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      <title>African Queens by Heiko Schnickmann</title>
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      <language>en-us</language>
      <pubDate>2024-11-25 20:04:56 UTC</pubDate>
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         <title>Kimpa Vita</title>
         <author>heikoschnickmann</author>
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         <description><![CDATA[<p>So ist es kein Wunder, dass zu Beginn des 18. Jahrhunderts zwar noch formell ein Königreich Kongo existiert, dieses aber unter verschiedenen Herrscherfamilien aufgeteilt ist. In diese Zeit fällt eine besondere Frau auf. Es handelt sich um Kimpa Vita. Diese Dame behauptete vom Geist des Heiligen Antonius, des Patrons von Lissabon und Taufname des Sohnes des ersten christlichen Königs des Königreichs, besessen zu sein. Das Auftauchen dieser Frau ist ab dem Jahr 1704 belegt. Ihr Taufname war Donna Beatriz und in ihrem Dorf galt sie schon vor ihrer Besessenheit als äußerst fromme Frau.&nbsp;</p><p>Ihr Auftreten fiel in eine Zeit, in der – wie erwähnt – die Einheit des Kongo bedroht war. Das war nicht nur für die politische Ebene eine Katastrophe, sondern auch für die Menschen im Land. Der Zerfall des Königreiches hatte für ein Machtvakuum gesorgt, dass die einzelnen Fürsten zu füllen sorgten. Das Mittel der Wahl dafür waren Kämpfe und militärische Auseinandersetzungen, unter denen die Bevölkerung litt. Nicht selten wurden im Zuge dieser blutigen Streitereien Dörfer überfallen und Kirchen geplündert. Kurz: Die Menschen hatten Angst und Kimpa Vita gab ihnen in dieser Situation Kraft und Stärke. Kimpa Vita versammelte viele Menschen um sich. Ihr Hauptquartier richtete sie in der der verfallenden Kathedrale ein, die vom ersten kongolesischen Bischof erbaut worden, aber in den Unruhen längst dem Verfall preisgegeben war. Die Botschaft dahinter war unübersehbar. Kimpa Vita machte deutlich, das Königreich Kongo wieder zu alter Größe führen zu wollen und wurde so zu einer Bedrohung für die zerstrittenen Fürsten. Die Auseinandersetzungen ruhten erst einmal, um sich dem Problem zu widmen und der noch amtierende König sollte für Ruhe sorgen. Es versteht sich von allein, dass die Missionare, die sich im Umfeld des Königshofes befanden, diese religiöse Bewegung für ein neues Ketzertum hielten, dem sie Beikommen sollten. Zudem wurde bekannt, dass Kimpa Vita schwanger war, was einer Heiligen, die von sich behauptete, einmal in der Woche mit Gott selbst zu dinieren, nicht gut zu Gesicht gestand. Aus ihrem Umfeld wurden sie und ihr Liebhaber verraten und schließlich am 2. Juli 1706 hingerichtet.&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>]]></description>
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         <pubDate>2024-11-25 20:06:09 UTC</pubDate>
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         <title>Yennenga </title>
         <author>heikoschnickmann</author>
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         <description><![CDATA[<p>Beim Volk der Mossi aus Burkina Faso gibt es zwar auch einen männlichen Gründer, doch dessen Mutter</p><p>hat die weit aus spannendere Geschichte. Ihr Name ist Yennega, Tochter des Königs von Gambaga. Dieser</p><p>hatte keinen Sohn, der ihm bei der Verteidigung seines Reiches und der Eroberung neuer Einflussbereich</p><p>hätte unterstützen können und so erzog er Yennega als Kriegerin. Sie lernte die Armee befehligen, ging</p><p>auf die Jagd und führte den Befehl in so mancher Schlacht. Sie war dabei sehr erfolgreich, machte</p><p>zahlreiche Beute und erfüllte ihren Vater mit großem Stolz, so großem Stolz, dass er vergaß, dass er eine</p><p>Tochter hatte, für die es eigentlich ja eine andere Bestimmung gab. Für Töchter war die Heirat und des</p><p>Kinderkriegen vorgesehen. Dafür mussten ihre Väter irgendwann Sorge tragen, indem sie Brautschauen</p><p>arrangierten und Kontakte knüpfen. Aber Yennegas Vater vergaß es schlicht. Yennega aber wollte nicht</p><p>auf Dauer ein Mann sein, sie wollte irgendwann heiraten und Mutter werden, darum flehte sie ihren Vater</p><p>an, doch endlich alles Nötige in die Wege zu leiten. Ihr Vater aber, wollte nicht so recht und so floh</p><p>Yennega von ihrem Vater, dem Hof und der Stadt Gambaga. Auf ihrem Pferd ritt sie davon, bis dieses</p><p>erschöpft auf einer Lichtung stehen blieb. Dort stand eine junger Mann, stark und gut aussehend, ein</p><p>Elefantenjäger mit Namen Rialé. Auch er war ein Geflüchteter aus hohem Haus, Sohn des Königs der</p><p>Malinke, doch war er von seinen Brüdern um den Thron gebracht worden. Es kommt, wie es kommen</p><p>musste. Yennega und Rialé vermählten sich und blieben zusammen. Aus ihrer Verbindung ging ihr Sohn</p><p>Ouedraogo hervor. Als dieser zehn Jahre alt war, schickten seine Eltern ihn zu seinem Großvater, dem</p><p>König von Gambaga, der über den Verlust seiner Tochter zutiefst traurig war. Als er seinen Enkel</p><p>erblickte, wurde er fröhlich und wünschte seine Tochter wiederzusehen. Diese besuchten ihren Vater zwar,</p><p>doch bleiben wollte sie nicht. Sie ließ nur ihren Sohn da, damit er in die Lehre gehen konnte. Yennenga</p><p>starb an der Seite ihres Mannes und wird bis heute von den Mossi hoch verehrt.</p><p>Endlich eine wahre Heldin! Sie ist gut im Kampf, edelmütig, folgt ihren Idealen und bleibt bis zu ihrem</p><p>Tod dabei. Eine wahre Stammmutter für ein Volk. Kein Fehl, kein Tadel, nur Kraft und Edelmut.</p><p>Yennenga ist so eine Heldin, die als Projektionsfläche dienen kann, eben für die Mossi, die sich auf ihre</p><p>Taten berufen und ihren Charakter als den Charakter ihres Volkes ausgeben können. Gleichzeitig ist sie</p><p>eine Figur, die man nachahmen kann. Nur eines ist sie nicht: Eine Heldin, die einem die Arbeit abnimmt.Ganz im Gegenteil fordert sie dazu auf, zu machen und eben nicht zu warten, bis jemand anderes etwas</p><p>tut.</p>]]></description>
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         <pubDate>2024-11-25 20:07:48 UTC</pubDate>
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         <title>Salou Casaïs</title>
         <author>heikoschnickmann</author>
         <link>https://padlet.com/heikoschnickmann/g6xxhq2rjwkhx8ih/wish/3233610232</link>
         <description><![CDATA[<p>“Im Jahre 1413 kehrte ein vornehmer Bürger aus Toulouse, Anselm d'Ysalguier, nach Toulouse zurück, der zwölf Jahre lang Europa und Afrika durchstreift und in Afrika bei den Negern ein Mädchen namens Salam-Casais geheiratet hatte, in Begleitung seiner Frau, einer Tochter und zwei Söhne. Salam-Casais war von vornehmer Abkunft und stammte aus der Stadt Gao. Bis dorthin war Anselm gelangt. Da er von dem jungen Mädchen sehr eingenommen war und durch die Reichtümer an Gold und Edelsteinen, die sie von ihrem Vater geerbt hatte, entbrannte er in Leidenschaft für sie, die Heirat hatte sie vereint. Acht Jahre später hatten sie sich eingeschifft und waren über das Mittelmeer in Marseille eingetroffen, in Begleitung von drei schwarzen Eunuchen und ebenso vielen schwarzen Dienerinnen. Von dort begaben sie sich nach Toulouse”.</p>]]></description>
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         <pubDate>2024-11-25 20:21:17 UTC</pubDate>
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         <title>Königin Mutter</title>
         <author>heikoschnickmann</author>
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         <description><![CDATA[<p>Die Geschichte von Idia, der Königinmutter der Edo aus Benin, ist eine der faszinierendsten und außergewöhnlichsten Erzählungen der afrikanischen Geschichte. Sie stammte ursprünglich aus dem Ort Ugieghudu und wurde im späten 15. Jahrhundert als eine mögliche Frau für Oba Ozolua, den König von Benin, ausgewählt. Ihre Eltern jedoch wollten diese Ehe verhindern. Ein Orakel, das sie um Rat fragten, empfahl, Idia „hässlich“ erscheinen zu lassen, um den König abzuschrecken. Daraufhin fügten ihr Heilkundige zwei Einschnitte zwischen den Augen zu und füllten diese mit „magischen“ Substanzen. Doch der Plan schlug fehl, als Oba Ozolua von dieser Tat erfuhr und seine eigenen Heiler anordnete, Idia zu behandeln. So kam es schließlich doch zur Heirat, und Idia gebar dem Oba einen Sohn, Esigie. Die Narben blieben, was sie von anderen Frauen unterschied.</p><p>Als Oba Ozolua 1504 starb, entbrannte ein erbitterter Kampf um die Thronfolge zwischen Esigie und seinem Halbbruder Aruaran. Beide waren am gleichen Tag geboren, weshalb nicht klar war, wer von ihnen der ältere war. Dank der Unterstützung seiner Mutter konnte Esigie jedoch siegen und den Thron besteigen. In Benin war es bis dahin üblich, dass der neue Oba seine Mutter bei der Krönung hinrichten ließ, um jegliche Gefahr durch eine mögliche Rebellion zu verhindern. Doch Esigie brach mit dieser Tradition und erklärte, dass seine Mutter leben dürfe, um ihn zu unterstützen. Das Volk akzeptierte dies, unter der Bedingung, dass er keinen direkten Kontakt mehr mit ihr haben würde. Man glaubte, dass eine Mutter besondere magische Kräfte besaß, die sie ihrem Sohn zugutekommen lassen konnte.</p><p>Idia wird in der mündlichen Tradition der Edo als „die einzige Frau, die in den Krieg zog“ bezeichnet, weil sie nicht nur eine Armee aufstellte, sondern auch selbst kämpfte. Im Krieg gegen Idah (1515/16) trugen ihre strategischen Entscheidungen und ihre medizinischen Kenntnisse maßgeblich zum Sieg ihres Sohnes bei. Ihr größter Erfolg war es, den Anführer der Idah-Armee in einer entscheidenden Schlacht zu töten. Diese Ereignisse markierten einen Wendepunkt in der Geschichte des Königreichs Benin.</p><p>Nach dem Sieg ihres Sohnes verlieh ihr Oba Esigie den Titel der „Iyoba“, was so viel wie „Geburtsmutter des Oba“ bedeutet. Er ehrte sie damit als die höchste Frau des Reiches. Esigie baute ihr einen eigenen Palast in Uselu und gab ihr die Herrschaft über mehrere Dörfer. Die Iyoba war die einzige Frau, die in politischen Angelegenheiten eine Stimme hatte. Zwar trat sie nicht öffentlich auf, doch sie konnte beim Oba Bittgesuche einbringen und politischen Schutz gewähren. Ihr Einfluss und ihre einzigartige gesellschaftliche Stellung machten sie zu einer der mächtigsten Frauen des Königreichs.</p><p>In Benin ist die Rolle der Mutter von höchster Bedeutung. Die Iyoba symbolisierte die idealen Tugenden einer Frau: Sie sollte schön, gesund, klug und zurückhaltend sein. Da ein Oba mehrere Ehefrauen hatte, war im Voraus ungewiss, welche von ihnen den zukünftigen Herrscher gebären würde und damit zur Iyoba erhoben werden konnte. Die Menschen glaubten jedoch, dass das Schicksal diese Frau bereits vor der Geburt ihres Sohnes für diese besondere Rolle bestimmt hatte. So wurde Idia nicht nur als Königinmutter verehrt, sondern auch als ein Symbol für die Bedeutung der Mutterrolle in der Gesellschaft.</p>]]></description>
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         <pubDate>2024-11-25 20:24:44 UTC</pubDate>
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         <title>Nzinga von Ndongo und Matamba
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         <author>heikoschnickmann</author>
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         <pubDate>2024-11-25 20:25:03 UTC</pubDate>
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         <title>Regina Bruce</title>
         <author>heikoschnickmann</author>
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         <description><![CDATA[]]></description>
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         <pubDate>2024-11-25 20:25:28 UTC</pubDate>
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