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      <title>Krank werden im Beruf by Ernst Hany</title>
      <link>https://padlet.com/ernst_hany/krank4</link>
      <description>Was sollte Julius tun?</description>
      <language>en-us</language>
      <pubDate>2021-12-08 19:01:47 UTC</pubDate>
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         <title>Problemstellung</title>
         <author>ernst_hany</author>
         <link>https://padlet.com/ernst_hany/krank4/wish/1936620397</link>
         <description><![CDATA[<div>Julius ist in einer internationalen Rechtsanwaltskanzlei tätig und möchte gerne zum Mitinhaber aufsteigen – wenn da nur die ehrgeizige und erfolgreiche Kollegin Felicitas nicht wäre, die ihm oft eine Nasenlänge voraus ist. Julius arbeitet ohnehin schon Tag und Nacht und verteidigt seine Konzepte und Lösungen in den Teamberatungen auch ziemlich offensiv. Das Herzstolpern, das sich seit einigen Wochen zeigt, ignoriert er, genauso wie das immer häufiger auftretende Sodbrennen.<br><br>Analysieren Sie die Situation von Julius und erörtern Sie, wie er mit seiner beruflichen Situation umgehen sollte.</div>]]></description>
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         <pubDate>2021-12-08 19:01:47 UTC</pubDate>
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         <title>Kleiner Hinweis</title>
         <author>ernst_hany</author>
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         <description><![CDATA[<div>Neben den Ausführungen im Wiki könnte dieses Modell für Ihre Überlegungen nützlich sein. Es stammt von Matthews (2009, S. 320) und versucht am Beispiel von Herz-Kreislauf-Krankheiten deutlich zu machen, dass bei sogenannten "psychosomatischen" Störungen oft äußere psychische Belastungen und innere somatische Schwachstellen zusammenkommen.<br><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2021-12-08 19:01:47 UTC</pubDate>
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         <title></title>
         <author>svenjakorber</author>
         <link>https://padlet.com/ernst_hany/krank4/wish/1942839830</link>
         <description><![CDATA[<div>Um Julius einen Ratschlag für seine aktuelle Situation zu geben, lohnt es sich etwas weiter auszuholen und einen Blick darauf zu lege, inwiefern wir als Psycholg:innen überhaupt in der Position sein sollten ihm einen Rat zu geben und nicht ein:e Ärztin/Arzt:<br><br>Roberts &amp; Jackson (2008) haben unter dem Begriif Soziogenomik festgehalten, dass nicht nur die Gene beeinflussen, ob und wie Krankheiten ausbrechen. Vielmehr findet sich eine Interaktion zwischen Genen und Umwelt vor.&nbsp;<br>Dieses wird auch ganz gut in der Grafik von Matthews (2009) aufgenommen. Die Grafik stellt ganz gut dar, wie auf der linken Seite einerseits die Gene die innere umwelt beeinflussen während rechts äußerliche Faktoren wie der SÖS oder auch Stress die äußerliche Umwelt vorgeben. Beide beeinflussen gleichermaßen die Physiologie (wie z.B. Schäden der Arterien), aber auch psychologische Faktoren wie die Persönlichkeit direkt oder die Coping-Mechanismen (d.h. wie mit dem Stress oder der Krankheit umgegangen wird). Diese psychologischen Faktoren fallen, wie der Name bereits hergibt, in die Expertise der Psycholog:innen.&nbsp;<br>So haben Friedman &amp; Roseman (1970) herausgefunden, dass gewisse Persönlichkeitseigenschaften in Männern, die dei Wahrscheinlichkeit für kardiologische Erkrankungen erhöhen. Darunter fallen z.B. Konkurrenzdenken und intensiver Antrieb. In der kurzen beschreibung von Julius lassen sich da erste Parallelen entdecken. Scheinbar nimmt er seine Kollegin Felicitas als Konkurrenz wahr. Und wenn er bereit ist, neben seiner Arbeitszeit auch die nächtlichen Stunden der Arbeit zu widmen, so klingt das, als sei er hoch motiviert. Das alleine muss natürlich noch nichts bedeuten. Allerdings haben Scheier &amp; Bridges (1995) ebenfalls festgestellt, dass im Verlaufe einer Krankheit, biologische Faktoren in der Bedeutung für den Krankheitsverlauf zunehmen und Persönlichkeitsfaktoren eher abnehmen. Mit anderen Worten: Es ist ein mögliches Szenario, dass er bisher von guter gesundheit profitieren konnte und der Stress und Ehrgeiz eher dazu geführt hat, dass er wenig krank wurde. Jetzt fängt aber das Herzstolpern und Sodbrennen an. Und der Puffer, der ihm seine Gene z.B. bis jetzt verschafft haben, aufgebraucht ist und regelmäßiger Schlafentzug und kontinuierlicher Stress immer weiter ins Gewicht fällt. Zumal er auch älter wird und Alter den Zusammenhang von Krankheit und psychologischen Faktoren (wie Emotionen) moderieren kann (Busch, Credo, Götz, &amp; Römer, 2021).&nbsp;<br><br>Letztendlich ist aber die Frage, wie er mit seiner beruflichen Situation umgehen soll. Diese Frage ist ziemlich schwer zu beantworten. Einerseits, weil ich keine Ärztin bin und daher nicht einschätzen kann, wie schlimm Herzstolpern und Sodbrennen (ggf. sogar die Kombinatiion aus beidem) ist - es könnte ein Vorzeichen für noch schlimmeres sein. Andererseits wäre es für ein Ratschlag auch gut zu wissen, welches gesundheitsschädliches /gesundheitsförderliches Verhalten er noch aufweist. Daher würde ich zunächst erstmal empfehlen, zu einem Arzt zu gehen und sich physiologisch untersuchen zu lassen. Dann würde ich genauer erfassen wollen, welche verhaltensweisen er noch ausweist. Raucht er? Wie sieht seine Ernährung aus? Betreibt er Sport? Dafür bräuchte man etwas Zeit. Ebenfalls Zeit bräuchte man, um ihm dann ein maßgeschneidertes Interventionsprogramm aufzustellen. Daher wäre auf jeden Fall klar, dass er erstmal zurücktreten muss. Vermutlich mit der Konsequenz, dass er die Position als Mitinhaber fürs Erste aufgeben muss. Da ich ihm weniger Ratschläge geben kann bzgl. der Vorgänge in seinem Körper, würde ich mich darauf konzentrieren, warum genau er Mitinhaber werden möchte. Sicherlich, scheint mir das etwas sehr bedeutungsvolles zu sein, aber warum stellt er diese Position über seine Gesundheit? Braucht er das Geld so sehr? Sollte dies der Fall sein, so frage ich mich, was ihm das Geld nützt, wenn er primär dafür ausgeben muss, im Krankenhaus zu liegen bzw. Medikamente zu kaufen, weil er Herzprobleme hat. Dann hat er ja nicht besonders viel von dem Geld. Ganz besonders, wenn er aufgrund der Herzprobleme früher verstirbt. Sollte es an dem Status liegen, gilt eigenlich immer noch das Argument von zuvor. Nur würde dann noch hinzukommen, ob es nicht auch möglich ist, einfach selbst eine Kanzlei zu&nbsp; gründen. Mitinhaber zu werden, bedarf ja auch ein paar Jahre Expertise und sollte er wirklich ein potentieller Nachfolger werden, hat er sich sicherlich auch schon einen Namen gemacht. Beides könnte er ggf. nutzen, um eine eigene Kanzlei zu gründen oder in einer anderen einzusteigen.&nbsp;<br>Die Frage ist jedoch auch, ob er überhaupt ein Interesse hat, etwas an der SItuation zu ändern. Sicherlich können externe Menschen, wie ein Arzt, ihm aufzeigen, worauf er zusteuert. Wenn er aber gar kein Bedürfnis hat, etwas zu ändern, steigt er ja noch nicht mal in die Motivationsphase (s. HAPA, Schwarzer, 1999) ein.&nbsp;<br>Bevor ich ihm daher einen spezifischen Vorschlag machen kann, bedraf es erstmal mehr Informationen. (Svenja Korber)</div>]]></description>
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         <pubDate>2021-12-12 15:34:07 UTC</pubDate>
         <guid>https://padlet.com/ernst_hany/krank4/wish/1942839830</guid>
      </item>
      <item>
         <title></title>
         <author></author>
         <link>https://padlet.com/ernst_hany/krank4/wish/1945411725</link>
         <description><![CDATA[<div>Ich stimme Svenja größtenteils in ihrer Analyse zu. Da sie meiner Meinung nach die psychologischen Grundkonzepte des Themas bereits gut dargestellt hat, werde ich mich auf Julius' Situation konzentrieren. Jeder Mensch hat seine eigenen Prioritäten und Julius' scheint die zu sein, Mitinhaber zu werden (durch die gegebenen Informationen schließe ich bspw. die Eröffnung einer eigenen Kanzlei aus). Mitinhaber zu werden beschreibt also sein größtes Ziel. Er scheint bereits alles dafür zu tun, arbeitet rund um die Uhr etc. Herzstolpern kann als häufige Ursache Stress haben, unter dem er definitiv steht. Mir erscheint es als Tatsache, dass dieser Stress nicht weniger werden wird, wenn er erstmal Mitinhaber geworden ist. Aus meiner ganz persönlichen Perspektive würde ich Julius davon abraten, die Mitinhaberposition weiter zu verfolgen. Er sollte sich auf seine Gesundheit konzentrieren. Eine Möglichkeit wäre natürlich auch, dass dadurch weniger Stress besteht,  wodurch er evtl. positiver gestimmt ist und wodurch er schlussendlich vielleicht sogar bessere Arbeit leistet, und ihn dieser Weg vielleicht doch noch zum Ziel führt. Psychosomatische Erkrankungen können häufig Signale des Körpers sein, dass sich etwas im Verhalten ändern sollte, da sonst eine sehr ernsthafte Erkrankung eintreten kann. Worauf Svenja bereits gut hingewiesen hat: wenn er früh verstirbt oder mit der Mitinhaberposition ernsthaft erkrankt, hat ihm dieser Job leider wenig gebracht. (Zoe Gless) </div>]]></description>
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         <pubDate>2021-12-13 19:33:34 UTC</pubDate>
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         <title></title>
         <author></author>
         <link>https://padlet.com/ernst_hany/krank4/wish/1947332326</link>
         <description><![CDATA[<div>Ich kann Svenja und Zoe nur zustimmen. Beide haben bereits ausführlich die Situation von Julius analysiert und sofern überhaupt möglich, Handlungsvorschläge gemacht. Hinzuzufügen ist vielleicht noch, dass sich Julius Verhalten nach Chesney und Rosenman (1985) zum Typ A zuordnen lässt. Letzterer lässt sich durch Verhaltensweisen wie&nbsp; hohen Arbeitseinsatz, hohe Wettbewerbsorientierung, Feindseligkeit und Streben nach Perfektionismus&nbsp; charakterisieren. Dieser Verhaltenstyp steht in einem engen Zusammenhang mit einer Prädisposition zu Herzerkrankungen und anderen typischen Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Diabetes und  zeigt eine bis zu doppelt so hohe Erkrankungsrate. Bei Julius sind schon erste Anzeichen einer Herzerkrankung erkennbar. Zwar ist ein gewisses Maß an Ehrgeiz notwendig und auch förderlich, da sonst Selbstwirksamkeitserwartungen und Motivation leiden, aber es sollte immer in Maßen sein. Bei Julius zeigt sich Ehrgeiz und Konkurrenzdenken in übersteigerten Maße. Ich stimme Zoe zu, dass psychosomatische Symptome meist oder fast immer Warnsignale des Körpers sind. Julius ist daran gelegen, diese Warnsignale ernst zu nehmen. Vielleicht würde es Julius zusätzlich helfen, regelmäßig mit einem Psychologen oder einem Businesscoach über seine Situation am Arbeitsplatz zu reden. Eine externe Person hat meist nochmal einen anderen Blick auf eine Situation und kann auch Strategien mit Julius erarbeiten, wie er auf gesunde Weise mit seinem Ehrgeiz umgehen kann. (Lara Prigge)</div>]]></description>
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         <pubDate>2021-12-14 15:38:20 UTC</pubDate>
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         <title></title>
         <author></author>
         <link>https://padlet.com/ernst_hany/krank4/wish/1948940085</link>
         <description><![CDATA[<div>Julius macht für sein Karriereziel auf der Arbeit viele Überstunden, was eine große Belastung darstellt. Nach dem psychophysiologischen Modell kann Stress wie in Julius` Fall auf der Arbeit und dysfunktionale Bewältigungsstrategien Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen.  Matthews benennt im Modell hierzu noch die Umwelt eines Menschen, also Julius` Stress auf der Arbeit und seine Persönlichkeit, wie er mit den Umwelteinflüssen umgeht. Nach Friedman und Roseman (1970) können Konkurrenzdenken, Zeitdruck und intensiver Antrieb bei Männern die Entstehung kardiovaskulärer Erkrankungen begünstigen. In Julius`Verhalten findet man Parrallelen zu diesem Befund.&nbsp; Es wird nicht genannt, inwiefern Julius einen Ausgleich neben dem Beruf wie ein Hobby verfolgt, aber aufgrund der Tatsache, dass er sehr viel und oft bis in die Nacht hinein arbeitet, vermute ich, dass dafür nicht viel Zeit bleibt, sodass Julius kaum eine ausreichende Stressbewältigungsstrategie anwendet.&nbsp;Aus psychologischer und medizinischer Sicht sollte Julius auf seine Gesundheit achten und den Arbeitsstress langfristig reduzieren. Er gibt jetzt schon alles für sein Ziel Mitinhaber der Kanzlei zu werden und riskiert dafür seine Gesundheit, da er seine körperlichen Symptome nicht beachtet. Fragwürdig ist auch, ob die Arbeitslast weniger werden würde, wenn er erst einmal die Kanzlei leitete. Des Weiteren sollte Julius die Arythmie und das Sodbrennen medizinisch abklären und behandeln lassen, um weitere Verschlechterung und mögliche dauerhafte Folgen zu vermeiden. Außerdem kann es ratsam sein, einen Coach oder Psychologen zu konsultieren, um sich geeignetere Stressbewältigungsstrategien einzuholen und diese einzuüben. (Janine Wagenbach)</div>]]></description>
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         <pubDate>2021-12-15 09:02:41 UTC</pubDate>
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