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      <title>Themenblock 4: Ungleiche Bildungszugänge und ungleiche Bildungswege - zwei Erklärungen by </title>
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      <description>Abgabe bis 06.07.2021</description>
      <language>en-us</language>
      <pubDate>2021-06-29 06:39:09 UTC</pubDate>
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         <title>Etappe 1 &amp; 2: Boudon und Bourdieu</title>
         <author>amelievbrehm</author>
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         <description><![CDATA[<div><strong>1. Wie verursacht das deutsche Bildungssystem Ungleichheit nach Heike Solga?</strong></div><div>Es gibt mehrfach Entscheidungsmomente in der Bildungslaufbahn von Kindern, die deren beruflichen Werdegang beeinflussen. Der dafür markanteste Zeitpunkt ist der Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe, aber auch Momente wie Zurückstellung, Wiederholung der Klasse etc. Problematisch ist, dass die Einschätzung der Leistungen der Kinder nicht rein objektiv ablaufen kann und dass diese Entscheidungsmomente zu früh auftreten. Kinder aus sozio-ökonomisch benachteiligten Verhältnissen haben in den vier Jahren Grundschulzeit kaum Möglichkeit, den Vorsprung der Mitschüler aus Beamten-Haushalten aufzuholen. Hier greift der primäre Herkunftseffekt: Die Beurteilung des Schülers nach Leistungen, die different sind in Relation zur Vergleichsgruppe aufgrund sozialer Unterschiede. Dieser Effekt greift stärker/ wahrscheinlicher, je früher die Entscheidung über den weiteren Bildungsverlauf des betroffenen Kindes gefällt werden soll. Auch das System der Halbtagsschule in Deutschland hat Einfluss auf die Leistung der Kinder, da dadurch materielle und kulturelle Ressourcen der Familie wichtiger sind. Weiterhin treten sekundäre Herkunftseffekte auf. Diese beschreiben die Voreingenommenheit bei der Bewertung trotz gleicher Leistungen bei Kindern aus sozial-ökonomisch ungünstigen Verhältnissen und die dadurch ausgelöste Benachteiligung, aber auch die Akzeptanz der Eltern aufgrund fehlender Ressourcen oder Unkenntnis über die Möglichkeiten und deren Folgen. Je häufiger das Kind diesen Stellschrauben der Bildungswegentscheidungen ausgesetzt ist, desto wahrscheinlicher treten sekundäre Herkunftseffekte auf.<br><br><strong>2. Finden Sie Beispiele für primäre Herkunftseffekte. <br></strong>- kritischer Leistungswert aus Perspektive der Lehrer für die Versetzung ins Gymnasium nicht ausreichend, z.B. Leseleistung, Mathematikleistung oder andere Kompetenzen<br>- schlechtere Leistungen bei Textaufgaben in allen Schulfächern, da unzureichendes/ eingeschränktes Sprachverständnis<br>- familiäre Ressourcen bestimmen den Erfolg/Misserfolg ihrer Kinder, durch die Mitgabe von kulturellem Kapital, wie z.B. Bücher, gemeinsame Lernzeit und der Freizeitgestaltung am Nachmittag (z.B. Museums-, Theaterbesuche, ...)<br>- Familien und Vorbilder beeinflussen die Motivation und Anstrengung der Kinder. <strong><br><br>3. Wie erklärt sich auf Basis der Annahme sekundärer Herkuftseffekte, dass Marco trotz eines Notenschnitts von 2,0 in Klasse 4 auf eine Realschule wechselt, während Felix bei einem Notenschnitt von 3,0 auf ein Gymnasium wechselt.<br></strong>Anzunehmen ist, dass Marco in dem Beispiel einer benachteiligten sozialen "Schicht" abstammt. Seine Lehrer schätzen vermutlich ein, dass Marco aufgrund seiner Herkunft auf dem Gymnasium zunehmend Schwierigkeiten haben wird, mit den dortigen Klassenkameraden schulleistungstechnisch mitzuhalten, da diese, meist Akademikerkindern, von den Ressourcen ihrer Eltern profitieren, ein Aspekt, auf den sich Marco seinerseits nicht verlassen kann. Ein starker Dialekt seitens Marco oder ein zwischen den Fächern auftretendes Leistungsgefälle (z.B. sehr gute Leistungen in Naturwissenschaften, Mathematik und Kunst, jedoch schlechtere Leistungen in Deutsch) kann diese Tendenz verstärken. <br>Akademikereltern machen häufiger vom Elternrecht Gebrauch, suchen also entgegen der Lehrerempfehlung den höchsten Bildungsweg für ihr Kind aus. Dies und die Annahme der Lehrer, der Junge könne noch von den Ressourcen seiner Eltern profitieren, kann erklären, warum Felix trotz seines Notendurchschnitts auf das Gymnasium wechselt. <strong><br><br>4. In der IGLU-Studie werden die Kompetenzen von Grundschüler*innen gemessen. In einem standardisierten Textverfahren werden die Kompetenzen gemessen und als Punktwerte&nbsp; abgebildet. Eine Punktzahl jenseits von 600 ist hoch, eine Punktzahl von weniger als 500 ist niedrig. Man geht davon aus, dass eine Differenz von 60 Punkten dem Kompetenzzuwachs von etwa einem Schuljahr entspricht. Die Ergebnisse werden in verschiedenen Kompetenzstufe abgebildet, wobei 1 die niedrigste und 5 die höchste ist.&nbsp; Hier finden Sie eine Ergebnisdarstellung.</strong></div><div><strong>Gerne können sie auch noch ein wenig in der Studie schmökern! Ich habe daher die ganze Studie noch eingestellt (siehe unten)</strong></div><div><strong>Welche Art der Herkunftseffekte sind in dieser Darstellung ablesbar. Begründen Sie Ihre Antwort!<br></strong>Leider konnten wir uns in der Auseinandersetzung mit der Gruppe nicht erschließen, woran man aus den Werten der IGLU-Studie die Art der Herkunftseffekte ablesen kann. Auffällig ist jedoch, dass die Standardabweichung der Lesekompetenz bei Kindern aus sozio-ökonomisch benachteiligten Haushalten 2016 im Vergleich zu 2001 stark zugenommen hat - wesentlich mehr als bei Kindern der Dienstklassen. Möglicherweise ist dies ein Hinweis auf sekundäre Herkunftseffekte. <strong><br><br>5. Finden Sie Beispiele für institutionalisiertes kulturelles Kapital.<br></strong>Damit sind staatlich anerkannte Titel gemeint, wie beispielsweise Hochschulabschlüsse bzw. Diploma, Doktortitel, Zertifikate usw. (Sie können gute berufliche Positionen eröffnen, woraufhin ihr Träger ein gutes Einkommen hat und das institutionalisierte kulturelle Kapital in finanzielles Kapital umwandelt.)<strong><br></strong><br></div><div><strong>6.&nbsp; Finden Sie Beispiele für objektiviertes kulturelles Kapital.<br></strong>Damit ist das Wissen aus materiellen Kulturgütern gemeint, wie beispielsweise aus Büchern, Museen, Gemälden und Instrumenten.<strong><br></strong><br></div><div><strong>7. Versuchen Sie auf Grundlage der Dokumentation zu Bourdieu ("Die feinen Unterschiede") zu formulieren, was Bourdieu unter dem Habitus versteht.</strong><br>Der Habitus beschreibt eine allgemeine Grundhaltung oder Disposition gegenüber der Welt, er fungiert als Vermittlungsglied zwischen gesellschaftlicher Position (Klassenlage) und Lebensstil (Vorlieben, Gewohnheiten). Innerhalb des Habitus sind dem Menschen durch dessen Grundorientierung gewisse Grenzen gesetzt. Der Habitus ist eine spezifische Weltsicht, die zu einem Wahrnehmungs- und Bewertungsschema führt, das Handlungen beeinflusst.</div><div><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2021-06-29 06:40:52 UTC</pubDate>
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