914)</em>, die sich durch die beschriebene Stimmung auszeichneten, sind vor allem durch einen enormen <a href="https://wortwuchs.net/stilpluralismus/">Stilpluralismus</a> geprägt. Das bedeutet, dass zahlreiche kulturelle, künstlerische und literarische Bewegungen zeitgleich entstanden, sich gegenseitig befruchteten und sich teils sogar widersprachen. Stellvertretend können Jugendstil, Impressionismus, Symbolismus und Décadence (Dekadenzdichtung) genannt werden.</li><li>Dennoch haben diesen unterschiedlichen Stilrichtungen und kukturellen Bewegungen eine Gemeinsamkeit: nämlich das erklärte Ziel, den Naturalismus und naturalistische Tendenzen <em>– die sich auf die Abbildung einer objektiven Realität konzentrierten und soziale Konflikte darstellten, wobei die Welt naturgetreu, wissenschaftlich exakt abgebildet wurde –</em> zu überwinden.</li><li><strong>Um die wichtigsten Merkmale der Bewegung zu verstehen,</strong> muss beachten werden, dass gerade zu jener Zeit die technische Entwicklung schnell und unaufhaltsam voranschritt. In den Vereinigten Staaten begann ein enormer Modernisierungsprozess, der sich alsbald auf weitere Machtzentren der europäischen Welt ausbreitete, wobei dieser Technisierungsgrad in einem ungeahnten Tempo wuchs, so dass sich das deutsche Kaiserreich <em>von einem stark agrarisch geprägten Land in einen modernen Industriestaat wandelte</em> und zwar in einer ungeheuren Geschwindigkeit. Dies kann exemplarisch am Beispiel der Stahlindustrie nachvollzogen werden: hier ließen neue Produktionsverfahren die Produktivität um das 25-fache ansteigen.</li><li>Aufgrund dieser neuen technischen Möglichkeiten, die alsbald auf viele Bereiche des Lebens übergriffen, verloren einzelne <em>– teils überholte –</em>Industriezweige vermehrt an Bedeutung und die Menschen mussten sich der Entwicklung unterordnen und fügen, wobei durch Industrialisierung und Gewerbefreiheit alte gesellschaftliche Strukturen aufgebrochen wurden. Um eine Anstellung zu finden, zog es die Menschen in die Städte, weshalb es massive Landfluchten gab, eine ungewohnte Enge in den Städten selbst und außerdem ein enormes Bevölkerungswachstum.</li><li>Darüber hinaus war auch die politische Bühne im Wandel und stand der rasanten technischen Entwicklung gegenüber, da hierbei vor allem alte sowie bewährte Strukturen dominierten. Die Politik wurde immer noch vom Adel geprägt, wobei die Kirche ihren Einfluss vermehrt verlor und ein aufkeimender Nationalismus unter den Bürgern zu Konflikten mit diesem System führte. Folglich war der Fortschritt allgegenwärtig, manifestierte sich aber kaum im politischen Treiben.</li><li><strong>Alle diese Punkte:</strong> der Fortschritt auf der einen Seite, die daraus entstehenden Fragen und Veränderungen sowie das Alte und Vertraute auf der anderen Seite, führten in breiten Teilen der Bevölkerung zu durchwachsenen Empfindungen, die sich in schwankenden Gefühlen äußerten, was sich ebenfalls in zahlreichen Werken der künstlerischen Bewegungen niederschlug.</li><li>Demnach lässt sich im <em>Fin de Siècle</em> auf der einen Seite eine Zukunftsangst, welche durch gesellschaftliche Unsicherheit hervorgerufen wurde, finden, aber im gleichen Maße eine große Zukunftseuphorie, die den modernen Fortschritt feierte. Darüber hinaus war die Zeit von einem Schwanken zwischen Aufbruchs- und Endzeitstimmung, Lebensüberdruss und Weltschmerz, aber auch Faszination von Tod und Vergänglichkeit, Leichtlebigkeit, Frivolität sowie Dekadenz geprägt. Ebendiese Widersprüchlichkeit ist es aber auch, welche sich in den Werken jener Zeit ausmachen lässt, weshalb das Nennen von allgemeingültigen Merkmalen kaum möglich ist.</li><li>Die Literaten und Künstler des <em>Fin de Siècle</em> wurden somit eher von einer Ohnmacht ergriffen. Diese war bedingt durch ein Welt, die enorm schnell im Wandel war – in der Großstadt lebten nun die anonymen Massen, die Naturwissenschaften förderten den technischen Fortschritt, der im gleichen Maße anziehend und abstoßend erschien. Viele Intellektuelle erschufen deshalb künstlerische Gegenwelten und lebten als Subkultur <em>gegen</em> das bürgerliche Leben.</li><li>In der Literatur lässt sich diese Entwicklung vor allem in der Prosa nachempfinden. Zumeist wurden reale Situationen gezeigt, die oft von einem <a href="https://wortwuchs.net/personaler-erzaehler/">personalen Erzähler</a> geprägt waren. Um den Konflikt der <a href="https://wortwuchs.net/protagonist/">Protagonisten</a> mit der Außenwelt darzustellen und greifbar zu machen, ist darüber hinaus der <a href="https://wortwuchs.net/innerer-monolog-beispiel/">innere Monolog</a> oder das Erzählen im Bewusstseinsstrom ein typisches <a href="https://wortwuchs.net/stilmittel/">Stilmittel</a> im literarischen Programm des <em>Fin de Siècle</em> <em>(vgl. </em><a href="https://wortwuchs.net/figurenrede/"><em>Figurenrede</em></a><em>)</em>, wodurch der Erzähler vermehrt in den Hintergrund rückte. In der Lyrik dominieren vor allem freie Rhythmen, die sich nicht an <a href="https://wortwuchs.net/versmass/">metrische</a> Muster oder <a href="https://wortwuchs.net/reimschema/">Reimschemata</a>halten und versuchen, Augenblicke einzufangen.</li><li>Charakteristisch für die Kunst dieser Zeit ist darüber hinaus ein geflügeltes Wort, das um die Jahrhundertwende in Frankreich entstand: <em>L’art pour l’art</em>, das sich sinngemäß mit <em>die Kunst um der Kunst willen</em>übersetzen lässt. Diese Worte verdeutlichen ein weiteres Merkmal der Zeit: Kunst sollte um der Sache selbst willen entstehen und ohne Hintergedanken an die spätere Anwendung, ein mögliches Geschäft oder einen Nutzen für den Künstler. Es ist bis heute ungeklärt, wer diese Worte prägte, denkbar sind Victor Cousin und Théophile Gautier.</li></ul>]]></description>
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         <pubDate>2020-08-25 12:39:00 UTC</pubDate>
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         <title>???</title>
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         <description><![CDATA[<div><strong><br>Wie bereits beschrieben, ist das </strong><strong><em>Fin de Siècle</em></strong><strong> eher eine Empfindung, die das künstlerische Treiben um die Jahrhundertwende prägte. Da sich dieses Merkmal aber in verschiedenen Stilen äußerte, wobei teils widersprüchliche Arbeiten entstanden, die außerdem von verschiedenen Strömungen beeinflusst wurden, gibt es </strong><strong><em>nicht</em></strong><strong> den einen Stil oder das eine Merkmal, das die Literatur und Kunst prägte.<br></strong><br></div><div>Allerdings gibt es einige Autoren, die häufiger mit der Literatur dieser Zeit in Verbindung gebracht werden und außerdem Literaten, deren <a href="https://wortwuchs.net/oeuvre/">Œuvre</a> sich darüber hinaus häufig durch die vorgestellten Merkmale auszeichnen. Im Zusammenhang mit dem literarischen Programm spricht man allerdings seltener von der Literatur des <em>Fin de Siècle</em>, als von der sogenannten <em>Dekadenzdichtung</em>, die dann 1910 vom Expressionismus abgelöst wurde, aber zahlreiche Werke um die Jahrhundertwende prägte.<br><br></div><div><strong>Diese Dekadenzdichtung</strong> zeichnet sich durch anti-moralische, anti-bürgerliche und auch anti-realistische Tendenzen aus und ist von Lebensüberdruss, Schönheitskult, Verfalls- und Untergangsstimmung, aber auch Genusssucht geprägt und richtet sich vehement, teils <a href="https://wortwuchs.net/polemik/">polemisch</a> und <a href="https://wortwuchs.net/zynismus/">zynisch</a>, gegen die Industrialisierung und Verwissenschaftlichung sowie die Zukunftseuphorie vierler Menschen. Folglich lassen sich die Empfindungen, die bereits beschrieben wurden, auch in der Literatur nachweisen und auch hierbei gibt es eine Hin- und Hergerissenheit zwischen Lebenslust und Lebensüberdruss sowie zwischen Niedergang und Aufbruch.<br><br></div><div><strong>Typische Vertreter</strong> sind Hugo von Hofmannsthal und <a href="https://wortwuchs.net/lebenslauf/rainer-maria-rilke/">Rainer Maria Rilke</a>, die sich auch dem Impressionismus zuordnen lassen oder auch die Symbolisten Arthur Rimbaud und Paul Verlaine. Weiterhin können hierbei Anton Tschechow, Gabriele d’Annunzio, Maurice Maeterlinck, Jens Peter Jacobsen, Oscar Wilde sowie Peter Altenberg oder auch Thomas Mann und sein älterer Bruder <a href="https://wortwuchs.net/lebenslauf/heinrich-mann/">Heinrich Mann</a> angeführt werden.<br><br></div><div>Diese Autoren spielten mit den beschriebenen Themen und verarbeiteten die allgemeinen Empfindungen, wiesen andererseits aber auch stilistisch einige Gemeinsamkeiten auf. In zahlreichen Werken tritt der Erzähler sehr stark in den Hintergrund, wodurch es die Figuren selbst sind, die die <a href="https://wortwuchs.net/erzaehlte-welt/">erzählte Welt</a> <a href="https://wortwuchs.net/schilderung/">schildern</a>, wobei sich diese häufig mittels Bewusstseinsstrom und innerem Monolog äußerten. Ferner ist die Literatur oftmals durch Pessimismus und Melancholie geprägt. So heißt es etwa in Oscar Wildes <em>Bunbury</em> (1895):<br><br></div><div><br></div><div><strong>ALGERNON:</strong> Ich hoffe, morgen wird ein schöner Tag, Lane.<br><strong>LANE:</strong> Das ist es nie, Sir.<br><strong>ALGERNON:</strong> Lane, Sie sind ein Pessimist durch und durch.<br><strong>LANE:</strong> Ich tue mein Bestes, Sie zufriedenzustellen, Sir</div><div><br></div><div><strong>Weiterhin zeichnen sich zahlreiche Werke dadurch aus,</strong> dass sie versuchen, die Wirklichkeit objektiv darzustellen und die Empfindungen ungefiltert und rein zu vermitteln. Folglich sind es in der Lyrik Momente und Eindrücke, die unvermittelt dargestellt werden. Es ging hierbei oftmals weniger um das Darstellen der Wirklichkeit, als um das, was der <a href="https://wortwuchs.net/dichter/">Dichter</a> im Augenblick auf- und wahrnimmt. Darüber hinaus erscheinen Handlung und Figuren häufig verrätselt, wobei teils mit gewohnten Erzählstrukturen gebrochen wird.<br><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2020-08-25 12:39:53 UTC</pubDate>
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         <title>Werke 2</title>
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         <description><![CDATA[<ul><li><strong>Claude Debussy</strong> (1862-1918)<ul><li>Pelléas et Mélisande (Oper, 1902)</li></ul></li><li><strong>Oscar Wilde</strong> (1854-1900)<ul><li>Ein idealer Gatte (Komödie, 1894)</li><li>Ernst sein ist alles oder Bunbury (1895)</li></ul></li><li><a href="https://wortwuchs.net/lebenslauf/rainer-maria-rilke/"><strong>Rainer Maria Rilke</strong></a> (1875-1926)<ul><li>Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke (1912)</li><li><a href="https://wortwuchs.net/werke/der-panther/">Der Panther</a> (<a href="https://wortwuchs.net/dinggedicht/">Dinggedicht</a>, 1902/1903)</li></ul></li><li><strong>Joris-Karl Huysmans</strong> (1848-1907)<ul><li>Gegen den Strich (1884)</li></ul></li><li><strong>Hugo von Hofmannsthal</strong> (1874-1929)</li><li><strong>Arthur Rimbaud</strong> (1854-1891)</li><li><strong>Paul Verlaine</strong> (1844-1896)</li></ul><div><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2020-08-25 12:40:55 UTC</pubDate>
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         <title>Definition Fin de Siècle</title>
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         <description><![CDATA[<div>Fin de Siècle (Dekadentismus)</div><div><br></div><div>•ist ein Lebensgefühl sowie eine künstlerische und kulturelle Bewegung zwischen den Jahren 1890 und 1914</div><div>•Fin de Sièlce beeinflusst die Literatur, Musik und Kunst, wird aber nicht als eigenständige Literaturepoche bezeichnet, sondern eher als Einstellung, welche sich in verschiedenen Stilen niederschlug</div><div>•beeinflusste maßgeblich den Symbolismus, Jugendstil und Impressionismus, Ästhetizismus sowie ähnliche avantgardistische Strömungen</div><div>•inhaltlich kreist die Bewegung um den kulturellen Verfall und kann darüber hinaus als eine Gegenbewegung zum Naturalismus verstanden werden</div><div>•Gegenbewegung zum Naturalismus, da der Naturalismus vor allem in Kunst und Literatur die naturwissenschaftlich exakte Gestaltung der empirischen Wirklichkeit als Ideal betrachtete</div>]]></description>
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         <pubDate>2020-08-27 08:15:58 UTC</pubDate>
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         <title>Gedicht Fin de Sièlce</title>
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         <description><![CDATA[<div><em>Im Jardin des Plantes, Paris</em> <br><br>Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe <br>so müd geworden, dass er nichts mehr hält. <br>Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe <br>und hinter tausend Stäben keine Welt. <br><br>Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, <br>der sich im allerkleinsten Kreise dreht, <br>ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, <br>in der betäubt ein großer Wille steht. <br><br>Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille <br>sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein, <br>geht durch der Glieder angespannte Stille - <br>und hört im Herzen auf zu sein. </div>]]></description>
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         <pubDate>2020-08-27 08:21:11 UTC</pubDate>
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         <title>Naturalismus literaturepoche </title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[<div>Naturalismus</div><ul><li>Eine Protestbewegungen in der Literatur gegen den Idealismus (1870–1900)</li><li>Vertreter schrieben hauptsächlich prosaische (trocken, ohne Fantasie) Werke und Dramen</li><li>Naturalisten legten Wert auf detaillierte Beschreibung der Wirklichkeit </li><li>Werke beinhalteten die Problematiken von Großstädten wie Prostitution, Alkoholismus und auch das soziale Elend was von der Industriegesellschaft mitgebracht worden war</li></ul><div>•  Orientierten sie sich in ihrer Kunst an naturwissenschaftlichen Methoden</div><ul><li>Lyrik hatte keinen Einfluss auf diesem Weg </li><li>Deutschland orientierte sich an den Bewegungen in Frankreich, Skandinavien und Russland </li></ul><div><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2020-08-27 08:25:52 UTC</pubDate>
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         <title>Merkmale Naturalismus</title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[<ol><li>Der literarische Naturalismus bezieht sich auf die letzten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts (streng gefasst 1870–1900)</li><li>Für Deutschlands Naturalismus wichtige Impulse gaben unter anderem Tolstoi, Dostojewski, Ibsen, Zola, Turgenew und Strindberg</li><li>Der Naturalismus definiert sich über seine revolutionäre Auflehnung gegen herrschende Verhältnisse und die ‘Überwindung’ des (künstlerisch verklärenden) Realismus</li><li>Der Charakter und das Schicksal eines Menschen werden in Zusammenhang mit sozialem Milieu, psychischem Erbgut und historischer Zeit betrachtet. Determinismus (gesellschaftliche Vorbestimmung), Rationalität (vernunftgerichtetes Handeln) und Kausalität (Ursache – Wirkung) sind hier wichtige Begriffe</li><li>Durch die verwissenschaftlichte, sachliche Darstellung verzichten Autoren auf Subjektivität und Individualität</li><li>Es wird weniger politisch rebelliert als Mitleid mit sozialen Randgruppen erzeugt, die unter der Anonymität der Großstadt und schlechten Arbeitsbedingungen der Technisierung leiden</li><li>Im sozialen Drama werden detaillierte Anmerkungen und Regieanweisungen gegeben</li><li>Auch in der Lyrik findet eine Revolution statt. Es wird keinem strengen Versmaß mehr gefolgt, sondern auf einen natürlichen Rhythmus gesetzt</li><li>Der Sekundenstil ist ein besonderes Merkmal für den literarischen Naturalismus. Er soll das natürliche Sprechen protokollartig nachahmen, inklusive Sprachfehlern, Dialekten, plötzlichen Ausrufen, unvollständigen Sätzen und Nebengeräuschen. Es soll eine direkte Verbindung zum sozialen Milieu geschaffen werden ohne die Räumlichkeiten detailliert beschreiben zu müssen</li><li>Um das natürliche Sprechen realitätsnah wiederzugeben, nutzen Autoren Umgangssprache: den Dialekt (geografisch bedingte Sprache), Soziolekt (schicht oder -milieuabhängige Sprache), Psycholekt (emotionale und situationsbedingte Sprache) und Idiolekt (individuelle Sprache)</li></ol><div><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2020-08-27 08:44:57 UTC</pubDate>
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         <title>Zum Buch der Zeit</title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[<div><br>5 |   | Noch sproßt der Bart mir nicht ums Kinn,<br>Auch weiß ich, hört mich, ihr Teutonen,<br>Daß unter allen Epigonen<br>Just ich der allerletzte bin!<br> <br>Doch laßt's mich trotzdem euch gestehn:<br>10 |   | Ihr jammert mich, ihr armen Dichter,<br>Ihr Groschen- und ihr Dreierlichter,<br>Von denen zwölf aufs Dutzend gehn.<br> <br>Ihr stöhnt verzweifelt: Der Bien muß!<br>Und ampelt krampfhaft an der Leiter,<br>15 |   | Doch ach, ihr kommt und kommt nicht weiter,<br>Wie weiland Fausti Famulus!<br> <br>[6] Seht, das ist eure Quintessenz,<br>Ihr fliedersüßen Lenzrhapsoden:<br>Ihr macht mit Hymnen und mit Oden<br>20 |   | Den Nachtigallen Concurrenz!<br> <br>Ihr glaubt verblendet, Poesie<br>Sei Lenznacht nur und Blüthenschimmer,<br>Ihr glaubt's verblendet und singt immer<br>Ein und dieselbe Melodie!<br>25 |   |  <br>Ihr dichtet jeden dritten Tag<br>Ein hohes Lied auf eure Liebe,<br>Reimt selbstverständlich darauf "Triebe"<br>Und gebt's dann schleunigst in Verlag.<br> <br>Zwar, seid ihr noch kein "großes Thier",<br>30 |   | Müßt ihr auf alle Fälle "zahlen",<br>Doch dann wird's auch mit Initialen<br>Gedruckt auf fein Velinpapier.<br> <br>Und wird's dann gratis noch versandt<br>An so und so viel Kritikaster,<br>35 |   | Dann lobt man euern schlechten Knaster<br>Und schimpft den Kieselstein Demant.<br> <br>[7] Und wenn ihr fleißig schmiert und salbt,<br>Sorgt auch die Clique für Verbreitung,<br>– Denn wozu hat man sonst die Zeitung? –<br>40 |   | Herr X hat wieder mal gekalbt!<br> <br>Ein Liederbuch ist's dieses Mal<br>in rothem Maroquin gebunden<br>Und überdies sehr warm empfunden<br>Und wunderbar original!<br>45 |   |  <br>Und kauft man sich dann das Idol,<br>Dann sind's die alten tauben Nüsse,<br>Die längst genossenen Genüsse,<br>Der aufgewärmte Sauerkohl:<br> <br>Von Wein und Wandern, Stern und Mond,<br>50 |   | Vom "Rauschebächlein", vom "Blauveilchen",<br>Von "Küßmichmal" und "Warteinweilchen",<br>Von "Liebe, die auf Wolken thront"!<br> <br>Und will der Dichter hoch hinaus,<br>Dann streicht er die Rubrik: "Erotisch!"<br>55 |   | Und hängt die Tafel: "Patriotisch!"<br>Als Firmenzeichen vor sein Haus.<br> <br>[8] Doch Blech bleibt Blech, und ob es auch<br>Der Jude oft als Gold verschachert . . .<br>Der Ruhm, den ihr zusammenprachert,<br>60 |   | Ist eitel Moder, Dunst und Rauch!<br> <br>Denn kräht auch dreist zu eurem Wisch<br>Die heutige Kritik ihr Amen,<br>Und legt man ihn auch jungen Damen<br>Alljährlich auf den Weihnachtstisch:<br>65 |   |  <br>Und labt sich auch aus euerm Quell<br>Der Leutnant und der Ladenschwengel,<br>Und nippt aus ihm auch jeder Engel,<br>Die Gräfin und die Nähmamsell:<br> <br>Laßt über euch und euer Wort<br>70 |   | Ein einzig Menschenalter rollen,<br>Und was ihr singt ist längst verschollen,<br>Und was ihr pflanzt ist längst verdorrt!<br> <br>Das aber macht, ihr habt noch nie<br>Das Sphinxbild eurer Zeit entschleiert,<br>75 |   | Drum gähnt in allem, was ihr leiert,<br>Derselbe <em>horror vacui</em>.<br> <br>[9] Ich aber mag nicht, laß wie ihr,<br>Das Pfund, das Gott mir gab, verwalten,<br>Ich will hoch über mir entfalten<br>80 |   | Der Neuzeit junges Lenzpanier.<br> <br>Ich lache, wollt ihr blöden Blicks<br>Verjährten Tand modern staffiren<br>Und himmelbläulich phantasiren<br>Vom Waldgnom und vom Wassernix.<br>85 |   |  <br>Ich lache, zählt ihr eins, zwei, drei<br>Die Kugeln, die ihr nie verschossen,<br>Die Thränen, die ihr nie vergossen,<br>Ein jeder Zoll ein Papagei.<br> <br>Ich lache, doch mein Zorn hält Wacht,<br>90 |   | Denn der St. Veitstanz wird zur Mode;<br>Ich weiß, ihr tanzt nur aus Methode,<br>Weil ein Narr viele Narren macht.<br> <br>Doch tollt nur euern tollen Schwank,<br>Nur zu, je toller, desto besser:<br>95 |   | Ich biet euch Kampf, Kampf bis aufs Messer,<br>Und gehe meinen eignen Gang!<br> <br>[10] Den Gang, den lichtumstrahlt die Kunst<br>Sieghaft zu wandeln mir geboten;<br>Und Herz an Herz mit ihren Todten,<br>100 |   | Veracht ich euch und eure Gunst!<br> <br>Denn mir schlägt nicht das Wort den Takt<br>Zum Reigen selbstischer Gedanken,<br>Ein Löwe, hat es seine Pranken<br>Tief in mein Herzfleisch eingehackt.<br>105 |   |  <br>Nur, daß es mich nicht jäh zerfleischt,<br>Such ich's mit Liedern zu beschwören,<br>Doch nicht beim Rauschen alter Föhren,<br>Die Nachts ein schwarzer Aar umkreischt.<br> <br>Auch nicht ins Grab der Lorelei<br>110 |   | Verirrt sich mehr mein schwankes Steuer;<br>Die Zeit verliebter Abenteuer,<br>Für mich ist sie schon längst vorbei.<br> <br>Nein, mitten nur im Volksgewühl,<br>Beim Ausblick auf die großen Städte,<br>115 |   | Beim Klang der Telegraphendrähte<br>Ergießt ins Wort sich mein Gefühl.<br> <br>[11] Dann glaubt mein Ohr, es hört den Tritt <br>Von vorwärts rückenden Kolonnen, <br>Und eine Schlacht seh ich gewonnen,<br>120 |   | Wie sie kein Feldherr noch erstritt.<br> <br>Doch gilt sie keiner Dynastie,<br>Auch kämpft sie nicht mit Schwert und Keule –<br>Galvanis Draht und Voltas Säule<br>Lenkt funkensprühend das Genie.<br>125 |   |  <br>Und um sich sammelt es ein Heer<br>Von himmelstürmenden Ideen,<br>Gedanken blitzen und verwehen<br>Unzählig, wie der Sand am Meer.<br> <br>Doch mehr als einer wird zur That<br>130 |   | Und lenkt &lt;das Schicksal&gt; der Geschlechter,<br>Und als des Ideals Verfechter<br>Streut er der Zukunft goldne Saat.<br> <br>Und auf flammt dann ein neues Licht,<br>Ein neuer Welttag für die Erde,<br>135 |   | Denn auch die Menschheit hat ihr "Werde!"<br>Und sinnlos ist kein Traumgesicht.<br> <br>[12] Der ewge Friede baut sein Zelt<br>Und ob die Zeit sie auch verdamme,<br>Der Freiheit goldne Oriflamme<br>140 |   | Weht leuchtend über alle Welt.<br> <br>Und wenn dann Lied auf Lied sich ringt<br>In immer höhere Regionen<br>Und alle Völker, alle Zonen<br>Ein einzig großer Bund umschlingt:<br>145 |   |  <br>Dann ist's mir oft, als ob die Zeit,<br>Verlästert viel und viel bewundert,<br>Als ob das kommende Jahrhundert<br>Zu seinem Täufer mich geweiht.<br> <br>Als müßt ich stoßen in die Brust,<br>150 |   | Ein Winkelried, mir eure Speere:<br>Hie Wahrheit, Freiheit und hie Ehre! –<br>O Kampf der Liebe, Kampf der Lust!! –<br> <br>Drum dir, die schmerzvoll mich gebar,<br>Dir, junge Zeit aus Blut und Eisen,<br>155 |   | Leg ich mein Herz und seine Weisen<br>Nun stumm auf deinen Hochaltar!<br> <br>[13] Schaust du doch auch in's Morgenroth<br>Und träumst von unentdeckten Welten;<br>Wirst du die Liebe mir vergelten,<br>160 |   | Die tief für dich mein Herz durchloht?<br> <br>Doch ob auch Dampf und Kohlendunst<br>Die Züge dieser Schrift verwaschen;<br>Kein flüchtig Glück will ich erhaschen,<br>Ich liebe dich, nicht deine Gunst!<br>165 |   |  <br>Mir schwillt die Brust, mir schlägt das Herz<br>Und mir ins Auge schießt der Tropfen,<br>Hör ich dein Hämmern und dein Klopfen<br>Auf Stahl und Eisen, Stein und Erz.<br> <br>Denn süß klingt mir die Melodie<br>170 |   | Aus diesen zukunftsschwangern Tönen;<br>Die Hämmer senken sich und dröhnen:<br>Schau her, auch dies ist Poesie!<br> <br>Sie kehrt nicht nur auf ihrem Gang<br>In Wälder ein und Wirthshausstuben,<br>175 |   | Sie steigt auch in die Kohlengruben<br>Und setzt sich auf die Hobelbank.<br> <br>[14] Auch harft sie nicht als Abendwind<br>Nur in zerbröckelten Ruinen,<br>Sie treibt auch singend die Maschinen<br>180 |   | Und pocht und hämmert, näht und spinnt.<br> <br>Sie schaukelt sich als schwanker Kahn<br>Im blauen schilfumkränzten Weiher,<br>Sie schlingt den Dampf ums Haupt als Schleier<br>Und saust dahin als Eisenbahn.<br>185 |   |  <br>Von nie geahnter Kraft geschwellt,<br>Verwarf sie ihre alten Krücken,<br>Sie mauert Tunnel, zimmert Brücken<br>Und pfeift als Dampfschiff um die Welt.<br> <br>Ja, Wunder thut sie sonder Zahl,<br>190 |   | Sie lindert jegliches Verhängniß,<br>Sie setzt den Fuß selbst ins Gefängniß<br>Und speist die Armuth im Spital.<br> <br>Wohl war's der Himmel, der sie schuf,<br>Doch heimisch ward sie längst auf Erden;<br>195 |   | Drauf immer heimischer zu werden,<br>Ist ihr ureigenster Beruf!<br> <br>[15] So klingt das Lied, das hohe Lied,<br>Das dumpfauf mir die Hämmer dröhnen;<br>Euch aber, euch, die es verhöhnen,<br>200 |   | Euch fordr' ich kühn in Reih und Glied!<br> <br>Rückt an; mit offenem Visir<br>Und harter Faust will ich euch weisen:<br>Ich und mein Lied, wir sind von Eisen –<br>Ihr oder ich, ich oder ihr!<br>205 |   |  <br>Denn nicht soll einst in später Zeit<br>Mit selbstgefälligem Behagen<br>Ein später Enkel von uns sagen,<br>Was roth wie Blut zum Himmel schreit:<br> <br>"Poeten ohne Poesie,<br>210 |   | Und keiner rief das Wörtchen: "Rette!"<br>Sie blökten allsammt um die Wette,<br>Wie eine Heerde Hammelvieh!"<br> <br>Nein, nein und nein und aber nein!<br>Ein Schuft sein will ich, wenn's so endet!<br>215 |   | Das Blatt hat endlich sich gewendet!<br>Dies Buch soll deß ein Zeichen sein!<br> <br>[16] Soll sagen, was ihr nie gewollt:<br>Der Singsang hat sich ausgetutet –<br>Auch durch das junge Lied noch fluthet<br>220 |   | Das alte Nibelungengold!<br> <br>Drum ihr, ihr Männer, die ihr's seid,<br>Zertrümmert euere Trugidole<br>Und gebt sie weiter, die Parole:<br>"Glückauf, glückauf, du junge Zeit!"</div><div> <br><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2020-08-27 08:57:20 UTC</pubDate>
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         <title>Drama unfertig</title>
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         <description><![CDATA[<div>Drama </div><div>•  wichtigster Punkt im Naturalismus </div><ul><li>damals nicht anerkannt, da epische und dramatische Aspekte vermischt worden</li><li>Zentrum war die charakterliche Darstellung der Protagonisten</li><li>Handlung des Stücks in den Hintergrund gewandert</li></ul><div>Prosa</div><div>•</div><div><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2020-08-27 09:10:05 UTC</pubDate>
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         <title></title>
         <author>lenahahn2</author>
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         <description><![CDATA[<ul><li>Ursprünglich stammt Begriff Fin de Siècle aus Frankreich und war Name von Lustspiel im Jahre 1888</li><li>Wurde in 1890ern in Deutschland bekannt</li><li>Stand symbolisch für alles, was Jahrhundertwende überstand oder daran zu Grunde geht und bezieht sich auf abendländische Hochkultur (umfasst Westeuropa wie z.B. Deutschland, Frankreich, England usw.)</li><li>Stilpluralismus prägte Jahrhundertwende (mehrere künstlerische oder kulturelle Bewegungen fanden zeitgleich statt)</li><li>Viele Stimmungsschwankungen innerhalb Bevölkerung (s. oben) äußerten sich in damaligen Werken</li><li>Grund dafür ist rasanter Fortschritt der Industrialisierung, technische Möglichkeiten im alltäglichen Leben zwingen Menschen sich unterzuordnen, deutlich weniger Landwirtschaft und überfüllte Städte und starkes Bevölkerungswachstum </li><li>Generell verloren alte gesellschaftliche Strukturen Stellung, Adel war weiterhin an der Macht, Kirche verlor an Einfluss </li><li>Fortschritt der Industrialisierung und fragwürdige Veränderung oder einfach Sehnsucht nach altem Vertrautem führten zu diesen Stimmungsschwankungen, viele Werke unterscheiden sich in den Extremen oder sind widersprüchlich (z.B. Angst vor Fortschritt und Zukunft oder die Freude am Fortschritt)</li></ul><div><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2020-08-27 09:11:53 UTC</pubDate>
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