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      <title>Anna Kim by Lena Hoerl</title>
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      <language>en-us</language>
      <pubDate>2024-07-11 09:30:57 UTC</pubDate>
      <lastBuildDate>2024-07-15 22:27:30 UTC</lastBuildDate>
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         <title>LE/F: Zum Titel</title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[<p>Der Titel lässt mich die Erzählung sofort als wissenschaftliche Untersuchung lesen, durch welche die Nacht als Ganzes verstanden werden soll (vielleicht wegen des später entstandenen <em>Anatomie eines Falls</em>, wo der Fall des Ehemannes als Ereignis auseinandergenommen wird, um juristisch rekonstruiert zu werden — schließlich kommt <em>Anatomie</em> ja aus dem Griechischen <em>anatomê</em>, sezieren). Aber das Wort <em>Anatomie</em> bezieht sich auch fast sofort auf den Körper — als hätte die Nacht einen Körper. Nicht nur: wie die Nacht erfolgt ist, sondern auch, wie sie an sich konstituiert ist. Und was daran Körperliches ist.&nbsp;</p><p><br/></p><p>Héléne Cixous preist, andererseits, ein weiblich geprägtes körperliches Schreiben («&nbsp;Il faut que la femme écrive par son corps&nbsp;», Le rire de la méduse, Galilée, S.55). Der weibliche Körper sei unendlich und vermehrend, was ihn für das Schreiben besonders gut eignet.&nbsp;</p><p><br/></p><p>Der Grund der Ereignisse, um welche es in<em> Anatomie einer Nacht </em>geht, wird als Epidemie beschrieben, eine einsteckende Krankheit, etwas Körperliches also. Der Ort, der alle Geschichten verbindet, sowie die fließende, räumliche Übergänge zwischen den Erzählungen lassen auch an einem Organismus denken. </p><p><br/></p><p>Inwiefern handelt es sich hier, sowohl in der Erzählung als auch im Akt des Schreiben selbst, um ein körperliches Verfahren? Wie sind die Ereignisse, die beschrieben werden, und die eigene Schreibpraxis (durch den Körper) zusammen zu denken? Wie verstehen Sie Cixous Appell für ein weibliches Schreiben (écriture féminine)?&nbsp;</p>]]></description>
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         <pubDate>2024-07-13 13:03:25 UTC</pubDate>
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         <title>Veränderungen von 2012 zu heute: Triggerwarnungen und stärkere Sprachregulierung </title>
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         <description><![CDATA[<p>Auch, wenn seit der Erscheinung des Buches mittlerweile 12 Jahre vergangen sind, und das Bewusstsein für Themen wie Mental Health und Suizid auf jeden Fall größer geworden ist, handelt es sich dabei leider immer noch um stigmatisierte Tabuthemen. Dennoch wird in bestimmten Kreisen heute sensibler damit umgegangen als noch vor einigen Jahren: So werden häufig Triggerwarnungen vor der Behandlung dieser sensiblen Themen ausgesprochen und die Wortwahl wird kritischer hinterfragt. So kann beispielsweise das Wort "Selbstmord"  eine implizite Verurteilung der Handlung als Straftat begünstigen, wohingegen das Wort "Suizid" eine wertneutrale Betrachtung ermöglicht. </p><p><br/></p><p>Wie stehen Sie zu diesen Entwicklungen? Würden Sie, wenn Sie das Buch heute veröffentlichen würden, auch vermehrt auf den Sprachgebrauch achten und eine Triggerwarnung einbauen bzw. für wie sinnvoll erachten Sie das? </p>]]></description>
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         <pubDate>2024-07-13 18:38:51 UTC</pubDate>
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         <title>LE+F: Cixious; Apartheid und Unterdrückung der Frau</title>
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         <description><![CDATA[<p>(Meine Frage bezieht sich nicht auf die Texte von Anna Kim, sondern auf Das Lachen der Medusa)</p><p>Ich fand es erstens sehr spannend, dass das Wort Phallogozentrismus hier verwendet wurde, weil es dann also um die <strong>Sprache</strong> (in allgemeinerem Sinne) geht, und sowohl produktive als auch rezeptive Aspekte der Sprache umfasst werden – sowohl das Schreiben als auch das Sprechen der Frau leidet folglich also unter dem Phallogozentrischen.</p><p><br/></p><p>Ich hatte aber Schwierigkeiten mit dem <strong>Vergleich zwischen Apartheid und Unterdrückung </strong>der Frauen (wenn ich es richtig verstanden habe, wird auf Seite 41-42 davon gesprochen; ‚wir sind schwarz‘ – vielleicht habe ich das aber auch falsch interpretiert?). Ich habe dann aber mit Freundinnen in meinem Umfeld über die Stelle gesprochen, und habe mich deswegen gefragt, ob ich – ein weißer cis-Mann – überhaupt ‚befügt‘ bin, dazu eine Meinung zu haben. Jetzt bin ich neugierig, wie die anderen Kursteilnehmer*innen diese Stelle gelesen haben, und ob sie der Meinung sind, dass dieser Vergleich ein wenig problematisch ist? Kann die Unterdrückung der Frauen, so wie sie von Cixious beschrieben wird, mit Apartheid und rassistischen, eurozentrischen Perspektiven auf Afrika gleichgesetzt werden?</p><p><br/></p><p><br/></p>]]></description>
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         <pubDate>2024-07-14 07:17:41 UTC</pubDate>
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         <title>LE/F: Cixous´ negative Definition von weiblicher Ästhetik</title>
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         <description><![CDATA[<p>Im Gespräch mit Ilma Rakusa haben wir uns mit einer positiven Definition von einer weiblichen Ästhetik auseinandergesetzt und die zum Teil problematisiert. Die Liste von Merkmalen enthielt u.a. Polylogik, Assoziativität, Dekonstruktion von Zeit und Raum. Bei Cixous kommt eine negative und weniger ausbuchstabierte Definition vor, und zwar dass die weibliche Rede „nie einfach oder gradlinig oder „objektiv verallgemeinernd ist“ (45). Ich frage mich, ob das stimmt und was unter „einfach“ zu verstehen ist? Ob damit gemeint ist, dass wir in Texten von Autorinnen die Reibung mit dem Sprachmaterial stärker wahrnehmen oder wenigstens mit der Erwartungshaltung an die Texte herantreten?</p>]]></description>
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         <pubDate>2024-07-14 10:59:26 UTC</pubDate>
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         <title>Nexus zwischen Körper und Text bei Cixous</title>
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         <description><![CDATA[<p>Ich habe mich gefragt, ob die Verknüpfung von Körper und Text mit einer Wiederbelebung des/der Autor*in einhergeht, und ob die Tendenz, Autorinnen mit ihren Protagonistinnen zu vergleichen,  nicht als Defizit wahrzunehmen ist, sondern um- und aufzuwerten ist. Würde man von Cixous´ Text ausgehend behaupten können, dass wir nicht mit einem Rezeptionsproblem zu tun haben, sondern dass das Problem im Bereich der Produktion zu verorten ist, weil Männer sich angewöhnt haben, ihren Körper auszuklammern, eine Maske aufzusetzen? (S. 46)</p>]]></description>
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         <pubDate>2024-07-14 11:05:38 UTC</pubDate>
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         <title>Der Suizid der &quot;Ermittlerin&quot; Sara Lund als Schlüsselstelle?</title>
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         <description><![CDATA[<p>Ich fand vor allem die Figur Sara Lund interessant, weil ich als Dänin bei diesem Namen sofort an die Krimiserie „Das Verbrechen“ denken musste, in der die Ermittlerin so heißt. Sara  erhält ihren Nachnamen von dänischen Adoptiveltern, die in ihrer „Liebe“ zu Sara ihre eigene Eitelkeit ausleben können (153). Die Geschichte vom Suizid des Vaters (152) und den nicht zu Ende ermittelten Fall ihrer Großeltern, in dem sehr voreingenommen bzw. auf der Basis kultureller Klischees ermittelt wird (148), muss sie – wie die Serienprotagonistin –  auf eigene Faust ermitteln (153). Ist der Suizid von Sara Lund, der am Ende angedeutet wird als Hinweis auf eine fehlende dänische Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit zu lesen? (Stichwort: Keine Ermittlerin = keine Aufarbeitung)</p>]]></description>
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         <pubDate>2024-07-14 13:09:28 UTC</pubDate>
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         <title>Unter- und Kehrseiten von Sprache, Körperlichkeit des Lesens und Schreibens</title>
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         <description><![CDATA[<p>Bei meiner Lektüre der "Geschichte eines Kindes" empfand ich ein ganz eigentümliches Unbehagen, das sich wie ein Faden durch den Text zog und vom sprachlichen Eindruck fast zum körperlichen Erlebnis ausweitete. Ich fühlte mich wie eine unsichtbare 'Zeugin' jener 'Fallgeschichten', die im Text sprachlich 'zergliedert' und zur Schau gestellt werden, und fühlte die schneidende Sprache in den Dialogen und Tagebucheinträgen der Figuren, fühlte die beklemmende Enge, Verletzung und Verstörung, die, in diesem Text vielleicht zuvorderst, eine sprachliche ist und poetisch als solche verhandelt wird. Die Schnitte, die Sprache in diesem Text setzt, sind sublim und wirken in eben dieser 'Unterseite': Unter der Sprache liegen die Ideen, die diese übersetzt, und sie stehen im Raum, zwischen den Zeilen, sind da und doch nicht zu fassen – im Deckmantel von Sprache werden die eigentlichen Themen wie struktureller Rassismus, Fetischismus und Kolonialgeschichten umkreist ("Joan hob beschwichtigend ihre Hände. Ich dürfe sie nicht falsch verstehen, sie spreche keineswegs als Ahnungslose, sondern als Eingeweihte: Ihr Mann Danny sei in der gleichen Situation wie ich." S. 14) oder scheinbar objektiv fixiert ("Es ist allgemein bekannt, dass der amerikanische N*, wenn überhaupt, nur von einer leichten Form der Masern und Diphtherie befallen wird", S. 20). Das Unwohlsein nistet sich auch bei mir als Leserin ein, lässt spüren, vielleicht eine Projektion der Betretenheit der Figuren – dann wiederum, wie könnte ich auch nur annähernd begreifen? Mich würde interessieren, welche Rolle und Funktion Sie der Sprache in Ihrem Text geben – geht es um Archivierung, Verstehen, Subversion? Was macht diese Sicht auf Sprache mit dem Lesen? </p>]]></description>
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         <pubDate>2024-07-15 10:47:41 UTC</pubDate>
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         <title>LE: Aufdeckung von blinden Flecken und Überwindung einer Subjekt/Objekt-Dichotomie</title>
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         <description><![CDATA[<p>Die Ich-Erzählerin Fran muss Joans Gesichtsausdruck erraten, weil sie mit dem Rücken zum Licht sitzt (70) und der fotografierte Mann an Joans Wand lächelt, wie man nur jemanden anlächelt, den man gut kennt – oder gut zu kennen glaubt, wird korrigierend hinzugefügt (75). Die blinden Flecken der subjektiven Perspektive werden aber nicht bloß dargestellt, sondern zugleich als vorteilhaft aufgewertet. Die Ich-Erzählerin schätzt ihre Kurzsichtigkeit – was mich zunächst stark an die Protagonistin der Erzählung „Ihr glücklichen Augen“ von Bachmann erinnert hat – und nimmt die Welt lieber nicht mit dem Sehsinn wahr, sondern mit den restlichen Sinnen, die keine Distanz verlangen und es ihr ermöglichen mit den Objekten zusammenzuschmelzen, eins zu werden (74). </p>]]></description>
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         <pubDate>2024-07-15 21:54:39 UTC</pubDate>
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