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      <title>erinnerungs.orte by </title>
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      <description>an den Nationalsozialismus; Gedenkarbeit in Leipzig; Sachsen &amp; Umgebung - aktuelles Thema: „Euthanasie“</description>
      <language>en-us</language>
      <pubDate>2024-11-05 14:44:29 UTC</pubDate>
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         <title>Ehemalige &quot;Heil- und Pflegeanstalt&quot; Leipzig-Dösen: Haus C1 1. Etage; &quot;Kindereuthanasie&quot;</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
         <link>https://padlet.com/erinnerungsorte/leipzig/wish/3283082263</link>
         <description><![CDATA[<p>Teil IV</p><p><br></p><p>Die Tötung der Kinder war in Dösen gerüchteweise bekannt und rief keinen Protest hervor. Die Ermordung erfolgte mit dem <strong>Schlafmittel Luminal</strong>, welches den körperlichen Zustand binnen Tage verschlechterte. Der ein paar Tage später eintretende Tod verschleierte den Angehörigen und Familien die Vergiftungen. 1942 und 1943 wurden dann auch Kinder aus anderen Städten Deutschlands hier aufgenommen. Ende des Jahres 1943 wird die „Kinderfachabteilung“ nach dem Bombenangriff auf Leipzig nach <strong>Großschweidnitz </strong>verlegt, wo weitere 300 Kinder ermordet wurden<sup>1</sup>. </p><p><br></p><p>Mittlerweile sind über <strong>624 Opfer der sogenannten „Kindereuthanasie“</strong> auf dem Gelände der ehemaligen „Heil- und Pflegeanstalt“ bekannt<sup>2</sup>. Die meisten davon (etwa 1/3) waren Kleinkinder bis 3 Jahren oder 3-6 Jahre jung (etwa 1/4). Zwischen der „Aufnahme“ und dem Tod lagen im Schnitt 3-4 Wochen, aber es konnten auch nur Tage oder Monate sein. Die Gehirne der Opfer aus Dösen oder auch aus Pirna-Sonnenstein wurden dann teilweise sogar auf dem Gelände in der Prosekur (Pathologie) untersucht<sup>1</sup>.</p><p><br></p><p><strong>Quellen: </strong></p><p><br></p><p><sup>1 </sup>Roick, Christine (1997). <em>Heilen, Verwahren, Vernichten. Die Geschichte der sächsischen Landesanstalt Leipzig-Dösen im Dritten Reich</em>. Dissertation. Leipzig.</p><p><br></p><p><sup>2</sup> Stolpersteine Leipzig; Unter: <a rel="noopener noreferrer nofollow" href="https://stolpersteine-guide.de/map/biografie/2007/heil-und-pflegeanstalt-leipzig-dosen">https://stolpersteine-guide.de/map/biografie/2007/heil-und-pflegeanstalt-leipzig-dosen</a></p><p><br></p>]]></description>
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         <pubDate>2025-01-07 23:40:10 UTC</pubDate>
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         <title>Haus B8 1.Etage; &quot;Kinderfachabteilung&quot;</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
         <link>https://padlet.com/erinnerungsorte/leipzig/wish/3283083452</link>
         <description><![CDATA[]]></description>
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         <pubDate>2025-01-07 23:42:34 UTC</pubDate>
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      </item>
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         <title>Ehemalige &quot;Heil- und Pflegeanstalt&quot; Leipzig-Dösen: Haus B3 EG; &quot;Kindereuthanasie&quot;</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
         <link>https://padlet.com/erinnerungsorte/leipzig/wish/3283084628</link>
         <description><![CDATA[<p>Teil III</p><p><br></p><p>Nach dem Kriegsbeginn am <strong>1. September 1939 </strong>unterschreibt Adolf Hitler die sogenannte <strong>„Euthanasie-Ermächtigung“ </strong>und datiert sie auf den Kriegsbeginn zurück. Die seit 1933 gehegten „Euthanasie“-Pläne radikalisieren sich und verschoben sich vom Schwerpunkt Zwangssterilisationen zum systematischen Mord. </p><p><br></p><p>Bereits Mitte August schreibt ein <strong>Runderlass vom Reichsministerium des Inneren</strong> vor, Kinder mit „geistiger Erkrankung“ oder „körperlichen Missbildungen“ zu melden. Die ersten Eugenik-Mordstätten des NS-Regimes entstehen<sup>1</sup>. </p><p><br></p><p>Das Sächsische Ministerium des Innern ordnete am <strong>5. Oktober 1940</strong> die Einrichtung einer entsprechenden Station ein. <strong>Seit 19. Oktober existierte die erste Leipziger „Kinderfachabteilung“.</strong> Im Verlauf des Jahres 1940 wurden insgesamt etwa 700 Kinder nach Dösen verschleppt, darunter Säuglinge und „Bettlägerige“ aus dem <strong>Universitätskinderkrankenhaus</strong><sup>2</sup>. </p><p><br></p><p>Zuerst waren 35 Betten im <strong>Erdgeschoss des Hauses B3</strong> vorgesehen, doch der Platz reicht nicht aus und die „Kindertötungseinrichtung“ zog in das größere <strong>Haus C1</strong>. Mitte 1943 verfügte die Station bereits über 192 Betten<sup>3</sup>.</p><p><br></p><p><br></p><p><strong>Quellen:</strong></p><p><br></p><p><sup>1 </sup>Roick, Christine (1997). <em>Heilen, Verwahren, Vernichten. Die Geschichte der sächsischen Landesanstalt Leipzig-Dösen im Dritten Reich</em>. Dissertation. Leipzig.</p><p><br></p><p><sup>2</sup> Sächsisches Staatsarchiv; unter: <a rel="noopener noreferrer nofollow" href="https://www.archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=02.03.03.09&amp;bestandid=20051&amp;syg_id=&amp;_ptabs=%7B%22%23tab-einleitung%22%3A1%7D#einleitung">https://www.archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=02.03.03.09&amp;bestandid=20051&amp;syg_id=&amp;_ptabs=%7B%22%23tab-einleitung%22%3A1%7D#einleitung</a></p><p><br></p><p><sup>3</sup> <a rel="noopener noreferrer nofollow" href="https://www.die-wiese-zittergras.de/geschichte/orte/heil-und-pflegeanstalt-leipzig-doesen/">https://www.die-wiese-zittergras.de/geschichte/orte/heil-und-pflegeanstalt-leipzig-doesen/</a></p>]]></description>
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         <pubDate>2025-01-07 23:43:49 UTC</pubDate>
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         <title>Ehemalige &quot;Heil- und Pflegeanstalt&quot; Leipzig-Dösen: Haus B5 EG; Zwangssterilisationen ab 1935</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
         <link>https://padlet.com/erinnerungsorte/leipzig/wish/3283085374</link>
         <description><![CDATA[<p>Teil II</p><p><br></p><p>Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten im Jahre 1933 radikalisierte sich das bereits zuvor festgesetzte eugenische Gedankengut und am <strong>14. Juli 1933</strong> wurde das sogenannte <strong>„<em>Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses</em>“</strong> erlassen, welches 1934 in Kraft trat. </p><p>Betroffen davon waren vor allem Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen, psychischen Krankheiten, aber auch sog. Alkoholiker oder als "asozial" stigmatisierte (wie Homosexuelle Menschen, "Bettler" und Obdachlose, Prostituierte, Straftäter etc.). Diese Menschen sollten in der propagierten "Volksgemeinschaft" keinen Platz haben. Das GzVeN wurde im gleichen Jahr durch das "<em>Gesetz gegen gefährliche Gewohnheitsverbrechern und Maßregeln zur Sicherung und Besserung</em>" ergänzt, was zeigt, dass Zwangssterilisationen auch sozial bedingt waren. So waren z.B. auch "soziale Problemfälle" in Kinder- und Jugendeinrichtungen davon betroffen<sup>1</sup>. </p><p><br></p><p>Bereits am 8. Januar 1934 wurden vom Direktor der „Heil- und Pflegeanstalt“ Leipzig-Dösen über 500 Menschen gemeldet, welche dafür infrage kämen. Die ersten Zwangssterilisationen fanden anfangs in der <strong>Universitätsnervenklinik oder dem St. Jakob-Krankenhaus</strong> statt. Dieser „organisatorische Aufwand“ und hohe Kosten hatte die <strong>Einrichtung eines eigenen Operationssaales ab Mai 1934 im Erdgeschoss des Haus B5</strong> zur Folge.<sup>2</sup> </p><p><br></p><p>Dazu begleitend wurden unter anderem „erbbiologische“ Schulungen, sowie Vorträge zu Fragen der „Erb- und Rassenpflege“ angeboten, um die eugenisch indizierten Unfruchtbarmachungen zu propagieren. Fortan wurden vor allem Dösener Patient*innen hier sterilisiert, aber auch eigens Menschen für diesen gefährlichen Eingriff aufgenommen. Dabei wurde nur wenig Rücksicht auf den körperlichen Zustand der Betroffenen genommen und es musste mit Komplikationen und Todesfällen gerechnet werden. </p><p><br></p><p>So kam es zu <strong>mindestens drei registrierten Todesfällen im Rahmen der Zwangsterilisationen</strong>. 1934 nahm sich ein Insasse das Leben, welcher sich vehement gegen die Sterilisation wehrte. Zwei Jahre später nahm sich ein weiterer Mensch auf dem Gelände das Leben. Im Jahr 1934 stirbt eine Patientin an einer Embolie nach der Zwangssterilisation in der Universitätsfrauenklinik. Insgesamt starben im gesamten „Deutschen Reich“ rund 6.000 Menschen am Eingriff und dessen unmittelbaren Folgen. Von etwa 400.000 Opfern der Zwangssterilisierung wird ausgegangen. Generell waren Dösener Psychiater aber auch an Gutachten zu Zwangssterilisationen von externen Patienten beteiligt oder engagierten sich im Erbgesundheitsgericht oder der „Erbbiologischen Abteilung“ auf dem Gelände.<sup>3</sup></p><p><br></p><p><br></p><p><br></p><p><strong>Vorgeschichte der Zwangssterilisationen, sogenannte Eugenik und "Erbgesundheitslehre":</strong></p><p><br></p><p>Bereits vor dem Beginn des NS setze sich "eugenisches Gedankengut" in der Bevölkerung fest. Im 19. Jahrhundert kamen die ersten Ideen der "Rassenhygiene" und die "Zucht gesunden Erbgutes" auf. Im beginnenden 20. Jahrhundert fand die Ansicht, dass sich nur die "Gesunden und Starken" vermehren sollten weiteren Aufschwung. </p><p><br></p><p>Besonders nach dem 1. Weltkrieg wurde "rassenhygienisches" Gedankengut in Deutschland salonfähig. Einen Beitrag dazu leistete auch das Buch "<strong><em>Die Freigabe der Vernichtung lebensunwerten Lebens</em>"</strong> (Leipzig, 1920) von zwei anerkannten Wissenschaftlern: Karl Binding und Alfred Hoche. Bis zur "Machtübernahme" der Nationalsozialisten "<em>entwickelten sich diverse ideologische Vorläufer des Euthanasieprogramms im Nationalsozialismus, es ist also nicht erst eine 'Erfindung' der Nazis.</em>"<sup>1</sup>.</p><p><br></p><p>Quellen:</p><p><br></p><p><sup>1 </sup>Lahm, Berit; Seyde, Thomas &amp; Ulm, Eberhard (2008). <em>505 Kindereuthanasieverbrechen in Leipzig. Verantwortung und Rezeption.</em> Leipzig.</p><p><br></p><p><sup>2 </sup>Stadt Leipzig (2007). <em>Euthanasieverbrechen in der Zeit des Nationalsozialismus in Leipzig. Informations-Material für Lehrer und Schüler der 9. und 10. Klassen in Mittelschulen und Gymnasien in Leipzig.</em> Unter: <a rel="noopener noreferrer nofollow" href="https://static.leipzig.de/fileadmin/mediendatenbank/leipzig-de/Stadt/02.5_Dez5_Jugend_Soziales_Gesundheit_Schule/53_Gesundheitsamt/Psychiatrie/euthanasieverbrechen_schulinfo-neu.pdf">https://static.leipzig.de/fileadmin/mediendatenbank/leipzig-de/Stadt/02.5_Dez5_Jugend_Soziales_Gesundheit_Schule/53_Gesundheitsamt/Psychiatrie/euthanasieverbrechen_schulinfo-neu.pdf</a></p><p><br></p><p><sup>3 </sup>Roick, Christine (1997). <em>Heilen, Verwahren, Vernichten. Die Geschichte der sächsischen Landesanstalt Leipzig-Dösen im Dritten Reich</em>. Dissertation. Leipzig.</p>]]></description>
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         <pubDate>2025-01-07 23:45:44 UTC</pubDate>
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         <title>Stolperschwelle</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
         <link>https://padlet.com/erinnerungsorte/leipzig/wish/3299272852</link>
         <description><![CDATA[<p>Am 07. Mai 2016 wurde an der Chemnitzer Str. an der Haltestelle gegenüber dem Gelände der "Heil- und Pflegeanstalt" Leipzig-Dösen eine sog. "Stolperschwelle" verlegt. Auf der Website der Stolpersteine in Leipzig heißt es: "<em>Diese Vielzahl der ermordeten Menschen sprengen der Rahmen von 'Stolpersteinen'. Daher verwendet der Künstler Gunter Demning das Erinnerungsmal einer 'Stolperschwelle', um auf diesen Ort aufmerksam zu machen.</em>"</p><p><br></p><p>Inschrift: </p><p><strong><em>Heil- und Pflegeanstalt Leipzig-Dösen 1933-1945</em></strong></p><p><strong><em>Ab 1934 wurden hier 604 Menschen Zwangssterilisiert </em></strong></p><p><strong><em>1939-1943 wurden hier 624 Kinder in der 'Kinderfachabteilung' ermordet</em></strong></p><p><strong><em>Juni 1940-Aug. 1941 wurden von hier aus 860 Behinderte Menschen 'verlegt'</em></strong></p><p><strong><em>Ermordet in Pirna-Sonnenstein - 'Aktion T4'</em></strong></p><p><br></p><p>Aktuell ist es die einzige Erinnerung vor Ort, welche an die Geschichte der "Heil- und Pflegeanstalt" Leipzig-Dösen im Nationalsozialismus erinnert. </p>]]></description>
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         <pubDate>2025-01-21 19:18:22 UTC</pubDate>
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         <title>Ehemalige Universitätskinderkrankenhaus in der Oststraße - Erinnerungsort der „Kindereuthanasie“</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
         <link>https://padlet.com/erinnerungsorte/leipzig/wish/3342189295</link>
         <description><![CDATA[<p>Die ehemaligen Universitätskinderklinik in der Oststraße und dessen Universitätsprofessor für Kinderheilkunde, Prof. <strong>Werner Catel</strong>, sind mit den „Kindereuthanasieverbrechen“ aufs engste verbunden<sup>1</sup>. Leipzig hat für das „Euthanasieprogramm“ eine große Bedeutung. Hier wurde vermutlich das aller erste Kind Opfer dessen. Ein Vater eines Kindes kam auf Prof. Catel zu und bat um die „Erlösung“ seines Kindes, welcher mit einer Behinderung geboren wurde. Er empfahl ihm sich persönlich an Adolf Hitler und seine Kanzlei zu wenden. Catel forcierte damit die (nach gegenwärtiger Rechtslage unzulässige) Tötung des Kindes. Hitler beauftragte daraufhin seinen Leibarzt, Karl Brandt, nach Leipzig zu reisen und mit Catel die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Sie beschlossen die Ermordung des Kindes und vermutlich am 25. Juli wurde das Kind „eingeschläfert“. In Berlin berichtete Brandt davon und in Folge dieses „Initiativfalls“ sollte in ähnlichen Fällen genauso gehandelt werden. Infolgedessen wurde die „Kindereuthanasie“ aufgebaut. </p><p><br></p><p>Kleine Anmerkung zum sogenannten "Fall Leipzig", auch bekannt unter "Fall K.", welcher in der Forschung kontrovers diskutiert wurde. Die Identität des Kindes ist bis heute nicht geklärt und es kursieren unterschiedliche Interpretationen. Es handelt sich um keinen klar dokumentierten und eindeutig belegbaren Fall, sondern um ein umstrittenen und fragmentarisch über Zeugenaussagen belegten Fall. In der Forschung dazu (bspw. Benzenhöfer 2008) wird es dennoch für plausibel gehalten, dass dieser Fall ein Ausgangspunkt der "Kindereuthanasie" sein könnte. Dennoch sollte bedacht werden, dass eventuelle Planungen zur "Kindereuthanasie" bereits vor 1939 existierten und diese auf Vorüberlegungen beruhten<sup>2</sup>. </p><p><br></p><p>Die Tarnorganisation „<em>Reichsausschuss zur wissenschaftlichen Erfassung erb- und anlagebedingter schwerer Leiden</em>“ wurde gebildet und über 30 sogenannte „Kinderfachabteilungen“ eingerichtet. Catel war dabei einer der drei Gutachter des Reichsausschusses als „bürokratische Zentrale“ der Ermordungen. Nach Aktenlage entschied er über Leben und Tod („+“ für die zur Tötung freigegeben Kinder)<sup> 3</sup>.</p><p><br></p><p>Das Universitätskinderkrankenhaus war die einzige Universitätskinderklinik, welche sich direkt an „Euthanasie“-Verbrechen beteiligt hat. Höchstwahrscheinlich wurde alle Dokumente der ehemaligen „Kinderfachabteilung“ in der spätestens 1941 Kinder systematisch ermordet wurden, vernichtet. Im März 1945 sollen Akten und Röntgenfilme „tagelang“ in der Heizung der „Heil- und Pflegeanstalt“ Leipzig-Dösen verbrannt worden sein. Nachgewiesen sind allerdings Sonderzuwendungen des „<em>Reichsausschusses zur wissenschaftlichen Erfassung von erb- und anlagebedingten schweren Leiden</em>“ an das dortige Personal. Hier wurden die höchsten „Sonderzuwendungen“ im gesamten Reichsgebiet gezahlt<sup>4</sup>. Wie viele Kinder insgesamt in der Universitätskinderklinik getötet wurden ist nicht bekannt. </p><p><br></p><p>1942 fanden an der Universitätskinderklinik zudem „Schulungen“ für Ärzte anderer „Kinderfachabteilungen“ statt, um bspw. Tötungsverfahren zu „üben“. Eine spätere Leiterin einer anderen Kindertötungseinrichtung zeigte sich imponiert über den offenen Umgang mit der „Euthanasie“ in der Klinik. Ab 1943 weisen sich die Gutachter des „Reichsausschusses“ Kinder als „Forschungsobjekte“ zu. Professor Catel missbrauchte „Euthanasie“-Opfer für Erforschung der Kinderlähmung und Hirnforschungen. Beim Luftangriff auf Leipzig am 4. Dezember 1943 wird unter anderem auch die Universitätskinderklink getroffen und daraufhin in Klinga und Westewitz/Hochweitzschen Außenstellen eingerichtet.</p><p><br></p><p>Heute ist lediglich die Ermordung von<strong> Gertrud Oltmans</strong> im Jahre 1943 bekannt. Seit 2013 erinnert ein Stolperstein an ihr Schicksal<sup>5</sup>.</p><p><strong>&nbsp;</strong></p><p><br></p><p><strong>Quellen:</strong></p><p><sup>&nbsp;</sup></p><p><sup>1 </sup>Stadt Leipzig (2007). <em>Euthanasieverbrechen in der Zeit des Nationalsozialismus in Leipzig. Informations-Material für Lehrer und Schüler der 9. und 10. Klassen in Mittelschulen und Gymnasien in Leipzig.</em> Unter: <a rel="noopener noreferrer nofollow" href="https://static.leipzig.de/fileadmin/mediendatenbank/leipzig-de/Stadt/02.5_Dez5_Jugend_Soziales_Gesundheit_Schule/53_Gesundheitsamt/Psychiatrie/euthanasieverbrechen_schulinfo-neu.pdf">https://static.leipzig.de/fileadmin/mediendatenbank/leipzig-de/Stadt/02.5_Dez5_Jugend_Soziales_Gesundheit_Schule/53_Gesundheitsamt/Psychiatrie/euthanasieverbrechen_schulinfo-neu.pdf</a></p><p><br></p><p><sup>2 </sup>Benzenhöfer, U. (2008). <em>Der Fall Leipzig (alias Fall "Kind Knauer") und die Planung der NS-"Kindereuthanasie"</em>. Klemm &amp; Oelschläger. Münster.</p><p><br></p><p><sup>3</sup> Lahm, Berit; Seyde, Thomas &amp; Ulm, Eberhard (2008). <em>505 Kindereuthanasieverbrechen in Leipzig. Verantwortung und Rezeption</em>. Leipzig.</p><p><br></p><p><sup>4</sup> <a rel="noopener noreferrer nofollow" href="https://www.die-wiese-zittergras.de/geschichte/orte/heil-und-pflegeanstalt-leipzig-doesen/">https://www.die-wiese-zittergras.de/geschichte/orte/heil-und-pflegeanstalt-leipzig-doesen/</a></p><p>&nbsp;</p><p><sup>5</sup> <a rel="noopener noreferrer nofollow" href="https://stolpersteine-guide.de/map/biografie/796/gertrud-oltmanns">https://stolpersteine-guide.de/map/biografie/796/gertrud-oltmanns</a></p><p>&nbsp;</p><p><br></p>]]></description>
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         <pubDate>2025-02-25 15:40:23 UTC</pubDate>
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         <title>Ostfriedhof</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
         <link>https://padlet.com/erinnerungsorte/leipzig/wish/3389621775</link>
         <description><![CDATA[<p>Auf dem städtischen <strong>Ostfriedhof </strong>am Ende der Oststraße in Leipzig bekam die lokale Aufarbeitung der "NS-Euthanasieverbrechen" in Leipzig einen Schub. </p><p><br></p><p><strong>1998</strong> wurden bei einem zufälligen Fund eine Urnengruppe, bestehend aus <strong>35 Urnen</strong>, gefunden. Diese stammen höchstwahrscheinlich aus der <strong>"Euthanasie"-Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein</strong>. Hierbei handelt es sich um ehemalige Patient*innen, welche aus der <strong>"Heil- und Pflegeanstalt" Leipzig-Dösen</strong>, über "Zwischenanstalten" 1940/41 nach Pirna-Sonnenstein kamen und dort vergast wurden.</p><p><br></p><p>Weitere Informationen zu den Opfern, die auf dem Friedhof in der Nähe des Eingangs gefunden wurden, finden sich in einer Publikation der Stadt Leipzig.</p><p><br></p><p><strong>Eines der Opfer war Wilhelm Rohkohl:</strong></p><p><em>"Herr R. wurde am 28.6.1902 an unbekanntem Ort geboren. Über ihn schreibt Frau Roick: “R. wurde, nachdem er die Schule mit durchschnittlichen</em> <em>Leistungen absolviert hatte, Klempner. Er übte diese Tätigkeit fünf Jahre aus, wechselte dann in die Landwirtschaft und ging 1936 auf Wanderschaft. Man griff ihn auf und führte ihn der Leipziger Arbeitsanstalt zu. Von dort kam er 1937 nach Dösen. R. hatte schon seit Jahren Zuckungen in den Extremitäten, er klagte über sein schlechter werdendes Gedächtnis, fiel durch Auffassungsstörungen und Kritiklosigkeit auf. Man diagnostizierte ein Chorea Huntington. Herr R. wurde sterilisiert. Seine Frau ließ sich scheiden. R. blieb in der Anstalt und half bei der Arbeit soweit es ihm mit seinen ausfahrenden Bewegungen möglich war. Im Mai 1940 wurde R. nach Hubertusburg verlegt, dort kam der 38jährige über Arnsdorf im August 1940 in eine Vernichtungsanstalt.“ Die Einäscherung erfolgte am 30.9.1940 nach Aussagen der Gedenkstätte Sonnenstein in Bernburg. Die Grabkarte weist aus Tarnungsgründen Hartheim als Einäscherungsort aus. </em><strong><em>Die Beisetzung der Urne erfolgte am 23.6.1941 auf dem Ostfriedhof Leipzig (Grabstelle I B 15 13).</em></strong><em>"</em></p><p><br></p><p>Seit 2008 erinnert ein Grabstein an die hier Beigesetzen "Euthanasie"-Opfer.</p><p><br></p><p>Quelle: <a rel="noopener noreferrer nofollow" href="https://static.leipzig.de/fileadmin/mediendatenbank/leipzig-de/Stadt/02.5_Dez5_Jugend_Soziales_Gesundheit_Schule/53_Gesundheitsamt/Psychiatrie/euthanasieverbrechen_schulinfo-neu.pdf">https://</a><a rel="noopener noreferrer nofollow" href="http://static.leipzig.de/fileadmin/mediendatenbank/leipzig-de/Stadt/02.5_Dez5_Jugend_Soziales_Gesundheit_Schule/53_Gesundheitsamt/Psychiatrie/euthanasieverbrechen_schulinfo-neu.pdf">static.leipzig.de/fileadmin/mediendatenbank/leipzig-de/Stadt/02.5_Dez5_Jugend_Soziales_Gesundheit_Schule/53_Gesundheitsamt/Psychiatrie/euthanasieverbrechen_schulinfo-neu.pdf</a></p><p><br></p>]]></description>
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         <pubDate>2025-03-31 17:04:22 UTC</pubDate>
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         <title>Die „Wiese Zittergras“: Denkmal an die Opfer der &quot;Kindereuthanasie&quot; im Friedenspark, dem ehemaligen Neuen Johannisfriedhof</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
         <link>https://padlet.com/erinnerungsorte/leipzig/wish/3389650275</link>
         <description><![CDATA[<p>Auf dem ehemaligen Neuen Johannisfriedhof, dem heutigen Friedenspark, befindet sich seit <strong>2011</strong> der Gedenkort für die Opfer der „Kindereuthanasie“ als zentraler Gedenkort der Leipziger „Euthanasieverbrechen“. Die größte Gruppe der in Leipzig ermordeten Kinder fanden hier ihre letzte Ruhestätte in unmittelbarer Nähe des Gedenkortes.<sup>1 </sup></p><p><br></p><p>Es wird von mindestens 78 Kinder (52 Jungen/26 Mädchen) ausgegangen, welche hier bestattet wurden.<sup>2</sup></p><p>Der Gedenkort <strong>„<em>Das ist die Wiese Zittergras und das der Weg Lebwohl</em>“</strong> basiert auf dem gleichnamigen Gedicht von Christine Lavant. Die Autorin schildert in diesem in sehr lyrischer Sprache die kindliche Angst vor dem Tod und der Vernichtung. Das Denkmal steht damit symbolhaft für die Angst der Kinder und die Ausweglosigkeit ihres Schicksals.</p><p>&nbsp;</p><p><em>Die Wiese Zittergras</em></p><p><em>&nbsp;</em></p><p><em>Das ist die Wiese Zittergras</em></p><p><em>und das der Weg Lebwohl,</em></p><p><em>dort haust der Hase Immerfraß</em></p><p><em>im roten Blumenkohl.</em></p><p><em>&nbsp;</em></p><p><em>Die Rosenkugel Lügnichso</em></p><p><em>fällt auf das Lilienschwert,</em></p><p><em>das Herzstillkräutlein Nirgendwo</em></p><p><em>wird überall begehrt.</em></p><p><em>&nbsp;</em></p><p><em>Der Hahnenkamm geht durch den Tau,</em></p><p><em>&nbsp;das Katzensilber gleißt,</em></p><p><em>&nbsp;drin spiegelt sich die Nebelfrau,</em></p><p><em>&nbsp;die ihr Gewand zerreißt.</em></p><p><em>&nbsp;</em></p><p><em>&nbsp;Der Mohnkopf schläfert alle ein,</em></p><p><em>&nbsp;bloß nicht das Zittergras,</em></p><p><em>&nbsp;das muss für alle ängstlich sein,</em></p><p><em>&nbsp;auch für ein Herz aus Glas.<sup>3</sup></em></p><p><strong>&nbsp;</strong></p><p><strong>Quellen:</strong></p><p><br></p><p><sup>1 </sup>Website der Stadt Leipzig; unter: <a rel="noopener noreferrer nofollow" href="https://www.leipzig.de/newsarchiv/news/ein-gedenkort-im-friedenspark-erinnert-an-die-opfer-von-kindereuthanasieverbrechen/">https://www.leipzig.de/newsarchiv/news/ein-gedenkort-im-friedenspark-erinnert-an-die-opfer-von-kindereuthanasieverbrechen/</a></p><p>&nbsp;</p><p><sup>2 </sup>Stadt Leipzig (2007). <em>Euthanasieverbrechen in der Zeit des Nationalsozialismus in Leipzig. Informations-Material für Lehrer und Schüler der 9. und 10. Klassen in Mittelschulen und Gymnasien in Leipzig.</em> Unter: <a rel="noopener noreferrer nofollow" href="https://static.leipzig.de/fileadmin/mediendatenbank/leipzig-de/Stadt/02.5_Dez5_Jugend_Soziales_Gesundheit_Schule/53_Gesundheitsamt/Psychiatrie/euthanasieverbrechen_schulinfo-neu.pdf">https://static.leipzig.de/fileadmin/mediendatenbank/leipzig-de/Stadt/02.5_Dez5_Jugend_Soziales_Gesundheit_Schule/53_Gesundheitsamt/Psychiatrie/euthanasieverbrechen_schulinfo-neu.pdf</a></p><p>&nbsp;</p><p><sup>3</sup> <a rel="noopener noreferrer nofollow" href="https://www.die-wiese-zittergras.de/wp-content/uploads/2019/09/Gedenkort.pdf">https://www.die-wiese-zittergras.de/wp-content/uploads/2019/09/Gedenkort.pdf</a></p><p>&nbsp;</p>]]></description>
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         <pubDate>2025-03-31 17:29:33 UTC</pubDate>
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         <title>Ausstellung „Ausgegrenzt, entwürdigt, vernichtet – ‚Euthanasie‘ und Zwangssterilisation in Leipzig“ </title>
         <author>erinnerungsorte</author>
         <link>https://padlet.com/erinnerungsorte/leipzig/wish/3389723125</link>
         <description><![CDATA[<p><strong>„Ausgegrenzt, entwürdigt, vernichtet – ‚Euthanasie‘ und Zwangssterilisation in Leipzig“ – das ist der Titel einer kleinen Ausstellung im </strong>Foyer der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät <strong>am Campus Jahnallee</strong> <strong>der Uni Leipzig. </strong>Auch über ein YouTube-Video könnt ihr die Ausstellung anschauen: <a rel="noopener noreferrer nofollow" href="https://www.youtube.com/watch?v=PaNwrXl6KaI">https://www.youtube.com/watch?v=PaNwrXl6KaI</a></p><p><br></p><p>Die Ausstellung beleuchtet den historischen Kontext der sog. „Euthanasieverbrechen“, Zwangssterilisationen, die systematische Ermordung von Kindern und Erwachsenen mit Behinderungen und psychischen Krankheiten und Leipziger Orte und Menschen, welche für die Verbrechen verantwortlich waren. Historische Bilder und Dokumente ergänzen den Text. </p><p><br></p><p>Biografien wie die von <strong>Käte Leipoldt</strong>, <strong>Bernhard Freiherr von Hoyningen-Huene</strong> &amp; <strong>Gertrud Oltmans</strong> werden vorgestellt und holen einen Teil der Opfer aus der anonymen Masse von etwa 300.000 "Euthanasie"-Opfern. </p><p><br></p>]]></description>
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         <pubDate>2025-03-31 18:33:45 UTC</pubDate>
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         <title>Mahnmal für die Opfer der &quot;Kindereuthanasie&quot;</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
         <link>https://padlet.com/erinnerungsorte/leipzig/wish/3389766246</link>
         <description><![CDATA[<p>Informationen folgen...</p><p><br></p><p><a rel="noopener noreferrer nofollow" href="https://www.uni-leipzig.de/chancengleichheit/mahnma">https://www.uni-leipzig.de/chancengleichheit/mahnmal</a></p><p><br></p><p>https://<a rel="noopener noreferrer nofollow" href="http://kreuzer-leipzig.de/2024/04/18/neuer-erinnerungsort-mit-einigen-leerstellen">kreuzer-leipzig.de/2024/04/18/neuer-erinnerungsort-mit-einigen-leerstellen</a></p>]]></description>
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         <pubDate>2025-03-31 19:13:38 UTC</pubDate>
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         <title>Gertrud Oltmans (Stolperstein)</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
         <link>https://padlet.com/erinnerungsorte/leipzig/wish/3389771808</link>
         <description><![CDATA[<p>Informationen folgen...</p>]]></description>
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         <pubDate>2025-03-31 19:17:54 UTC</pubDate>
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         <title>Reinhilde Klara Gillhof (Stolperstein)</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
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         <description><![CDATA[]]></description>
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         <pubDate>2025-03-31 19:22:23 UTC</pubDate>
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         <title>Irmgard Katharina (Käte) Leipoldt (Stolperstein)</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
         <link>https://padlet.com/erinnerungsorte/leipzig/wish/3389854267</link>
         <description><![CDATA[<p><strong>Irmgard Katharina (Käte) Leipoldt</strong> wurde am <strong>24. März 1887 in Ottendorf-Okrilla </strong>(bei Dresden) als Tochter des dortigen Pfarrers geboren. Sie hatte zwei Geschwister. </p><p><br></p><p>Im Jahr <strong>1909 </strong>heiratete Käte den Theologen und Universitätsprofessor <strong>Johannes Leipoldt</strong>. Zwei Jahre später bringt sie ihre <strong>Tochter Ingeborg</strong> auf die Welt. Seit 1916 wohnte die Familie in Leipzig in der <strong>Waldstraße 59</strong>. Wenige Jahre später zeigte sie erste Anzeichen einer psychischen Erkrankung und versuchte sich das Leben zu nehmen. 1925 kommt sie in die Psychatrische und Nervenklinik der Leipziger Universität und <strong>1927</strong> in die <strong>"Heil- und Pflegeanstalt" Leipzig-Dösen</strong>. Hier diagnostizierte man ihr Schizophrenie und beschrieb sie als aggressiv und gewaltätig. Anfang 1940 wird sie in die sogenannte <strong>Landesanstalt Arnsdorf</strong> "verlegt". Ihr Ehemann besuchte sie hier und machte sich aufgrund der vielen Todesanzeigen in den Zeitungen Sorgen. </p><p><br></p><p>Am 23.10.1940 schrieb Johannes Leipold in sein Tagebuch: <em>"Käthelein ist nicht ganz stumm, wie sonst, sondern gibt auf Fragen einsilbige Antworten. Aber sie ist zögerlich schwach, wohl infolge der Ernährung (so sagt wenigstens die Ärztin), u. muß selbst während der Sprechzeit liegen; es soll vielen Kranken so gehen. Ich sage der Ärztin: ich sei in Sorge wegen der vielen Todesanzeigen, die jetzt in den Zeitungen stehen; sie beruhigt mich."</em></p><p><br></p><p>Am <strong>28. Januar 1941</strong> kommt Käte Leipoldt in die <strong>Tötungsanstalt Pirna Sonnenstein</strong> und wird dort noch am selben Tag im Alter von 53 Jahren ermordet. Johannes Leipoldt, ihr Ehemann erhielt 2 Wochen später die Todesmeldung aus Hartheim. Diese fehlerhafte Angabe von Sterbezeit und -ort diente der Verschleierung des Mordes. </p><p><br></p><p>Seit dem <strong>24. Mai 2007</strong> erinnert ein <strong>Stolperstein </strong>vor ihrem ehemaligen Wohnhaus in der Waldstraße an ihr Schicksal. Ihre Biografie wird in der Ausstellung "Entwürdigt, ausgegrenzt, vernichtet" in der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig gezeigt.</p><p><br></p><p>Quellen: Stolpersteine Leipzig; Ausstellung "Entwürdigt, ausgegrenzt, vernichtet" von der Universität Leipzig</p><p><br></p><p><br></p>]]></description>
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         <pubDate>2025-03-31 21:00:43 UTC</pubDate>
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      </item>
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         <title>Ehemaliges städtisches Waisenhaus; heute: Haus der Demokratie</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
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         <description><![CDATA[<p>Das ehemalige städtische Waisenhaus wurde 1901-1902 erbaut und am 11. Mai 1903 bezogen. Bis 1928 waren insgesamt 11.000 Kinder im Heim untergebracht, wobei manche nur wenige Tage als „Ausreißer“ hier verbrachten. Danach war das Gebäude bis 1935 „Burschen- und Lehrlingsheim“, sowie eine Jugendherberge.</p><p><br></p><p>Ab 1935 wurde es zum <strong>Städtischen Kinderheim</strong>. Auch die Kinder von politisch Inhaftierten oder von ausländischen Mitbürger*innen sollten hier zu „besseren Staatsbürgern“ erzogen werden. <strong>Sechs Jungen wurden als Folge dieses „Erziehungsstils“ in „Euthanasie“-Anstalten gebracht, wobei fünf von ihnen ermordet wurden.</strong><sup>1</sup> </p><p><br></p><p>Darunter <strong>Harri Arnold (*13. Februar 1928)</strong>, welcher am 2. April 1942 in die „Kinderfachabteilung“ der <strong>„Heil- und Pflegeanstalt“ Leipzig-Dösen</strong> kam. Am 7. Dezember 1943 wurde er mit vielen anderen Kindern und Jugendlichen nach <strong>Großschweidnitz </strong>„verlegt“, was an den schweren Luftangriffen auf Leipzig lag. Am <strong>31. August 1944</strong> stirbt Harri Arnold dort. Zwei weitere Kinder kamen vom Städtischen Kinderheim nach Dösen und ebenfalls weiter nach Großschweidnitz. Auch <strong>Olaf &amp; Wolfram Eder</strong> kamen vom Städtischen Waisenhaus ebenfalls dorthin und verstarben hier.<sup>2</sup></p><p><br></p><p>1939 wurde das Grundstück zudem der Wehrmacht zur Verfügung gestellt. Bei einem Luftangriff 1943 wurde ein Großteil des Gebäudes zerstört. <strong>Seit 2016 erinnern Stolpersteine an die Schicksale der sechs Jungen.</strong><sup>1</sup></p><p><strong>&nbsp;</strong></p><p><strong>Quellen:</strong></p><p><br></p><p><sup>1 </sup><a rel="noopener noreferrer nofollow" href="https://hddl.de/dashausderdemokratie/geschichte-des-hauses/">https://hddl.de/dashausderdemokratie/geschichte-des-hauses/</a></p><p><sup>&nbsp;</sup></p><p><sup>2</sup> <a rel="noopener noreferrer nofollow" href="https://stolpersteine-guide.de/map/biografie/1963/haus-der-demokratie">https://stolpersteine-guide.de/map/biografie/1963/haus-der-demokratie</a></p>]]></description>
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         <pubDate>2025-04-06 15:20:30 UTC</pubDate>
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         <title>Ehemalige Universitätsfrauenklinik - Erinnerungsort für Zwangssterilisationen</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
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         <description><![CDATA[]]></description>
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         <pubDate>2025-04-16 09:16:01 UTC</pubDate>
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      </item>
      <item>
         <title>Walter Arthur Handschuh (Stolperstein) </title>
         <author>erinnerungsorte</author>
         <link>https://padlet.com/erinnerungsorte/leipzig/wish/3412241136</link>
         <description><![CDATA[]]></description>
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         <pubDate>2025-04-16 09:18:19 UTC</pubDate>
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      </item>
      <item>
         <title>Ehemalige &quot;Heil- und Pflegeanstalt&quot; Leipzig-Dösen </title>
         <author>erinnerungsorte</author>
         <link>https://padlet.com/erinnerungsorte/leipzig/wish/3412243110</link>
         <description><![CDATA[<p>Teil I</p><p><br></p><p>Die ehemalige „Heil- und Pflegeanstalt“ Leipzig-Dösen wurde am <strong>1. Oktober 1901</strong> eröffnet. Damit wurde sie im Kontext der <strong>Reformierung der Psychiatrie</strong> in Deutschland zur Jahnhundertwende erbaut und bedeutete eine qualitative Verbesserung der Heilung und Pflege von Menschen durch das „Open-Door“-Konzept und das offene und weitläufige Areal.<sup>1</sup> Dieser Zustand hielt allerdings nicht lange an. Durch regen Patienten-Zustrom und Überfüllung wurde das zuerst etwa 1.000 Betten umfassende Gelände 1908 und 1912 erweitert. Im Ersten Weltkrieg allerdings verschlechterte sich die Versorgung und die hygienischen Bedingungen drastisch, weswegen die Sterberate rapide anstieg.<sup>2</sup></p><p><br></p><p><br></p><p>Quellen:</p><p><br></p><p><sup>1</sup> Sächsisches Staatsarchiv; unter: <a rel="noopener noreferrer nofollow" href="https://www.archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=02.03.03.09&amp;bestandid=20051&amp;syg_id=&amp;_ptabs=%7B%22%23tab-einleitung%22%3A1%7D#einleitung">https://www.archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=02.03.03.09&amp;bestandid=20051&amp;syg_id=&amp;_ptabs=%7B%22%23tab-einleitung%22%3A1%7D#einleitung</a></p><p>&nbsp;</p><p><sup>2 </sup>Roick, Christine (1997). <em>Heilen, Verwahren, Vernichten. Die Geschichte der sächsischen Landesanstalt Leipzig-Dösen im Dritten Reich</em>. Dissertation. Leipzig.</p><p><br></p><p><br></p><p><br></p>]]></description>
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         <pubDate>2025-04-16 09:20:29 UTC</pubDate>
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         <title>Arno Jörg König (Stolperstein)</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
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         <description><![CDATA[<p>Informationen folgen...</p>]]></description>
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         <pubDate>2025-04-16 09:33:11 UTC</pubDate>
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      <item>
         <title>Marie Runkel (Stolperstein)</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
         <link>https://padlet.com/erinnerungsorte/leipzig/wish/3412254979</link>
         <description><![CDATA[<p>Informationen folgen...</p>]]></description>
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         <pubDate>2025-04-16 09:34:55 UTC</pubDate>
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         <title>Minna Milda Elsa Walther (Stolperstein)</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
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         <description><![CDATA[]]></description>
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         <pubDate>2025-04-16 09:36:59 UTC</pubDate>
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      <item>
         <title>Elsa Knabe (Stolperstein)</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
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         <description><![CDATA[<p>Mehr in Kürze…</p>]]></description>
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         <pubDate>2025-04-16 09:42:56 UTC</pubDate>
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         <title>Erich Palusczyk (Stolperstein)</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
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      <item>
         <title>Wolfgang Thume (Stolperstein)</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
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         <title>Fritz Emil Lange (Stolperstein)</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
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         <pubDate>2025-04-16 09:50:55 UTC</pubDate>
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         <title>Lea Obst (Stolperstein); Opfer der &quot;Sonderaktion &quot;14f13&quot;</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
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         <description><![CDATA[<p>Die Jüdin Lea Obst starb im Rahmen der sogenannten "<strong>Sonderbehandlung 14f13</strong>", welches die Ermordung von KZ-Häftlingen in “Euthanasie”-Anstalten bedeutete. Heute wird sie auch als "Zweite Phase" der "Euthanasie" bezeichnet. „Sonderbehandlung“ heißt im nationalsozialistischen Sprachgebrauch physische Vernichtung von Menschen.</p><p>„14 f 13“ war ein internes Aktenzeichen. „14 f“ stand für den Tod im Konzentrationslagern und „13“ für den Transport in eine „Euthanasie“-Anstalt. </p><p><br></p><p>Diese Mordaktion wurde 1941 bis 1943 bzw. 1944/45 in den drei Gasmordanstalten <strong>Bernburg, Sonnenstein/Pirna und Hartheim</strong> durchgeführt, wobei etwa 15.000 bis 20.000 Häftlinge aus Konzentrationslagern vergast wurden. </p><p>Anlass der Mordaktion im Frühjahr 1941 war ein hoher Anteil "kranker" und "arbeitsunfähiger" KZ-Häftlinge. Erschöpft durch die unmenschlichen Anstrengungen galten sie nicht mehr als "Arbeitskräftepotential" und sollten so schnell wie möglich aus den Lagern entfernt werden. Auch politisch oder anderweitig missliebige Häftlinge wie als "asozial" verfolgte zählten zu den Opfern. Im Verlauf wurden auch "arbeitsfähige" jüdische Häftlinge ermordet. </p><p><br></p><p>Nach dem Vorbild der "Patientenmorde" erfolgte die Selektion auf der Grundlage von Meldebögen, einer Vorauswahl durch die Lagerkommandanten und der ärztlichen "Begutachtung" durch angereiste "T4"-Mitarbeiter.</p><p><br></p><p>Und nun zur <strong>Biografie von Lea Obst</strong>:</p><p><br>Lea Obst wurde am <strong>02.09. 1903</strong> als Kind des jüdischen Hausierers Israel Obst und seiner Frau geb. Schwarz in <strong>Ichenhausen/Bayern</strong> geboren. Die Eltern waren dort nicht ansässig, und die Geburt fand im Armenhaus statt. Die Familie stammte aus dem österreichischen Kronland Galizien (nach 1918 "Russisch-Polen").<br>Über die Kindheit und Jugend von Lea Obst ist bisher nichts bekannt. Am 06.07. 1924 wird ihr in Frankfurt a.M. ein Personalausweis und am 21.10.1926 vom polnischen Konsulat in Leipzig ein Reisepass ausgefertigt. Ihren Lebensunterhalt verdiente sie sich als Haushaltshilfe, sog. "Stütze". Ihre Anwesenheit in Leipzig lässt sich ab 16.11.1925 fast lückenlos nachweisen. Bis zu ihrer Einweisung in das sogenannte "Judenhaus" Alexanderstraße 46 am 01.05. 1941 sind nicht weniger als 17 Adressen polizeilich aufgelistet worden. Vom 07.10. 1930 bis zum 31.01. 1933 war sie in "Stellung" bei den Thiemes am <strong>Neustädter Markt 7/I</strong>.<br>Als Hitler am 30.1.1933 die Macht ergriff, war Lea Obst im siebenten Monat schwanger. Sie hatte den Obsthändler Alwin Wüllner aus Leipzig -Lindenau kennen- und lieben gelernt. Am 14.4.1933 kam Gitta Lore Obst in der Universitäts-Frauenklinik zur Welt. Nun war es als Hausangestellte mit einem Säugling schwer, eine Anstellung zu finden. Mit dem Ehepaar Eugenie und Walter Körner (SPD) fand Lea Obst ab dem 01.08. 1933 eine sichere Bleibe und gute Pflegeeltern für ihr Baby.<br>Auf Grund der flächendeckenden Erfassung der jüdischen Bevölkerung mussten ab 1938 auch alle jüdischen Kinder bei ihren Müttern leben. Gitta kam wieder zu ihrer Mutter. Im Zuge der "<strong>Polenaktion</strong>" wurden die beiden im Oktober 1938 abgeschoben.<br>Lea und Gitta Obst kamen nach Leipzig zurück. Auf die spärlichen mit einem "J" gekennzeichneten Lebensmittelkarten angewiesen, muss Lea Obst jede neue Adresse angeben, zeitweilig finden die beiden Unterkunft und Nachtasyl bei jüdischen Bekannten. Bei der Suche nach einem Quartier wurden sie im Februar 1940 mit dem angeblichen Versuch des Erwerbs doppelter Lebensmittelkarten bei der Polizei denunziert.</p><p><br>Die Tochter schreibt in ihrem Lebenslauf:<br>"<em>1938 - 40 … wurde ich auf Anordnung der NSDAP meiner Mutter übergeben. Als Nichtarierin konnte diese mit mir nirgends ein Unterkommen finden, sodass wir keine feste Wohnung hatten. Den unermüdlichen Bemühungen meiner Pflegeeltern ist es zu verdanken, dass ich ab 1940 wieder in ihre Obhut kam...</em>" Gitta Obst hat dank dieser Zivilcourage überlebt.<br><br>Am 01.05. 1941 wurde Lea Obst in ein sogenanntes <strong>"Judenhaus" in der Alexanderstraße 46</strong> eingewiesen und als Zwangsarbeiterin/Büglerin bei der Firma Luckner, Färberei und chemische Reinigung Leipzig-Wahren, eingestellt. Hier fiel sie wieder einer - diesmal tödlichen - Denunziation zum Opfer. Wegen angeblicher "Aufforderung zur Arbeitsbummelei" wurde sie aus dem Betrieb heraus verhaftet und vom <strong>Polizeigefängnis </strong>aus, wo sie seit dem 06.09. 1941 einsaß, am 16.10. 1941 nach <strong>Ravensbrück </strong>deportiert. Danach wurde Lea Obst (38 Jahre) in die Tötungsanstalt <strong>Bernburg/Sachsen-Anhalt</strong> überführt und am 05.05. 1942 ermordet.<br></p><p>Quellen: </p><p>https://<a rel="noopener noreferrer nofollow" href="http://www.gedenkstaette-bernburg.de/site/euthanasie/14f13.html">www.gedenkstaette-bernburg.de/site/euthanasie/14f13.html; </a></p><p><a rel="noopener noreferrer nofollow" href="https://www.t4-denkmal.de/Haeftlings-Euthanasie">https://</a><a rel="noopener noreferrer nofollow" href="http://www.t4-denkmal.de/Haeftlings-Euthanasie">www.t4-denkmal.de/Haeftlings-Euthanasie;</a><br>Hansgeorg Löhr, Text bei <a rel="noopener noreferrer nofollow" href="https://stolpersteine-guide.de/map/biografie/779/obst-lea">https://stolpersteine-guide.de/map/biografie/779/obst-lea</a></p><p><br></p>]]></description>
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         <pubDate>2025-04-16 09:52:47 UTC</pubDate>
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         <title>Bernhard von Hoyningen-Huene (Stolperstein)</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
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         <description><![CDATA[<p>Die Biografie von Bernhard von Hoyningen-Huene ist auch Teil der Ausstellung "Ausgegrenzt, entwürdigt, vernichtet. "Euthanasie" und Zwangssterilisationen in Leipzig" der Universität Leipzig.</p><p><br></p><p>Informationen folgen...</p>]]></description>
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         <pubDate>2025-04-16 09:54:42 UTC</pubDate>
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         <title>Elli Helm (Stolperstein)</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
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         <pubDate>2025-04-16 09:56:50 UTC</pubDate>
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         <title>Wilhelmine Bohmann (Stolperstein)</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
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         <pubDate>2025-04-16 09:59:47 UTC</pubDate>
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         <title>Lucie Steindorff (Stolperstein)</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
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         <pubDate>2025-04-16 10:11:23 UTC</pubDate>
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         <title>Ingeborg Gebhardt (Stolperstein)</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
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         <pubDate>2025-04-16 10:17:41 UTC</pubDate>
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         <title>Johanna Hedwig Schiller</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
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         <description><![CDATA[<p><strong>*</strong>25.04.1886 in Leipzig</p><p><strong>Todesdatum:</strong> 04.02.1941</p><p><br></p><p>Johanna Hedwig Schiller wohnte zum Stichtag 17.05.1939 in der Meusdorferstr. 70 im Erdgeschoss (rechts) und kam über die "Heil- und Pflegeanstalt" Leipzig-Dösen am </p><p>05.10.1940 in die sog. "Zwischenanstalt" Arnsdorf. Von dort aus wird sie am 04.02.1941 in die Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein deportiert, wo sie vermutlich noch am selben Tag ermordet wurde.</p><p><br></p><p>Quelle: <a rel="noopener noreferrer nofollow" href="http://mappingthelives.org">mappingthelives.org &amp;</a></p><p><a rel="noopener noreferrer nofollow" href="https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/964979">https://</a><a rel="noopener noreferrer nofollow" href="http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/964979">www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/964979</a></p><p><br></p>]]></description>
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         <pubDate>2025-04-16 10:51:16 UTC</pubDate>
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         <title>Dina B.</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
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         <description><![CDATA[<p><strong>*1891 in Beresne/Wolhynien/Russland</strong></p><p><br></p><p>Dina B. wohnte einst in der <strong>Färberstraße 11 (2. Etage)</strong> im Waldstraßenviertel. Über die <strong>"Heil- und Pflegeanstalt" Leipzig-Dösen</strong> wird sie in die <strong>Landesanstalt Chemnitz-Altendorf </strong>deportiert. Von dort am 29. Mai 1940 in die <strong>Landesanstalt Großschweidnitz</strong>. Wenig später am<br>11. Oktober 1940 in die <strong>"Heil- und Pflegeanstalt" Hubertusburg </strong>(Wermsdorf). Am 08. Mai 1941 kommt Dina B. in die <strong>Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein</strong> und wird dort ermordet. </p><p><br></p><p>Quelle: Arolsen Archives &amp; Gedenkbuch des Bundesarchives</p><p><br></p><p>Information zur Anonymisierung: </p><p>Aufgrund von Datenschutzrechtlichen Belangen habe ich mich entschieden ihren Nachnamen mit B. abzukürzen.</p>]]></description>
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         <pubDate>2025-04-16 11:24:11 UTC</pubDate>
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         <title>Ehemalige städtische „Arbeitsanstalt“ in der Riebeckstraße 63  </title>
         <author>erinnerungsorte</author>
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         <description><![CDATA[<p>Die ehemalige Städtische (Zwangs-)Arbeitsanstalt hat seit ihrer Eröffnung im Jahre 1892 eine kontinuierliche und komplexe <strong>Geschichte der Verwahrung, Ausgrenzung und Verfolgung</strong> von Menschen. Als Arbeitsanstalt wurden Menschen hier zwangseingewiesen, um durch Pflichtarbeit „erzogen“ zu werden. Davon betroffen waren bspw. Bettler*innen, arbeits- oder obdachlose Menschen, unterschiedlich als „Kranke“ bezeichnete und Prostituierte.<sup>1</sup></p><p><br></p><p>Auch im Nationalsozialismus wurde das Gelände zu einem zentralen Ort der nationalsozialistischen Verfolgungspolitik. Zahlreiche Verfolgtengruppen können mit diesem Ort verknüpft werden. Darunter politische Gegner des NS-Regimes, Sinti*zze und Rom*nja, Juden und Jüdinnen, Zwangsarbeiter*innen sowie als „asozial“ oder „arbeitsscheu“ Verfolgte.<sup>1</sup></p><p><br></p><p>Ab 1934 fanden in der Städtischen Arbeitsanstalt rassistische <strong>„erbbiologische Untersuchungen“</strong> statt, welche zu <strong>Zwangssterilisationen </strong>führten. Dafür wurden reichseinheitliche „erbbiologische“ Karteikarten angefordert. Im Sinne einer „Durchgangsanstalt“ sollten Menschen hier erfasst, beobachtet und dann weiter verwiesen werden. Eine „Beobachtungsstelle“ zu Verhütung „erbkranken Nachwuchses“ sollte die Anträge auf Sterilisation stellen. Ende 1934 wurde der Umfang der Gutachten zur Sterilisation der zurzeit Untergebrachten auf 40 beziffert. Zu wie vielen Zwangssterilisationen es kam ist derzeit noch nicht bekannt. Von besonderer Relevanz für die Insassen der Arbeitsanstalt war aber die Diagnose <strong>„angeborener Schwachsinn“,</strong> unter der Menschen verfolgt wurden, welche „unfähig“ wären ihr Leben zu führen, „Sinnlosigkeiten in geschlechtlichen Dingen“ an den Tag legen würden, oder ihnen einen Hang zur Bettelei, „Landstreichertum“ oder „asoziales Verhalten“ unterstellt wurde.</p><p><br></p><p>Mindestens <strong>76 Insass*innen der Arbeitsanstalt wurden im Rahmen der sogenannten „Aktion T4“ in die Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein verfrachtet, wo sie ermordet wurden.</strong> Am 19. Dezember 1940 wurden 70 von der Tötungsaktion Betroffene in die „Heilanstalt“ <strong>Zschadraß </strong>in die Nähe von Colditz „verlegt“. Im Verwaltungsbericht für das Jahr 1940 ist vermerkt, dass Insassen in andere Anstalten „abgegeben“ werden konnten. Zschadraß war eine sogenannte „Zwischenanstalt“ auf dem Weg in die Tötungsanstalten. Vor allem im Februar 1941 wurden die ehemaligen Insassen aus der Städtischen Arbeitsanstalt von Zschadraß nach Pirna-Sonnenstein transportiert. Am 16. September 1941 wurden weitere 70 Insassen in die Landesanstalt Bräunsdorf „verlegt“, wovon die meisten dort zwischen 1942 und 1945 verstarben. Eine gezielte Tötung lässt sich nicht nachweisen. Die Todesfälle könnten aber im Kontext der höheren Sterberaten in den „Heilanstalten“ in der sogenannten dezentralen „Euthanasie“ und der mangelhaften Ernährung und Versorgung stehen.<sup>2</sup></p><p><br></p><p>Seit Anfang 2025 geht auch die neu eröffnete <strong>Werkstattausstellung „Ausgrenzung, Arbeitszwang &amp; Abweichung“ im ehemaligen Pförtnerhaus auf dem Gelände auf die „Euthanasie“-Geschichte der Städtischen Arbeitsanstalt ein</strong>. Die Initiative Riebeckstraße 63 und der gleichnamige Verein bemüht sich um eine Aufarbeitung der jahrzehntelangen Gewaltgeschichte und möchte einen Lernort schaffen.<sup>1</sup></p><p><br></p><p>Eines der Opfer war <strong>Lina Alma Thieme, </strong>welche am<strong> 24. April 1917 in Leipzig geboren </strong>wurde. Mit 10 Jahren wird sie auf Antrag des Jugendamtes das erste Mal von Zuhause weggeholt. In einer Begründung heißt es, dass sie „schwer erziehbar“ sei, eine „psychische und sexuelle Unreife“ besitze, Lügereien verbreite und keinen Anteil am Unterricht nehme. Durch straffe Anstaltszucht könne sie von der „Verwahrlosung“ bewahrt werden, heißt es.</p><p>Im gleichen Jahr kommt sie daher in das <strong>Erziehungsheim Mittweida</strong>. Fünf Jahre später dann in die <strong>Nervenheilanstalt Chemnitz</strong>. Hier wird ihr nachgesagt ein frühreifes, gefühlskaltes und „haltloses“ Mädchen zu sein, welche zu Widerstand, Prostitution und Erziehungsschwierigkeiten neigt. Im Juli 1932 wird sie in die „<strong>Landesheil- und Pflegeanstalt“ Dösen</strong> verlegt, wo sie etwa ein Jahr verbrachte und als ruhig beschrieben wird. Eine Unterbringung in einer geschlossenen Anstalt sei nicht mehr nötig. Danach kommt sie dennoch in die <strong>Landeserziehungsanstalt Bräunsdorf</strong> und wieder zurück nach Mittweida. Dort wird sie <strong>1934 zwangssterilisiert</strong>.</p><p><br></p><p><strong>Am 27. September 1937 wird sie nach einem kurzen Aufenthalt bei ihrer Familie von Beamten der Stadtpolizei in die Arbeitsanstalt gebracht</strong>. Hier wird notiert, dass sie streng zu behandeln sei und Fluchtverdächtig ist, weswegen sie isoliert wird. Nach einer versuchten Beurlaubung in die Landwirtschaft wird sie am Hauptbahnhof aufgegriffen und steht im <strong>Verdacht Geschlechtsverkehr</strong> vollziehen zu wollen und kommt in das <strong>Polizei-Gefängnis</strong> und <strong>Stadtkrankenhaus</strong>. Von der Arbeitsanstalt wird sie am 19.12.1940 in die <strong>Landesheil- und Pflegeanstalt Zschadraß</strong> „verlegt“. Von hier kommt sie am <strong>10. Februar in die Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein</strong> und wird vermutlich am gleichen Tage noch vergast. </p><p>Am <strong>6. Juni 1941 findet ihre Urnenbeisetzung auf dem Ostfriedhof</strong> statt. Ihre Grabstätte ist nicht mehr vorhanden, aber auf dem Gedenkstein wird auch an sie erinnert.<sup>2</sup></p><p><strong>&nbsp;</strong></p><p><strong>Quellen:</strong></p><p><br></p><p><sup>1</sup> <a rel="noopener noreferrer nofollow" href="https://riebeckstrasse63.de/der-ort/">https://riebeckstrasse63.de/der-ort/</a></p><p>&nbsp;</p><p><sup>2</sup> Müller, Thomas R. (2020).<em> Diagnose „angeborener Schwachsinn“. Die Opfer der NS-“Euthanasie“-Verbrechen aus der Städtischen Arbeitsanstalt.</em> In: Düben, Ann Katrin; Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig (Hg.): Die ehemalige Leipziger Arbeitsanstalt Riebeckstraße 63. Verwahrung, Ausgrenzung, Verfolgung. Leipzig. Hentrich &amp; Hentrich.</p>]]></description>
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         <pubDate>2025-04-16 11:31:53 UTC</pubDate>
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         <title>Ehemalige &quot;Landesheilanstalt Altscherbitz&quot;</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
         <link>https://padlet.com/erinnerungsorte/leipzig/wish/3412357329</link>
         <description><![CDATA[<p>Die „Landesheilanstalt Altscherbitz“ gründete sich im Jahre 1876 auf einem ehemaligen Rittergut. Durch Gebiets-Ankäufe wurde sie bis 1885 auf eine Kapazität von 1.300 Betten ausgebaut. In der Umgebung der Stadt Halle (an der Saale) war sie die größte Einrichtung für Menschen mit psychischer Erkrankung und geistiger Behinderung.</p><p><br></p><p>Im Jahr 1907 zunächst in „Landesheil- und Pflegeanstalt“ Altscherbitz umbenannt hieß sie ab 1923 „Landesheilanstalt“. Zu dieser Zeit wurde Halle bereits ein Zentrum der „Vererbungslehre“ und „Rassenhygiene“ durch das Studienfach der „Eugenik“ an der dortigen Universität.</p><p><br></p><p>In der NS-Zeit radikalisierten sich die eugenische Ansichten. Auch hier wurden Menschen Zwangssterilisiert. Ab 1940 wird die Überbelegung der Anstalt zur Regel und Hunderte andere Patient*innen aus dem Rheinland und Ostpreußen wurden hier untergebracht.</p><p><br></p><p>Nach dem offiziellen Beginn der Ermordung von Menschen im Rahmen der „Euthanasie“ war Altscherbitz <strong>"Zwischenanstalt"</strong> auf dem Weg in die Tötungsanstalten. Wer keine nützliche Arbeit verrichten konnte, wurde weiter nach Bernburg oder Brandenburg-Görden verfrachtet. Ab 1940/41 wurden insgesamt <strong>1.864 Altscherbitzer Patient*innen in Gaskammern ermordet</strong>. </p><p>Darunter befand sich unter anderem Wilhelmine Bohmann (welche anders als die meisten ihrer Mit-Patient*innen in der Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein ermordet wurde), an welche auf der Karl-Liebknecht-Str. ein Stolperstein erinnert, und Wolfang Brühl. </p><p><br></p><p>Nach dem sogenannten „Euthanasie“-„Stopp“ wurden Vergasungen eingestellt. In Altscherbitz wurden dennoch weiter Menschen mit psychischen Erkrankungen und Behinderungen mittels <strong>überdosierter Medikamente und mangelnder Versorgung ermordet</strong>. Dies betraf Schätzungen zufolge mindestens 1.400 Menschen (von über 2.800 verdächtigen Todesfällen zwischen 1939 und 1945). </p><p><br></p><p>Zusätzlich wurden 1942-1945 mindestens <strong>650 Altscherbitzer Patient*innen in sogenannte „Sterbeanstalten“ wie Pfafferode oder Meseritz-Obrawalde abtransportiert</strong>. Wie in Leipzig-Dösen wurden die „freigezogene“ Gebäude dringend für Lazarette und zerstörte Krankenhäuser gebraucht.<sup>1</sup> Heute wird von über <strong>5.000 ermordeten Altscherbitzer Patient*innen </strong>ausgegangen.<sup>2</sup></p><p><br></p><p>Heute befindet sich auf dem Gelände ein Fachkrankenhaus für Neurologie und Psychiatrie. Im Park des Krankenhauses befindet sich ein Gedenkstein: die ewigen Tränen weinende Stein mit Gedenktafel. Seit 2023 erinnert zudem eine Stolperschwelle an die vielen „Euthanasie“-Opfer, sowie eine Informationstafel vor dem Eingang des ehemaligen Anstaltsfriedhofs.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Quellen:</strong></p><p><sup>1</sup> Sächsisches Staatsarchiv; unter: <a rel="noopener noreferrer nofollow" href="https://www.archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?bestandid=20047&amp;syg_id=241086&amp;_ptabs=%7B%22%23tab-einleitung%22%3A1%7D#einleitung">https://www.archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?bestandid=20047&amp;syg_id=241086&amp;_ptabs=%7B%22%23tab-einleitung%22%3A1%7D#einleitung</a></p><p>&nbsp;</p><p><sup>2</sup> <a rel="noopener noreferrer nofollow" href="https://www.skh-altscherbitz.sachsen.de/ueber-uns/geschichte/">https://www.skh-altscherbitz.sachsen.de/ueber-uns/geschichte/</a></p><p>&nbsp;</p><p><a rel="noopener noreferrer nofollow" href="https://gedenkort-t4.eu/historische-orte/landesheilanstalt-altscherbitz-saechsisches-krankenhaus-altscherbitz">https://gedenkort-t4.eu/historische-orte/landesheilanstalt-altscherbitz-saechsisches-krankenhaus-altscherbitz</a></p><p>&nbsp;</p><p><br></p><p><strong>Weitere zum Empfehlende Quellen:</strong></p><p><br></p><p>Hirschinger, Frank (2001). <em>"Zur Ausmerzung freigegeben." Halle und die Landesheilanstalt Altscherbitz 1933 – 1955</em>. Köln.</p><p>&nbsp;</p><p><a rel="noopener noreferrer nofollow" href="https://repo.bibliothek.uni-halle.de/bitstream/1981185920/33967/1/06_Schulze.pdf">https://repo.bibliothek.uni-halle.de/bitstream/1981185920/33967/1/06_Schulze.pdf</a></p>]]></description>
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         <pubDate>2025-04-16 11:38:56 UTC</pubDate>
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         <title>Sächsisches Psychatriemuseum</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
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         <description><![CDATA[<p>Im Sächsischen Psychatriemuseum spielt unter anderem die Geschichte der Heilanstalten in Sachsen - wie die in Dösen und Pirna - eine Rolle. </p>]]></description>
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         <pubDate>2025-04-24 07:25:05 UTC</pubDate>
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         <title>Ella Liane Krieg (Stolperstein)</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
         <link>https://padlet.com/erinnerungsorte/leipzig/wish/3493181315</link>
         <description><![CDATA[<p>Stolperstein für <strong>Ella Liane Krieg</strong> in der <strong>Erich-Thiele-Str. 6</strong> in Lindenthal</p><p><br></p><p>Der Stolperstein wurde am 17.06.2025 verlegt. Der Text ist Kopiert von der AG Stolpersteine.</p><p><br></p><p><strong>Ella Liane Krieg</strong> wurde am <strong>3. November 1928 </strong>als fünftes von acht Kindern des Reserve Lokführers/Rangiermeisters Paul Krieg (* 3.12.1896 in Lindenthal) und seiner Frau Emilie Ella Krieg (geb. Schiedewitz, * 20.9.1896 in Schönnewitz) in Lindenthal bei Leipzig geboren. </p><p><br></p><p>Im Alter von drei Jahren traten bei Liane erste Anfälle mit Schreien und Zuckungen auf. Im Jahr <strong>1931 </strong>erkrankte sie an den Masern und erleidete dadurch eine Hirnhautentzündung. Daraus resultierten in der Folge sowohl eine Wesensveränderung als auch wiederholt auftretende Anfälle und Krämpfe. Sie wurde in der Folge mit dem Medikament Luminal (Phenobarbital) behandelt, da außer „mangelnder Hemmungen“ keine anderweitige Ursache festgestellt werden konnte. </p><p><br></p><p>Am 17. September <strong>1933 </strong>wurden bei ihr „<em>Psychopathie</em>“, also eine schwere Persönlichkeitsstörung, sowie Epilepsie diagnostiziert. Eine erneute Begutachtung im Jahr <strong>1935 </strong>ergab in den Augen der Ärzte einen postencephalitischen Zustand (Zitat: „<em>Charakterentartung</em>“) mit psychogener Überlagerung, also einer starken Diskrepanz zwischen geringfügigen, objektiven medizinischen Befunden und dem empfundenen Leiden der erkrankten Person. Ab <strong>1936 </strong>wurde sie als immer unruhiger und unter Schlafmangel leidend beschrieben, man sprach von „<em>sittlicher Gefährdung.</em>“ </p><p><br></p><p>Am 30. Mai 1937 wurde Liane aus dem Schulunterricht in der Volksschule Lindenthal entfernt. Zwei Tage später wurde Liane durch einen Dr. Gottschick in der <strong>Psychiatrischen und Nervenklinik der Universität Leipzig</strong> in der Kaiser-Maximilian-Straße 29 (heute: Institut für Chemie und Mineralogie, Grundstück Philipp Rosenthal-Straße Ecke Johannisallee) untersucht. Festgehalten wurde ein metencephalitischer Zustand (also eine Erkrankung des Metenzephalons = Hinterhirns) in Kombination mit Erethie (gesteigerte Erregungsfähigkeit und Überempfindlichkeit) und epileptischen Anfällen. Am 6. Juli <strong>1937 </strong>verfügte die Klinik in einem Brief an das Wohlfahrts- und Jugendamt, dass „<em>ein Aufenthalt zu Hause […] in diesem Zustand nicht möglich</em>“ sei und Liane deshalb „<em>der Aufnahme in die zuständige Landesanstalt“ bedürfe; „bei […] ihrem Alter käme wohl Chemnitz Altendorf in Frage.</em>“ In die <strong>Sächsische Landesanstalt Chemnitz-Altendorf</strong> wurde sie am 24. August <strong>1937 </strong>eingeliefert und kommt in die Pflegeabteilung. Bitten ihres Vaters um einen Besuch vor Ort sowie darum, Liane zu Weihnachten 1937 oder Ostern 1938 für einige Tage nach Hause zu holen, wurden mit Verweis auf den Gesundheitszustand des Kindes abgelehnt. Ab dem 3. März <strong>1938 </strong>durfte sie versuchsweise wieder zur Schule gehen. </p><p><br></p><p>Am 10. März 1938 riss sie in der Pause aus der Schule aus und der Versuch endete bereits nach einer Woche. Im Verlauf des Jahres 1938 schwankte ihr Befinden zwischen Phasen der Beruhigung und des Betragens und wiederholt auftretenden starken Anfallserien und Verhaltensausbrüchen. Einen weiteren Fluchtversuch unternahm Liane am 23. Februar <strong>1939 </strong>und durfte in der Folge nicht mehr an Spaziergängen oder Ähnlichem teilnehmen. Abseits davon sind die Informationen für das Jahr 1939 in den anstaltsärztlichen Eintragungen verhältnismäßig spärlich. Im Juni litt sie unter vielen Anfällen und wurde mit Apomorphin-Injektionen behandelt, mit geringem Erfolg. Die Angabe vom 24. Februar <strong>1940</strong>, dass wegen anhaltender Anfallserien ihre Medikation geändert wurde, ließ auf eine signifikante Verschlechterung ihres Zustandes schließen. Gehäufte Anfälle ab Februar 1940, Behandlung mit dem aus heutiger medizinischer Sicht weit obsoleten Antiepileptikum Amylenhydrat, welches auch als Schlafmittel eingesetzt wurde. Im April stabilisierte sich scheinbar ihr Zustand. </p><p><br></p><p>Am 28. Mai <strong>1940 </strong>wurde Liane Krieg in die <strong>Heil- und Pflegeanstalt Hubertusburg</strong> verlegt, welche im Laufe des Jahres 1940 aufgelöst wurde. Das Areal wurde dann als Umsiedlerlager und Unteroffiziersschule der Luftwaffe genutzt. 1940/41 wurden fast 1.000 Patientinnen und Patienten in andere Anstalten und von dort aus wiederum zur Ermordung in die T4-Tötungsanstalten Brandenburg und Pirna Sonnenstein<strong> </strong>gebracht. So auch Ella Liane Krieg, die bis 17. Juli <strong>1940 </strong>in Hubertusburg blieb und von dort aus in die <strong>Zwischenanstalt (offiziell: Landes-Heil- und Pflegeanstalt) Arnsdorf </strong><em>verlegt </em>wurde. Ihr Vater wurde erst nachträglich darüber in Kenntnis gesetzt. Etwas mehr als einen Monat später wurde der letzte Eintrag der Anstaltsärzte vorgenommen — „<em>Heute verlegt.</em>“ </p><p><br></p><p>Ella Liane Krieg (11 Jahre) wurde, gemeinsam mit 112 weiteren Menschen, am 28. August 1940 in die rund 25 Kilometer entfernte <strong>T4-Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein</strong> transportiert und dort ermordet. Ihre Eltern erhielten etwa zwei Wochen später die Benachrichtigung, ihre Tochter sei in Hartheim bei Linz verstorben. </p><p><br></p><p>Ein Projekt des Erich-Zeigner-Haus e.V. mit Lessing-Oberschule Schkeuditz (Text: Kilian Roth)</p><p><br></p><p>Quelle des Textes: https://<a rel="noopener noreferrer nofollow" href="http://www.stolpersteine-leipzig.de/download/einladung_stolpersteine_2025_juni_17.pdf">www.stolpersteine-leipzig.de/download/einladung_stolpersteine_2025_juni_17.pdf</a></p><p><br></p><p>Quelle des Bildes: https://<a rel="noopener noreferrer nofollow" href="http://erich-zeigner-haus-ev.de/einzelprojekt/?pid=206&amp;link_id=10&amp;can_id=d38e6f9dcf864ea4900928e19a4846c0&amp;source=email-rechtsrock-freie-sachsen-demokratische-gegenstrategien-2&amp;email_referrer=email_2760139&amp;email_subject=stolpersteinverlegungen-im-juni-2025">erich-zeigner-haus-ev.de/einzelprojekt/?pid=206&amp;link_id=10&amp;can_id=d38e6f9dcf864ea4900928e19a4846c0&amp;source=email-rechtsrock-freie-sachsen-demokratische-gegenstrategien-2&amp;email_referrer=email_2760139&amp;email_subject=stolpersteinverlegungen-im-juni-2025</a></p>]]></description>
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         <pubDate>2025-06-17 11:10:38 UTC</pubDate>
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         <title>Stadtgeschichtliches Museum im Alten Rathaus</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
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         <description><![CDATA[<p>Im Alten Rathaus am Markt in der Innenstadt befindet sich die kostenfreie Dauerausstellung, welche unterschiedliche Facetten der  Stadtgeschichte von Leipzig beleuchtet - unter anderem werden auch hier die "Euthanasie" Verbrechen, Täter wie Werner Catel und die „Heil- und Pflegeanstalt“ Leipzig-Dösen kurz thematisiert. </p>]]></description>
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         <pubDate>2025-06-24 14:07:36 UTC</pubDate>
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         <title>Gesundheitsamt der Stadt Leipzig</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
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         <description><![CDATA[<p>Im 1925 erbauten Verwaltungsgebäude am Johannapark in der Friedrich-Ebert-Straße 19a<sup>4 </sup>befand sich damals und auch heute das Gesundheitsamt der Stadt Leipzig. Bereits in den Endjahren der Weimarer Republik bekamen radikale eugenische Konzepte einen wachsenden Einfluss, welche einen Ausschluss von als „minderwertig“ angesehenen Bevölkerungsgruppen, aufgrund ökonomischer Motive, attraktiver werden ließ. <strong>Die Gesundheitsämter wurden im Nationalsozialismus ideologisch um Kompetenzen rund um den Sektor „Erb- und Rassenpflege“ ergänzt. Sie rückten damit in den Mittelpunkt der sich radikalisierenden Gesellschaft und der Exklusionspolitik, „<em>durch die sie letztlich selbst zur eigentlichen Schalt- und Diskriminierungs- und Verfolgungsmaßnahmen ausgebaut werden konnte</em>“.</strong><sup>3</sup> </p><p><br></p><p>Es folgte eine systematische Durchführung und lückenlose Erfassung der Bevölkerung hinsichtlich der „Erb- und Rassenpflege“. Bereits mit dem <strong>„Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“</strong> (GzVeN) bekam ein staatlicher Amtsarzt eine bedeutende Rolle im Sterilisationsverfahren<sup>3</sup>. Anstalts-Ärzte und Ärzte des Gesundheitsamtes arbeiteten im Erbgesundheitsamt des Landes als auch im Erbgesundheitsgericht mit.<sup>2</sup></p><p><br></p><p>Ab dem 1. Januar 1934 wurde eine „Erbgesundheitsstelle“ geschaffen. Es folgte ebenfalls die Einrichtung einer eigenen Abteilung für die „Bearbeitung der Erb- und Rassenfragen“: "<strong>Abt. IV Hygiene und Rassenpflege"</strong>. Die Hauptaufgabe war die Erfassung aller „erbkranken und belasteten Leipziger Familien“ in einer Kartei. Das Gesundheitsamt wurde damit zur Schaltzentrale für die Ermittler, bspw. Jugendämter, Hebammen und Krankenanstalten, welche Anzeigen über „Erbkranke“ vermitteln sollten.&nbsp; Bereits vor der Pflicht ab 1935 eine entsprechende Abteilung einzurichten, zeigt die Bedeutung der „Erb- und Rassenpflege“ für das nationalsozialistische System. Das Leipziger Gesundheitsamt eilte voraus und kam den nationalsozialistischen Ansprüchen an das Gesundheitswesen auf lokaler Ebene nach. Mitte des Jahres 1937 arbeiteten bereits 15 haupt- und nebenamtliche, zwölf Beamte und Angestellte im Büro, sowie fünf Bezirksfürsorgerinnen in der Beratungsstelle für „Erb- und Rassenpflege“.<sup>3</sup></p><p><br></p><p>Die Abteilung nutzte dabei auch bereits in der Weimarer Republik gesammelte Daten der „Schulreihenuntersuchungen“ in denen als „krank“ oder „labil“ befundene Kinder zur sozialen Prophylaxe aufgenommen wurden. Diese Erfassungsmaßnahmen waren im NS die Grundlage für eine „erbbiologische Bestandsaufnahme“ bzw. die Zwangsmaßnahmen im Rahmen des GzVeN. Auch die Familienfürsoge, als gefeierte Innovation in der Weimarer Republik wurde schließlich Kontrollinstanz und Ausgrenzungsinstrument.</p><p><br></p><p><strong>Insgesamt hatte das Gesundheitsamt also eine wichtige Funktion im Rahmen der Zwangssterilisationen und Verbrechen der „Euthanasie“.</strong> So stellte es eigene Sterilisations-Anträge bei Unfruchtbarmachungen und arbeitete eng mit der „Erbbiologischen Abteilung“ der „Heil- und Pflegeanstalt“ Dösen zusammen.<sup>1</sup> </p><p><br></p><p>Zum Beginn der „Kindereuthanasie“ und dem <strong>Runderlass des Reichsministers des Innern vom 18. August 1939</strong> waren Gesundheitsämter für die Meldungen zuständig und leiteten diese an den „<em>Reichsausschuss zur wissenschaftlichen Erfassung erb- und anlagebedingter schwerer Leiden</em>“ (Tarnorganisation; für „Kindereuthanasie“ zuständig) weiter. Zudem verschickten sie Schreiben an Eltern mit Kindern mit Behinderung. In diesem suggerierten sie eine „Behandlung“ und logen die Eltern an<sup>3</sup>. Außerdem fertigte das Gesundheitsamt Listen an, auf denen die „Vergütung“ für Hebammen stand, welche Kinder gemeldet hatten. Bis 1945 wurden insgesamt 75 Kinder gemeldet, im Gesundheitsamt registriert und dem „Reichausschuss“ mitgeteilt.<sup>2</sup></p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Quellen:</strong></p><p><sup>1 </sup>Roick, Christine (1997). <em>Heilen, Verwahren, Vernichten. Die Geschichte der sächsischen Landesanstalt Leipzig-Dösen im Dritten Reich</em>. Dissertation. Leipzig.</p><p>&nbsp;</p><p><sup>2 </sup>Stadt Leipzig (2007). <em>Euthanasieverbrechen in der Zeit des Nationalsozialismus in Leipzig. Informations-Material für Lehrer und Schüler der 9. und 10. Klassen in Mittelschulen und Gymnasien in Leipzig.</em> Unter: <a rel="noopener noreferrer nofollow" href="https://static.leipzig.de/fileadmin/mediendatenbank/leipzig-de/Stadt/02.5_Dez5_Jugend_Soziales_Gesundheit_Schule/53_Gesundheitsamt/Psychiatrie/euthanasieverbrechen_schulinfo-neu.pdf">https://static.leipzig.de/fileadmin/mediendatenbank/leipzig-de/Stadt/02.5_Dez5_Jugend_Soziales_Gesundheit_Schule/53_Gesundheitsamt/Psychiatrie/euthanasieverbrechen_schulinfo-neu.pdf</a></p><p>&nbsp;</p><p><sup>3</sup> Lahm, Berit; Seyde, Thomas &amp; Ulm, Eberhard (2008). <em>505 Kindereuthanasieverbrechen in Leipzig. Verantwortung und Rezeption</em>. Leipzig.</p><p>&nbsp;</p><p><sup>4</sup> Landesamt für Denkmalpflege Sachsen, Denkmalkarte; unter: <a rel="noopener noreferrer nofollow" href="https://www.lfd.sachsen.de/denkmalliste.html">https://www.lfd.sachsen.de/denkmalliste.html</a></p>]]></description>
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         <pubDate>2025-06-25 13:04:03 UTC</pubDate>
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         <title>Leipziger Erbgesundheitsgericht </title>
         <author>erinnerungsorte</author>
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         <pubDate>2025-07-12 14:22:40 UTC</pubDate>
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         <title>Grabstein für Ruth Kirschbaum auf dem Alten Israelitischen Friedhof</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
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         <pubDate>2025-07-14 08:50:27 UTC</pubDate>
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         <title>Ehemaliges Städtisches Pflegehaus im Täubchenweg </title>
         <author>erinnerungsorte</author>
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         <description><![CDATA[<p>In der Publikation "Die ehemalige Leipziger Arbeitsanstalt Riebeckstraße 63. Verwahrung, Ausgrenzung, Verfolgung" findet sich ein Eintrag, dass:</p><p><br></p><p>"<em>Am 19. Dezember 1940 70 von der Tötungsaktion Betroffene </em>[damit ist die sogenannte "Aktion T4" gemeint] <em>zusammen mit 18 Bewohnern des Städtischen Pflegeheimes im Täubchenweg 4</em> [heute: Gutenbergplatz 1] <em>in die Heilanstalt Zschadraß bei Colditz "verlegt". Zschadraß fungierte als "Zwischenanstalt", um u.a. gegenüber den Angehörigen der Betroffenen den Grund und das Ziel der "Verlegungen" zu verschleiern </em>(S. 45).</p><p><br></p><p>Es ist davon auszugehen, dass auch ehemalige Bewohnende des Städtischen Pflegeheimes Opfer der "Euthanasie"-Verbrechen wurden. In der Forschung gibt es immer wieder Hinweise darauf, dass auch ältere oder demente Menschen aus Alten- und Pflegeheimen in Tötungsanstalten ermordet wurden.</p><p><br/></p><p>Desweiteren gibt es auch das Biografische Beispiel von Rosa Tützer, welche kurzzeitig hier untergebracht war. Sie durchlief nahezu jede Einrichtung in Leipzig und wurde 1941 in Pirna-Sonnenstein ermordet.</p>]]></description>
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         <pubDate>2025-07-14 21:37:53 UTC</pubDate>
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      </item>
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         <title>Ehemalige Bezirksanstalt; Alters- und Pflegeheim Thekla</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
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         <description><![CDATA[<p>Auch an Kommunale Alten- und Pflegeheime wurden Fragebögen verschickt, welche bei der Organisation und Durchführung der "Euthanasie" halfen. So heißt es in der Publikation "505 Kindereuthanasieverbrechen": </p><p>"<em>Die Tötung von psychisch kranken Menschen blieb im übrigen nicht auf die Heil- und Pflegeanstalt" Dösen beschränkt, vielmehr wurden Alten- und Pflegeheime und auch die städtischen Arbeitsanstalt [in der Riebeckstraße 63], die zu diesem Zeitpunkt mit vielen ehemaligen Dösener Patienten belegt war, in die Aktion einbezogen, wie die Forschung zur Tötungsanstalt Sonnenstein inzwischen ergeben hat.</em>" (S. 142)</p><p><br></p><p>Insgesamt wurden 110 dieser Bögen an diesen Standort verschickt, was den dritthöchsten Wert in Leipzig ausmachte (zum Vergleich: 187 Bögen an die Städt. Arbeitsanstalt in der Riebeckstraße und 292 an das Städt. Pflegehaus am Täubchenweg). Daher ist auch davon auszugehen, das Bewohner*innen des Alters- und Pflegeheimes im Rahmen der "Aktion T4" ermordet wurden.</p><p><br></p>]]></description>
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         <pubDate>2025-07-15 14:21:30 UTC</pubDate>
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         <title>Standardisierter &quot;Trostbrief&quot; für Gertrud Rotschuh</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
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         <description><![CDATA[<p>An diese Adresse wurde im Februar/März 1941 ein Standardisierter Trostbrief geschickt, der Frau Hedwig Rotschuh (wohnhaft in der Brehmestraße 4) über den Tod ihrer Tochter <strong>Gertrud Rotschuh</strong> informiert. </p><p><br></p><p>1932 kam Gertrud Rotschuh in die <strong>"Heil- und Pflegeanstalt" Leipzig-Dösen</strong>. Neun Jahre später wird sie in <strong>Pirna-Sonnenstein </strong>ermordet. Um Nachforschungen zu erschweren, erhielt die Familie jedoch Post aus der Landesanstalt Hadamar, wo ein eigens eingerichtetes Sonderstandesamt irreführende Sterbeurkunden ausstellte. </p><p><br></p><p>In den zynischen, beschönigenden und irreführenden Trostbriefen in NS-Sprache ist von von einem "unerwarteten" Tod die Rede. Auch wird euphemistisch über "Verlegungen" gesprochen. Des weiteren wird ihr Tod als eine "Erlösung für sie" dargestellt. Es handelte sich aber nicht um einen "unerwarteten" Tod, sondern eine gezielte Ermordung im Rahmen der "Aktion-T4", deren zehntausende Menschen mit psychischen und physischen Behinderungen zum Opfer fielen. </p>]]></description>
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         <pubDate>2025-07-25 14:45:17 UTC</pubDate>
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         <title>Charlotte Marie Rohde (Stolperstein)</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
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         <pubDate>2025-08-05 13:40:43 UTC</pubDate>
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         <title>Franz Johannes Georg Fritzsche (Stolperstein)</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
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         <pubDate>2025-08-05 13:43:21 UTC</pubDate>
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         <title>Friedrich Ernst Hennig (Stolperstein)</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
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         <pubDate>2025-08-05 13:45:27 UTC</pubDate>
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         <title>Heinz Geidel (Stolperstein)</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
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         <pubDate>2025-08-06 14:15:43 UTC</pubDate>
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         <title>Arthur Kieschnick (Stolperstein)</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
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         <pubDate>2025-08-10 20:17:54 UTC</pubDate>
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         <title>Ehemalige &quot;Heil- und Pflegeanstalt&quot; Leipzig-Dösen; Erwachsenen-&quot;Euthanasie&quot;</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
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         <description><![CDATA[<p>Teil V</p><p><br></p><p>Parallel zum Beginn der „Kindereuthanasie“ begann auch die systematische Ermordung von Erwachsenen und die Anstalt in Dösen erhielt erstmal am 1. Dezember 1939 Meldebögen, welche in der „Euthanasie“-Zentrale in der <strong>Tiergartensraße 4</strong> in Berlin „begutachtet“ wurden. Hier wurde über Leben und Tod der Patienten entschieden. </p><p><br></p><p>Am <strong>15. Mai 1940 </strong>kam der erste große Transport mit fast 150 Männern über die <strong>„Zwischenanstalt“ Waldheim</strong> in die <strong>Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein</strong>. Es folgen weitere (in euphemistischer NS-Tätersprache) „Verlegungen“ im Rahmen der „Aktion T4“ bis 1941 nach <strong>Hubertusburg, Zschadraß, Arnsdorf und Großschweidnitz</strong> – alle mit dem späteren Ziel der Gaskammer in Pirna-Sonnenstein. </p><p><br></p><p>Mittlerweile ist von <strong>800-900 Dösener Patienten</strong> auszugehen, welche hier ermordet wurden. <strong>Weitere 100 Menschen aus Dösen wurden bereits Anfang 1940 auf dem Gelände Opfer einer Erprobung von medikamentösen Tötungsverfahren mit Luminal. </strong>Aber auch durch Hunger und die seit Kriegsbeginn sich verschlechternde hygienischen Bedingungen fanden Patient*innen den Tod. Symbolisch dafür steht die Durchsuchung von Mülleimern auf anderen Teilen des Geländes nach Essen, sowie der Fall der Temperaturen in Krankenzimmern auf 6 Grad Celsius im Winter<sup>1</sup>.</p><p><br></p><p><strong>Quelle:</strong></p><p><br></p><p><sup>1 </sup>Roick, Christine (1997). <em>Heilen, Verwahren, Vernichten. Die Geschichte der sächsischen Landesanstalt Leipzig-Dösen im Dritten Reich</em>. Dissertation. Leipzig.</p>]]></description>
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         <pubDate>2025-10-06 20:30:29 UTC</pubDate>
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         <title>Ehemalige &quot;Heil- und Pflegeanstalt&quot; Leipzig-Dösen: Haus D1; Israelitisches Krankenhaus</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
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         <description><![CDATA[<p>Teil VI</p><p><br></p><p>Das Haus D1 steht symbolisch für die anderen Nutzungen des Geländes und andere Opfergruppen, welche mit dem Gelände verknüpft werden können: Darunter Juden und Jüdinnen, sowie NS-Zwangsarbeitende.</p><p><br></p><p>Wenn von anderen Teilen auf dem Gelände gesprochen wird, muss auch erwähnt werden, dass seit 1939 ein <strong>Wehrmacht Lazarett</strong>, sowie eine zivile Klinik nach Dösen verlegt wurden<sup>1</sup>.</p><p><br></p><p>Zudem waren politische Organisationen wie das Amt für Volksgesundheit oder eine NSDAP-Dienststelle auf dem Gelände einquartiert. Kurzzeitig wurden auch sechs Häuser vom Militär genutzt, welche diese Ende Oktober 1939 für Patient*innen aus Pirna-Sonnenstein räumen mussten. Im Rahmen der Umbauten von Sonnenstein zur Tötungsanstalt war dies notwendig.</p><p><br></p><p><strong>1939 wurde dann auch das Israelitische Krankenhaus geräumt und 21 jüdische Patient*innen und dessen Pflegepersonal - darunter der Arzt Dr. Otto Michael - im Erdgeschoss des Hauses B5 und später im das abgelegenen Haus D untergebracht.</strong> Bereits 1940 mussten sie hier auf dem Gelände blaue Armbinden mir gelbem Davidstern tragen. Ab Oktober 1941 begannen die Deportationen von Juden und Jüdinnen in die <strong>Vernichtungslager </strong>im besetzten Polen.</p><p><br></p><p>Zwei Jahre später wird die Station nach einem Protest vom Chefarzt endgültig geräumt. Am 15. Juni werden Dr. Michael und zwei der verbliebenden Mitarbeiterinnen in eine Schule in der Yorkstrasse - ein Sammelpunkt für die Deportation in den Osten - befohlen. Drei Tage später kommen sie im KZ Theresienstadt an. Etwa ein Jahr später stirbt Dr. Michael dort an den Lebensbedingungen.</p><p><br></p><p>Neben der Wehrmacht zieht im Mai 1941 auch das <strong>Städtische Krankenhaus</strong> in einen Teil des Geländes. Später kommen weitere Häuser für Bombengeschädigte dazu und der Festsaal wird ebenfalls für die „Sortierung“ vom Bombenverletzten zur Verfügung gestellt<sup>2</sup>.</p><p><br></p><p>Ab März 1941 wurden auch <strong>ausländische zivile Zwangsarbeiter*innen und Kriegsgefangene in Dösen medizinisch „behandelt“</strong>, welche strikt getrennt wurden und in unbeheizten Räumen sowie unzureichender Ernährungsversorgung ausgeliefert waren. Außerdem wurde eine Isolierstation für ausländische Fleckfieber-Patient*innen eingerichtet<sup>7</sup>.</p><p><br></p><p>Neben der NS-„Euthanasieverbrechen“ können also auch andere Opfergruppen, wie Zwangsarbeitende oder Juden und Jüdinnen mit dem Gelände in Verbindung gebracht werden. Ende 1943 werden dann alle verbliebenden Insassen der „Heil- und Pflegeanstalt“ nach Großschweidnitz „verlegt“, um dem Städtischen Krankenhaus und der Universitätsnervenklinik Platz zu schaffen<sup>2</sup>.</p><p><br></p>]]></description>
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         <pubDate>2025-10-06 20:33:24 UTC</pubDate>
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         <title>Paul-Flechsig-Straße 9, 04289 Leipzig, Deutschland</title>
         <author>erinnerungsorte</author>
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         <description><![CDATA[<p>Teil VII</p><p><br></p><p>Das Haus E 15 steht symbolisch für die Täterperspektive, denn hier wohnte das Personal. Ob die erwähnten NS-Täter ebenfalls hier wohnten ist nicht bekannt.</p><p><br></p><p>Im Folgenden soll kurz auf das Personal und dessen vielseitige Verstrickungen in „Euthanasieverbrechen“ eingegangen werden. So waren zwei Ärzte T4-Gutachter, wobei einer sogar in der Zentrale in der Tiergartenstraße in Berlin beschäftigt war (<strong>Herrmann Paul Nitsche</strong>). Einer dieser Gutachter (<strong>Georg Renno</strong>) leitete später die <strong>Vernichtungsanstalt Hartheim </strong>und überprüfte die Patienten kurz vor ihrer Ermordung in der Gaskammer. Ein Mediziner (<strong>Johannes Suckow</strong>) betrieb unter dem Auftrag der T4 Forschung in Dösen. </p><p><br></p><p><strong>Damit ergibt sich deutschlandweis die wohl seltene Situation, dass Mitarbeiter einer einzigen Anstalt in allen drei wichtigen „Euthanasie“-Gremien vertreten waren.</strong> Weiteres Pflegepersonal wurde im Oktober 1940 zur GeKraT (Gemeinnützige Krankentransportgesellschaft) abgeordnet, welche als Tarnorganisation der T4 für die Deportationen und „Verlegungen“ in die Tötungsanstalten verantwortlich waren. </p><p><br></p><p>Andere Pfleger kamen von Dösen nach <strong>Pirna-Sonnenstein</strong> und umgekehrt und kamen vermutlich auch in den Judenvernichtungslagern im besetzten Polen zum Einsatz (wahrscheinlich Rudolf Seifert, Walter Nowak &amp; Ernst Seidler)<sup>2</sup>.</p><p><br></p><p><strong>Quelle:</strong></p><p><br></p><p><sup>2 </sup>Roick, Christine (1997). <em>Heilen, Verwahren, Vernichten. Die Geschichte der sächsischen Landesanstalt Leipzig-Dösen im Dritten Reich</em>. Dissertation. Leipzig.</p><p><br></p><p><br></p>]]></description>
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         <pubDate>2025-10-06 20:39:10 UTC</pubDate>
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         <title>Aribert Barneck</title>
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         <title>Sara Chaya Schleichkorn</title>
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         <title>Erich David Aronson</title>
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         <title>Ostasien Rubinstein</title>
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         <title>Max Bernhard Grünberg</title>
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         <title>Elise Romanus</title>
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         <title>Sabine Heilpern</title>
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         <title>Maria Wardyniec</title>
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         <title>Elfriede Thieberg</title>
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         <title>Josef Faust</title>
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