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      <title>Tendenzen im Bereich des Satzes by Albina Amiti</title>
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      <description>Schreibt die wichtigsten Punkte auf.</description>
      <language>en-us</language>
      <pubDate>2021-02-22 10:15:53 UTC</pubDate>
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         <title>Aktiv-Passiv-Opposition</title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[<p><strong>1. Verbformen-Komplexität:</strong></p><p>Einfache Verbformen wie "schreibst" verdeutlichen verschiedene grammatische Aspekte wie Person, Numerus, Tempus, Modus und Genus.</p><p><br/></p><p><strong>2. Konkurrenz der Genusarten:</strong></p><p>Im modernen Deutsch konkurrieren Aktiv, Vorgangspassiv und Zustandspassiv miteinander. Die Gebrauchshäufigkeit variiert in verschiedenen Sprachvarietäten, wobei das Passiv in der Fachsprache auffällig häufig verwendet wird.</p><p><br/></p><p><strong>3. Passivsynonyme und Passivfeld:</strong></p><p>Neben dem klassischen Passivparadigma werden Passivsynonyme wie z.B. Aktivsätze, sich lassen + Infinitiv, Funktionsverbgefüge und andere verbale Konstruktionen behandelt.</p><p><br/></p><p><strong>4. Stilistische Diskussionen und Kritik: </strong>Stilkundler warnen vor zu häufigem Passivgebrauch und verbinden dies mit Energielosigkeit und stilistischen “Krankheiten”. Die Kritik am Passiv bezieht sich auch auf psychologische und ideologische Implikationen.</p><p><br/></p><p><strong>5. Beispiele aus der Literatursprache:</strong></p><p>Viele Schriftsteller machen einen sehr besonderen Gebrauch vom Passiv. Mit Passivbelegen erzielen sie eine besondere stilistische Wirkung.</p><p><br/></p><p><strong>6. Täterzugewandtes Aktiv mit Täterverschweigen</strong>:</p><p>&nbsp;Jüngere Beispiele zeigen, dass das "täterzugewandte" Aktiv den Täter verschweigen kann, z.B., "Heute flossen 10000 Liter Gift in den Rhein" oder "Mitten in Paris detonierte eine Bombe." Trotz grammatischer Korrektheit kritisiert der Text die Pragmatik und schlägt vor, die Täterschaft explizit zu formulieren, wie in "X ließ 10000 Liter Gift in den Rhein fließen."</p><p><br/></p><p><strong>7. Unklare Täterschaft im Passiv:</strong></p><p>Passivsätze wie "Der Wagen wurde gestohlen" lassen den Täter zunächst unbekannt. Die starke Vorgangsorientiertheit des Passivs, die den Täter ausblendet, erklärt das häufige Vorkommen dieses Genus in Fachsprachen.</p><p><br/></p><p><strong>8. Passiv in der Verwaltungssprache:</strong></p><p>In der Verwaltungssprache wird häufig Passiv verwendet, was als "Passivierung" bezeichnet wird. Passivische Formulierungen wie "es ist festzustellen" führen dazu, dass die handelnde Person nicht greifbar ist. In der Verwaltungssprache erreicht der Passivgebrauch nach H. Wagners Untersuchungen einen Anteil von 40%, wobei Kritiker argumentieren, dass die handelnde Person für viele Aussagen in der Verwaltung irrelevant erscheint.</p><p><br/></p><p><strong>9. Diskussion über Passivgebrauch in der DDR-Stilistik:</strong></p><p>In der DDR-Stilistik wird der Passivgebrauch ähnlich kontrovers diskutiert. Kritik richtet sich vor allem gegen Texte aus der Sprache der Verwaltung und anweisenden Institutionen, wo das Passiv dazu neigt, den handelnden Faktor zu verschleiern oder abzuschwächen.</p>]]></description>
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         <pubDate>2023-11-11 14:47:30 UTC</pubDate>
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         <title>Exkurs: Abstrahierung gegen Bildlichkeit?</title>
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         <description><![CDATA[<ul><li><p>Beschwerden über abstrakte Sprache in Deutsch</p></li><li><p>Sorge um Verlust der Bildhaftigkeit</p></li><li><p>Historische Beispiele zeigen, dass Metaphern verblassen</p></li><li><p>Debatte, ob der Verlust in der Gegenwartssprache besteht</p></li><li><p>klagen über Sprachverlust sind nicht neu</p></li><li><p>Herders Ansichten prägen 19. und 20. Jahrhundert</p></li><li><p>Gottsched gegen Bildhaftigkeit, Bodmer/Breitinger dafür</p><p><br/></p></li></ul>]]></description>
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         <pubDate>2023-11-13 19:21:52 UTC</pubDate>
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         <title>Neue Aufgaben für den Konjuktiv</title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[]]></description>
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         <pubDate>2023-11-16 21:39:04 UTC</pubDate>
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         <title></title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[<p>Der Text thematisiert die oft übermäßige Verwendung von Fachsprache und die damit einhergehende Abstraktion in der juristischen Sprache. Dabei wird humorvoll eine Parodie der Juristensprache durch die Trolls präsentiert, wie in einem Beispiel von Fluck (1976, S. 40г): In einem fiktiven Kinderfall unserer Stadtgemeinde wird eine unbeschulte Minderjährige, als Rotkäppchen bekannt, aktenkundig. Die Mutter erhält ein Schreiben über ihre Krankheit und Pflegebedürftigkeit, mit der Auflage, der Großmutter Nahrungs- und Genussmittel zuzustellen. Aufgrund von Verknappungen im Ernährungssektor beschließt ein Wolf, bei der Großmutter unter Vorlage falscher Papiere vorzusprechen, um durch Täuschung und Mundraub eine strafbare Handlung durchzuführen. Der Text verdeutlicht die verschiedenen Abstraktionsstufen in der Sprache und betont die satirische Darstellung juristischer Ausdrücke. Der Abschnitt thematisiert die Abstraktionsabstufungen in der Sprache, illustriert durch Begriffe wie ›Ernährungssektors‹ und ›Genußmittels‹. Die Vergleichsstufen von einem konkreten Apfel auf dem Tisch bis zu abstrakten Konzepten wie ›Lebensstandard‹ und ›Wirtschaftssysteme‹ verdeutlichen die Abstraktionsebenen. Es wird darauf hingewiesen, dass die moderne Sprachwissenschaft, besonders die "Allgemeine Semantik" von A. Korzybski, St. Chase, und S. Hay-Wawa, Fragen zu systemimmanenten Aspekten aufwirft. Die Parodie der Trolls zeigt humorvoll, dass die Abstrahierung von Inhalten nicht ausschließlich durch Fremdwörter verursacht wird. Klagen über die Sprache sollten sich eher auf die Vermittlung in bestimmten Kommunikationssituationen als auf die Sprache selbst konzentrieren. Es wird kritisiert, dass in vielen Beiträgen Fremdwörter allein für Textschwierigkeiten verantwortlich gemacht werden, und es wird davor gewarnt, Ausdrucks- und Darstellungsmöglichkeiten gegeneinander auszuspielen. Die Passage betont, dass die bildhafte Darstellung in der deutschen Gegenwartssprache keineswegs erschöpft ist. Es wird nicht nur die Frage aufgeworfen, ob Metaphern vergangener Jahrhunderte verblassen, sondern auch, ob neue Formen der Bildhaftigkeit in der heutigen Sprache erkennbar sind. Dabei wird darauf hingewiesen, dass neben der Tendenz zur Verwissenschaftlichung ein Bedürfnis nach alltagssprachlicher Kommunikation besteht. Stilmittel wie Anschaulichkeit, Bildhaftigkeit und Betonung des Greifbaren sind konstitutive Merkmale der Alltags- und Umgangssprache. Die Textkritik richtet sich auch gegen die Verwaltungssprache, die oft die Kommunikation zwischen Staatsbürgern und Behörden beeinflusst. Exemplarisch wird ein Textbeispiel angeführt, in dem die Verwendung von Beschleunigungsvermerken in der Verwaltungssprache kritisiert wird. Es wird darauf hingewiesen, dass in Nachrichten und der Tagesschau exzeptionelle Beispiele auftreten, aufgrund der Vereinheitlichung von Angeboten und Formulierungen durch Nachrichtenagenturen. Dabei werden Begriffe wie ›Körber‹ für die Beschlüsse von Helsinki und ›Währungsschlange‹ als Beispiele für die Verwendung trivialer Worte in der Politik genannt. Die Passage betont, dass alltägliche Sprachbilder den Sachverstand nicht vollständig ersetzen können, und zeigt auf, wie schwierig es sein kann, bildhafte Mittel gegen die der Abstraktion auszuspielen.Hier bespricht man die komplexen Wechselbeziehungen zwischen der Entwicklung wissenschaftlicher Begriffe und der spontanen, alltäglichen Vorstellungen. Es wird betont, dass diese beiden Arten von Begriffen unterschiedliche Wege einschlagen, während sie sich gleichzeitig gegenseitig beeinflussen. Es wird auf die Herausforderungen hingewiesen, die mit diesem Zusammenspiel verbunden sind, und darauf, wie sich die Entwicklung der wissenschaftlichen Begriffe wiederholt.</p>]]></description>
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         <pubDate>2023-11-18 12:22:52 UTC</pubDate>
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         <title>Satzklammer: Tendenz der Ausklammerung</title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[]]></description>
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         <pubDate>2023-11-20 22:55:57 UTC</pubDate>
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         <title>Tempus Schwierigkeiten mit der Zeit</title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[<p>Die Tempus Verhältnisse in der deutschen Gegenwartssprache sorgen für eine kontinuierliche Problematisierung in der Sprachwissenschaft. Dass die Tempus Formen mit den Inhalten der ihnen zugewiesenen Zeitstufen (wie Gegenwart, Vergangenheit, Zukunft) nicht übereinstimmen, dass sie nicht monosem, sondern polysem sind, darüber gibt es in der Sprachwissenschaft Konsens. Das Missverhältnis zwischen Formen und Inhalten hat einige Sprachwissenschaftler sogar dazu veranlasste, die terminologische Gliederung zu andern.</p><p>Bei der Betrachtung der Form-Inhalt-Relationen ist grundsätzlich folgendes zu beachten:</p><p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Tempusformen sind keine Indikatoren für objektive Zeit;</p><p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Den sechs grammatischen Tempusformen entsprechen nicht sechs einfache Tempusbedeutungen,</p><p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Tempusformen kennzeichnen nicht nur Zeitinhalte, sondern auch modale Inhalte;</p><p>&nbsp;</p><p>Futursformen</p><p>Präsensformen</p><p>Perfektform</p><p>Präteritumform</p><p>Plusquamperfekt</p>]]></description>
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         <pubDate>2023-11-24 12:55:46 UTC</pubDate>
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         <title>Lehnwortschätze: Tendenz der Internationalisierung(Internationalismen)</title>
         <author></author>
         <link>https://padlet.com/albinaamiti/d1s6pyez7u1rlfd4/wish/2802491154</link>
         <description><![CDATA[<p>Lehnwortschätze werden mehr internationalisiert und der Einsatz von Fremdwörtern in der Sprache nimmt ebenfalls zu. Beschwerden über den Fremdwortgebrauch sind teilweise gerechtfertigt, jedoch nicht die Sprache selbst, sondern den gezielten Einsatz von Menschen in bestimmten Kommunikationssituationen. Die Bedenken hinsichtlich der Demokratie betonen die Notwendigkeit transparenter Sprachverwendung. Die Schwierigkeiten mit Fremdwörtern werden durch verschiedene Faktoren beeinflusst, darunter der Vertrautheitsgrad des Sachbereichs und die Satzeinbettung. Der Text hebt auch die positiven Aspekte der Internationalismen hervor und plädiert für eine differenzierte Betrachtung unter Berücksichtigung der veränderten politischen Gesamtsituation und der Bemühungen um internationale Vereinheitlichungen. Es wird darauf hingewiesen, dass viele Fragen des 20. Jahrhunderts auf übernationale Problem- und Aufgabenbereiche ausgerichtet sind. Schließlich wird der Begriff des Internationalismus im Zusammenhang mit Lehnwörtern erläutert.</p><p><br/></p><p>Zusammenfassend behandeln die genannten Autoren Internationalismen als Wörter, die aus lateinischen, griechischen, französischen oder englischen Elementen stammen und in verschiedenen Sprachen verbreitet sind. Sie betonen die Bedeutung von Internationalismen im Zusammenhang mit Fortschritten in Wissenschaft, Technik, Kultur und Handel. Der Begriff "Interlexem" wird von B. Schaeder eingeführt, um abstrakte Basiseinheiten des mehrsprachigen Lexikons zu beschreiben. Die Analyse von Internationalismen in Deutsch, Englisch und Französisch zeigt, dass sie etwa 3500 Wörter umfassen und in verschiedenen Gebrauchsfeldern, darunter Alltag, Fachsprache und Verfügbarkeit, auftreten. Ein Großteil dieser Wörter wurde vor 1945 entlehnt, und die Tendenz zur Internationalisierung setzt sich fort, insbesondere in Fachsprachen. Die Autoren betonen die Rolle von Internationalismen in der interkulturellen Kommunikation, im Fremdsprachenunterricht und als Indikatoren für historische und kulturelle Kontakte zwischen Völkern. Es wird auch darauf hingewiesen, dass Internationalismen oft in Gruppen auftreten und dass ihre Verwendung im Alltag und im Unterricht eine Lernerleichterung bieten kann, die in der Fremdsprachendidaktik bisher nicht ausreichend berücksichtigt wurde.</p>]]></description>
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         <pubDate>2023-11-25 15:33:07 UTC</pubDate>
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         <title>Zahlenangabe-Zahlenvehältnisse</title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[<p>Im Vergleich zu den relativ geschlossenen und stabilen Systemen der Grammatik wird der Wortschatz als offenes und unstabiles System bezeichnet. Die Multiplizierung und Popularisierung neue Sach- und Sprachgegebenheiten steht heute unter unvergleichlich günstigeren Voraussetzungen als je zuvor:</p><p>Die Massenmedien bringen tagtäglich neue Informationen und Worte im Umlauf. Dass diese totale Information durch die Kommunikationsapparate auch viele negative Auswirkungen hat.</p><p>Eine Zahlenangabe für viele: die Deutsche Presse-Agentur verbreitet im Tagesdurchschnitt 110 000 Worte .</p><p>Die Veränderungen des Wortschatzes treten in abgestuften Häufigkeiten auf: maximal in der Wortklasse des Substantivs, mit deutlichem Abstand in den Wortklassen des Adjektivs und des Verbs und in  minimaler Ausprägung, bei den Form und Funktionswörtern der Pronomen, der Präpositionen ... </p><p>Schatzunterschiede sind verständlich, bei einzelnen Zahlenangaben liegen verschiedene Wortbegriffe zugrunde.</p><p>Absolute Zahlen sagen nicht viel über Zahlenverhältnisse, Additionsreihen von Einzelwörtern nicht über Relationen im System der Sprache aus. Eine wesentliche Verbesserung bieten demgegenüber srpachstatistische Untersuchungen, weil sie aufgrund von Häufigkeitsangaben zum Sprachgebrauch auch Fragen der Sprachverhältnisse tangieren.</p><p>Die fünfzig häufigsten Wörter der deutschen Gegenwartssprache gehören überwiegend zu den Klassen der Artikel, der Pronomen und Präpositionen, überraschend die hervorragende Stellung einiger Adverbien bzw. Modalpartikeln und die kaum erwartete Häufigkeit der Konjunktionen &gt;und&lt;, &gt;aber&lt;, &gt;wenn&lt;, &gt;denn&lt;.</p><p>Die Funktionswörter, von denen es in jeder Sprache nur eine kleine Zahl gibt, bilden sozusagen das Skelett der Sprache,währen die Inhaltswörter eine riesige,ungeschlossene Klasse darstellen, täglich kommen neue hinzu. Funktionswörter kommen jeweils häufig vor, Inhaltswörter jeweils seltener.</p><ol><li><p>Hilfsverben ( haben, sein,werden) erreichen die größte Verwendungshäufigkeit.</p></li><li><p>Modalverben ( können und müssen)</p></li><li><p>Vollverben.</p><p>Trotz der materialbedingten inhaltlichen Verzerrung dürfte die Grundannahme von der &gt;ökonomischen Gliederung&lt; des Gebrauchswortschatzes nach wortengen und wortweiten Textfassungen akzeptabel sein.</p><p>Nach Meiers Berechnungen gehören viele Beschreibungen, wissenschaftliche Darstellungen und literarische Erzählungen zu den Beispielen für wortweite Textfassung.</p><p>Meiers Grundannahme von der ökonomischen Gliederung der Gebrauchswortschätze findet- trotz einiger ungelöster Probleme eine praktische Anwendung in neueren Wörterbüchern, so z.B. im dreisprachigen Grundwortschatz Deutsch.</p></li></ol>]]></description>
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         <pubDate>2023-12-03 19:11:38 UTC</pubDate>
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         <title>Zur Sprachgeschichte nach 1945</title>
         <author></author>
         <link>https://padlet.com/albinaamiti/d1s6pyez7u1rlfd4/wish/2817396613</link>
         <description><![CDATA[<p><br/></p><p>Es scheint, als reflektiere der Dialog in Ilse Aichingers Werk die Herausforderungen der Zeit nach 1945, wo der Widerspruch zwischen Überleben und Verlernen als Paradoxon dargestellt wird. Die Auseinandersetzung mit der Sprache nach dem Zweiten Weltkrieg wird als intensiv und notwendig betrachtet, angesichts der historischen Belastungen und der in Frage gestellten sozialen Strukturen.</p><p>——————-</p><p>Die beschriebene Diskrepanz zwischen dem scheinbar lebhaften äußeren Leben und der inneren Stille im Nachkriegsdeutschland spiegelt sich in der Wahrnehmung, dass die deutsche Sprache einen tiefgreifenden Wandel erfahren hat. Die Beobachtung, dass die aktuelle Sprache nicht mehr derjenigen von Goethe, Heine oder Nietzsche entspricht, deutet auf einen als zerstörerisch empfundenen Verlust hin. Es scheint, als sei die Sprache von einem bedeutenden Umbruch betroffen, der durch Medien, Theater und politische Reden deutlich wird.</p><p>—————————</p><p>Die heutige Sprache ist kontinuierlich verändert und nicht statisch ist, ähnlich wie bei anderen Sprachen und Epochen. Kritisiert wird eine oberflächliche linguistische Betrachtungsweise, die auf Unkenntnis basiert und Philologie und Linguistik geringschätzt. Es wird bemängelt, dass die Sprache oft für unrealistische Vorstellungen missbraucht wird, insbesondere in Propaganda und Politik.</p><p>——————————</p><p>Die Zitate markieren verschiedene Phasen der Auseinandersetzung mit der deutschen Sprache nach 1945: von Schriftstellern über Sprachkritiken bis zu Diskussionen zwischen Sprachkritikern und Sprachwissenschaftlern. Trotzdem wird betont, dass viele Deutsche nach 1945 so lebten und sprachen, als hätten die Ereignisse von 1933 bis 1945 nicht stattgefunden. Die Debatte über die deutsche Gegenwartssprache bleibt von der Auseinandersetzung zwischen Sprachkritikern und Sprachwissenschaftlern geprägt. Ein Vergleich ihrer Argumentationen verdeutlicht die Unterschiede. Zuvor wird auf den Sprachskeptizismus einiger Schriftsteller eingegangen.</p><p>——————————</p><p>Einige Schriftsteller sind von inhaltlichen und sprachlichen Herausforderungen betroffen, die es schwer machen, in einer Sprache zu schreiben, die gleichzeitig als Werkzeug des Missbrauchs und der Lüge erkannt wird. Die Äußerungen dieser Autoren sind Dokumente einer geschichtlichen Krise, die eine "dürftige Zeit" widerspiegelt, in der es für Schriftsteller schwierig ist, über ihr Leiden zu sprechen. Nach dem Wissen um Auschwitz und Treblinka erscheint das Schreiben von Gedichten laut Th. W. Adorno 1951 als barbarisch. Die Aussagen von W. Borchert wirken für viele Leser hoffnungslos, insbesondere durch sein frühes Ableben.</p><p>——————————</p><p>Die vorliegende Textpassage behandelt verschiedene Themen, darunter die poetische Darstellung von Gewalt, Krieg und Nachkriegszeit in Heinrich Bölls Werken. Es wird auf Bölls kritische Haltung gegenüber der Sprache und Poetik seiner Zeitgenossen eingegangen, sowie auf die Veränderung seines Fokus von der Vergangenheit zur Gegenwart und Zukunft. Zudem wird die Problematik der Sprachverwendung in der deutschen Literatur nach 1945 diskutiert, insbesondere im Kontext der "Gruppe 47". Der Text reflektiert auch den Konflikt zwischen dem Anspruch auf einen Neuanfang in der Literatur und der Schwierigkeit, sich von der alten Sprache zu lösen.</p><p>—————————-</p><p>Die Passage behandelt Sprachzweifel in der Literatur. Es zeigt, dass selbst berühmte Dichter wie Goethe Unsicherheiten in der Sprache empfinden. Im 19. Jahrhundert wirken Journalismus und Alltagssprache auf die Literatur, während im 20. Jahrhundert negative Einschätzungen dominieren. Der Text erwähnt auch Hofmannsthals "Brief des Lord Chandos" und Handkes "Sprechstücke" als Beispiele für die Schwierigkeiten der Sprache. Schließlich reflektiert der Text über Gedichte nach Auschwitz und hebt hervor, dass trotz allem das Schaffen von Kunst weiterhin besteht.</p><p>—————————-</p><p>Der Text beschreibt die Entwicklung der Sprachkritik und Sprachwissenschaft nach 1945. Die Sprachkritiker analysieren problematische Wortschätze und Sprachstrukturen, insbesondere solche, die während der Gewaltherrschaft vor 1945 entstanden sind. Die Sprachwissenschaftler nehmen diese Kritik auf und prüfen sie wissenschaftlich. Der "Sprachstreit" zwischen beiden Gruppen beeinflusst die Sprachgeschichtsschreibung. Die Zusammenarbeit wird als positiv bewertet, da die Sprachkritik ein Korrektiv durch die Sprachwissenschaft erfährt, während die Sprachwissenschaft von der anhaltenden Problematisierung durch die Sprachkritik profitiert. Ein Wörterbuch des Unmenschen wird vorgestellt, das unmenschliche Gebrauchsweisen von bestimmten Wörtern auflistet und als Warnung vor möglichen zukünftigen Bedeutungsverschiebungen dient. Der Text betont die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Sprachkritik und Sprachwissenschaft für ein tieferes Verständnis des Sprachgebrauchs.</p><p>————————</p><p>Die Textpassage diskutiert die Kritik an der Verwendung des Begriffs "Betreuung" und beleuchtet die historische Entwicklung sowie die Bedenken von Sprachkritikern. Dolf Sternberger hebt die verwendeten Begriffe "treu" und "Treue" hervor, während Peter von Polenz den Missbrauch des Begriffs im Dritten Reich und seine institutionelle Bedeutung anspricht. Der Text geht auch auf die Kritik an Funktionsverben ein, die eine formale Funktion im Satz haben. Insgesamt wird die Sorge um den Missbrauch von Begriffen und deren Veränderung im Kontext der Sprachentwicklung thematisiert.</p><p>—————————-</p><p>Die kausative Funktion von Verben wird von H. Kolb (1964) sprachgeschichtlich betrachtet, wobei er einen Rückgang kausativer Verben in früheren Sprachepochen feststellt. Kausative Beziehungen werden heute durch analytische Umschreibungen gebildet. Kolbs Bewertung ist positiv, und er hinterfragt, ob Äquivalente für Ausdrücke wie "zur Verfügung stellen" existieren. Die Duden-Grammatik reflektiert die Entwicklung der Diskussion über Funktionsverben, wobei die 4. Auflage (1984) einen starken Anstieg solcher Wendungen in der aktuellen Sprache feststellt. Es wird betont, dass einige Funktionsverben die Ausdrucksmöglichkeiten erweitern und die Sprache verbessern, während andere als überflüssig gelten. In der DDR-Sprachwissenschaft wird weniger streng mit Funktionsverben umgegangen, und es wird argumentiert, dass nominale Fügungen eine Bereicherung der Ausdrucksmittel darstellen.</p><p>—————————————-</p><p>Die Textpassage kritisiert die Ablehnung vieler zeitgenössischer Sprachwissenschaftler gegenüber Sprachkritikern. Sie betont, dass trotz möglicher Meinungsverschiedenheiten einige Anliegen der Sprachkritiker legitim sind, da sie den Zusammenhang von Sprache und Gesellschaft ansprechen. Die Kritik an der Sprachkritik bezieht sich auf ihre oft vorwissenschaftliche Herangehensweise und ihre Neigung, Sprachgebrauch zu bewerten. Es wird auch bemängelt, dass Sprachkritiker Veränderungen skeptisch sehen und historische Zusammenhänge vernachlässigen. Die Autoren plädieren für eine Zusammenarbeit zwischen wissenschaftlicher Sprachkritik und gesellschaftskritischer Sprachtheorie.</p><p>—————————</p><p>Der Text betont die Notwendigkeit, Sprache aus linguistischer Sicht zu betrachten, ähnlich wie ein Arzt einen Patienten medizinisch betrachtet. Es warnt davor, moralische Argumente als sprachliche auszugeben. Ein Beispiel unterstreicht, dass das sprachliche Niveau nicht zwangsläufig eine moralische Frage ist, da moralisch hochstehende Personen auch weniger ansprechende Sprache verwenden können. Ein Sprachwissenschaftler sucht hinter Sprachpflege und -kritik nach Entwicklungstendenzen und weist darauf hin, dass sprachliche Neuerungen oft Anzeichen eines Strukturwandels sind, nicht zwangsläufig einen Sprachzerfall bedeuten.</p><p><br/></p>]]></description>
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         <pubDate>2023-12-07 12:47:45 UTC</pubDate>
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