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      <title>Wolfgang Jantzen - Inklusion und Kolonialität by Melissa Blank</title>
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      <description>Textportrait </description>
      <language>en-us</language>
      <pubDate>2020-12-11 07:36:13 UTC</pubDate>
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         <title>Über den Autor</title>
         <author>melissalarablank</author>
         <link>https://padlet.com/melissalarablank/Bookmarks/wish/1481066735</link>
         <description><![CDATA[<div><strong>Wolfgang Jantzen<br>- </strong>4.5.1941 - 22.11.2020<br>- Studium des Lehramts (Grund, Haupt, Real und Sonderschul), Wahlfach Sport, Diplom in Psychologie<br>- Professuren in Bremen und Leipzig, Lehraufträge an verschiedenen Universitäten<br>- Vorsitzender der Luria Gesellschaft (1987-2008; 2. Vorsitzender ab 2011)<br>- geht von der Bildbarkeit und Entwicklungsfähigkeit eines jeden Menschen aus und gilt mit Georg Feuser zusammen als Gründer der Materialistischen Behindertenpädagogik <br>- verbindet diverse Fachwissenschaften in seinen Theorien und Texten (Psychologie, Philosophie, Soziologie, Erziehungswissenschaften...)<br>- widerspricht jeglichen Formen der Exklusion und statuiert, dass sich unsere Ziele und Bemühungen auf die Gegenwart beziehen müssen uns nicht auf eine (mögliche) Zukunft<br><br><em>„Insofern, wenn ich das alles annehme, gibt es keinen Grund zur Verzweiflung. Das Leben findet hier und jetzt statt und die Gegenwart muss theoretisch geöffnet werden, indem Erinnerungsarbeit stattfindet und die Zukunft das bleibt, was sie ist, Zukunft, mögliche Zukunft, deren schlechtmöglichste Variante ich emotional gegenbesetze, damit ich in der Gegenwart das Bestmöglichste tun kann”</em> (S. 57).</div><div>(Wolfgang Jantzen (2002) in einem Interview mit Georg Feuser mit dem Titel: Behindertenpädagogik: Fragen der Zeit und zum »Zeitgeist«. In: Feuser, G. &amp; Berger, E. (Hrsg.) (2002): Erkennen und Handeln. Für Wolfgang Jantzen zum 60. Geburtstag. Berlin: Verlag Pro Bussiness, S. 7-58)</div><div><br><br>Quellen:&nbsp;<br>Homepage von Wolfgang Jantzen: http://www.basaglia.de/<br>Homepage von Georg Feuser:<br>https://www.georg-feuser.com/<br>&nbsp;</div>]]></description>
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         <pubDate>2021-05-01 16:08:59 UTC</pubDate>
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         <title>Stichpunkte aus Inklusion und Kolonialität</title>
         <author>melissalarablank</author>
         <link>https://padlet.com/melissalarablank/Bookmarks/wish/1481092557</link>
         <description><![CDATA[<div>-&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Konzept der sozialen Inklusion fußt auf Konzept der sozialen Exklusion (S. 242)</div><div>-&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; „Je nachdem, wie weit oder wie eng man Exklusion und ihre Ursachen fasst, bleibt Inklusion notwendigerweise der Aufhebung von Exklusion verhaftet.“ (S. 242)</div><div>-&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; „Die Kolonialität der Macht realisiert sich nicht nur im Bereich der Kolonien, sondern auch in Formen eines inneren Kolonialismus innerhalb der Kolonialstaaten, der nach Fortfall der Beherrschung der Kolonien in den Staaten der ehemals Kolonisierten und ehemals Kolonisierenden fort existiert“ (S. 244)</div><div>-&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; „Das „conquiro ergo sum“ transformiert sich in das „cogito ergo sum“. Die Verobjektivierung des Körpers als bloße Natur eröffnet alle späteren Formen des 245 Rassismus und der damit einhergehenden Dehumanisierung. Die Wahrnehmung des farbigen Körpers, des weiblichen Körpers, des behinderten Körpers signifiziert unmittelbar Naturhaftigkeit und Minderwertigkeit“ (S. 244-45)</div><div>-&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Es existiert ein aktives Objekt, das inkludiert, und ein Passives, das inkludiert wird (S. 245)</div><div>-&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; (Daher:) Prozess der Befreiung/ Transformation passendere Begriffe für die nötige Veränderung als Inklusion (S. 246)</div><div>-&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Prozess der Befreiung: „Die Stimme des/der anderen zu Geltung bringen, „voice and vote“ “ (S. 246-247)</div><div>-&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Die Werte, Erfahrungen, Bedeutsamkeiten etc. des globalen Nordens (Europa und USA) werden häufig par pro toto für die ganze Welt gesehen und missachten die Kompetenzen, Erfahrungsschätze sowie Rechte auf Teilhabe an Prozessen des Südens</div><div>-&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Fünf Monokulturen der Exklusion nach Santos; u.a. die „die Monokultur der „Naturalisierung der Differenzen“ – diejenigen, die anders sind, sind dies ‚von Natur aus‘ “ (S. 247-248)</div><div>-&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Ulysses-Syndrom: Die Namen der Ausgegrenzten verschwinden (S. 249)<br><br></div><div>-          Betreten des Raums der Grenzen, sich bewusst den Exkludierten anvertrauen, sie als Meinesgleichen anerkennen und aktiv Verachtung des machtvollen Herrschenden auf sich nehmen, definiert für Jantzen Inklusion (S. 248-249)&nbsp;</div>]]></description>
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         <pubDate>2021-05-01 16:30:49 UTC</pubDate>
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         <title>Das sticht für mich hervor/Das habe ich mitgenommen</title>
         <author>melissalarablank</author>
         <link>https://padlet.com/melissalarablank/Bookmarks/wish/1481095930</link>
         <description><![CDATA[<div>Der kolonialistische Gedanke, dass der Körper, das Körperliche, das Aussehen einen Menschen definieren und Rückschlüsse auf seinen Geist und seine Fähigkeiten zulassen, ist immer noch (unterbewusst) präsent und hat entsprechend natürlich Auswirkungen auf unseren Umgang mit MmB. Gleichermaßen aber auch auf unseren Umgang mit Konzepten, Forschung und Umgehensweisen zum Thema Inklusion aus ehemals kolonisierten und als unzivilisiert geltenden Regionen und Kulturen. "Der Westen" steht hier pars pro toto für die Welt. Genauso erleben Menschen mit Behinderung, dass ihre Behinderung für sie als Ganzes steht und in sogar ihren Namen ersetzt. Aussagen wie "Der Autist in unserer Klasse" oder "Unsere zwei Downies" etc. kennen sicher viele. Die (zugeschriebene) Behinderung wird als dominierendes Merkmal der Person angenommen und Anderes ihr untergeordnet.&nbsp;<br>Inklusion kann dazu nicht die vollständige Lösung sein, da sie als Antagonist immer die Exklusion hat, beides nur miteinander existiert und von der aktiven Seite, der Inkludierenden, gegenüber den passiven Partizipator*innen, den&nbsp; Inkludierten, ausgeführt wird. Vielmehr müsste eine Transformation der Systeme stattfinden, in der Kategorien aufgehoben und gemeinsam von allen neue Strukturen gebildet werden.&nbsp;</div>]]></description>
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         <pubDate>2021-05-01 16:33:32 UTC</pubDate>
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