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      <title>AGD-D-I Sachunterricht: TN-Nachweis by stella 54</title>
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      <language>en-us</language>
      <pubDate>2023-05-22 11:39:34 UTC</pubDate>
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         <title>2. Themenblock: Heimatkunde in der BRD ab 1946 </title>
         <author>stellazimmer2000</author>
         <link>https://padlet.com/stellazimmer2000/k9jfle034ujxws5w/wish/2599952051</link>
         <description><![CDATA[<div><strong><em><mark>Weimarer Republik:&nbsp;</mark></em></strong></div><ul><li>keine soziale Trennung der gesellschaftlichen Schichten in den Grundschulen</li><li>wurde als Unterrichtsfach , um den Schüler*innen ein Verständnis für demokratische Werte, Bürgerrechte und die Bedeutung der Verfassung zu vermitteln</li><li>betont die Bedeutung der regionalen Identität und&nbsp; der kulturellen Vielfalt in Deutschland</li><li>legt einen Schwerpunkt auf die Vermittlung von historischem Wissen, um den Schülern ein Bewusstsein für die deutsche Geschichte vermitteln und diese wertzuschätzen</li></ul><div>Unterschiedliche Strömungen:&nbsp;</div><ul><li>Im sachbetonten Ansatz gilt Heimatkunde als didaktisches Prinzip, das nicht verherrlicht wird</li><li>Im gesinnungsorientierten Ansatz wurde die Heimatkunde verklärt und als volkstümliche Bildung angesehen</li></ul><div><br></div><div><strong><em><mark>Entwicklungen der Heimatkunde in der BRD (1945-1970):</mark></em></strong><strong><em><br><br></em></strong>Restaurativen Phase:</div><ul><li>Orientierung an Konzepten der Weimarer Grundschule</li><li>Kind erschließt seine Welt: aktiv denkend, wollend und fühlend</li><li>Betonung der "Kindgemäßheit" des Unterrichts</li><li>Erziehung zur Heimatliebe und Bindung an die Heimat</li><li>Kinder sollen psychisch nah an ihrer Heimat sein, um zugänglich zu sein</li><li>Fokus auf Landschaften, Naturerscheinungen, Pflanzen, Tiere und Menschen in der Umgebung</li></ul><div><br></div><div>Prinzipien:</div><ul><li>Romantische Mystifizierung der Welt:&nbsp;</li><li>Traditionale Orientierung</li><li>Land- und Bodenorientierung</li><li>Emotionale Orientierung am Gestern</li><li>Kindgemäßheit</li><li>Differnzierung zwischen Stadt und Land</li></ul><div><br>Methoden:</div><ul><li>Lehrervortrag</li><li>Frage-Antwort-Situation</li><li>Handelndes Tun</li><li>Verknüpfung mit sprachlichen Unterricht</li></ul><div><br>Ziele:</div><ul><li>Bewahren und Wertschätzen der deutschen Traditionen</li><li>Erziehung zur Heimatliebe und Bindung an die Heimat</li><li>Vermittlung der "heilen" Welt</li></ul><div><br><strong><em><mark>Sachunterricht in der BRD ab 1970:</mark></em></strong></div><ul><li>1970: Strukturplan für das Bildungswesen--&gt; Er diente als Leitfaden für den Sachunterricht in den Schulen und legte die Inhalte, Ziele und Organisationsformen des Unterrichts fest</li><li>integrierte verschiedene Wissensbereiche, legte einen stärkeren Fokus auf Praxisorientierung und interdisziplinäre Ansätze und förderte die Entwicklung von überfachlichen Kompetenzen und demokratischer Bildung</li><li>Neue didaktische Ansätze entwickelten sich--&gt; Jeziorsky, Rother, Karnick, Fliege</li></ul><div><br>--&gt; Curriculumsphase beginnt (höhere Wissenschaftsorientierung) : Heimatkunde wurde 1969 aus den Lehrplänen entfernt</div>]]></description>
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         <pubDate>2023-05-22 11:43:50 UTC</pubDate>
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         <title>2. Themenblock: Wissenschaftsorientierung in den 1960/1970er Jahren</title>
         <author>stellazimmer2000</author>
         <link>https://padlet.com/stellazimmer2000/k9jfle034ujxws5w/wish/2599952379</link>
         <description><![CDATA[<div><strong><mark>Ereignisse zwischen 1957-1970</mark></strong><strong><br></strong><br></div><ul><li>Ab den 1957 wurde der "Sputnik-Schock" ausgelöst:<br>Der erfolgreiche Start des ersten künstlichen Satelliten "Sputnik 1" durch die Sowjetunion--&gt; es entstand ein Wettrüsten zwischen der Sowjetunion und den USA</li><li>In den 1960er Jahren prägte Georg Picht den Begriff "Bildungskatastrophe": Er sprach von einer zunehmenden Entwertung und Verflachung der Bildung. Picht kritisierte dabei die ökonomisch orientierte Ausrichtung des Bildungssystems, da er dies als Gefahr für die geistige Entwicklung der Gesellschaft ansah.--&gt;forderte eine Bildungsreform</li><li>1970 wurde der Deutsche Bildungsrat gegründet, der zum Ziel hatte die Wissenschaftsorientierung in der Schule zu erhöhen--&gt;zog einige Reformen nach sich: neue Studiengänge (Ingenieur- und Naturwissenschaften), Einführung des <strong>Faches </strong>"Sachunterricht", Stärkung des wissenschaftlichen Denkens schon in der Grundschule</li></ul><div><br><strong><mark>Wissenschaftsorientierter Sachunterricht nach Kaiser (1999):</mark></strong></div><div><br></div><div><strong><mark>S-APA Ansatz (Science - A Process Approach) Typ B</mark></strong></div><ul><li>Arbeitsweisen, Methoden und Erkenntnisverfahren stehen dabei im Vordergrund</li><li>Es geht um die allgemeine Kompetenzerweiterung&nbsp;</li><li>es sollen naturwissenschaftliche Verfahren erlernt werden</li><li>Ansatz arbeitet mit 13 hierarchischen Verfahren, die in grundlegend oder komplex eingeteilt werden</li><li>Jede Unterrichtseinheit wird in 9 Einheiten eingeteilt --&gt; Am Ende sollen 90% der Kontrollaufgaben von 90% der Kinder gelöst werden können</li></ul><div><br></div><div><strong><mark>SCIS (Science Curriculum Improvement Study) Typ A</mark></strong></div><ul><li>es stellt die innewohnenden Strukturen in den Vordergrund</li><li>Verständnis naturwissenschaftlicher Prinzipien</li><li>Fertigkeiten für den Erwerb von Wissen</li><li>Positive Einstellung gegenüber den Naturwissenschaften</li><li>stützt sich auf Basiskonzepte, die für anschlussfähiges Wissen in der Sekundarstufe sorgen sollen</li><li>Basiskonzepte: Teilchenkonzept, Wechselwirkungskonzept und Erhaltungskonzept</li></ul>]]></description>
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         <pubDate>2023-05-22 11:44:12 UTC</pubDate>
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      </item>
      <item>
         <title>2. Themenblock: Demokratisch-emanzipatorische Strömungen in den 1970/80er </title>
         <author>stellazimmer2000</author>
         <link>https://padlet.com/stellazimmer2000/k9jfle034ujxws5w/wish/2599952813</link>
         <description><![CDATA[<div><br></div><div><strong><em><mark>Grund des Richtungswechsels zu Demokratie und Emanzipation</mark></em></strong><strong><mark>:</mark></strong></div><ul><li>Erfahrungen mit naturwissenschaftsorientierten SU waren in Deutschland ernüchternd</li><li>Naturwissenschaftsorientierter SU war kleinschrittig, wiederholend, langweilig und nicht an der Lebenswelt der SuS orientiert&nbsp;</li><li>Teilweise kam es zur Überforderung bei Lehrkräften</li><li>Abnahme der Wissenschaftsgläubigkeit</li><li>Vernachlässigung gesellschaftlicher Aspekte und Zusammenhänge</li></ul><div>&nbsp;</div><div><strong><em><mark>Ziel</mark></em></strong></div><ul><li>Aufholen des Demokratierückstands&nbsp; &nbsp; --&gt; Demokratieerziehung</li><li>Befähigung zum demokratischen Handeln und zur Emanzipation bereits in der Grundschule</li><li>Teilhabe am schulischen und gesellschaftlichen Leben ermöglichen&nbsp;</li><li>Beitrag zur Verbesserung der Chancengleichheit&nbsp;</li><li>Betonung gesellschaftsrelevanter Bezüge&nbsp;</li><li>nicht wissenschaftsorientiert da gesellschaftsrelevante Themen im Vordergrund stehen&nbsp;</li></ul><div><br><br><br><strong><mark>DER SITUATIONSORIENTIERTE ANSATZ<br></mark></strong><br><strong>Ziele, Methoden und Inhalten</strong></div><div>&nbsp;</div><div><strong><em><mark>Ziel</mark></em></strong></div><ul><li>Vermittlung von Handlungskompetenzen für die für SuS relevanten Lebenssituationen&nbsp;</li><li>Weiteres Entscheidungskriterium:</li></ul><ol><li>Psychische Dispositionen der SuS</li><li>Sachstrukturelle Beschaffenheit des Unterrichtsgegenstandes&nbsp;</li></ol><div><br><strong><em><mark>Inhalt</mark></em></strong></div><ul><li>Orientierung an der Lebenswelt der SuS (Lebensweltbezug) sowie an relevanten Lebenssituationen der SuS&nbsp;</li><li>Nicht an der Wissenschaft orientiert (weniger Wissenschaftsorientierung)&nbsp;</li></ul><div>--&gt; Keine individualspezifischen Themen&nbsp;</div><div><br></div><div><strong><em><mark>Methoden</mark></em></strong></div><ul><li>Förderung der<strong> Eigenaktivität</strong> --&gt; unmittelbaren Zugang zu den Aufgaben schaffen (Praxisnähe)</li><li>Erkunden, Beobachten, Handeln</li><li>Methoden an den Inhalten erlernen&nbsp;</li><li>Problemsituationen schaffen, um dadurch die Problemlösekompetenz zu fördern</li></ul><div>&nbsp;</div><div><strong><em><mark>Curriculumentwicklung</mark></em></strong></div><ul><li>Curriculum passend für Lebenssituation der SuS&nbsp;</li><li>Praxisnahe Fortbildung (Praxisnähe), auf Curriculum bezogen&nbsp;</li></ul><div>&nbsp;</div><div><strong><mark>Ziel</mark></strong>: Handlungskompetenz</div><div><strong><mark>Inhalt</mark></strong>: Lebensweltorientiert&nbsp;</div><div><strong><mark>Methode</mark></strong>: Eigenaktivität&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div><strong><em><mark>Kriterien zur Auswahl geeigneter Unterrichtsinhalte</mark></em></strong></div><ul><li>Bedeutsamkeit und Betroffenheit für SuS --&gt; Themenauswahl orientiert sich an jeweiliger Situation&nbsp;</li><li>Affektive Besetzung des möglichen Themas --&gt; SuS sollen sich mit Thema identifizieren können&nbsp;</li><li>Angemessene Elementarisierung und didaktische Aufbereitung des Themas&nbsp;</li><li>Kann von den Inhalten und Aktivitäten dieser Altersstufe eine umwelterschließende Wirkung erwartet werden?</li></ul><div><br></div><ul><li>Haben die Unterrichtsziele für die Schüler aktuelle Bedeutung – oder lässt sich wenigstens eine Bedeutung für die Zukunft feststellen, die den Schülern vermittelbar ist?</li><li>Können die Kinder dieser Altersgruppe die notwendigen Arbeiten in angemessener Selbständigkeit ausführen?</li></ul><div>&nbsp;</div><div><strong><em><mark>Herausforderungen</mark></em></strong></div><ul><li>Sachkenntnis durch die Lehrkraft ist notwendig --&gt; endgültige Entscheidung für das Thema&nbsp;</li><li>Medienangebot muss überprüft werden&nbsp;</li><li>Entscheidung über die Abfolge der unterschiedlichen Handlungsschritte und notwendigen Materialien&nbsp;</li></ul><div><br><strong><em><mark>Pro am situationsorientierten Ansatz</mark></em></strong></div><ul><li>setzt an Erfahrungswert der Kinder an</li><li>stärkt die Handlungsfähigkeit im Umfeld</li><li>hilft Sachverhalte und Prozesse (gesellschaftliche, politisch, sozial, usw.) zu verstehen</li><li>Kinder sollen als Akteure ernst genommen werden</li><li>Beitrag zur Emanzipation</li></ul><div><br><strong><em><mark>Kritik am situationsorientierten Ansatz</mark></em></strong></div><ul><li>Themenfindung komplex</li><li>Kenntnisse der Sachstrukturen durch Lehrkraft notwendig</li><li>Gefahr der Beliebigkeit der Themen</li><li>Kein systematischer Wissensaufbau</li><li>Problem der Anschlussfähigkeit</li><li>Fähigkeit der Lehrkräfte, aus Alltagssituationen Bildungssituationen zu machen fraglich</li><li>Bleibt eher unwissenschaftlich</li><li>Überforderung der Lehrkräfte</li></ul><div><br><br><br><br><strong><mark>DER INTEGRATIV-MEHRPERSPEKTIVISTISCHE SACHUNTERRICHT (MPU)</mark></strong><strong><br><br></strong><br><strong><em><mark>Entstehung ab 1971 </mark></em></strong><br>Mit einer Kritik gegenüber heimatkundlichen und naturwissenschaftlichen Ansätzen, entwickelte eine Gruppe um Klaus Giel im Rahmen des <strong>CIEL-Programms</strong> (Curriculum institutionalisierte Elementarerziehung) den <strong>integrativ-mehrperspektivischen Sachunterricht</strong> (MPU):<br><br></div><div><em>Hauptkritikpunkte an den vorherigen Konzeptionen waren:</em></div><ul><li><strong>Heimatkunde:</strong> inhaltliche Vordergründigkeit &nbsp;</li><li><strong>Naturwissenschaftl. Ansätze:</strong> Geschlossenheit der Curricula, bloße Wissenschaftsporpädeutik (Vorbereitung auf den Fachunterricht)</li><li><strong>Situationsorientierter Ansatz:</strong> "Abbilddidaktik", der Unterricht hat das Ziel Kindern <strong>Handlungskompetenzen auf sehr spezielle Situationen</strong> zu vermitteln.</li></ul><div>&nbsp;</div><div><em>Gesellschaftspolitischer Kontext:</em></div><ul><li>das <strong>Ende der 68er Bewegung</strong> (Ausnahme RAF-Terroristen)</li><li><strong>Demokratisierungs- und Liberalisierungstendenze</strong>n in der Bildungspolitik (hoher Gesellschaftsbezug des MPU) &nbsp;</li></ul><div><br></div><div><br><strong><em><mark>Ziele</mark></em></strong></div><ul><li><strong><em>Aufklärung der Alltagswirklichkeit der Kinder</em></strong>: Wirklichkeit soll hinerfragend reflektiert und rekonstruiert werden und nicht einfach hingenommen werden.</li><li><strong><em>Integration und Emanzipation</em></strong>: Eingliederung in die Gesellschaft und Kritische Distanzierung zu Positionen schaffen.&nbsp;</li><li><strong><em>Allgemeine Handlungsfähigkeit</em></strong><em>:</em> Reflexionsfähigkeit für die gegenwärtige und zukünftige gesellschaftliche Realität.</li></ul><div><br></div><div><em>--&gt; Allgemeine Handlungskompetenz zur Bewältigung von Alltagsbesorgungen über die sehr spezifischen Handlungssituationen hinaus! <br><br></em><strong><em><mark>Beispiele für im MPU aufgegriffene Handlungsfelder</mark></em></strong></div><ul><li>das Verhalten im Straßenverkehr</li><li>Einkaufen im Supermarkt</li><li>Umgang mit Post</li><li>Spielen auf dem Spielplatz&nbsp; &nbsp; &nbsp;</li></ul><div><br><br><strong><em><mark>Inhalte</mark></em></strong></div><ul><li>Verschiedene <strong>Perspektiven eröffnen</strong></li><li>Für die Kinder <strong>relevante Handlungsbereiche</strong> durch die neuen Perspektiven betrachten und bearbeiten&nbsp;</li><li>Kinder sollen ihre <strong>Lebenswirklichkeit verstehen</strong> können und in dieser <strong>handlungsfähig werden</strong></li><li>Mechanismen hinter gesellschaftlich geprägten Situationen im Unterricht durchschaubar machen</li></ul><div><br></div><div><br></div><div><strong><em><mark>Methoden &amp; Grundannahme des MPU</mark></em></strong></div><ul><li><strong>Rekonstruktion der Wirklichkeit</strong>, da die Wirklichkeit der Realität nicht unmittelbar erfassbar ist und es keinen direkten Zugriff auf die Alltagswirklichkeit gibt</li></ul><div>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; --&gt;<em>deutlicher Unterschied zum situationsorientierten&nbsp; &nbsp;<br>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Ansatz!&nbsp;</em></div><ul><li>Man kann die Verhältnisse, Vorgänge und Phänomene der Wirklichkeit nie unmittelbar zeigen, sondern sie müssen immer erklärt und betrachtet werden.&nbsp;<ul><li>Man kann die Wirklichkeit nie als ein Ganzes erfassen, da sie immer selektiv ist.&nbsp;</li></ul></li><li><strong>Wahrnehmung ist stets selektiv </strong>--&gt;Selektive Wahrnehmung&nbsp;</li><li>Erfahrungen müssen stets unter <strong>Berücksichtigung verschiedener Perspektiven</strong> betrachtet werden<ul><li>Und diese verschiedenen Perspektiven, unter denen die Wirklichkeit betrachtet werden kann, die sollen sichtbar gemacht werden.&nbsp;</li></ul></li></ul><div><br><br><strong><mark>Methode</mark></strong>: Rekonstruktion der Wirklichkeit<br><strong><mark>Didaktische Konsequenz</mark></strong>: Erschließung der Realität unter verschiedenen Perspektiven&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div><br><strong><em><mark>Perspektiven der ersten Curriculumentwürfe</mark></em></strong></div><ol><li>Räumliche Perspektive</li><li>Szenische Perspektive</li><li>Institutionalisierte Perspektive</li><li>Wissensbezogene und technische Perspektive</li><li>Kultur- und anthropologische Perspektive&nbsp;</li><li>Perspektive persönlicher Erlebnisse und Erfahrungen</li><li>Körpersprachliche Perspektive</li></ol><div><br><br><strong><em><mark>Die Unterrichtsplanung - Partitur</mark></em></strong><strong>&nbsp;</strong></div><div><br>3 Dimensionen, unter denen ein bestimmtes Thema betrachtet werden kann:&nbsp;</div><ul><li><strong>Rekonstruktionstypen</strong>: Verschiedene Blickwinkel, unter denen die Wirklichkeit dargestellt werden kann&nbsp;</li><li><strong>Kommunikationsebenen</strong>: Ebenen der Auseinandersetzung mit dem Gegenstand (bildlich, schriftlich etc.)&nbsp;</li><li><strong>Strukturmomente</strong>: In welcher Art und Weise sich die Situation gestaltet</li></ul><div><br></div><div><br><strong><em><mark>Vier Perspektiven der Betrachtung</mark></em></strong></div><ol><li>Präsentation (Wie wird das Thema präsentiert?)&nbsp;</li><li>Objektivation (Welche Materialien werden dafür eingesetzt?)&nbsp;</li><li>Interaktion (Wie findet die Auseinandersetzung statt?)</li><li>Integration (Welches Ziel wird verfolgt?)&nbsp;</li></ol><div><br><br><strong><em><mark>Pro des MPU</mark></em></strong></div><ul><li>Zentrale Rolle der Mehrperspektivität&nbsp;</li><li>Ausführliches und erstes umfassendes Konzept des mehrperspektivischen Unterrichts</li><li>Mitberücksichtigung didaktischer Dimensionen wie Subjektivität und szenische Annäherungen --&gt; Der Fokus liegt nicht mehr ausschließlich auf der rein fachwissenschaftlichen Behandlung der Themen, sondern es wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt.</li><li>Weg von rein fachwissenschaftlicher Behandlung der Themen</li><li>Ganzheitliches Vorgehen&nbsp;</li><li>Aktualität</li><li>Schüler*innenorientierung</li></ul><div><br></div><div><br></div><div><strong><em><mark>Kontra des MPU</mark></em></strong></div><ul><li>Einschränkung bei der Auswahl der Themen, einseitige Schwerpunktsetzung und Themenauswahl</li><li>zu enge und schematische Perspektiven&nbsp;</li><li>Herausforderungen bei der Umsetzung eines kindgerechten Unterrichts</li><li>Hohe Anforderungen an die Lehrkraft</li><li>Schülerinnen und Schüler können durch die Komplexität der Modelle überfordert sein</li><li>Hoher Zeit- und Kostenaufwand für die Umsetzung des Konzepts</li></ul><div><br></div><div>&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div><br><br><br><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2023-05-22 11:44:41 UTC</pubDate>
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         <title>3. Themenblock: Politische Bildung im SU seit 1970 bis heute</title>
         <author>stellazimmer2000</author>
         <link>https://padlet.com/stellazimmer2000/k9jfle034ujxws5w/wish/2619819823</link>
         <description><![CDATA[<div><strong><mark>Definition: </mark></strong><br>„Mit politischer Bildung ist „ein Lehr- und Lerngeschehen (gemeint),<br>gerichtet darauf, den Lernenden zu ermöglichen, Zusammenhänge in den politischen Erscheinungen und Geschehnissen zu erkennen, sich mit diesen kritisch, aber tolerant auseinandersetzen zu können und handlungsfähig zu werden“ (Richter 2012: 5).<br><br><strong><mark>Schwierigkeiten der politischen Bildung im SU:</mark></strong></div><ul><li>vermeintlich kindgerecht vereinfachende Analogien</li><li>Unterscheidung von politischem und sozialem Lernen</li></ul><div><br><strong><mark>Warum brauchen wir politische Bildung?</mark></strong></div><ul><li>Vermittlung grundlegendes Wissen über Demokratie, politische Einblicke sowie gesellschaftliche Zusammenhänge&nbsp;</li><li>Schüler*innen lernen zu hinterfragen, zu kritisieren, sich zu informieren, sich Urteile und die eigene Meinung zu bilden</li><li>kann den Schüler*innen die wichtige Bedeutung vermittelt, sich aktiv und verantwortungsbewusst in die Gesellschaft einzubringen</li></ul><div><strong><br></strong><strong><mark>Aktuelle Tendenzen seit den 2000ern</mark></strong><br>Detlef Pech (geb. 1970) ist Professor für Grundschulpädaogigk in Berlin<br>--&gt; Forderung: politisches Lernen soll nicht nur soziales Lernen sein!<br><br><br><strong><mark>Ziele politischer Bildung:</mark></strong><mark> </mark></div><ol><li>Interesse am Politischen wecken</li><li>Politische Fragen stellen lernen</li><li>Differenzierung und Erweiterung bereits vorhandenen Wissens</li><li>Thematisierung und Aufklärung der politischen Sozialisationsprozesse der Kinder&nbsp;</li><li>Ermittlung des Politischen in der kindlichen Lebenswelt</li><li>Befähigung zum politischen Handeln in der kindlichen Lebenswelten</li><li>Befähigung zur Antizipation künftiger Entwicklungen</li><li>Grundlegung demokratischer Haltungen</li><li>Mündige Schüler</li><li>Konflikte und kontroverse Positionen thematisieren<br><br></li></ol><div><br><strong><mark>Methoden des politischen Lernens</mark></strong></div><ul><li>Pro-Contra-Debatte</li><li>Podiumsdiskussion</li><li>Klassenrat / Kinderkonferenzen</li><li>Zukunftswerkstätten</li><li>Plan- und Rollenspiele</li><li>Bildimpulse/ aktuelle Zeitungsartikel</li><li>Metareflexion</li><li>Erkundungen und Befragungen</li></ul><div><br><br><strong><mark>Mögliche Inhalte im Sachunterricht</mark></strong></div><ul><li>Arbeit und Arbeitslosigkeit</li><li>Armut und Soziale Ungleichheit</li><li>Dritte Welt</li><li>Europa</li><li>Kinderrechte</li><li>Konsum</li><li>Krieg und Frieden</li><li>Macht und Herrschaft</li><li>Medien</li><li>Politisches Lernen vor Ort</li><li>Schule</li><li>Verkehr und Mobilität</li></ul><div><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2023-06-10 11:45:42 UTC</pubDate>
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         <title>Entwicklungslinien- Politisches Lernen</title>
         <author>stellazimmer2000</author>
         <link>https://padlet.com/stellazimmer2000/k9jfle034ujxws5w/wish/2619857548</link>
         <description><![CDATA[]]></description>
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         <pubDate>2023-06-10 13:50:57 UTC</pubDate>
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      <item>
         <title></title>
         <author>stellazimmer2000</author>
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         <pubDate>2023-06-10 13:52:04 UTC</pubDate>
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         <title>3. Themenblock: Genetisch, sokratisch, exemplarisches Lernen nach Wagenschein</title>
         <author>stellazimmer2000</author>
         <link>https://padlet.com/stellazimmer2000/k9jfle034ujxws5w/wish/2624835270</link>
         <description><![CDATA[<ul><li>Pädagogische Methode zur Förderung des Lernens</li><li>Kombination aus genetischer Methode, sokratischer Dialogführung und exemplarischem Unterricht</li><li><strong><mark>"Genetisch"</mark></strong>: Verständnis eines Themas in seiner historischen Entwicklung und Entstehung, Vom Sehen zum Verstehen lernen und Entwicklungsreihen mit Stufen lehren.</li><li><strong><mark>"Sokratisch"</mark></strong>: Fragen stellen, um eigenständiges Denken und kritische Reflexion zu fördern (Austausch von Gedanken)--&gt; Dialogisches Gespräch. Lehrer leitet das Gespräch und regt zum Weiterdenken an.</li><li><strong><mark>"Exemplarisch":</mark></strong>Verwendung von konkreten Beispielen. Erlernte Regeln durch das Beispiel sollen dann auf andere Sachverhalte übertragen werden können. </li><li><strong><mark>Ziel:</mark></strong> Tiefes Verständnis eines Themas, praktisches Denken und Anwendung des Gelernten im sozialen Miteinander</li><li>Fokus auf aktive Beteiligung und Selbsterarbeitung der Schüler*innen und eigenständiges Denken</li><li>Schüler sollen Interesse entwickeln und kritische Denkfähigkeiten stärken</li><li><strong><mark>Rolle der Lehrkraft:</mark></strong> Zuhören, Impulse setzen, Anregungen geben, Kritisch hinterfragen und Ermutigen</li></ul><div><strong><mark>Konsequenzen für den Unterricht (Aeschilmann, 2003):</mark></strong></div><div>1. Gründliches <strong>Sich-Einlassen</strong> ist wichtiger als effizientes Vorwärtskommen<br><br>2. <strong>Fragen</strong> stellen, die zum <strong>Nachdenken anregen</strong>, ist wichtiger als Erklären<br><br>3. Das <strong>Formulieren in eigenen Worten</strong> - im Gespräch und im Heft - ist wichtiger als gute lehrervorträge und ausgearbeitete Kopien<br><br>4. Sorgfältig <strong>ausgewählte Phänomene</strong> - spannend, rätselhaft, ästhetisch - sind wichtiger als CD-ROMs und Videos</div>]]></description>
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         <pubDate>2023-06-15 20:10:52 UTC</pubDate>
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         <title>4. Themenblock: Aktuelle Konzeption des vielperspektivischen Sachunterrichts </title>
         <author>stellazimmer2000</author>
         <link>https://padlet.com/stellazimmer2000/k9jfle034ujxws5w/wish/2632472209</link>
         <description><![CDATA[]]></description>
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         <pubDate>2023-06-26 11:43:37 UTC</pubDate>
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         <title>4. Themenblock: Aktuelle Konzeption des vielperspektivischen Sachunterrichts</title>
         <author>stellazimmer2000</author>
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         <description><![CDATA[<div><strong>Sachunterricht orientiert sich am Kind und an der Wissenschaft</strong><br><br><strong><em><mark>Ziele:&nbsp;</mark></em></strong></div><ul><li>Die Welt zu<strong> verstehen und sich in ihr zurecht zu finden</strong>.</li><li><strong>Verantwortungsbewustsein</strong> für die Umwelt entwickeln.</li><li>Sich selbst als <strong>Gestalter*in der Umwelt erleben</strong>.</li></ul><div><br><strong><mark>Anforderungen:&nbsp;</mark></strong></div><ul><li>Was sind <strong>Inhalte</strong>?</li><li>Was sind <strong>Bezugspunkte</strong>?</li><li>Es geht nicht ausschließlich um die Festlegung von Inhalten, sondern auch um die Frage nach <strong>Verfahrens- und Vorgehensweisen</strong>.</li><li>Im Sinne eines ko-konstruktivistischen Verständnisses von Lernen geht es also auch um die <strong>Eigenständigkeit</strong> der Kinder.</li></ul><div><br><strong><em><mark>Entwicklung des Sachunterrichts:</mark></em></strong></div><ul><li>&nbsp;In den 1970er und 1980er Jahren wurden diese Teilbereiche zu einem integrativen Fach zusammengeführt, um den Schüler*innen eine ganzheitliche Auseinandersetzung zu ermöglichen.</li><li>Der Sachunterricht legt seit den 1990er Jahren verstärkt den Fokus auf die Lebensweltder Schüler*innen.&nbsp;</li><li>Neuausrichtung des Sachunterrichts mit dem Ziel gezielte Inhalte mit einem erkennbaren Lernzuwachs der Schüler*innen zu vermitteln.</li><li>Der entwickelte Perspektivrahmen wurde 2013 entwickelt, um dem Sachunterricht eine übergreifende Struktur zu geben.&nbsp;</li></ul><div><br></div><div><strong><em><mark>Der Perspektivrahmen:</mark></em></strong></div><ul><li>beeinhaltet Bildungsstandards, die in die Lehrpläne einfließen solle</li><li>Anhand dem Perspektivrahmens soll verdeutlicht werden, wie an die kindliche Lebenswelt aber auch an die Fachkulturen angeschlossen werden kann</li><li>Er bietet eine Orientierungshilfe für die Auswahl von Inhalten und hilft dabei, diese in einen Zusammenhang zu bringen</li><li>Wurde in fünf Perspektiven gegliedert, die alle miteinander verknüpft und verschränkt sind (Sozialwissenschaftlich, naturwissenschaftlich, geographisch, historisch, technisch), um fachübergreifende und vernetzte Kompetenzen aufzubauen</li><li>bietet dabei bezogen, auf die fünf Perspektiven Denk,- Arbeits-, und Handlungsweisen</li></ul><div><br></div><div><strong><em><mark>Themen im Sachunterricht:</mark></em></strong></div><ul><li>Die Themen sollen sich an die Lebenswelt der Schüler*innen orientieren</li><li>Orientiert am Perspektivrahmen sollten an folgenden Themen im Sachunterricht gearbeitet werden</li><li>Politik, Wirtschaft, Soziales (sozialwissenschaftliche Perspektive)&nbsp;<br>Beispiele:&nbsp; Demokratie, Grund- und Menschenrechte</li><li>belebte und unbelebte Natur (naturwissenschaftliche Perspektive)<br>Beispiele: Ökosysteme, Umweltschutz und Klima</li><li>Räume, Naturgrundlagen, Lebenssituationen (geographische Perspektive)<br>Beispiele: Kontinente, Länder und deren Merkmale, Globalisierung</li><li>Zeit und Wandel (historische Perspektive)<br>Beispiele: Chronologie und historische Zeitepochen, geschichtliche Ereignisse und ihre Auswirkungen</li><li>Technik und Arbeit (technische Perspektive)<br>Beispiele: Verkehrsmittel und Mobilität, Digitale Technologien</li></ul><div><br></div><div><strong><em><mark>Gesellschaft für Didaktik des Sachunterrichts e.V.</mark></em></strong><em><mark>&nbsp;</mark></em></div><div>Ihre Aufgabe ist die Förderung der <em>Didaktik des Sachunterrichts</em> als wissenschaftlicher Disziplin in Forschung und Lehre sowie die Vertretung der Belange des <em>Schulfaches Sachunterricht<br><br></em><strong><br></strong><strong><em><mark>Wolfgang Klafki (1992):</mark></em></strong><br><em>Die epochaltypischen Schlüsselprobleme:</em></div><ol><li>Die Frage von Krieg und Frieden</li><li>Die Umweltfrage und das ökologische Bewusstsein</li><li>Das rapide Wachstum der Weltbevölkerung</li><li>Die gesellschaftlich produzierte Ungleichheit</li><li>Die Gefahren und die Möglichkeiten der neuen Steuerungs-, Informations- und Kommunikationsmedien</li><li>Die Erfahrung der Subjektivität, der mitmenschlichen Beziehungen, der Liebe und des Mitleids</li></ol><div><br><strong><em><mark>Walter Köhnlein (1999):</mark></em></strong></div><ol><li>lebensweltliche Dimension</li><li>historische Dimension</li><li>geographische Dimension</li><li>ökonomische Dimension</li><li>gesellschaftliche Dimension</li><li>physikalische und chemische Dimension</li><li>technische Dimension</li><li>biologische Dimension</li><li>ökologische Dimension</li></ol><div><br><br></div><div><br><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2023-06-28 11:38:51 UTC</pubDate>
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