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      <title>Nataliias Digital Blog by Nataliia Vidanova</title>
      <link>https://padlet.com/nataliiavidanova/do9mzecvqft2ty9g</link>
      <description>Innovation, Technologie, Zukunft</description>
      <language>en-us</language>
      <pubDate>2023-12-08 09:06:39 UTC</pubDate>
      <lastBuildDate>2024-01-17 08:06:21 UTC</lastBuildDate>
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         <title>Quantum Computing: Ein eigenes Universum oder welche Zukunft bringt es?</title>
         <author>nataliiavidanova</author>
         <link>https://padlet.com/nataliiavidanova/do9mzecvqft2ty9g/wish/2818529206</link>
         <description><![CDATA[<p>In unserer komplexen digitalen Welt durchläuft jedes Unternehmen seinen individuellen <em>Entwicklungszyklus</em>. Einige Unternehmen befassen sich mit der Herausforderung, physische Dateien in Bits zu "übersetzen", während andere einen proaktiven Schritt in Richtung digitaler Transformation unter Einbeziehung des Faktors <em>"Mensch"</em> unternehmen. Grundsätzlich streben die meisten Unternehmen nach digitaler Transformation. Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass einige dies erfolgreich umsetzen werden, während es anderen möglicherweise nicht gelingt.</p><p><br/></p><p>Relevante Fragen in diesem Kontext sind: Was unterscheidet die Herangehensweisen? Worauf kommt es an? Welche Faktoren beeinflussen den Erfolg der digitalen Transformation?</p><p><br/></p><p>Die gängigen Schlagwörter der digitalen Transformation wie "Agilität", "disruptive Technologien", "Big Data", "IoT" und "maschinelles Lernen" sind weiterhin allgegenwärtig. Es ist kein Geheimnis: Organisationen, die es wagen, neue Technologien und Ansätze zu erkunden oder die Fähigkeit besitzen, aktiv und flexibel auf Veränderungen zu reagieren, haben bessere Chancen auf langfristigen Erfolg.</p><p><br/></p><p>Allerdings ist mir aufgefallen, dass inmitten der digitalen Disruptoren eine Technologie, nämlich das Quantencomputing, die derzeit eine stabile Entwicklung durchläuft, möglicherweise etwas in den Hintergrund gerückt ist. Es erscheint durchaus sinnvoll, diese aufstrebende Technologie genau im Blick zu behalten.</p><p><br/></p><p>Aus meiner Perspektive heraus wäre es definitiv ratsam, das Quantencomputing im Fokus zu behalten. Denn im Unbekannten der zukünftigen disruptiven Technologien könnte es eine sein, die unsere Welt auf bahnbrechende Weise transformiert. Doch bevor wir die Frage beantworten, wie Quantencomputing unsere gegenwärtige digitale Welt revolutionieren kann, ist es sinnvoll, ein grundlegendes Verständnis für die Funktionsweise von Quantencomputern zu entwickeln. </p><p><br/></p><p>Die modernen Computer sind darauf ausgelegt, Daten nur als 1 oder 0 darzustellen und können mit diesen Werten Berechnungen durchführen. Dies stellt einen signifikanten Unterschied zum Quantencomputer dar, der durch seine Fähigkeit der <strong><em>Quantenüberlagerung</em></strong> die parallele Existenz verschiedener Zustände ermöglicht. Das bedeutet, dass sowohl der Zustand "1" als auch der Zustand "0" gleichzeitig existieren können. Dadurch können simultan mehrere Berechnungen durchgeführt werden. Anstelle der bisher bekannten <strong><em>"Bits" </em></strong>verwendet Quantencomputing <strong><em>"Qubits"</em></strong>, und das ist der erste grosse Unterschied zwischen den beiden Ansätzen.</p><p><br/></p><p>Die nächste interessante Fähigkeit des Quantencomputers ist die <strong><em>Verschränkung</em></strong>. Quantenbits können miteinander verschränkt werden, wodurch der Wert eines Quantenbits fest mit dem Wert eines anderen Qubits verknüpft ist. Veränderungen an dem ersten Qubit führen zu entsprechenden Veränderungen an dem zweiten Qubit, was eine Korrelation zwischen den beiden ermöglicht. Die Verschränkung ermöglicht die parallele Durchführung bestimmter Berechnungen, wie beispielsweise die simultane Suche nach Lösungen für ein bestimmtes Problem.</p><p><br/></p><p>Es ist auch interessant zu erwähnen, dass die Verschränkung bei den Berechnungen der <em>Quanten-Teleportation</em> eine Rolle spielt. Die <strong><em>Quanten-Teleportation</em></strong> ist eine weitere Form der Quantenberechnung, bei der durch die Verschränkung Quantenalgorithmen ermöglicht werden. Diese Algorithmen fungieren als Quantenteleportation, bei der der Zustand eines Qubits auf ein anderes übertragen werden kann, ohne dass physikalische Teilchen den Raum zwischen den beiden durchqueren müssen. Für mich klingt das nach <strong><em>Science-Fiction</em></strong>, jedoch ist das tatsächlich die aktuelle Realität. <a rel="noopener noreferrer nofollow" href="https://www.quera.com/glossary/quantum-teleportation">Hier</a> kannst Du mehr darüber erfahren.</p><p><br/></p><p><strong><em>Quantenparallelismus</em></strong> konnte meinerseits bereits teilweise erwähnt werden. Die Verschränkung der Quantenbits ermöglicht es, dass für ein Problem parallel mehrere Lösungen im Computer berechnet werden können.</p><p><br/></p><p>Wissenswert wäre jedoch noch die Auseinandersetzung mit dem folgenden Begriff wie "<strong><em>Quanteninterferenz</em></strong>". Dieses Phänomen beruht auf den Prinzipien der Quantenmechanik, wodurch die Wahrscheinlichkeiten manipuliert werden können. Dieser Effekt tritt dadurch auf, dass Quantencomputer beide Werte "0" und "1" gleichzeitig verarbeiten können. Zudem existieren diese Qubits oft in einem Zustand der Überlagerung, wie zuvor erwähnt wurde. Durch die gezielte Kombination der beiden Qubit-Werte können die Wahrscheinlichkeiten der beiden interferieren. Sollte in die Überlagerungszustände gezielt eingegriffen werden, besteht die Möglichkeit, die Wahrscheinlichkeiten der Ergebnisse zu beeinflussen und zu verändern, um hochqualitative Berechnungen zu erzielen.</p><p><br/></p><p>Somit konnten wir uns mit dem Grundverständnis über Quantencomputing sowie seinen wichtigsten Funktionen auseinandersetzen. Als nächstes ist es wichtig zu untersuchen, wie Quantencomputing den digitalen Transformationsprozess unterstützen könnte. Aus meiner persönlichen Sicht bietet Quantencomputing ein enormes Potenzial im Bereich des <strong><em>Data Science </em></strong>an.</p><p><br/></p><p>Quantencomputing in Verbindung mit <em>Datenwissenschaften</em> birgt ein erhebliches Potenzial zur Umgestaltung der Art und Weise, wie Daten verarbeitet, ausgewertet und analysiert werden. Dies gewinnt besonders an Bedeutung vor dem Hintergrund der zunehmenden Akkumulation umfangreicher Datenmengen durch Unternehmen, wobei Quantencomputer in der Lage sind, diese umfangreichen Datensätze in beeindruckender Geschwindigkeit zu verarbeiten.</p><p><br/></p><p>Die Mechanismen der Verschränkung, der Datenüberlagerung sowie der Quanteninterferenz ermöglichen die Durchführung neuartiger Berechnungen, bei denen Wahrscheinlichkeiten durch die Berücksichtigung von Korrelationen beeinflusst werden. Dies führt zu äusserst präzisen und exakten Berechnungsergebnissen. Infolgedessen erfordert die Datenanalyse eine grundlegende Neubetrachtung.</p><p><br/></p><p>Die Steigerung der Genauigkeit bei der Datenaufbereitung ermöglicht es Unternehmen, ihre Prozesse im Bereich Business Intelligence effizienter zu gestalten. Durch eine schnellere Reaktionsfähigkeit auf Veränderungen in der Umgebung gewinnen Organisationen die Möglichkeit, ihre Anpassungsfähigkeit zu verbessern. Dies trägt dazu bei, dass Unternehmen in der Lage sind, mit grösserer Geschwindigkeit auf dynamische Marktanforderungen zu reagieren.</p><p><br/></p><p>Durch die Konvergenz der beiden Technologien wie Big Data (Speicherung grosser Datenmengen) und Quantum Computing (schnelle und effiziente Datenverarbeitung und Analyse) können hochqualifizierte Einblicke in die Daten gewonnen werden, die zuvor nicht möglich waren. Durch den zusätzlichen Einsatz von Machine Learning können mithilfe von Algorithmen Muster in den massiven Datenmengen schnell evaluiert und erkannt werden, wodurch die Prognose über die zukünftigen Eintrittswahrscheinlichkeiten von Ereignissen präziser gemacht werden kann.</p><p><br/></p><p>Selbstverständlich führen neue bahnbrechende Technologien wie das Quantencomputing zu Unsicherheiten und sogar zu Widerständen bei den Menschen. Jedoch werden Organisationen in den nächsten hundert Jahren weiterhin auf den Faktor "Mensch" angewiesen sein. Aus diesen und weiteren ethischen Überlegungen möchte ich betonen, dass, wie bei jeder Veränderung, der signifikante Faktor Mensch nicht vernachlässigt werden darf. Sollte es eines Tages zur breiten Anwendung und Einführung des Quantencomputings kommen, erfordert dies eine hohe Akzeptanz sowie Lernbereitschaft seitens der Mitarbeiter.</p><p>Um wettbewerbsfähig bleiben zu können, sind Organisationen auf wissenshungrige, motivierte und fortschrittliche Denkweisen angewiesen. Dies kann durch zwei Massnahmen erreicht werden: zeitnahe Einbindung und eine hochwertige Ausbildung.</p><p><br/></p><p>Nicht zuletzt wirft Quantencomputing auch eine Reihe von ethischen Fragen auf, denen Organisationen in der Zukunft nachhaltig begegnen müssen. Eine zentrale Frage betrifft den angemessenen Energieverbrauch und die Auswirkungen der Rechenleistung auf das ökologische System unseres Planeten. Ebenso spielt der Zugang zur Technologie eine entscheidende Rolle, da er die bereits bestehende Ungleichheit zwischen den Ländern verstärken kann. Die Manipulation von Algorithmen und mögliche Eingriffe, die zu Benachteiligungen und Diskriminierungen bestimmter Gruppen führen können, stellt eine weitere ethische Herausforderung dar. All diese Fragen werden die Menschheit in den nächsten Jahren weiterhin beschäftigen, und wir hoffen darauf, dass für uns alle passende Lösungen gefunden werden. Wer weiss, vielleicht sogar mit Hilfe von Quantencomputing?</p><p><br/></p>]]></description>
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         <pubDate>2023-12-08 09:08:34 UTC</pubDate>
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         <title>Operante Konditionierung - Menschen zum Erfolg bewegen</title>
         <author>nataliiavidanova</author>
         <link>https://padlet.com/nataliiavidanova/do9mzecvqft2ty9g/wish/2838836570</link>
         <description><![CDATA[<div>Die allgemeine Annahme, dass wir soziale Wesen sind, bildet einen Grundpfeiler für verschiedene psychologische Ansätze, darunter die Sozialpsychologie, Bindungstheorie, evolutionäre Psychologie und sozial-kognitive Theorie. Diese Perspektiven betonen die zentrale Rolle von sozialen Interaktionen, Bindungen und Kooperation in der menschlichen Entwicklung.<br><br>Die Konsequenzen dieser Grundannahme erstrecken sich nicht nur auf die wechselseitige Abhängigkeit voneinander, sondern auch darauf, dass wir die Menschen in unserer Umgebung beeinflussen und selbst von ihnen beeinflusst werden, sei es bewusst oder unbewusst. Diese Einflüsse sind nicht immer positiv. Dennoch besteht in einem Management-Alltag die Verpflichtung, einen positiven Einfluss auf unsere Mitmenschen auszuüben. Dies beinhaltet die Förderung des Glaubens an die eigenen Fähigkeiten, die Ermutigung zur Übernahme mutiger Schritte und die Unterstützung bei eigenständigem Handeln.<br><br>Die Frage, wie man aus psychologischer Sicht das Verhalten anderer Menschen so beeinflussen kann, dass positive Effekte entstehen und kein Schaden verursacht wird, stellt eine ethische Herausforderung dar. Es bedarf einer bewussten Reflexion darüber, ob die eigene Einflussnahme auf andere als motivierend oder bereits als manipulativ betrachtet werden kann. Etwas steht jedoch fest: <strong><em>So oder so nehmen wir Einfluss aufeinander.</em></strong><br><br>Eine wirksame Methode, um professionell Einfluss auf das menschliche Verhalten zu nehmen, findet sich in den Konzepten der operanten Konditionierung. Allerdings muss dieses Konzept sorgfältig bedacht und unter Beachtung ethischer Grundsätze sowie mit Fingerspitzengefühl angewendet werden. Dennoch ist es hilfreich, grundlegendes Wissen über dieses Konzept zu besitzen.<br><br><br>Am besten lässt sich die operative Konditionierung anhand eines Fallbeispiels erklären. Es ist wichtig anzumerken, dass sie aus vier Bestandteilen besteht: positive Verstärkung, negative Verstärkung, positive Bestrafung oder negative Bestrafung.<br><br>Angenommen, wir möchten einen Projektmitarbeiter dazu motivieren, sich aktiv am Projekt zu beteiligen und sein Wissen über die einzuführende Technologie mit seinen Kollegen zu teilen.<br>Im Fall einer positiven Verstärkung könnte das gewünschte Verhalten des Mitarbeiters durch Lob oder sogar bestimmte Vergünstigungen belohnt werden. Somit wird ein Kollege, der sich aussergewöhnlich in das Thema einbringt, durch <em>positive Konsequenzen</em> in seinem Verhalten verstärkt.<br><br>Sollte das Verhalten des Mitarbeiters durch negative Verstärkung beeinflusst werden, bedeutet das, dass etwas Unangenehmes aufhören soll. Dies geschieht mit der Absicht, das gewünschte Verhalten zu fördern und zu wiederholen. Nehmen wir das Beispiel des Projektmitarbeiters. Um sicherzustellen, dass er sich weiterhin aktiv am Projekt beteiligen kann, könnten ihm theoretisch operative Aufgaben entzogen werden. Dadurch könnte er sich künftig stärker auf das Projekt konzentrieren. Theoretisch würde dieses Vorgehen dazu führen, dass der Mitarbeiter sich weiterhin im Projekt engagiert oder sogar sein Verhalten verstärkt wird.<br><br>Selbstverständlich kennen wir alle aus der Kindheit das unangenehme Wort 'Bestrafung'. Die Anwendung von Bestrafung im Arbeitsumfeld, um Verhalten zu steuern, ist ethisch fragwürdig und kann zu gegenseitigen oder sogar unkalkulierbaren Reaktionen führen. Daher ist die Anwendung dieses Konzepts aus ethischer Sicht sowie aus der Verhaltenspsychologie unerwünscht.<br>Mit diesem Artikel beabsichtige ich lediglich die Vermittlung des Wissens über die operante Konditionierung. Das bedeutet, dass auch weitere Variationen dargestellt und anhand von Beispielen erklärt werden sollen.<br><br>Stellen wir uns vor, dass das Verhalten des Mitarbeiters nun verringert werden soll. Angenommen, wir haben es mit einer schwierigen Person zu tun, die zwar im Projekt involviert ist, aber versucht, die Richtung des Projekts zu bestimmen, indem sie den Projektleiter ständig mit destruktiver Kritik attackiert. Wie können wir mithilfe von positiver Bestrafung sein Verhalten ändern? Bei positiver Bestrafung wird dem Verhalten etwas Unangenehmes hinzugefügt oder initiiert, um die Wahrscheinlichkeit zu verringern, dass das Verhalten in der Zukunft wieder auftritt. Theoretisch könnte dieses Verhalten durch die Zuteilung zusätzlicher Aufgaben oder weiterer Verantwortlichkeiten durch den Projektleiter in einem konstruktiven Ton gesteuert werden. Ob dieses Vorgehen zielführend ist, müsste man selbstverständlich kontextabhängig und personenabhängig entscheiden. Aber so funktioniert der Teil der positiven Bestrafung.<br><br>Und nun muss nur noch der Teil der negativen Bestrafung ausgeführt werden. Stellen wir uns vor, wir haben weiterhin mit einem schwierigen Mitarbeiter zu tun, und unsere positive Bestrafung hat keine positive Veränderung im Sinne der Verhaltensänderung gebracht. Hierbei wird etwas Angenehmes entfernt oder reduziert, um die Wahrscheinlichkeit zu verringern, dass das Verhalten in der Zukunft wiederholt wird. In diesem Fall könnte erwogen werden, dem Mitarbeiter die Aufmerksamkeit seitens des Projektleiters zu entziehen, bis dieser sein Verhalten ändert. Ebenso könnte in Betracht gezogen werden, ihm bestimmte Privilegien zu entziehen, wie die Reduzierung von Ressourcen, sei es in zeitlicher oder finanzieller Hinsicht.<br><br>Auf jeden Fall ist es angebracht zu betonen, dass die Interaktionen zwischen Menschen keine Einbahnstrasse darstellen. In beiden Fällen reagieren Personen auf Reize, sei es positiv oder negativ. Des Weiteren ist es wichtig zu beachten, dass sowohl die positiven als auch die negativen Bestrafungsformen von den Betroffenen als deutlich destruktiv wahrgenommen werden können. Im besten Fall könnte dies zu einer Trotzreaktion, im schlimmsten Fall sogar zu einer Kündigung führen.<br><br>Bei der Anwendung oder dem In-Betracht-Ziehen der operanten Konditionierung muss stets bedacht werden, dass entsprechende Konsequenzen entstehen, wie es in jeder Interaktion mit Mitmenschen der Fall ist. Es ist daher notwendig, diese Konsequenzen im Nachhinein angemessen zu akzeptieren.</div>]]></description>
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         <pubDate>2024-01-04 12:32:38 UTC</pubDate>
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      </item>
      <item>
         <title>Einen Mittelweg mithilfe des Resonanzprinzips finden: Ursachen-Wirkungsanalyse</title>
         <author>nataliiavidanova</author>
         <link>https://padlet.com/nataliiavidanova/do9mzecvqft2ty9g/wish/2847608424</link>
         <description><![CDATA[<p><strong>Ursachen-Wirkungs-Diagramm</strong></p><p><br></p><p>Häufig stellen wir uns sowohl in privaten als auch beruflichen Kontexten die Frage, wenn etwas nicht wie erwartet verläuft, wer für das Geschehene verantwortlich ist oder wem die Schuld zugeschrieben werden kann. Ist ein konstruktiver Ansatz in diesem Fall angebracht? Natürlich nicht. Diese Vorgehensweise signalisiert oft eine eingeschränkte Sichtweise auf die Situation und inneren Widerstand, den eigenen Beitrag zum Geschehen zu erkennen.</p><p><br></p><p>Auf der anderen Seite gibt es die extreme Tendenz, die Ursache des Geschehenen ausschliesslich auf sich selbst zu beziehen und den Fehler bei sich selbst zu suchen. Ist dieses Vorgehen in irgendeiner Weise hilfreich und zielführend? Ebenfalls nicht. Vielmehr sollten wir einen Mittelweg finden, wie wir die Ursachen und deren aktuelle Auswirkungen auf uns, unser Umfeld, Arbeitsprozesse oder Aufgabenstellungen auf multidimensionale Weise betrachten können.</p><p><br></p><p>Ein effektives Instrument zur Evaluierung externer Einflüsse auf Vorkommnisse ist das Ishikawa-Diagramm, auch als Ursache-Wirkungs-Diagramm bekannt. Durch den Einsatz dieses Instruments können komplexe Problemstellungen analysiert werden, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken. Diese Methode kann in erheblichem Masse zur Situationsanalyse beitragen.</p><p><br></p><p>Die Vorgehensweise wird in einem Fischgrät-Diagramm dargestellt. Die während des Analysevorgangs angestellten Überlegungen und die gewonnenen Erkenntnisse können in der Regel auf verschiedene Problemstellungen bezogen werden und somit zur Lösung mehrerer Probleme beitragen.</p><p><br></p><p>Bei der <strong><em>Ursache-Wirkungs-Analyse</em></strong> wird über sogenannte Einflussgrössen diskutiert. Meiner Ansicht nach kann jeder diese Grössen individuell definieren und variieren, abhängig von der jeweiligen Problemstellung.</p><p><br></p><p><strong>Menschen</strong></p><p><br></p><ul><li><p>Welche persönlichen Umstände könnten Individuen zu ihrem aktuellen destruktiven Verhalten treiben, wie etwa negative Emotionen oder Gefühle, frühere negative Erfahrungen oder Traumata sowie persönliche Unsicherheiten?</p></li><li><p>Spielen hier psychologische, psychische oder physische Belastungen eine Rolle?</p></li><li><p>Könnte die fehlende oder übertriebene Auslastung eines Mitarbeiters unkontrollierte Reaktionen auslösen?</p></li><li><p>Ist möglicherweise mangelnde Bildung oder Wissen ein Faktor?</p><p><br></p></li></ul><p><strong>Management</strong></p><p><br></p><ul><li><p>Übernimmt das Management eine Vorbildfunktion?</p></li><li><p>Ist das Management in der Lage, uneingeschränkte Verantwortung für sich selbst, das eigene Handeln, die Mitarbeitenden und die Organisation zu übernehmen, oder delegiert es Verantwortlichkeiten ab?</p></li><li><p>Werden auftretende Probleme ernst genommen und angemessen behandelt oder ignoriert?</p></li><li><p>Wurden die Ziele der Organisation klar und transparent an die Mitarbeitenden kommuniziert?</p></li><li><p>Ist das Management selbstzufrieden oder offen für Verbesserungen und Veränderungen?</p></li><li><p>Wie tritt das Management gegenüber den Mitarbeitenden auf?</p></li><li><p>Welche Kultur wird von der Unternehmensführung vorgegeben?</p></li></ul><p><br></p><p><strong>Umwelt</strong></p><p><br></p><ul><li><p>Durchläuft die aktuelle Gesellschaft akute Krisen, Kriege, Naturkatastrophen oder andere Herausforderungen?</p></li><li><p>Stehen allen gleiche Ressourcen zur Verfügung, oder herrscht ein Kampf um diese?</p></li><li><p>Wie sieht es mit der Zuwanderung aus, und ist das System in der Lage, diese zu akzeptieren, oder führt sie zu inneren Widerständen bei den Individuen?</p></li><li><p>Befindet sich die Gesellschaft in einem Wandel, und können ausgewählte Personen an diesem Wandel teilnehmen oder mithalten?</p></li><li><p>Wie gestaltet sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt? Wie werden Jobs entlohnt, und existiert ein solides Sozialsystem?</p></li></ul><p><br></p><p><strong>Arbeitsbedingungen</strong></p><p><br></p><ul><li><p>Verfügen die Mitarbeitenden über die notwendige und moderne Arbeitsausstattung?</p></li><li><p>Gibt es spezifische Anforderungen oder Bedürfnisse bezüglich der Arbeitsausstattung, die bisher nicht erfüllt wurden?</p></li><li><p>Wird die Ergonomie der Arbeitsausstattung überwacht und optimiert, um die Gesundheit der Mitarbeitenden zu fördern?</p></li><li><p>Sind die Arbeitsplätze ergonomisch gestaltet, um die Arbeitsleistung und das Wohlbefinden zu fördern?</p></li><li><p>Werden flexible Arbeitsplatzlösungen angeboten, um unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden?</p></li><li><p>Gibt es ausreichend Platz und Privatsphäre für die Mitarbeiter an ihren Arbeitsplätzen?</p><p><br></p></li></ul><p><strong>Perspektiven</strong></p><p><br></p><ul><li><p>Werden Mitarbeitende durch Schulungen, Weiterbildungen oder Coachings unterstützt, um ihre Fähigkeiten und Kenntnisse zu erweitern?</p></li><li><p>Existiert ein strukturiertes Entwicklungsprogramm, das individuelle Karriereziele fördert?</p></li><li><p>Gibt es regelmässige Feedbackgespräche, um persönliche Entwicklungsbereiche zu identifizieren und zu fördern?</p></li><li><p>Werden Möglichkeiten für berufliche Aufstiegschancen innerhalb des Unternehmens angeboten?</p></li><li><p>Wie wird die organisatorische Entwicklung innerhalb des Unternehmens gesteuert und unterstützt?</p></li></ul><p><br></p><p><strong>Methodik und Kultur</strong></p><p><br></p><ul><li><p>Besteht Klarheit bezüglich der angewandten Arbeitsmethodik in der Organisation?</p></li><li><p>Sind die Rollen und Funktionen der Mitarbeitenden klar definiert und kommuniziert?</p></li><li><p>Existieren klare Verantwortlichkeiten für einzelne Positionen und Teams?</p></li><li><p>Wird die Hierarchie als effektives Führungsinstrument oder als Hindernis wahrgenommen?</p></li><li><p>Wird die agile Methodik angemessen und effektiv angewendet?</p></li><li><p>Wie wird die Kultur der Zusammengehörigkeit bewertet?</p></li><li><p>Gibt es Mechanismen zur Gewährleistung eines gesunden Gleichgewichts zwischen Teamkohäsion und klaren beruflichen Grenzen?</p></li></ul><p><br></p><p><strong><em>Resonanzprinzip</em></strong></p><p><br></p><p>Nach der erfolgreichen Evaluation der externen Ursachen kann, je nach Situation, auch der persönliche Beitrag zum aktuellen Problem analysiert werden. Diese Idee greift in gewisser Hinsicht auf das <strong><em>Resonanzprinzip</em></strong> zurück, welches besagt, dass alles, was passiert, etwas mit uns zu tun hat. Denn auch wir beeinflussen unser Umfeld und Mitmenschen mit unseren Worten oder Taten, und unser Umfeld spiegelt uns meistens eine Rückmeldung in Form seiner Reaktion wider. Es kommt jedoch auch oft vor, dass wir etwas aus unserem Umfeld bekommen, was wir nicht gesendet haben. Das Resonanzprinzip kann somit auch ziemlich dogmatisch wirken. Selbstverständlich hat nicht immer alles, was stattfindet, etwas mit unserer Person zu tun. Nichtsdestotrotz kann dieses Prinzip zu einem Instrument der Selbstevaluation entwickelt werden, indem man sich ähnliche Fragestellungen stellt wie an sein Umfeld:</p><p><br></p><ul><li><p>Befinde ich mich in einer Situation oder stehe ich vor einer Problemstellung, die ich mir so vorgestellt oder gewünscht habe?</p></li><li><p>Kann es sein, dass ich etwas in mein Umfeld, bewusst oder unbewusst, reflektiert habe, das jetzt zu einer negativen Gegenreaktion geführt hat?</p></li><li><p>Kann es sein, dass ich etwas bewusst oder unbewusst nicht gemacht oder nicht gesagt habe, um die Situation zu verbessern?</p></li><li><p>Kann ich akzeptieren, dass ich auch einen Anteil an der Situation trage?</p></li><li><p>Bei genauer Reflexion, welchen Anteil trage ich persönlich?</p></li><li><p>Wie können meine Handlungen oder Reaktionen in der Zukunft besser ausfallen, um ähnliche Situationen oder Probleme zu vermeiden?</p><p><br></p></li></ul><p>Die Wahrheit ist, dass wir in erster Linie Veränderungen bei uns herbeiführen können: an unserem Verhalten, an unseren Bewertungen und Wahrnehmungen, Sichtweisen, Umgang und Reaktionen. In sehr seltenen Situationen können wir auch unsere Mitmenschen oder die Organisationen, in denen wir tätig sind, verändern. Die Veränderung beginnt bei uns selbst, beim Individuum. Nicht zuletzt leben wir in einem vernetzten und komplexen System, was bedeutet, dass es eine Unmenge an Ursachen gibt, die auch kaum kalkulierbar sind.</p><p><br></p><p>Oft wird jedoch in Organisationen darauf gesetzt, die Symptomatik und nicht die eigentliche Ursache zu behandeln. Vielmehr ist es somit wichtig, dass wir unser Verhalten reflektieren und korrigieren, damit bestimmte Situationen oder Problemstellungen künftig nicht wieder auftreten können. Nicht zuletzt führt dieses Vorgehen zu persönlichem Wachstum: <strong><em>Man wächst über die Situation und über die Problemstellung hinaus.</em></strong></p><p><br></p><p>Durch diese beiden Vorgehensweisen können wir lernen, die ursprünglichen Ursachen zu identifizieren und einzuordnen, um gezielt darauf einzuwirken sowie unseren eigenen Anteil an der Situation zu erkennen und an unseren Verhaltensweisen zu arbeiten. Dies führt dazu, dass wir Verantwortung für unser Handeln übernehmen können, aber auch in der Lage sind, uns dort abzugrenzen, wo unser Einfluss oder Verantwortungsbereich endet.</p><p><br></p><blockquote><p><em>Diese Vorgehensweise führt dazu, dass wir anstatt zu fragen "Wer ist schuld?" uns eine andere Frage stellen: "Was sollen wir jetzt tun?"</em></p></blockquote><p><br></p><p>Ich wünsche euch allen viel Freude bei der Umsetzung dieser beiden Modelle.</p><p><br></p>]]></description>
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