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      <title>Zeitzeugin-Gespräch mit Pnina Katsir, 29. Januar 204 by Dominique Nzumbie</title>
      <link>https://padlet.com/dominiquenzumbie/jw8e4nb3lxflr6qh</link>
      <description>Berichte von Schüler*innen der Klassen 10.1 und 10.5</description>
      <language>en-us</language>
      <pubDate>2024-02-04 20:04:45 UTC</pubDate>
      <lastBuildDate>2024-02-20 13:54:31 UTC</lastBuildDate>
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         <title>Anreise</title>
         <author>dominiquenzumbie</author>
         <link>https://padlet.com/dominiquenzumbie/jw8e4nb3lxflr6qh/wish/2872695481</link>
         <description><![CDATA[<p>Wir fuhren am Montag, den 29.01.2024 mit dem Geschichtskurs von Herrn Ndjeng in Begleitung von Frau Schoth zu der Friedrich Ebert Stiftung (FES) nach Bonn, um an einem Zeitzeugen-Gespräch mit Pnina Katsir teilzunehmen. Wir trafen uns morgens um 7:45 Uhr am Bahnhof von Quadrath-Ichendorf und fuhren dann mit öﬀentlichen Verkehrsmitteln zur Friedrich Ebert Stiftung nach Bonn. Dort trafen wir gegen 9:50 Uhr ein. Wir saßen zusammen mit Schülern und Schülerinnen sowie Lehrern von ca. fünf weiteren Schulen in einem Saal, in welchem eine Art Bühne aufgebaut war.</p>]]></description>
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         <pubDate>2024-02-04 20:08:56 UTC</pubDate>
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         <title>Beginn der Veranstaltung</title>
         <author>dominiquenzumbie</author>
         <link>https://padlet.com/dominiquenzumbie/jw8e4nb3lxflr6qh/wish/2872709218</link>
         <description><![CDATA[<p>Um 10 Uhr begann die Veranstaltung mit einer Begrüßung durch Ina Koopmann, welche Mitglied der FES ist. Sie erklärte uns zuerst einmal, dass die FES eine SPD - nahe Stiftung ist und sich für die Demokratie und gegen Dinge, die diese gefährden - wie zum Beispiel Rechtsextremismus, Rassismus oder Antisemitismus - einsetzt. Außerdem ging sie kurz auf die Geschichte des Holocaust ein und erklärte, warum wir nicht vergessen sollten, was damals geschah: Wir müssen aus dem Verbrechen lernen, um es in Zukunft besser machen zu können.</p><p>Danach gab sie die Leitung an Dr. Friedhelm Boll und Pnina Katsir weiter. Dr. Friedhelm Boll erzählte, dass er 35 Jahre in dem Forschungszentrum der FES tätig war und dass er zu Beginn der 90er Jahre ein Buch zu Holocaustüberlebenden geschrieben hat. Danach stellte er Pnina vor und erklärte, dass sie nicht in ein Konzentrationslager deportiert wurde, sondern in eine Art Ghetto.</p><p>Frau Katsir stellte sich nach dieser Einleitung selbst vor. Sie ist 94 Jahre alt und wohnt gerade in Jerusalem. Sie war gerade einmal fünf Jahre alt, als sie Opfer von Verfolgung und Diskriminierung aufgrund ihres Glaubens beziehungsweise des Glaubens ihrer Familie wurde. Sie lebte damals mit Ihrer Familie in Rumänien in einer Straße, in er Juden und Christen friedlich beisammen lebten. Doch sie erzählte, dass sich das im Jahre 1941 ganz plötzlich änderte.</p>]]></description>
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         <pubDate>2024-02-04 20:37:21 UTC</pubDate>
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         <title>Erinnerungen</title>
         <author>dominiquenzumbie</author>
         <link>https://padlet.com/dominiquenzumbie/jw8e4nb3lxflr6qh/wish/2872711556</link>
         <description><![CDATA[<p><strong>Hetzjagd</strong></p><p>Ihre Nachbarn, mit denen sie sich eigentlich gut verstanden haben und befreundet waren veränderten sich, denn auf einmal war ein nie da gewesener hass da. Ihre Nachbarn verdeckten ihre Fenster damit sie, Pnina und ihre Familie nicht sehen mussten, warfen ihre Fenster mit Steinen ein und beschimpften sie. Doch das war nicht das einzige, denn die Regierung schloss alle Jüdischen Geschäfte, Schulen und untersagte ihnen arbeiten zu gehen. Für Pnina und Ihre Familie wurde das Leben unerträglich also ﬂohen sie und noch viele weitere Juden in die nahe gelegene Stadt Czernowitz. Dort erschien ihnen das Leben leichter. Ein Jahr lang lebten sie ganz normal und genossen es, doch als Hitler also die Deutschen Russland im Jahre 1941 überﬁelen begann eine Jagd auf Juden. Sie wurden auf den Straßen hingerichtet und Pnina, ihre Familie und noch weitere Juden versteckten sich in 3 Tage lang in einem Haus ohne essen, trinken ohne alles. </p><p><br/></p><p><strong>Deportation</strong></p><p>Im Oktober 1941 wurden alle Juden, die die Hetzjagd überlebt hatten in ein völlig überfülltes Getto gesteckt. In diesem Getto wurde Pnina zusammen mit ihrer und noch drei weiteren Familien in einer kleinen Wohnung eingesperrt, welche nur eine Person für zwei Stunden am Tag verlassen durfte. Doch auch aus dieser Stadt wurden sie vertrieben und mit überfüllten Eisenbahn Wagons an den Fluss Dnjestr transportiert. Bevor sie den Fluss erreichten, mussten sie jedoch mehrere Kilometer dorthin laufen mit Rucksäcken, die sie vorher gepackt hatten, wo ein paar wenige Habseligkeiten rein passten. Auf dem Weg dorthin wussten sie nicht, wohin es geht und was mit Ihnen geschehen würde und als sie von Bauern hörten, dass sie in den Tod laufen würden weil sie ertrinken würden begannen viele zu weinen und jammern was Pnina bis heute ihn ihren Träumen verfolgt. Am Fluss angekommen wurden sie ,,glücklicherweise’’ jeweils in klein Gruppen auf Flößen über den Fluss transportiert. Auf der anderen Seite begegneten sie zwei Männern die vor ein paar Tagen hinüber kamen welche ihnen erzählten, dass sie von einer Gruppe von über drei tausend Juden die einzigen überlebenden waren. Denn die Soldaten, die sie auf die andere Seite bringen sollten meinten sie müssen schwimmen und damals konnten nur die Leute schwimmen die an einem Flüssen oder Seen wohnten also ertrank die Mehrheit von ihnen und die, die schwimmen konnten erschossen die Soldaten einfach. </p><p><br/></p><p><strong>Das Getto</strong></p><p>Dort wurden sie erneut übergangsweise in ein Getto gesteckt ohne jegliche Informationen wie es weiter gehen soll. Der Vater suchte dort nach Informationen und fand heraus das die Juden in verschiedene Dörfer verteilt werden und dass es bestimmte Dörfer gebe in den es ihnen besser oder schlechter gehen würde. Sie haben sich bei dieser Familie versteckt, bis sie sich einem Transport anschlossen, der in ein Dorf ging wo sie es ihnen ein wenig besser gehen würden. Dort wurden sie erneut in ein Getto gesteckt und sozusagen dem Tod überlassen durch Hunger, Kälte, Durst und den dort herrschenden Krankheiten. Pnina und ihre 9-köpﬁge Familie wohnten mit zwei weiteren Familien in einem kleinen Raum im dem sie auf dem Boden schlafen mussten weil es keine Möbel gab. Dieses Getto war zwar weder eingezäunt noch wurde es sehr streng bewacht trotzdem wurde ihnen untersagt dieses zu verlassen, denn wenn sie erwischt werden, würde man sie sofort erschießen. Pnina ignorierte jedoch dieses Verbot und verließ öfter das Getto um bei Bauern in der Nähe arbeiten zu gehen um etwas Brot am Ende des Tages zu bekommen, damit sie und ihre Familie nicht vollkommen verhungern würden. Denn in diesem Getto gab es weder Essen noch richtiges Wasser. Somit gab es im Sommer oft Streitigkeiten um das Wasser und generell ums Essen. Im Winter hatten sie wenigsten ,,Wasser’’ den sie aßen den Schnee, denn Im Winter gab es bis zu 40 Minusgrade. Aufgrund dieser Minusgrade erfroren sehr viele im Winter da sie keine Vernünftige Kleidung besaßen.</p><p>Eines Winters wurde Pninas Familie und alle, die in diesem kleinen Raum wohnten, sehr krank. Sie hatten über 40° Fieber und konnten sich aufgrund dessen nicht bewegen. Sie weiß bis heute nicht wie sie diese Krankheit überlebt haben, denn sie hatten nichts zu essen nur ein wenig Schnee, welchen sie zu sich nahmen. So erging es ihr und ihrer Familie zweieinhalb Jahre, bis die Russen ihr Gebiet zurückeroberten und sie befreiten. Für die Juden waren die Russen dadurch so eine Art Engel, weil sie sie endlich befreit hatten.</p>]]></description>
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         <pubDate>2024-02-04 20:41:59 UTC</pubDate>
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         <title>Nach der Befreiung</title>
         <author>dominiquenzumbie</author>
         <link>https://padlet.com/dominiquenzumbie/jw8e4nb3lxflr6qh/wish/2872712072</link>
         <description><![CDATA[<p>Danach machten sie sich wieder auf den Heimweg, aber sie brauchten insgesamt ein ganzes Jahr, bis sie wieder in Rumänien waren. Dort wusste Pnina aber nichts mit ihrem Leben anzufangen, denn sie besuchte nie richtig die Schule und wusste nicht, wie sie sich richtig in die Gesellschaft integrieren soll. Also entschied sie sich o viele andere Juden nach Jerusalem gehen, also mieteten sie Schiﬀe, gaben diese als Fischerboote aus und versuchten illegal nach Palästina einzureisen. Dieser Versuch scheiterte und sie wurde n erneut gefangen genommen und auf der Insel Zypern in ein Internierungslager eingesperrt. Nach einbandhalb Jahren kommt Pnina endlich frei und betritt israelischen Boden. Jedoch herrscht dort gerade der erste arabisch-israelische Krieg und Pnina ist mit in den Krieg gezogen, weil sie Israel als ihre Heimat empfindet und diese verteidigen wollte. Sie versprach sich damals niemals über das was geschehen war zu reden und generell nur noch Hebräisch zu sprechen, also begann sie Hebräisch zu lernen. Aber sie merkte relativ schnell das, dass mit dem Hebräisch nichts wird also blieb sie bei ihrer Muttersprache. Aber sie redete bis zu ihrem 80. Geburtstag nicht darüber, was sie alles erlebte, bis ihre Tochter zu ihr kam und meinte sie wolle etwas über ihr Leben wissen und sie auch ein gewisses recht habe von der Vergangenheit und dem generellen Leben ihrer Mutter zu wissen und so begann sie darüber zu reden auch wenn es ihr am Anfang sehr schwer viel</p>]]></description>
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         <pubDate>2024-02-04 20:43:02 UTC</pubDate>
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         <title>Fragerunde</title>
         <author>dominiquenzumbie</author>
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         <description><![CDATA[<p>Das erzählte uns Pnina und dann durften wir noch Fragen stellen zu dem, was wir noch wissen wollten oder darüber was wir nicht verstanden haben. Nach der Fragerunde gab es dann noch ein Mittagessen, welches von der FES bereitgestellt wurde und dann sind wir wieder zurückgefahren. Und das war die Veranstaltung der FES zum Zeitzeugen-Gespräch von Pnina Katsir.</p>]]></description>
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         <pubDate>2024-02-04 20:43:57 UTC</pubDate>
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         <title>Beginn</title>
         <author>dominiquenzumbie</author>
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         <description><![CDATA[<p>Die Klasse 10.5 und fünf Schüler*innen aus der 10.1 sind am 29.01.2024 mit dem Zug um 08:00 Uhr von Quadrath nach Bonn gefahren, um die Zeitzeugin Pnina Katsir zu besuchen. Sie kommt aus Jerusalem. Die Moderatorin heißt Kerstin Ott. Organisation: Friedrich-Ebert-Stiftung.</p><p>Das Gespräch mit Pnina Katsir leitete Prof. Dr. Friedhelm Boll, der ein Buch über den Holocaust geschrieben hat und seit 2019 Zeitzeugenveranstaltungen macht.</p><p>Frau Katsir erzählt davon, dass sie noch nie ein Konzentrationslager erlebt hat und dass sie ein Schweres Schicksal gehabt hat. Sie ist heute 94 Jahre alt und wusste bis zum Alter von 18 Jahren nicht, was eine normale Kindheit bedeutet.</p>]]></description>
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         <pubDate>2024-02-04 22:19:08 UTC</pubDate>
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         <title>Die Geschichte von Frau Katsir</title>
         <author>dominiquenzumbie</author>
         <link>https://padlet.com/dominiquenzumbie/jw8e4nb3lxflr6qh/wish/2872755115</link>
         <description><![CDATA[<p><strong>Vor der Deportation</strong></p><p>Frau Katsir wurde 1930 als Jüdin in Rumänien geboren. Auf ihrer Straße wurde „jiddisch“ gesprochen. Die meisten Menschen in Rumänien waren Christen. Auch Pnina hatte christliche Freunde.</p><p>Rumänien war mit dem Nationalsozialistischen Regime verbündet und übernahm die antisemitische Politik Hitlers. Pnina hat fast nie deutsche Soldaten gesehen, sondern nur rumänische und ukrainische Soldaten. Die Taten, die ihr widerfuhren, wurden von rumänischen oder ukrainischen Tätern ausgeführt. Ab 1941 wurden die antijüdischen Gesetze in Rumänien durchgesetzt. Juden verloren ihre Arbeitsplätze und sogar jüdische Ärzte durften nicht mehr Arbeiten. Auch Pninas Familie war betroffen.</p><p><br/></p><p><strong>Deportation</strong></p><p>Sie mussten zusammen mit anderen Juden in ein Ghetto umziehen. Ihre Familie bestand aus 9 Familienmitgliedern, die alle zusammenwohnten. Nach paar Wochen kam ein Befehl. Bis zu einer bestimmten Frist musste die Familie ihre Sachen packen. Als der Tag kam, wurde ihnen bis auf wenig Gepäck alles weggenommen. Die Mutter wussten nicht, ob die zusammenbleiben würde oder nicht. Daher gab sie jedem Kind eine Wertsache mit, die sie in einem Stück Brot versteckt hatte.</p><p>Jeden Tag wurden 3000 Juden zusammen deportiert. Die Menschen wurden in einen Zug geladen. Sie mussten in Viehwagen einsteigen, die viel zu eng waren und nur ein kleines Fenster hatten. Es gab keine Toilette und keine Nahrung. Die Fahrt von Pnina Katsir dauerte drei Tage und ging bis zur Grenze von Rumänien und der Ukraine. Die Grenze bestand aus dem Fluss Dnjestr. Die Strecke vom Zug bis zum Fluss war drei Kilometer lang. Alle Menschen, d. h. auch Kinder und alte Leute mussten die Strecke zu Fuß schaffen. Pnina erinnert sich, dass sie Angst hatten, im Fluss ertränkt zu werden. Zwei Soldaten brachten die 3000 Menschen mit einem Floß über den sehr breiten Fluss. Vor der Überfahrt nahmen die Soldaten Ihnen die Wertsachen ab. Pnina hatte vergessen, ihre Ohrringe abzugeben. Auf dem Floß riss ihr der Soldat die Ohrringe aus den Ohren, sodass sie stark blutete. Vor lauter Angst, dass ihre Familie dafür bestraft wird, spürte sie in diesem Moment keine Schmerzen. Frau Katsir konnte danah nie wieder Schmuck tragen, weil sie das an diese Angst erinnerte.</p><p><br/></p><p><strong>Im Ghetto</strong></p><p>In der Ukraine kam Frau Katsir mit ihrer Familie ins Ghetto von Mogilev. Dort waren bereits viele Juden. Niemand wusste, was als nächstes geschehen würde. Man durfte das Ghetto nicht verlassen oder man wurde erschossen. Pninas Famile erfuhr, dass der Transport vor ihnen nicht mit dem Floß über den Fluss gebracht wurde. Die Menschen wurden ins Wasser getrieben und ertranken. Von 3000 Menschen überlebten lediglich zwei Männer, die sehr gut schwimmen konnten.</p><p>Die Verhältnisse im Ghetto waren schrecklich. Pninas Familie hat nur noch in der Kälte geschlafen, da ihre Wohnung keine Fenster hatte. Die meisten Menschen dort wurden nicht erschossen oder verbrannt, sondern sie verhungerten oder erfroren, da man nicht für sie sorgte. Es herrschten Temperaturen von -40 Grad. Pnina und ihre Schwester haben versucht ihre Großmutter im Schlaf vor dem Erfrieren zu retten. Sie und legten die Füße der Großmutter auf ihr Körper, um sie zu wärmen. Eine Verwandte von Pnina verlor ihre Füße, weil Ratten nachts die erfrorenen Füße auffraßen. Wegen der Kälte spürte die Frau das nicht. Pninas Familie hatte die gesamte Kleidung gegen Essen eingetauscht. Wasser gab es nur am Brunnen, der aber sehr weit entfernt war. Im Winter konnten sie wenigsten den Schnee trinken. Im Sommer war es schwer Wasser zu bekommen. Fast alle Menschen im Ghetto bekamen Krankheiten.</p><p><br/></p><p><strong>Hoffnung</strong></p><p>Pnina selbst hat während der Zeit immer zu Gott gebetet, da sie immer die Angst hatte zu sterben. Sie sagte, dass sie Glück hatten, dass ihre Mutter immer sie sehr positiv war und dadurch auf ihre Kinder Hoffnung übertragen konnte. Die Mutter gab ihr immer ein Kuss oder eine Umarmung, wenn Pnina etwas zu essen besorgen ging, da sie nie wusste, ob ihre Tochter zurückkommen würde. Sie aß damals alles - manchmal sogar verschimmeltes Brot. Untereinander teilten sie auch das kleinste Stück Brot, das sie finden konnten. Die Familie blieb immer zusammen und hielt sich an das Motto: „Einer für alle alle für einen“.</p><p>Die Russen besiegten schließlich die Nationalsozialisten und ihre Verbündeten und befreiten auch Pnina und ihre Familie. Die russischen Soldaten waren sehr hilfsbereit spendeten ihre Mäntel und ihr Essen gegeben. Auch nach der Befreiung starben viele Menschen durch Hunger oder Kälte. Die Familie von Frau Katsir ging zurück nach Rumänien. Ihr Rückweg dauerte fast ein ganzes Jahr. Auf dem Rückweg mussten sie den Großvater zurücklassen, da dieser vom Fieber sehr geschwächt war. Dem Großvater wurden alle Kleidungsstücke geraubt und er wurde mit hohem Fieber nackt in den Schnee gelegt, wo er erfror. Dies sah Pninas Cousin, der zurückgekehrt war, um den Großvater zu holen.</p><p><br/></p><p><strong>Nach der Rückkehr</strong></p><p>Nach der Rückkehr nach Rumänien wollte Pnina sterben, da sie keine Perspektive in ihrem Leben sah. Sie konnte nicht zurück in ihr altes Haus, sie konnte nicht zur Schule gehen und sie konnte nicht arbeiten. Da fasste sie den Entschluss, nach Palästina zu ziehen. Dieses Ziel hat ihr viel Kraft gegeben. Sie musste illegal nach Palästina illegal reisen. Ihre Reise war gefährlich und sie musste sich in einem Schiff verstecken. Das Schiff wurde im Hafen von Haifa gestoppt und sie zunächst in ein Lager nach Zypern. Pninas Brüder erreichten zuerst Israel. Schließlich schaffte es die gesamte Familie.</p>]]></description>
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         <pubDate>2024-02-04 22:22:34 UTC</pubDate>
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      <item>
         <title>Das Schweigen brechen</title>
         <author>dominiquenzumbie</author>
         <link>https://padlet.com/dominiquenzumbie/jw8e4nb3lxflr6qh/wish/2872755872</link>
         <description><![CDATA[<p>Frau Katsir reist später in ihrem Leben zum ersten Mal nach Deutschland, wobei sie ein schlechtes Gefühl hatte. Auf ihrer Reise fuhr sie auch nach Österreich zur Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen. Zunächst wollte sie das Lager nicht betreten. Letztendlich besuchte sie das Lager jedoch, da sie stolz war, den Holocaust überlebt zu haben.</p><p>Bis Pnina Katsir 80 Jahre alt wurde, hat sie nie ein Wort über den Holocaust verloren, da die Erinnerungen zu schrecklich waren. Sie hatte sich nach der Befreiung geschworen, niemals über diese Zeit zu reden. Das änderte sich, da ihre Tochter unbedingt etwas über die Zeit von ihr erfahren wollte. Nach und nach fing Pnina an, über ihre Erlebnisse zu sprechen. Ihre Tochter verarbeitete die Erzählungen in einem Buch mit dem Titel „Was meine mutter mir erzählt hat“.</p><p>Anfang waren Zeitzeugin-Gespräche für Pnina sehr schwer. Sie zitterte am ganzen Körper. Heute kann sie ohne Probleme über ihre Geschichte reden. Sie möchte nicht, dass sowas wieder passiert. Durch die Gespräche mit jungen Menschen bekommt Frau Katsir immer sehr viel Energie.</p><p>Bevor Pnina Katsir angefangen hat, über ihre Erlebnisse zu sprechen, hatte sie sehr schlechte Träume. Die Gespräche halfen ihr bei der Verarbeitung und ihre Träume wurden besser. Frau Katsir hat auch eine Psychotherapie gemacht, um besser mit ihrer Vergangenheit leben zu können. Durch den Überfall der Hamas am 7 Oktober 2023 kehrten die schlimmen Träume zurück.</p><p>Frau Katsir versucht, immer das Gute aus dem Leben zu genießen und nicht über den Tod nachzudenken. Sie liebt alle Menschen und verzeiht jedem, aber sie versteht nicht, wieso sie sowas durchmachen musste. Jeden Tag sterben in Israel 40 Überlebende des Holocaust, weshalb es ihr wichtig ist, ihre Erfahrungen an junge Menschen weiterzugeben.</p>]]></description>
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         <pubDate>2024-02-04 22:24:32 UTC</pubDate>
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