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      <title>Archiv 3 by </title>
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      <language>en-us</language>
      <pubDate>2022-11-11 14:41:46 UTC</pubDate>
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         <title></title>
         <author>schneidermensch</author>
         <link>https://padlet.com/schneidermensch/Archiv3/wish/2383296190</link>
         <description><![CDATA[<div><strong>&nbsp;</strong></div><div><strong>Seite 7: Der Ablasshandel</strong></div><div>Bereute ein Sünder aufrichtig seine Missetaten, erhielt er zur Buße eine Strafe. Er musste zum Beispiel fasten, sechsmal am Tage beten oder zur Reliquie eines Heiligen pilgern. Manchmal wurde ein Teil der Strafe „abgelassen“ bzw. erlassen, wenn der Täter einen Ablassbrief kaufte. Der</div><div>Papst brauchte für den Bau des Peterdoms und für seinen aufwendigen Lebensstil viel Geld. Daher wurde das Ablassgeschäft „ausgebaut“. Mönche zogen übers Land und priesen – teilweise wie Marktschreier – die Briefe an. Viele Leute griffen zu. Sie glaubten, mit dem Kauf der Briefe vor dem höllischen Feuer geschützt zu sein.</div><div>Mehrere Fürsten unterstützten den Ablasshandel, da sie einen Teil der Einnahmen erhielten.</div><div><strong>Ablassbrief:</strong> Damals glaubte man, die Kirche verwalte einen „Schatz guter Taten“, den Jesus und die Heiligen angehäuft hätten. Die Kirche beschloss, einen Teil dieses Schatzes in Form von Ablass-briefen zu versilbern.</div><div><strong>&nbsp;</strong></div><div><strong>&nbsp;</strong></div><div><strong>Seite 12: Das Licht ist auf den Leuchter gestellt</strong></div><div>Neben Luther gab es andere Geistliche, welche die Missstände der Kirche anprangerten und sich mit dem christlichen Glauben auseinandersetzten. Das Bild M1 zeigt bekannte Reformatoren. Der Satz mitten auf dem Tisch: „'t Licht is op den Kandelaer gestelt“, heißt soviel wie: Das Licht des Evangeliums ist auf den Leuchter gestellt. Es leuchtet hell und zeigt den Weg zum Seelenheil. Doch das Licht ist bedroht. Katholische Geistliche (s. unten am Bildrand) versuchen, die Kerze auszublasen, können ihr jedoch nichts anhaben.&nbsp;</div><div>(Leider sind im Arbeitsheft die Buchstaben zu den Personen nicht abgedruckt):</div><div>Links unten sitzt Jan Hus (um 1370-1415), über ihn Philipp Melanchthon (1497-1560), rechts daneben Martin Luther (1483-1546) und Jean Calvin (1509-1564), Theodor Beza (1519-1605). Rechts steht Huldreich Zwingli (1484-1534), der seine Hand auf John Wiclifs (vor 1330-1384) Schulter legt.</div><div>&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div><strong>Seite 13: Wie kam es zum Prager Fenstersturz?</strong></div><div>In Böhmen besaßen die Landstände – also die Vertretung von Adel, Geistlichkeit und Bürgertum – das Recht auf Mitbestimmung. Der Habsburger Ferdinand II., der 1617 böhmischer König und kurz darauf deutscher Kaiser wurde, wollte diese Mitwirkung rückgängig machen. Er missachtete auch den „Majestätsbrief“ von 1609, der den Protestanten die freie Religionsausübung sicherte. Im Mai 1618 stürmten aufgebrachte Aristokraten die Prager Burg und warfen kurzerhand zwei kaiserliche Richter und einen Sekretär aus dem Fenster. Die Beamten hatten Glück im Unglück. Obwohl sie 15 Meter tief fielen, landeten sie weich – auf einem Misthaufen. Übrigens: Der Sekretär Filip Fabricius wurde später vom Kaiser geadelt. Er bekam den Ehrennamen „von Hohenfall“.</div><div>&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div><strong>Seite 21: Ludwig XIV., gemalt von Hyacinthe Rigaud</strong></div><div><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hyacinthe_Rigaud#/media/Datei:Louis_XIV_of_France.jpg">https://de.wikipedia.org/wiki/Hyacinthe_Rigaud#/media/Datei:Louis_XIV_of_France.jpg</a></div><div>Ludwig XIV. trägt die Mode des Barocks: lange Seidenstrümpfe, Schuhe mit hohen Absätzen, einen weiten hermelingefütterten Mantel, ein Jabot (= am Kragen befestigte Spitzen- oder Seidenrüsche) und Manschetten aus Spitze, eine gewaltige Allongeperücke sowie Schwert und Zepter als Zeichen seiner Macht. Das Bild ist ein echtes Porträt des dreiundsechzigjährigen Königs. Es hängt im Thronsaal von Schloss Versailles und wurde so aufgehängt, dass der Betrachter die Füße des Königs in Augenhöhe hat. Ludwig XIV. hatte seinen Hofmaler genau angewiesen, wie er gemalt werden wollte. Kleidung und Pose sagen: ich, der König, bin der wichtigste Mann im Staate, zu dem ihr alle aufschauen müsst.</div><div>&nbsp;</div><div><strong>&nbsp;</strong></div><div><strong>Seite 25: Colbert und der Merkantilismus</strong></div><div>Der Merkantilismus versuchte, über eine aktive Handelsbilanz (= der Wert der Ausfuhren ist größer als der Wert der Einfuhren) Reichtümer anzuhäufen. Folgende Maßnahmen wurden unter Finanzminister Colbert (1619-1683) in die Wege geleitet:&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;</div><div>&nbsp;-&nbsp; Die Einfuhr von Rohstoffen und der Export von Fertigwaren wurden erleichtert. Dagegen &nbsp;</div><div>&nbsp; &nbsp; erschwerten hohe Zölle den Import von Luxusartikeln und Gebrauchsgegenständen sowie die&nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp;</div><div>&nbsp; &nbsp; Ausfuhr von Rohstoffen.</div><div>- &nbsp; Manufakturen erhielten staatliche Subventionen.</div><div>- &nbsp; Um höhere Erträge zu erzielen (= Steigerung der Produktivität), lockerte man die strenge &nbsp;</div><div>&nbsp; &nbsp; Zunftordnung und unterstützte sog. „Freimeister", die neue gewinnversprechende Fertigungs-&nbsp;</div><div>&nbsp; &nbsp; weisen erprobten.</div><div>- &nbsp; Die Infrastruktur wurde verbessert (Ausbau von Straßen, Brücken und Kanälen).</div><div>- &nbsp; Die Vereinheitlichung von Maßen, Gewichten und des Münzwesens wurde vorangetrieben.</div><div>Das Merkantilsystem kannte nur das Wohl des eigenen Staates. Wirtschaftskriege und gnadenlose Ausbeutung der Kolonien waren die Folge.</div><div>&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div><strong>Seite 26: Zwei Formen der Arbeitsteilung&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; </strong>Nach Karl Marx (1818-1883) gibt es zwei Formen der Arbeitsteilung: die heterogene (= verschiedenartig) und die organische. Bei der heterogenen Tätigkeit stellen die Arbeiter jeweils Einzelteile her, die vom Meister zusammengesetzt werden (wie bei der Tischfabrikation). Bei der organischen Form der Arbeitsteilung durchläuft der Werkstoff bis zur Fertigstellung mehrere Stationen – z. B. vom Messingdraht zur Nadel –, wobei die Arbeiter immer die gleiche Tätigkeit verrichten (Fließbandsystem).<br><br></div><div>&nbsp;</div><div><strong>Seite 28: Salon der Madame Geoffrin</strong></div><div>Die Jugendbuchillustration nach einem Gemälde von Gabriel Lemmonier (17843-1824) zeigt den Salon der Madame Geoffrin (1699-1777) in Paris. Der Philosoph D`Álembert (1717-1783) liest aus seinen Werken vor.&nbsp;</div><div>Madame Geoffrin war die Tochter eines Kammerdieners. Mit 15 Jahren heiratete sie einen Offizier. Nach dessen frühem Tod erbte sie ein großes Vermögen. In ihrem Haus diskutierten viele Schriftsteller und Philosophen.&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div><strong>Seite 31: Das Lebensgefühl im Barock</strong>&nbsp;</div><div>Bezeichnend für das Lebensgefühl im Barock war der Gegensatz zwischen Lebensfreude und religiöser Zurückgezogenheit, zwischen Genuss und Todesbangen. Der Glaube an die Vergänglichkeit beherrschte alle Bereiche. Glück, Macht, Liebe erschienen als eitel und flüchtig. Wer die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges und die vielen Seuchen in der damaligen Zeit vor Augen hat, wird diese pessimistische Einstellung verstehen.</div><div>&nbsp;</div><div><strong>&nbsp;</strong></div><div><strong>Seite 40: „Wir bringen den Fortschritt“</strong></div><div>Das Gemälde von John Gast (1873)&nbsp;</div><div><a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:American_Progress_(John_Gast_painting).jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:American_Progress_(John_Gast_painting).jpg</a></div><div>zeigt, wie Siedler unaufhaltsam nach Westen vordringen, angeführt von Columbia, einer engelgleichen Figur, welche die USA verkörpert. Sie trägt das „Licht der Zivilisation“. In ihrer rechten Hand hält sie ein Schulbuch und zieht mit der linken einen Telegraphendraht. Indianer und wilde Tiere nehmen Reißaus. Wer den Fortschritt vorantreibt, erfüllt eine gottgewollte Mission und braucht seine Taten nicht zu rechtfertigen.</div><div><strong>&nbsp;<br></strong><br></div><div><strong>Seite 42: Trumbulls „Declaration of Independence“</strong></div><div>Trumbulls „Declaration of Independence” ist ein typisches Beispiel für Historienmalerei. Für den Entwurf einer offiziellen Unabhängigkeitserklärung hatte der Kongress ein fünfköpfiges Komitee ernannt: John Adams, Roger Sherman, Robert Livingstone, Thomas Jefferson und Benjamin Franklin (auf dem Bild die Gruppe, die vor dem Tisch steht, von links). Das Gemälde hält den Augenblick fest, als Thomas Jefferson den Entwurf, der hauptsächlich seine Handschrift trägt, dem Kongress-Vorsitzenden, John Hancock (sitzend), übergibt.</div><div>Auf der Versammlung sind weder Indianer und Farbige noch Frauen anwesend.</div><div><strong>&nbsp;</strong></div><div><strong>&nbsp;</strong></div><div><strong>Seite 42: Die Verfassung von 1787</strong></div><div>Die amerikanische Verfassung von 1787 kennt drei Gewalten:&nbsp; Legislative (Kongress), Exekutive (Präsident) und Judikative (Oberster Gerichtshof). Wahlberechtigt sind weiße Männer über 21 Jahre, die Steuern zahlen. Sie wählen unmittelbar die Abgeordneten für das Repräsentantenhaus und die Senatoren für den Senat sowie mittelbar über Wahlmänner den Präsidenten.</div><div>Der Präsident ernennt die Mitglieder des Obersten Gerichtshofes. Gegen Beschlüsse des Kongresses hat er ein aufschiebendes Veto (wörtl.: ich verbiete). Kongress und Gerichtshof kontrollieren seine Amtshandlungen.</div><div>&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div><strong>Seite 44: „Hoffentlich ist bald Schluss damit“ </strong>(Karikatur M2 im Arbeitsheft)</div><div>Der abgehärmte Bauer in der Karikatur, mühsam auf seiner Hacke gestützt, trägt auf seinem Rücken einen Geistlichen und einen Adligen. Derweilen fressen die Kaninchen den Kohl aus seinem Garten und die Tauben picken die Saat von seinen Feldern. Die Tiere gehören dem Grundherrn. Es ist dem Bauern verboten, sie zu vertreiben.&nbsp;</div><div>Der Bauer symbolisiert den dritten, der Geistliche den ersten und der Adlige – zu erkennen am Dreispitz mit Federbüschen – den zweiten Stand.</div><div>Die Karikatur prangert die ungerechten Zustände vor der Revolution an. Der Künstler wünscht: „Hoffentlich ist bald Schluss damit“.</div><div>&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div><strong>Seite 45: Die Eröffnung der Generalstände&nbsp;</strong></div><div>Das Gemälde von Auguste Couder findest du unter: &nbsp;</div><div><a href="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5a/Couder_Stati_generali.jpg">https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5a/Couder_Stati_generali.jpg</a></div><div>Das Gemälde zeigt die <em>Eröffnung der Generalstände</em> am 5. Mai 1789. Rechts im Saal sitzen die Adligen in leuchtenden, goldbestickten Röcken, mit Spitzeneinsätzen an Brust und Ärmeln, geschmückt mit Orden und breiten Schärpen. In ihren Händen halten sie ihre edelsteinbesetzten Hüte. Ihnen gegenüber sitzen die Geistlichen. Die Landpfarrer tragen lange, schlichte Röcke, die Bischöfe rote Gewänder. In der Mitte stehen die Bänke für die Vertreter des dritten Standes: alle im schlichten schwarzen Rocke ohne Spitzen- oder Federschmuck; nur der weiße Einsatz der Weste leuchtet auf ihrer Brust. Über allen thront der König.</div><div>&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div><strong>Seite 46: Das Volk greift zu den Waffen</strong></div><div>Das Pariser Staatsgefängnis galt als Symbol des Despotismus (= Gewaltherrschaft). Die Angreifer auf dem Bild M2 im Arbeitsheft haben Kanonen und Gewehre mit aufgepflanztem Bajonett. Die Nationalgardisten – eine Art Bürgermiliz – sind an ihrer blauweißen Uniform zu erkennen.&nbsp;</div><div>Am 14. Juli 1789 stürmte eine aufgebrachte Menge nach kurzem Kampf die Bastille. Sie befreite sieben Gefangene, darunter zwei Irre und einen Urkundenfälscher. Die „Sieger der Bastille“ – wie sie bald hießen – zählten 800 bis 900 Personen. Zum Zeichen ihres Sieges schmückten sich die Aufständischen mit der „<strong>Trikolore</strong>“, einem blauweißen Band. (Das Weiß der Bourbonen wird von den Farben der Stadt Paris eingerahmt).</div><div><strong>&nbsp;</strong></div><div><strong>Seite 46: Der Ballhausschwur</strong></div><div><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ballhausschwur#/media/Datei:Le_Serment_du_Jeu_de_paume.jpg">https://de.wikipedia.org/wiki/Ballhausschwur#/media/Datei:Le_Serment_du_Jeu_de_paume.jpg</a></div><div>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Jacques Louis David (1748-1825), ein begeisterter Anhänger der Revolution, der beim Sturz Robespierres nur knapp dem Tod entging, stieg später zum Hofmaler Napoleons auf.&nbsp;</div><div>In der Bildmitte steht der Präsident der Nationalver­sammlung, Bailly, mit zum Schwur erhobener Hand. Die Volksvertreter versprechen, nicht eher auseinander zu gehen, bevor das Königreich eine Verfassung habe. Die Begeisterung der Stunde zeigt sich in Gebärden und Gesten der Anwesenden. Ihr Pathos wird durch den wehenden Fenstervorhang noch unterstrichen. Das von außen einfallende Licht lässt sich als „Erleuchtung von oben" interpretieren. Ebenfalls symbolische Bedeu­tung haben die Umarmungen der beiden Geistlichen mit dem Adligen sowie des Aristokraten mit dem Bür­ger vorn im Bild: Es gibt keine Stände mehr, sondern nur noch eine Nation.</div><div>&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div><strong>Seite 47: Bauern stürmen das Schloss ihres Grundherrn</strong></div><div>Auf dem Bild sind vier Gruppen zu erkennen. Die eine Gruppe trägt Bücher aus dem Schloss, die andere reißt Seiten heraus, die dann verbrannt werden. Die dritte Gruppe tanzt um das Feuer und die vierte, augenscheinlich Kinder, betrachtet interessiert einige Blätter. Bei den Büchern handelt es sich um Urkunden über die Frondienste und die Abgaben der Bauern.</div><div>&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div><strong>Seite 49: Abmarsch der Freiwilligen</strong></div><div>Auf dem Gemälde von Edouard Detaille sieht man den Abmarsch der Soldaten über die Neue Brücke (Pont-Neuf). Im Zelt rechts haben sich die Freiwilligen in Listen eingetragen. Sie tragen Gewehre mit <strong>Bajonetten</strong> (= lange Messer) für den Nahkampf. Männer schwenken ihre Hüte, vereinzelt sind es Zylinder. Sie lösten den Zwei- und Dreispitz ab und wurden im 19. Jhdt. große Mode. Links ist der Mast einer Laterne zu sehen, die mit Rüböl gespeist wurde. Paris ist eine der ersten Städte mit moderner Straßenbeleuchtung.</div><div>&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div><strong>Seite 50: Das Verhör</strong></div><div>Die Wasserfarbmalerei von Le Sueur zeigt einen Angeklagten vor dem Revolu­tionstribunal. Die Gerichtsverhandlung ist eine Farce. Dem beschuldigten Bürger steht kein Verteidiger zur Seite; die „Richter" trinken oder beschäftigen sich mit ande­ren Dingen. Offensichtlich steht das Urteil bereits fest. Die „Richter" tragen die typische Jakobinerkleidung: die phrygische Mütze mit Kokarde und die langen Hosen (s. Seite 51 im Arbeitsheft).</div><div><strong>&nbsp;</strong></div><div><strong>Seite 50: Wie funktioniert die Guillotine?&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; </strong>Das Opfer liegt auf einem Brett und steckt seinen Kopf durch eine runde Öffnung. Wenn das schräge Fallbeil herabsaust, trennt es den Kopf vom Rumpf. Diese Art des Tötens ist „humaner“ als verbrannt, gehängt oder gevierteilt zu werden. Außerdem konnte mit der Guillotine rasch eine größere Anzahl von Menschen umgebracht werden.&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div><strong>Seite 52: Die Französische Revolution im Überblick</strong></div><div>Was ist eine Revolution? Ein grundlegender und rascher Wandel von politischen, sozialen und wirtschaftlichen Strukturen.</div><div>l Die Französische Revolution von 1789 war eine bürgerliche Revolution.&nbsp;</div><div>l Am 5. Mai 1789 eröffnete Ludwig XIV. die Sitzung der Generalstände, welche neue Steuern&nbsp; &nbsp;</div><div>&nbsp; &nbsp; bewilligen sollten.</div><div>l Am 17. Juni 1789 erklärte sich der dritte Stand zur Nationalversammlung. Die Abgeordneten &nbsp;</div><div>&nbsp; &nbsp; schworen, nicht eher auseinander zu gehen, bevor das Königreich eine Verfassung habe.</div><div>l Am 14. Juli 1789 stürmten bewaffnete Personen die Bastille, das Symbol des Despotismus.</div><div>&nbsp; &nbsp; (Der 14. Juli ist heute französischer Nationalfeiertag.)</div><div>l Bauern stürmten die Schlösser ihrer Grundherren und verbrannten die Urkunden, in denen ihre &nbsp;</div><div>&nbsp; &nbsp; Frondienste und Abgaben verzeichnet waren.</div><div>l In der Nacht vom 4. auf den 5. August verzichteten Vertreter des Adels und der Geistlichkeit&nbsp;</div><div>&nbsp; &nbsp; weitgehend auf ihre Privilegien</div><div>l Am 26. August 1789 verkündete die Nationalversammlung die Menschen- und Bürgerrechte.</div><div>l Die Verfassung von 1789 machte aus Frankreich eine konstitutionelle Monarchie.</div><div>l 1792 erklärte die Nationalversammlung den verbündeten europäischen Mächten den Krieg.</div><div>l Ludwig XIV. und seine Frau, Marie Antoinette, wurden 1793 hingerichtet.</div><div>l Die Schreckensherrschaft der Jakobiner erreichte 1794 ihren Höhepunkt.</div><div>l Napoleon beendete die Revolution.</div><div>&nbsp;</div><div><strong>&nbsp;</strong></div><div><strong>Seite 53: Die Kaiserkrönung Napoleons</strong></div><div>Das Gemälde von David zeigt, wie Napoleon seiner Frau Josephine in der Kathedrale Notre-Dame die Krone aufsetzt, nachdem er sich selbst zum Kaiser gekrönt hatte. Der Künstler hat als Zeremonienmeister die Festlichkeiten geleitet.</div><div>Der Papst, den Napoleon eigens aus Rom nach Paris kommen ließ, wohnt den Feierlichkeiten an einem Ehrenplatz bei, hat aber keinen Anteil an der Krönung. Er sitzt schräg hinter Napoleon und hebt segnend die rechte Hand. Napoleon trägt den Lorbeerkranz der römischen Imperatoren. Seine Schwestern tragen die Schleppe von Josephine.</div><div>In der Loge sitzt Napoleons Mutter, Lätitia. In Wirklichkeit hat sie an den Feierlichkeiten nicht teilgenommen. Die Herren mit den Federhüten sind hohe Beamte des Kaisers. Vorn rechts ist Talleyrand zu sehen. Neben den kirchlichen Würdenträger stehen die hohen Militärs. General Murat trägt das Kissen, auf dem die Krone gelegen hat.</div><div>Ausländische Gesandte gruppieren sich hinter dem Papst.</div><div>&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div><strong>Seite 65: „Der Denker-Club“</strong></div><div>In Deutschland ist die freie Meinungsäußerung eingeschränkt. Die Karikatur macht sich darüber lustig.</div><div><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Denker-Club#/media/Datei:Bildarchiv_Preu%C3%9Fischer_Kulturbesitz.jpg">https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Denker-Club#/media/Datei:Bildarchiv_Preu%C3%9Fischer_Kulturbesitz.jpg</a></div><div>Rechts auf der Tafel steht: „Gesetze des Denker-Clubs</div><div>I. Der Präsident eröffnet präzise 8 Uhr die Sitzung.</div><div>II. Schweigen ist das erste Gesetz dieser gelehrten Gesellschaft.</div><div>III. Auf das kein Mitglied in Versuchung geraten möge, seiner Zunge freyen Lauf zu lassen, so werden beim Eintritt Maulkörbe ausgeteilt.</div><div>IV. Der Gegenstand, welcher in jeweiliger Sitzung durch ein reifes Nachdenken gründlich erörtert werden soll, befindet sich auf einer Tafel mit großen Buchstaben deutlich geschrieben.</div><div>V. Zum Mitglied dieses Vereins kann nur derjenige ....“.</div><div>Auf der Tafel mitten an der Wand steht: „Wichtige Frage, welche in heutiger Sitzung bedacht wird. Wie lange möchte uns das Denken wohl noch erlaubt bleiben?“</div><div>&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div><strong>Seite 72: „Heil dir im Siegerkranz“</strong></div><div>Vorn auf der Treppenempore steht König Wilhelm I. von Preußen; rechts von ihm ein Schritt zurück, sein Sohn Friedrich III.; links von ihm der Großherzog Friedrich von Baden, der gerade ein Hoch auf Kaiser Wilhelm ausruft, in das die Teilnehmer zum Teil mit empor gerissenen Säbeln und Helmen einstimmen. In der Mitte, in weißer Uniform, steht Bismarck, links von ihm der Chef des preußischen Generalstabs von Moltke.</div><div>&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div>&nbsp;</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-11-14 17:13:36 UTC</pubDate>
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