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      <title>Kriminalitätsbekämpfung by Ernst Hany</title>
      <link>https://padlet.com/ernst_hany/kri3</link>
      <description>Wo und wie lohnt sich ein Präventivprogramm gegen Kriminalität?</description>
      <language>en-us</language>
      <pubDate>2022-01-06 14:07:46 UTC</pubDate>
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         <title>Problemstellung</title>
         <author>ernst_hany</author>
         <link>https://padlet.com/ernst_hany/kri3/wish/1978681582</link>
         <description><![CDATA[<div>Bronn und Lollys haben ein neuartiges Präventionsprogramm zur Vorbeugung einer kriminellen Karriere entwickelt und bieten es dem Bürgermeister von Königsmund an. „Wir sind sicher, dass unser Programm, bei jungen Menschen eingesetzt, die Entwicklung von delinquentem Verhalten massiv verringert“, versuchen Bronn und Lollys den Bürgermeister zu überzeugen. „Jetzt müsste man halt nur noch wissen, wer Gefahr läuft, kriminell zu werden“, antwortet der Bürgermeister süffisant, weil er sich nicht vorstellen kann, dass man das irgendwie vorhersagen kann.<br>  <br>Geben Sie dem Bürgermeister von Königsmund auf dieser Grundlage einen Rat, ob und unter welchen Bedingungen er das Programm von Bronn und Lollys finanzieren soll.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-01-06 14:07:46 UTC</pubDate>
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         <title>Mein Rat an den Bürgermeister von Königsmund</title>
         <author></author>
         <link>https://padlet.com/ernst_hany/kri3/wish/1981753626</link>
         <description><![CDATA[<div>Grundsätzlich gibt es bestimmte Risikofaktoren, die die Wahrscheinlichkeit, straffällig zu werden anzeigen (z.B. Hawkins et al., 1998). So kann das bestmögliche Interventionsprogram bestimmt und eingeführt werden. Es gibt allerdings oft nicht einen Grund, sondern verschiedene Ursachen korrelieren nach dem Multifaktoriellem Ursachenmodell mit dem Begehen von Straftaten.<br><br></div><div>Zu den Risikofaktoren gehören einige Kriterien aus der Kindheit. So beeinflussen eine schwere Geburt, Rauchen und Depressionen der Mutter die Aggression und somit das kriminelle Verhalten der Kinder negativ (Kandel &amp; Mednick, 1991). Die Aggression ist ab 13. Jahren als guter Schätzer für Straftaten aufzuführen (Shader, 2001). Eine der Hauptursachen ist das Erziehungsverhalten der Eltern (Patterson, 1982). Jungen im Alter von 10 Jahren neigen vor allem dann zu späterem kriminellem Verhalten, wenn elterliche Konflikte, Scheidung (Wassermann, 2003), Aggressionen vorliegen (McCord et al., 2001).<br><br></div><div>Zusätzlich zeigen Verhaltensschwierigkeiten der Kinder ebenfalls eine Tendenz, kriminell zu werden. Ist ein Kind hyperaktiv, kann sich schlecht konzentrieren und Aufmerksamkeit steuern, tendiert es eher zu kriminellem Verhalten (Seguin et al., 1995). Die besten Prädiktoren sind demnach gezeigte Verhaltensprobleme in der Vorschule. So sollte ein Interventionsprogramm eng mit der Schule zusammenarbeiten, um gefährdete Kinder zu identifizieren.<br><br></div><div>Die Beziehung zu Gleichaltrigen und die Nachbarschaft spielen ebenfalls eine Rolle. So wirkt ein chaotisches und ungeordnetes Umfeld negativ auf kriminelles Verhalten (McCord, Widom, and Crowell, 2001). Auch der sozioökonomische Status hat einen Einfluss auf aggressiv-dissoziale Verhaltensweisen, weswegen der Bürgermeister die Interventionsprogramme in sozial-schwächeren Gebieten anfangen könnte.<br><br></div><div>Da antisoziales Verhalten sich recht konstant festsetzt, würde ich dem Bürgermeister raten, möglichst früh anzusetzen. Er könnte in dem Interventionsprogramm vor allem darauf achten, negative Kettenreaktionen zu verringern, Selbstwert und -wirksamkeit aufzubauen und Möglichkeiten, wie Weiterbildung anzubieten. Zwei Drittel der Teilnehmenden an Interventionsprogrammen werden nicht rückschlägig, was für den Erfolg eines solchen Projektes spricht.<br><br>(Lara Jahnke)</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-01-08 16:02:14 UTC</pubDate>
         <guid>https://padlet.com/ernst_hany/kri3/wish/1981753626</guid>
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         <title></title>
         <author></author>
         <link>https://padlet.com/ernst_hany/kri3/wish/1981783754</link>
         <description><![CDATA[<div>+++++<br>Nicht nur in den Sieben Königslanden machen sich Menschen Gedanken zur Prävention von Kriminalität. Im Folgenden ordne ich exemplarisch Beispiele in die, im dieswöchigen Wiki berichteten, Modelle ein. Zudem habe ich kurz dazu recherchiert (sehr oberflächlich), wie die Evidenzlage zur Wirksamkeit unterschiedlicher Beispiele grob aussieht. Mein Fazit: Es gibt vielfältige und effektive Präventionsprogramme. Sie sollten allerdings bedacht eingesetzt werden, um die Wahrscheinlichkeiten für Wirksamkeit zu erhöhen.</div><div>+++++<br>Das Bundesministerium des Inneren und für Heimat teilt Kriminalprävention in drei Ebenen ein:</div><div>+<br>Primäre Prävention: „Entstehungsbedingungen von Kriminalität in der Gesellschaft entgegen[...]wirken" - beispielsweise durch "Wertevermittlung und Einübung gewaltfreier Konfliktlösung in Kindergärten und Schulen" (richtet sich an alle).</div><div>-&gt; Das Beispiel ordne ich bei den individuellen Faktoren nach Shader (2001) ein. Spezifischer ordne ich die Beispielsprävention, bei der Kinder lernen Konflikte verbal zu lösen, als Training der Selbstkontrolle ein. Laut Gottfredson und Hirschi (1990) ist Selbstkontrolle/ "self-control" gemeinsam mit "crime opportunity" ein erklärender Faktor für Kriminalität.</div><div>+<br>Sekundäre Prävention: „Tatgelegenheiten […] verändern, durch das Ändern von Verhaltensweisen und tatfördernden Situationen - beispielsweise durch „technische Mittel wie Wegfahrsperren“ (richtet sich an Personen mit erhöhtem Risiko).&nbsp;</div><div>-&gt; Auch diese Art von Prävention lässt sich nach Gottfredson und Hirschi (1990) einordnen: Durch das Reduzieren von „crime opportunities“ soll das Risiko für Kriminalität sinken.</div><div>-&gt; Studien-Beispiel 1: Die Meta-Analyse „<em>The prevention of violence in childhood through parenting programmes: a global review</em>“ berichtet davon, dass Gewalt gegen Kinder mit Schulungen der Eltern reduziert werden kann.</div><div>-&gt; Studien-Beispiel 2: Es gibt Evidenz dafür, dass „neighborhood watch“ Kriminalität reduziert, siehe „<em>Does neighborhood watch reduce crime? A systematic review and meta-analysis“</em>.</div><div>+<br>Tertiäre Prävention: „erneute Straffälligkeit verhindern“ – beispielsweise durch eine „Berufsausbildung im Strafvollzug“</div><div>-&gt; Studien-Beispiel 3: Ich bin auch auf Reviews dazu gestoßen, was wenig oder nicht wirkt. Im Bereich der sekundären und tertiären Prävention schafft dieses Paper einen Überblick über nach dem jetzigen Wissensstand nicht effektive oder sogar gegensätzlich wirkende Maßnahmen. Beispielsweise Drogentests als alleinige Strategie (das wäre sekundäre Prävention) oder langfristige Gefängnisaufenthalte (als Beispiel für tertiäre Prävention) könnten unwirksame Interventionen sein.&nbsp;</div><div>+++++</div><div>Zum Abschluss möchte ich noch auf den Artikel „<em>Evidence comes by replication, but needs differentiation: The reproducibility issue in science and its relevance for criminology</em>”&nbsp; von 2017 eingehen:</div><div>Auch die Kriminologie hat Replikationsprobleme. Friedrich warnt im Abstract mit den folgenden Worten:&nbsp;</div><div>„<em>Most systematic reviews showed mean positive effects; however, nearly all of them demonstrated very heterogeneous findings that could not be attributed to the content of programs. This does not allow simple recommendations of 'what works' for policy-making and practice. In addition, there is a serious lack of long-term follow-ups and independent evaluations.</em>“&nbsp;<br>+++++</div><div>Ich nehme für mich (und den Bürgermeister von Königsmund) mit: Unter welchen Umständen welches Präventionsprogramm welche Wirkung erzielen kann ist eine komplexe Fragestellung, zu der es Evidenz gibt, die allerdings mit Vorsicht und ganz genau betrachtet werden sollte. Um ihm eine genaue, auf Königsmund zugeschnittene Empfehlung zu geben, bräuchte ich deutlich mehr Zeit als ich gerade habe – er kann sich gern mit einem Jobangebot bei mir melden. Von einem von Bronn entwickelten Programm würde ich allerdings abraten – der Sölder ist eher für seine Rücksichtslosigkeit bekannt, als für sein evidenzbasiertes, wissenschaftliches Arbeiten.<br><br></div><div>Anna Seufert<br><br></div><div>+++++</div><div>Quellen:</div><div>Barnett, G. D., Fitzalan Howard, F. <em>What doesn’t work to reduce reoffending? A review of reviews of ineffective interventions for adults convicted of crimes</em>. <a href="http://dx.doi.org/10.1027/1016-9040/a000323">http://dx.doi.org/10.1027/1016-9040/a000323</a></div><div><br>Bennett, T., Holloway, K., Farrington, D. P. <em>Does neighborhood watch reduce crime? A systematic review and meta-analysis</em>. <a href="http://dx.doi.org/10.1007/s11292-006-9018-5">http://dx.doi.org/10.1007/s11292-006-9018-5</a></div><div><br>Bundesministerium des Inneren und für Heimat , <em>Kriminalprävention</em>. <a href="https://www.bmi.bund.de/DE/themen/sicherheit/kriminalitaetsbekaempfung-und-gefahrenabwehr/kriminalpraevention/kriminalpraevention-node.html">https://www.bmi.bund.de/DE/themen/sicherheit/kriminalitaetsbekaempfung-und-gefahrenabwehr/kriminalpraevention/kriminalpraevention-node.html</a></div><div><br>Coore Desai, C., Reece, J.-A., Shakespeare-Pellington, S. <em>The prevention of violence in childhood through parenting programmes: a global review</em>. <a href="http://dx.doi.org/10.1080/13548506.2016.1271952">http://dx.doi.org/10.1080/13548506.2016.1271952</a></div><div><br>Lösel, F., <em>Evidence comes by replication, but needs differentiation: The reproducibility issue in science and its relevance for criminology</em>. <a href="http://dx.doi.org/10.1007/s11292-017-9297-z">http://dx.doi.org/10.1007/s11292-017-9297-z</a></div><div><br>[Shader (2001) und Gottfredson und Hirschi (1990) habe ich nach dem Wiki dieser Woche zitiert]<br><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2022-01-08 16:55:52 UTC</pubDate>
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