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      <title>Essay-Wettbewerb an der Loburg  by Raphael Flothkötter</title>
      <link>https://padlet.com/flothi/7uhb19g6km7jsml9</link>
      <description>Ein Wettbewerb der Berkenkampstiftung-Stiftung
in Zusammenarbeit mit dem
Ministerium für Schule und Bildung
des Landes Nordrhein-Westfalen</description>
      <language>en-us</language>
      <pubDate>2022-01-22 22:10:41 UTC</pubDate>
      <lastBuildDate>2026-01-27 09:15:44 UTC</lastBuildDate>
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         <title></title>
         <author>flothi</author>
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         <description><![CDATA[<p><strong>Tipps zum Verfassen eines Essays</strong><br>( Landesbildungsserver Baden-Württemberg)</p><p><em>Tipps und Links<br></em></p><p><br></p><p>1. Was ist ein Essay und wodurch zeichnet er sich aus?</p><p><br></p><p><strong>Definition</strong></p><p>Der Essay (der oder das; französisch essayer = versuchen) ist ein <strong>nicht zu umfangreicher, stilistisch anspruchsvoller Prosatext </strong>zu einem beliebigen Thema. Es handelt sich dabei um keine fest umrissene Textsorte, sondern vielmehr um eine Darstellungsform, die ein Thema <strong>frei, assoziativ und betont subjektiv-reflektierend </strong>erörtert. Dabei liefert der Essay oft keine neuen Fakten, sondern betrachtet Bekanntes aus einer anderen Sichtweise. Das Ziel ist hierbei nicht, den Leser von seiner Meinung zu überzeugen. Der Essay versucht vielmehr <strong>Denkanstöße zu liefern und den Leser zu Reflexionen anzuregen. </strong>Dies erreicht er, indem zumeist <strong>mehrere Lösungsmöglichkeiten</strong> und <strong>Denkansätze zu einer Problemstellung in pointierter, ironischer oder provokativer Weise </strong>erörtert werden.</p><p><br></p><p><strong>Hinweise zum Stil</strong></p><p>Der Essay ist eine stilistisch anspruchsvolle Textsorte, bei der die ganze <strong>Bandbreite poetischer und rhetorischer Gestaltungsmittel </strong>zum Einsatz kommen kann. Dabei wird der Leser oft durch gezielte <strong>rhetorische Fragen</strong> direkt angesprochen; durch <strong>Metaphern, Alliterationen, Wiederholungsfiguren</strong> sowie <strong>weitere Stilmittel </strong>werden bestimmte <strong>Argumente</strong> hervorgehoben;<strong> Andeutungen</strong>, <strong>Mehrdeutigkeiten und Zitate</strong> runden eine geistreiche und pointierte Auseinandersetzung mit dem Thema ab.</p><p><br></p><p>&nbsp;<strong>Hinweise zum Aufbau<br></strong>Anders als bei einer Erörterung bietet der Essay <strong>keine systematische und streng analysierende Darstellung</strong> eines Themas und erhebt somit auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder gar wissenschaftlicher Systematik. Im Gegenteil, <strong>Digressionen (=Abschweifungen) sind erlaubt,</strong> sofern sie neue Denkanstöße bieten. Trotz allem besteht ein Essay natürlich aus den klassischen Teilen<strong> Einleitung, Hauptteil und Schluss.</strong> Besondere Bedeutung kommt der Einleitung zu, da sie die Basis für einen lesenswerten Essay bildet und in die Problemstellung einführt. Die Gedankenführung im Hauptteil ist zumeist eher<strong> sprunghaft-assoziativ</strong>, wobei unbedingt darauf zu achten ist, dass der Sinnzusammenhang (der<strong> "rote Faden"</strong>) gewahrt wird. Im Schlussteil bieten sich viele Möglichkeiten, so kann auf <strong>pointierte Weise die Problemstellung erneut in Frage</strong> gestellt werden oder ein völlig neuer Aspekt einen weiteren Denkanstoß liefern.</p><p><br></p><p><br></p><p>2. Vorgehensweise beim Verfassen eines Essays</p><p><br></p><ol><li><p>Genaues Analysieren der <strong>Aufgabenstellung</strong> und Erfassen des <strong>Rahmenthemas</strong>.</p></li><li><p>Annäherung an das Rahmenthema, indem erste <strong>Assoziationen </strong>notiert werden. Dafür arrangiert man Schlüsselbegriffe in Form einer Mindmap, eines Ideensterns, eines Clusters o.Ä.</p></li><li><p>Eventuell <strong>Recherche und Sammeln von Texten, Schaubildern, Karikaturen usw</strong>., welche zu dem Thema passen. Sollte jedoch ein Dossier mit Informationsmaterial zur Verfügung stehen, entfällt dieser Schritt.</p></li><li><p>Auswertung des <strong>Dossiers</strong>, indem das Material in Form von Abstracts (= kurze, nicht wertende Zusammenfassung eines Textes) zusammengefasst wird.</p></li><li><p><strong>Schlüsselbegriffe</strong> in die Mindmaps etc. einpflegen, dabei Fremdaussagen kennzeichnen und durch eigene Überlegungen ergänzen.</p></li><li><p>Einen <strong>Schreibplan</strong> erstellen (Grobgliederung) und eine <strong>treffende Überschrift</strong> formulieren.</p></li><li><p><strong>Verfassen des eigenen Essays.</strong></p></li><li><p><strong>Editieren</strong> des Essays.</p></li></ol><p><br></p><p>3. Linkliste zu diversen Leitfäden zum Verfassen eines Essays</p><p><br></p><p>&nbsp;Ein kurzer Leitfaden der Universität Frankfurt:<a rel="noopener noreferrer nofollow" href="http://www.fb03.uni-frankfurt.de/48178373/Essay&amp;usg=AFQjCNEWeGifx5HV_rsd5vvkEwX9pus3Vg&amp;bvm=bv.151325232,d.bGg"> Was ist ein Essay und welche Anforderungen sollte er erfüllen?<br></a></p><p><br></p><p>Quelle:</p><p><a rel="noopener noreferrer nofollow" href="https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/sprachen-und-literatur/deutsch/sprache/essay/verfassen">https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/sprachen-und-literatur/deutsch/sprache/essay/verfassen</a></p>]]></description>
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         <pubDate>2022-01-22 22:10:41 UTC</pubDate>
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         <title>Hinweise und Anregungen zum Verfassen eines „Essays“</title>
         <author>flothi</author>
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         <description><![CDATA[<div><strong><em>„Unser Denken ist ein kühnes, riskantes Spiel.“</em></strong> <em>(Michel de Montaigne) </em><br>Der französische Humanist<em> Michel de Montaigne</em>, der unsere Vorstellung davon, was ein „Essay“ sein kann, maßgeblich geprägt hat, vergleicht das Denken mit einem Spiel. Was kennzeichnet ein Spiel? Es lohnt sich, diesem Gedanken mit Blick auf einen gelungenen Essay nachzugehen. Ein Spiel weckt Neugier, ist kurzweilig und unterhaltsam. Es hebt sich vom Alltag ab, ist originell. Und es macht Spaß. Diesen Anspruch sollte auch der Essay erfüllen. <br><br>Dabei erwartet die Jury keine professionellen Texte, sondern vielmehr Essays von Schülerinnen und Schülern. In diesen sollen die Leserin und der Leser neugierig gemacht, unterhalten, ihr oder sein Interesse für das Argument der Verfasserin bzw. des Verfassers geweckt werden. Dieses Vergnügen soll allerdings nicht oberflächlich sein, sondern eine gedanklich anspruchsvolle Anregung. Hier kommt das „Kühne“ bzw. „Riskante“ ins Spiel, das Montaigne dem Denken zuweist. <br><br>Der Essay als Versuch eines <strong>Gedanken- und Sprachspiels</strong>, das sich nicht zuerst an schulischen Klausurformen orientiert, sondern neben argumentativen und erörternden Passagen auch freiere Formen, freiere Assoziationen zulässt. Ein Sprachspiel, das die Leserin bzw. den Leser überrascht, erstaunt, sie oder ihn zu Gedanken führt, die nicht für alle sichtbar sind, sondern möglicherweise etwas abseitiger, versteckter. In diesem Zusammenhang kann auch die Form eines literarischen Essays gewählt werden, als literarischer Versuch, der sich etwa einer bestimmten Rollenperspektive oder einer erzählerischen Einbettung des Argumentationsgangs bedient. Besonders überzeugend ist es, wenn dabei sprachliche und gedankliche Bilder erschaffen werden, die im Gedächtnis haften bleiben und auch nach dem Lesen noch nachwirken. In einem solchen Sinne sollte der Essay originell sein, sich durch Variantenreichtum, Subjektivität, Scharfsinnigkeit und Beobachtungsgenauigkeit auszeichnen. <br><br>Und im Sinne eines roten Fadens eine Gedankenbewegung entwickeln, an deren Ende vielleicht keine abschließenden Antworten, sondern interessante bzw. bedenkenswerte Fragen stehen. Ein Essay in diesem Sinne ist keine Kurzform einer Facharbeit oder einer themengebundenen Erörterung. Er lässt sich auch nicht mit einem standardisierten Korrekturraster bewerten. Er geht von eigenen Erfahrungen bzw. eigenen Überlegungen aus und lässt es zu, dass man der Verfasserin bzw. dem Verfasser bei der Entwicklung ihrer / seiner Gedanken gewissermaßen über die Schulter schauen kann. <br><br>Je sprachmächtiger, je unabhängiger im Urteil, diese Gedanken in Worte gefasst werden, desto überzeugender: Auch dies gehört zum Spiel - als einer Form, die im Sinne des großen US-amerikanischen Essayisten <em>David Foster Wallace</em> eine „<strong><em>Anstiftung zum Denken</em></strong>“ sein will. <br><br>In diesem Sinne: <br><strong>Viel Vergnügen beim Schreiben!&nbsp;</strong></div>]]></description>
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         <pubDate>2022-01-22 22:10:41 UTC</pubDate>
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         <title>Teilnahmebedingungen</title>
         <author>flothi</author>
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         <description><![CDATA[<p>Themen</p><p>1. „Kann die Phantasie etwas geben, was sie nie empfangen hat?“ (Friedrich Schiller)</p><p><br/></p><p>2. Zeitverschwendung</p><p><br/></p><p>3. „Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.“ (Franz Kafka)</p><p><br/></p><p>Teilnahmebedingungen</p><p>Zu einem der drei Themen ist ein Essay zu schreiben.</p><p>Der Essay darf maximal vier Seiten umfassen (Arial in Größe 11 oder Times New Roman in Größe 12, </p><p>drei Zentimeter Rand, einzeilig geschrieben).</p><p>Teilnahmeberechtigt sind alle Schülerinnen und Schüler, die im laufenden Schulhalbjahr die Jahrgangsstufen EF und Q1 an Gymnasien, Gesamtschulen oder dem Bildungsgang „Berufliches Gymnasium“ an Berufskollegs in Nordrhein-Westfalen besuchen.</p><p><br/></p><p>Jede Schule kann bis zu drei Arbeiten zum Wettbewerb einreichen. Sollten an einer Schule mehrere </p><p>Essays geschrieben werden, muss die Schule eine Vorauswahl treffen.</p><p><br/></p><p>Jede allgemeine Beratung durch eine Fachlehrerin oder einen Fachlehrer ist erwünscht, sollte sich aber </p><p>auf die Gattung des Essays beschränken. Inhaltliche Hilfen sollten aus Gründen der Gleichbehandlung </p><p>nicht erfolgen.</p><p><br/></p><p>Zielsetzung</p><p>Durch das Verfassen von Essays soll der bewusste Umgang mit der deutschen Sprache und Literatur</p><p>gefördert werden.</p><p><br/></p><p>Preise</p><p>Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs erhalten im Herbst 2026 eine Teilnahmeurkunde.</p><p>Zehn Schülerinnen bzw. Schüler werden als Gewinnerinnen bzw. Gewinner des Wettbewerbs im </p><p>Herbst 2026 zu einem mehrtägigen Literaturseminar mit einer Schriftstellerin oder einem Schriftsteller </p><p>eingeladen. Ort und Zeitpunkt der Veranstaltung werden den Gewinnerinnen und Gewinnern rechtzeitig mitgeteilt.</p><p>Der beste Essay eines jeden der drei vorgegebenen Themen wird im Rahmen der Preisverleihung während des Literaturseminars eine Anerkennungsprämie in Höhe von 200 Euro erhalten.</p><p><br/></p><p>Hinweise für die Preisträgerinnen und Preisträger</p><p>Da es sich um einen Landeswettbewerb handelt, kann der Gewinn des Wettbewerbs auf dem Abiturzeugnis bestätigt werden. Bei einer erfolgreichen Teilnahme kann der Gewinn des Wettbewerbs als Referenz bei einer Bewerbung um ein Stipendium geltend gemacht werden. Es empfiehlt sich, den </p><p>Essay den Unterlagen beizufügen.</p><p><br/></p><p><br/></p><p>Zusendung</p><p><br/></p><p>Die Essays sind bis Freitag, den 24.04.2026 (Einsendeschluss) über die betreuende Lehrerin / den betreuenden Lehrer oder durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter dem Stichwort „Essay-Wettbewerb Deutsch“ über folgende E-Mail-Adresse einzureichen:</p><p><a rel="noopener noreferrer nofollow" href="mailto:Essaywettbewerb.deutsch@bezreg-muenster.nrw.de">Essaywettbewerb.deutsch@bezreg-muenster.nrw.de</a></p><p>Darüber hinaus ist ein Exemplar des Essays mit der eigenhändig unterschriebenen Erklärung über die </p><p>selbständige Durchführung der Arbeit und der Zustimmung zu einer vollständigen oder teilweisen Ver-</p><p>öffentlichung (s. Hinweise) postalisch bis zum o.g. Datum an folgende Adresse zu senden:</p><p><br/></p><p>Bezirksregierung Münster</p><p>z.H. Herrn LRSD Dietmar Schade</p><p>Dezernat 43, Zi. N2051</p><p>Stichwort: Essay-Wettbewerb Deutsch 2026</p><p>Albrecht-Thaer-Str. 9</p><p>48147 Münster</p><p><br/></p><p>Im Kopf der Arbeit müssen sich dabei folgende Angaben befinden:</p><p>• Name und Geburtsjahrgang der Verfasserin bzw. des Verfassers</p><p>• E-Mailadresse und Telefonnummer der Verfasserin bzw. des Verfassers</p><p>• Jahrgangsstufe</p><p>• Name der betreuenden Lehrerin / des betreuenden Lehrers</p><p>• Name und Anschrift der Schule</p><p>• Schulnummer</p><p><br/></p><p>Am Schluss des Essays ist von den Schülerinnen und Schülern eine Erklärung mit folgendem Wortlaut </p><p>eigenhändig zu unterschreiben:</p><p><br/></p><p>Ich erkläre, dass ich die Arbeit eigenständig durchgeführt habe.</p><p>Gleichzeitig bin ich damit einverstanden, dass mein Essay ganz oder in Teilen veröffentlicht werden </p><p>kann.</p><p>Ort, Datum Unterschrift</p><p><br/></p><p>Hilfen zum Schreiben der Essays</p><p>Auf der folgenden Seite werden unter „Hinweise und Anregungen zum Verfassen eines ‚Essays‘“ nä-</p><p>here Informationen zum Verfassen und zur Bewertung der Essays gegeben. Außerdem finden sich auf </p><p>der Homepage der Berkenkamp-Stiftung (<a rel="noopener noreferrer nofollow" href="http://www.berkenkamp-stiftung.de">www.berkenkamp-stiftung.de</a>) u.a. Beispiele von Essays aus </p><p>den vorherigen Jahren. </p><p><br/></p><p>Dr. Manfred Derpmann David Gels LRSD Dietmar Schade</p><p>Vertreter der Landesbeauftragter Fachdezernent Deutsch</p><p>Berkenkamp-Stiftung des Essay-Wettbewerbs Bezirksregierung Münster</p>]]></description>
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         <pubDate>2022-01-22 22:10:41 UTC</pubDate>
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         <title>&quot;Kann die Phantasie etwas geben, was sie nie empfangen hat?&quot; (Friedrich Schiller)</title>
         <author>flothi</author>
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         <pubDate>2022-01-22 22:10:41 UTC</pubDate>
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         <title>Zeitverschwendung</title>
         <author>flothi</author>
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         <title>&quot;Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.&quot; (Franz Kafka)</title>
         <author>flothi</author>
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         <title>Ansprechpartner</title>
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         <title>Termine</title>
         <author>flothi</author>
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         <description><![CDATA[<p><strong>I. Vortreffen:</strong> </p><p>wird noch festgelegt</p><p>Weitere Abstimmung  dann über das Essay-Team (Teams)</p><p><br/></p><p><strong>II. Austausch-Treffen: </strong>Vor Ostern</p><p><br/></p><p><br/></p><p><strong>III. End-Redaktion: </strong>Nach Ostern</p><p><br/></p><p>Einsendeschluss:<strong> Freitag, den 24.04.2026</strong></p>]]></description>
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         <pubDate>2022-01-22 22:10:41 UTC</pubDate>
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         <title>Teams-Anmeldung</title>
         <author>flothi</author>
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         <description><![CDATA[<p>Wenn Du Lust hast, melde Dich:</p><p><strong>Chat-Nachricht (Teams) an Fr. Mai-Schier </strong>oder<strong> Hr. Flothkötter, </strong>dann wirst Du ins <strong>Essay-Team 2026 </strong>aufgenommen...&nbsp;</p>]]></description>
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         <pubDate>2022-01-22 22:10:41 UTC</pubDate>
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         <title>Bundessieger-ESSAY: FINDEN WIR IM COMPUTER DAS, WAS WIR SUCHEN? (Adrian L.)</title>
         <author>flothi</author>
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         <description><![CDATA[E-S-S-A-Y. Fünf Buchstaben, vom Klackern der Tastatur untermalt. Dann ein klickendes Geräusch. Die Google-Suchanfrage mit dem Suchwort „ESSAY“ wurde erfolgreich weitergeleitet. Fast zeitgleich bemerke ich, dass mir die Buchstaben auf meinem Bildschirm unscharf entgegenflimmern, weil mir ein elementarer Gegenstand des alltäglichen Lebens fehlt: meine Brille. Nach kurzem Überlegen beschließe ich deswegen, mich vor dem Auswerten der Suchergebnisse zunächst selbst einmal auf die Suche zu machen. 
„Sich auf die Suche zu machen“ ist, solange es sich nicht um materielle Objekte der gegenständlichen Welt handelt, zu einer luxuriösen Aktivität geworden. Nur ein Suchwort ist nötig, um eine unbeschreibliche Fülle an Wissen wie von Geisterhand auf einem Computerbildschirm aufzureihen. Bizarre Parallelwelten, voll von Kontrasten, nur einen Klick entfernt und doch oft so unnahbar. All das ist Teil des Internets, eines grenzenlosen Multiversums, dessen Existenz wir der vielleicht bedeutendsten Erfindung unseres Millenniums verdanken: dem Computer. Der Computer, die ultimative Rechenmaschine, der Alleskönner, ist unser Freund und Helfer geworden, wenn es darum geht, Wissen zu erlangen. Computer können uns anscheinend mit jeder erdenklichen Form von Information versorgen. Suchmaschinen durchkämmen für uns die hintersten Ecken des „World Wide Web’s“ und liefern uns in Bruchteilen von Sekunden tausende Antworten auf unsere Fragen. Doch werden wir im Internet wirklich fündig, egal was wir suchen? Können uns Computer eine Antwort auf einfach alles liefern?

Mit äußerster Akkuratesse liest der Webbrowser meines Computers den Inhalt des Suchfelds aus und erstellt blitzschnell eine Suchanfrage, die er auf einen der unzähligen Google-Server überträgt. Das Problem: Das World Wide Web ist im wahrsten Sinne des Wortes vielseitig: 30 Billionen einzelne Seiten bilden ein System von unendlicher Komplexität. Allein der Anbieter Google wagt sich täglich ungefähr 3 Milliarden Mal an die sprichwörtliche Nadel im Heuhafen – unmöglich wäre es, für jede Anfrage das gesamte Internet zu durchsuchen. In mühevoller Kleinstarbeit speichert Google die Links der Webseiten stattdessen mit einer Technik namens „Crawling“ (englisch für „kriechen“) im so genannten Index. Gigantische Armeen von Servern beherbergen den inzwischen mehr als 100 Millionen Gigabyte umfassenden Index. Zum Vergleich: Alternativ ließen sich die gesammelten Werke Shakespeares auf diesen Servern rund 20 Milliarden Mal speichern. 
Ich bin besorgt. Nicht, dass meine Brille teuer gewesen wäre, doch handelt es sich bei ihr um ein Hilfsmittel von zentraler Bedeutung, gerade jetzt, wo ich in aller Bequemlichkeit die Ergebnisse meiner Google-Suche auszulesen versuche. Unglücklicherweise kann ich mich auch keinen Deut mehr daran erinnern, bei welcher Gelegenheit ich meine Brille zuletzt gebraucht habe. Wieso auch sollte man sich so etwas merken, man ist schließlich kein Computer. Mein Kopf fühlt sich an, als wäre da kein Platz mehr, als wäre der Speicher voll. Bewusst tief und langsam atmend erhebe ich mich aus meinem Sessel und lasse den Blick schweifen. Ich beginne an Orten zu suchen, die ich als typische Brillenverstecke zu identifizieren vermag. Erfolglos. Langsam werde ich wütend, zumal der Verlust meiner Brille die Suche nach dieser nicht gerade erleichtert. Wie gerne würde ich jetzt einfach die Suchmaschine Google meine Brille suchen lassen, doch das wäre nur utopische Tagträumerei.
Visionen als Utopien zu bezeichnen, ist riskant, gerade dann, wenn es um Technik geht. Die Geschichte von Computer und Internet ist eine Geschichte voller Fehlprognosen. „Ich denke, dass es einen Weltmarkt für vielleicht fünf Computer gibt." Als Watson Senior, der ehemalige Chef des Megakonzerns IBM 1943 seine Meinung zur Marktauglichkeit von Computern äußerte, hätte er sich kaum schwerer irren können. Computer sind mittlerweile in fast alle Bereiche unseres Lebens vorgedrungen - weltweit gibt es nach heutigen Schätzungen bereits über eine Milliarde „PCs“. Mehr als fünf sind das allemal. Eine weitere katastrophale Fehleinschätzung verdanken wir dem Microsoft-Gründer Bill Gates: „Das Internet ist nur ein Hype.“ Ein Zitat, das keiner weiteren Kommentare bedarf. IBM sowie Microsoft schafften es übrigens trotz solcher Fehlprognosen, zu führenden IT-Unternehmen der Welt zu avancieren. 	
Wie aber konnte sich der Computer vom exotisch sperrigen Kasten zu einem so bedeutenden Teil unseres alltäglichen Lebens entwickeln? Die Antwort: Neben seiner Verwendung als Unterhaltungsmedium ist der Computer zur Nummer eins der Informationsverarbeitung geworden. Das hängt wiederum mit zwei Dingen zusammen: Der zunehmenden Fülle an Informationen und der Bequemlichkeit des Menschen. Ersteres ist schnell erklärt: Durch die Vernetzung der Menschheit über das Internet wurde ein immer wachsender Fluss von Informationen in Gang gesetzt. Das „digitale Zeitalter“ ist schon lange mehr als nur ein abstrakter Epochenbegriff - wir digitalisieren unser Leben: Enzyklopädien, Video-Portale, Blogs und soziale Netzwerke verarbeiten und speichern täglich unvorstellbare Mengen an Informationen. Jeden Tag werden mehrere hundert Milliarden E-Mails verschickt. Bei so einer Informationsfülle verliert man schnell den Über- und Durchblick. Doch der Mensch strebt danach, andere für sich arbeiten zu lassen. Wie gerufen kommt an dieser Stelle der Computer, anspruchslos, akkurat und effizient. Bei seiner Verwendung als „Recheninstrument“ und „Suchmaschine“ liegt hier sogar eine etymologische Analogie vor: Der Begriff „Computer“ bezeichnete früher Menschen, die für andere langwierige Rechnungen vornahmen. Heute verlangen sie statt Lohn und geregelten Arbeitszeiten nur noch einen Anschluss an die Steckdose.

Algorithmen sind Handlungsvorschriften in einem Computerprogramm. Wie Wegweiser auf der Straße zum Suchergebnis leiten sie die Suchanfrage durch den Index und ziehen in Betracht kommende Ergebnisse heraus. Doch die Straße ist inzwischen zur Rennstrecke geworden, denn die Suchalgorithmen der großen Suchmaschinen wurden wieder und wieder optimiert - und so geheim gehalten wie das Cocacola-Rezept. Sind alle relevanten Dokumente aus dem Index herausgezogen, erstellen Suchmaschinen wie Google ein Ranking, das die Seiten nach Qualität, Popularität und Aktualität bewertet. Dabei ist dieses so komplex, dass mehr als 200 Faktoren einbezogen werden. Webseiten werben um die Gunst der Suchmaschinen, denn wer das Kräftemessen für sich entscheidet, ergattert die „Pole-Position“ und damit vielleicht wertvolle Kunden. Wir, die Kunden, erwarten, dass uns die besten Ergebnisse direkt auf der ersten Seite präsentiert werden. In Wahrheit sind wir oft nicht in der Lage, zu erkennen, welche Ergebnisse für uns am Wichtigsten sein könnten – und schenken in unserer Hilflosigkeit den Suchmaschinen unser blindes Vertrauen.	
Auch ich fühle mich blind und hilflos, Wut und Verzweiflung steigen in mir auf. Eine Brille, die urplötzlich verschwindet und sich dann nicht mehr auffinden lässt – reiner Zufall? Oder versucht etwa jemand zu verhindern, dass ich die Suchergebnisse zum Stichwort „ESSAY“ jemals zu Gesicht bekomme? Will da jemand etwas verbergen? Alles scheint heutzutage möglich zu sein. Schließlich weiß ich, dass Google in Deutschland einen Marktanteil von rund 95 Prozent hatte. Monopole sind mächtig. Ich erinnere mich an die Cocacola-Werbung: „Liebe hat auf Google mehr Treffer als Hass.“ Noch am gleichen Tag habe ich das überprüft. Es stimmt. Dieser Missbrauch von Google zu einer anscheinend empirischen Beweisführung für das Gute in der Welt hat mich herausgefordert. Ich führte die Studie fort und stellte fest, dass „Krieg“ auch mehr Treffer als „Frieden“ hervorruft. Und „Egoismus“ mehr als „Altruismus“. Die Suche nach der Brille erschöpft mich. Inzwischen bin ich dazu übergegangen, hektisch die unmöglichsten Orte zu durchstöbern, in der leisen Hoffnung, doch noch meine Brille zu erspähen, doch vergebens. 
Das Internet – ein wahres Paradies für jedermann? Auf den ersten Blick schon. Als Tim Berners-Lee 1991 das World Wide Web veröffentlichte, hätte er sich soziale Netzwerke oder Videoportale vielleicht nie erträumen lassen, und doch legte er den Grundstein dafür. Heute sind wir ihm dankbar. Wäre er Mitglied bei Facebook, hätte er sich für diese Tat wahrscheinlich schon etliche „Daumen hoch“ verdient. Einem durchschnittlichen Verbraucher bietet die digitale Welt alles, was man sich vorstellen kann und auch das, was man sich bislang noch nicht vorstellen konnte. Selbst die Suche nach der großen Liebe ist vielleicht bald im wahrsten Sinne des Wortes binär: Partnerbörsen bringen uns nicht nur mit unseren potentiellen Lebensgefährten in Verbindung, sie schlagen uns diese sogar anhand unseres eigenen Persönlichkeitsprofils vor. Doch nicht nur als Standard-Konsument wird man vom Himmel aus Nullen und Einsen freudig empfangen. Um der Fairness Willen bietet das Netz natürlich auch Platz für die dunklen Ecken, in die es sonst keinen anständigen Bürger verschlagen würde - Internetkriminalität ist im Web allgegenwärtig geworden. Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten. Schatten, der Kopierschutz umgeht und Urheberrecht  mit Füßen tritt. Schatten, der Identitäten stiehlt, Computer hackt, und Viren verbreitet. Doch nicht nur professionelle Kriminelle, sondern auch immer mehr „Ottonormalverbraucher“ fühlen sich durch die offenbar hitzige Profitgier der Urheber vom kühlen Schatten der digitalen Unterwelt angezogen. Es ist ein unausgesprochenes Faktum, dass unzählige Nutzer im Internet auch nach „Illegalem“ auf der Suche sind, nach kostenlosen Musiktiteln, Spielfilmen und Programmen. Und sie werden fündig. Der fehlende Realitätsbezug erstickt oft jede Form von Moral. Denn wo sollte auch das Problem liegen? Da die Kriminalität nur elektronisch, nur digital stattfindet, hat sie augenscheinlich auch kaum Einwirkungen auf das Leben anderer Leute. Wem seine Kontodaten in den Weiten des Webs verloren gegangen sind, der war wohl zu inkompetent im Umgang mit der Technik und hat es nicht anders verdient. Und Hacker sind schließlich auch nur auf der Suche nach etwas, das andere haben, genauso wie Unternehmen. Beide sind in der vernetzten Welt auf der Suche nach Daten, denn diese sind zur Währung des Internets geworden, einer Währung, die das Wort „Inflation“ nicht zu kennen scheint. Unternehmen sammeln sie auf Vorrat und doch ganz gezielt. Datenkraken gehören zu einer Spezies, die ganz sicher nicht vom Aussterben bedroht ist. So führten Unternehmen wie Facebook eine neue, geschickte Zahlungsmethode ein: Bezahlen wir für einen Dienst nicht mit Geld, dann zumindest mit unseren Daten oder damit, dass wir Werbung konsumieren. Der überwältigenden Bemühung um potentielle Kunden verdanken wir es auch, wenn wir bald nur noch Werbung zu sehen bekommen, die uns wirklich interessiert. Wir finden, bevor wir überhaupt suchen - so etwas nennt man Fortschritt. 
Computer und Internet kommen also offenbar all unseren Bedürfnissen entgegen. Man ist versucht, bei Google nach „Wo ist der Haken?“ zu suchen. „Wer da sucht, der findet“ – hatte Matthäus einen Werbevertrag mit Google und Bing? Oder gibt es doch etwas an der digitalen Welt, das uns abschrecken sollte? Wir sind schließlich nicht die einzigen, die suchen. Sollten wir uns zum Beispiel nicht überwacht und manipuliert fühlen? Ja. Wenn Google seine eigenen Suchergebnisse im Ranking bevorzugt, wenn die automatische Vervollständigung von Suchanfragen bestimmte Personen diskriminiert, dann ist das Manipulation. Und wenn Geheimdienste und Hacker jede unserer Mails mitlesen können, dann nennt man das Überwachung. Natürlich gibt es Möglichkeiten, sich vor solchen Eingriffen in die Privatsphäre zu schützen, die bislang effektivste Methode wurde von Anbietern wie Microsoft oder Apple mit dem sogenannten „Power On/Off“-Button realisiert. Die Realität ist jedoch: viele Nutzer fühlen sich überhaupt nicht bedroht – die meisten haben sich sogar schon immer einen „big brother“ gewünscht, der auf sie aufpasst.

Ist das Ranking erstellt, werden die Suchergebnisse dementsprechend angeordnet und als HTML-Dokument über den Webbrowser ausgeben. Die Suche ist an ihrem Ende angelangt.
Ich bin vollkommen am Ende. Hoffnungslos verloren. Mit einem klagenden Seufzer lasse ich mich in meinen Schreibtischstuhl sinken und damit alle Motivation fahren. Resignierend fahre ich mir durch die Haare, doch da... spüre ich etwas auf meinem Kopf. Ich kann es nicht fassen. Es ist meine Brille. Erleichtert und verärgert zugleich, setze ich sie auf und spüre sofort, wie die Dioptrien das Bild vor meinen Augen zu einem sinnvollen Gebilde zusammensetzen. Endlich kann ich wieder klar sehen. Der Scroll-Balken der Bildlaufleiste gleitet perfekt animiert nach unten. Die Suche nach meiner Brille hat 0,25 Stunden gedauert, die Google-Suche 0,25 Sekunden. Auf dem Bildschirm erscheinen zum Stichwort „ESSAY“ 149.000.000 Suchergebnisse.
Im Umgang mit dem Computer mögen wir einigen Gefahren begegnen, doch stehen diese meist in keinem Vergleich zu den Vorteilen der digitalen Welt. Es gibt, was Computer betrifft, keinen Grund, sich wie „Neo-Ludditen“ gegen die Technik zu sträuben. Ich bin sogar der festen Überzeugung, dass die Informationsverarbeitung den Computer zum erforderlichen Instrument des Fortschritts macht, da er unser Bewusstsein und unsere kognitiven Fähigkeiten erweitert. Eine wissensbasierte Gesellschaft wie unsere ist somit auf Computer angewiesen. Um in einer solchen Gesellschaft jedoch überleben zu können, müssen wir lernen, wieder selektiv zu denken. Der Wissenschaftler Charles Seife warnte 2009 in einem Essay zur Frage „Welche Idee wird alles verändern?“ vor einem Phänomen, das er als malthusianische Informations-Hungersnot beschreibt. Dieser eigenartig anmutenden Formulierung liegt ein sehr einfaches Prinzip zu Grunde: Durch Internet und Computer wächst die uns zugängliche Masse an Informationen exponentiell, während die Masse an wirklich nützlicher Information dies nur linear tut. „Informationszeitalter“ ist das geflügelte Wort, doch ist es inzwischen zu schwer zum Fliegen geworden. Denn Information ist zu einer Billigware geworden, nützliche Information zum Markenprodukt. Das Resultat ist verheerend. Am Stausee des Wissens sind alle Dämme gebrochen - wir werden von Informationen regelrecht überschwemmt. Wir versuchen unseren unstillbaren Durst nach Wissen im Internetcafé zu befriedigen und hören nicht auf, nach noch mehr Informationen zu schreien, obwohl uns diese schon bis zum Halse stehen. Bald können wir nicht mehr schreien. Wir müssen verstehen, dass es nicht mehr ums Suchen geht, nicht mehr darum, möglichst viele Informationen zu erlangen. Wir müssen die Frage umstellen von „Finden wir, was wir suchen?“ in „Suchen wir, was wir finden?“. Der Unterschied besteht darin, sich der gegebenen Information kritisch gegenüberzustellen. Suchmaschinen übernehmen für uns zwangsweise das Denken – und sind in vielen Fällen nicht mehr nur unsere rechte Hand, sondern gleich unsere linke Gehirnhälfte geworden. Sie betreiben Selektion nach Regeln, die für die meisten von uns unverständlich sind. Was wir erhalten, ist ein vorgekauter Brei an Wissen auf dem Präsentierteller - wir brauchen nur noch zuzugreifen. Hier liegt das Problem: vertrauen wir blind auf Suchmaschinen, dann werden wir mehr und mehr manipulierbar. Vertrauen wir ihnen nicht, sind wir gezwungen, uns alleine durch den undurchdringbaren Dschungel an Wissen zu schlagen – was schier unmöglich ist. Dass andere Menschen das ausnutzen werden, wurde uns oft genug gezeigt - wir bezahlen die Vorteile der Technik mit einem Stück unserer Freiheit. Suchmaschinen, Werbung, soziale Netzwerke und Partnerbörsen haben eine Sache gemeinsam: Sie versuchen uns davon zu überzeugen, dass sie das haben, was wir suchen. Wir sehen uns also mit der Aufgabe konfrontiert, Informationen, die wir dank des Computers im Überfluss besitzen, bewusst auszusortieren, zu ignorieren und zu vergessen. Wie ist dies möglich? 
In Douglas Adams berühmten Roman „Per Anhalter durch die Galaxis“ baut eine Spezies „hyperintelligenter, pandimensionaler Wesen“ den Supercomputer Deep Thought, um eine Antwort auf die ultimative Frage nach „dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ zu finden. Nach siebeneinhalb Millionen Jahren errechnet dieser, dass die Antwort auf die Frage aller Fragen genau „zweiundvierzig“ sei. Vor den fassungslosen Wesen rechtfertigt er sich damit, dass diese die eigentliche Frage nie präzise gestellt hätten und dass sie die Antwort erst verstehen würden, nachdem sie die Frage herausgefunden hätten. Was können wir also von Deep Thought lernen? Wir müssen uns, bevor wir nach etwas suchen, zunächst einmal selbst bewusst machen, was wir wirklich finden wollen. In dieser Fähigkeit sind wir oft kurzsichtig geworden. Man könnte auch sagen: Wir müssen unsere Brille wieder finden, um unsere Sichtweise zu ändern. Ohne sie sind wir blind, müssen blind vertrauen. Mit ihr bewahren wir den Durchblick und können endlich wieder klar erkennen, was sich so oft hinter den Einsen und Nullen versteckt: Macht, Profitgier, Manipulation. Wenn dann nämlich unser Computer das Multiversum des Wissens durchsucht und eine verlockende Auswahl dieses Wissens erstellt hat, können wir uns fragen, ob das, was wir da finden, wirklich das ist, was wir suchten. Obwohl sie oft näher ist, als wir erwarten, kann es sehr schwer sein, unsere Brille zu finden. Kein Computer der Welt kann uns dabei helfen. Aber das ist auch gut so.	
 

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         <pubDate>2022-01-22 22:10:41 UTC</pubDate>
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         <title>Eure Beiträge</title>
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         <title>Ansprechpartnerin</title>
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         <title>Gewinner-Essay: Warum verschwinden Wörter?</title>
         <author>flothi</author>
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         <description><![CDATA[<div><strong>Warum verschwinden Wörter?</strong></div><div>&nbsp;</div><div>Wörter sind tückische Wesen. Sie kommen und gehen, wann sie wollen. Im einen Moment sitzen sie fest im Gedächtnis, im nächsten ist es, als wären sie nie da gewesen. Manchmal tauchen sie wieder auf, uneingeladen und erscheinen einen Moment vorm inneren Auge. “Hier bin ich”, scheinen sie zu sagen, “verzeihe, hast du mich in meiner Abwesenheit vermisst?” Kurz denke ich an die leeren Lücken auf den Vokabeltests. An die Gesprächspausen, die ich hastig mit “ähh” versucht habe zu kaschieren, während ich mein Gehirn nach dem verschwundenen Wort durchforstet habe. Die Antwort ist ganz klar ja: Ich vermisse meine verschwundenen Wörter.<br><br></div><div>Wir vermissen Sachen, die für uns einen Wert haben. Nicht umsonst nennen wir die Wörter, die wir kennen, Wortschatz. Nicht umsonst befinden sich Menschen täglich auf der Suche nach neuen Wörtern, um sie stolz in ihren Wortschätzen aufnehmen zu können. Wörter sind wertvoll, Schätze eben. Sie ermöglichen es uns, unsere Freunde zu loben und den Idioten dieser Welt verbal Gift ins Gesicht zu speien.<br><br></div><div>Wörter sind nicht für die Ewigkeit geschaffen. Das merke ich spätestens, wenn ich in der Bioklausur sitze. <em>Benennen Sie die Zellorganellen, die in den Abb. 1-5 zu sehen sind und beschreiben sie deren Funktionen. </em>Dies ist der Moment, in dem sich die vorher mühsam angeeigneten Wörter “Mitochondrium” und “Zellkern”, “ATP” und “DNA” entscheiden, aus meinem Gedächtnis zu verabschieden. Warum auch nicht? Egal wie wenig wir vor Stress nicht schlafen können, unser Unterbewusstsein lässt sich nicht überzeugen, dass Oberstufenklausuren einmal überlebenswichtig sein werden. Menschen können sich vieles merken, von “wie man Fahrrad fährt”, bis zu “Deine Mutter”-Witzen, aber eben nicht alles. Es ist unpraktisch, sich jedes einzelne Detail im Alltag zu merken, weil diese Informationen im Großen und Ganzen sowieso irrelevant sind. Warum also jedes Mal, wenn wir uns an etwas erinnern wollen, in einem riesigen Datenberg von Erinnerungen herumkramen, wenn jener Datenberg, vom irrelevanten Ballast befreit, viel kleiner sein könnte? Dumm nur, wenn Vokabeln, Fachbegriffe und ähnliches fälschlicherweise als unwichtig abgestempelt werden. So passiert es, dass Wörter ungewollt aus unserem Wortschatz verschwinden.<br><br></div><div>Besonders beeindruckend ist diese Art von Wörterschwund nicht. Wenn ich vergesse, wie das Energiekraftwerk der Zellen heißt, ist das Wort aus <em>meinem </em>Wortschatz verschwunden. Biologen und Biolehrer wird das herzlich wenig kümmern- sie werden weiter munter über “Mitochondrien” fachsimpeln, ob ich sie verstehe oder nicht. Wirklich von der Erdoberfläche verschwunden ist das Wort nicht, auch wenn sich der eine oder andere verzweifelte Schüler dies vergeblich wünscht. Interessanter wird es, wenn Wörter nicht nur aus den Gehirnen von unglücklichen Schülern verschwinden, sondern von der Mehrheit der Gesellschaft vergessen werden. Besonders vergängliche Kandidaten sind wohl Jugendwörter. Vor allem im Internetzeitalter basieren diese häufig auf Memes, also digitalen Insiderwitzen. Wird ein Witz ständig benutzt, wird er schnell fad. Darum dauert es nie lange, bis ein neues Meme das alte ersetzt, und das entsprechende Jugendwort, irgendwie derbe uncool geworden, kollektiv aufgegeben wird. Beispiele finden sich etwa unter den deutschen Jugendwörtern des Jahres; Slangwörter wie “Gammelfleischparty” (Jugendwort 2008 für eine Ü-30-Party) oder “tinderjährig” (Top 3 Jugendwörter 2017, als Antonym zu minderjährig anstelle von volljährig: das Mindestalter für die Dating-App Tinder ist 18). Damals modern und cool, heute für uns hoffnungslos verjährt.<br><br></div><div>Neben dem Jugendwort des Jahres gibt es noch das Wort bzw. Unwort des Jahres. Als ältere, seriösere Gebrüder des Jugendwortes, sind sie eine Kür von Wörtern, die in einem Jahr in aller Munde waren. Einige von ihnen haben über Jahrzehnte hinweg ihre Aktualität beibehalten. “Politikverdrossenheit” (1992) ist nach wie vor ein Problem. Der “Wutbürger” (2012) protestiert bei seinen “Spaziergängen” wie eh und je gegen die Pandemiemaßnahmen und warnt vor “Parallelgesellschaften” (2004). Gegen die “Klimakatastrophe” (2007) wird immer noch beängstigend träge gehandelt. Andere Wörter jedoch waren deutlich kurzlebiger: Das “alte Europa” (2003) findet heutzutage so gut wie keine Erwähnung und der “Teuro” (2002) hat sprachlich noch kein Comeback gefeiert.&nbsp;<br><br></div><div>Viele dieser Wörter sind Neologismen, die stark auf einen damaligen Umstand zugeschnitten sind. Einige der Umstände bestehen bis in die Gegenwart, wie die Karikatur des politikverdrossenen Wutbürgers. Entsprechend passen die Wörter von damals immer noch zum heutigen Zeitgeist: Sie geraten nicht in Vergessenheit. Andere Moniker sind weniger zeitlos. In einigen Fällen ist das Konzept völlig aus dem Alltag verschwunden. Inexistente Gegenstände brauchen keine Namen. Einst wurden zum Beispiel “Depeschen” zwischen Staatsoberhäuptern hin- und hergeschickt. Gemeint sind Eiltelegramme. Heute bevorzugen diese bis zum geht-nicht-mehr inszenierte Telefonate oder Twitter-Posts. Bei dem Wort “Telegram(m)” denken heute dagegen die meisten eher an unmoderierte Chatplattformen als an knappe Morsebotschaften.<br><br></div><div>In anderen Fällen haben sich neue Begriffe an den Platz von alten gedrängt. Einst betitelte man Teenie-Mädchen als “Backfische” und die Lehrer gaben “Fisimatenten” statt Bullshit von sich. “Scharlatane” geisterten anstelle von Hochstaplern übers Land und die Musik brach nicht wegen dem Internet, Made in Germany, ab, sondern wegen “Bandsalat” im Kassettenrecorder. All diese Wörter sind klar als deutsch erkennbar und erscheinen doch wie Fremdwörter. Säuberlich in Sätzen eingereiht, scheinen sie seltsam aus der Zeit gefallen. Sie erwecken Bilder in uns, von eleganten Damen in Korsetts, von ausgelassenen Hippiefestivals, von ausgeblichenen Fotographien in warmen Sepiatönen. Erinnerungen an Oma, die sich liebevoll über uns “naseweisen Quasselstrippen” beschwerte, kommen uns hoch. Mit diesen Archaismen lässt sich vieles assoziieren, schließlich ist die Vergangenheit ja auch unvorstellbar vielfältig, jeder nimmt sie etwas anders wahr. Den wenigsten fällt aber beim Klang dieser Wörter die eigene Gegenwart ein. Sie passen nicht in unseren Alltag, tanzen disharmonisch zwischen “Digga” und “Wallah” aus der Reihe. Was sich fremd und schief anfühlt, wird nicht genutzt. Was nicht genutzt wird, wird vergessen. Was von der Mehrheit vergessen wird, verblasst immer weiter in der hintersten Ecke unseres kollektiven Gedächtnisses, bis das Wort unter der dicken Staubschicht unlesbar geworden ist.<br><br></div><div>Ganz so stumm und friedlich scheiden sich nicht alle Wörter von ihrer Existenz. Sprache repräsentiert Ideologien. Gerade zu Zeiten großer historischer Umschwünge, wo die eine Ideologie der anderen weichen muss, kommt es vor, dass Wörter geradezu gezwungen werden, zu verschwinden. Das bisherige Vokabular, das den neuen Machthabern missfiel, aus welchen Gründen auch immer, wird gnadenlos gehetzt und verfolgt, bis kein Hauch davon mehr zu hören ist. Zum Beispiel wurde während der französischen Revolution unter der Schreckensherrschaft die Anrede “Madame/Monsieur” als Zeichen für gegenrevolutionäre Einstellungen gesehen. Jemanden aus Versehen so zu bezeichnen konnte schnell zum Gratistrip ans Schafott werden. Natürlich sind solche Vorhaben selten von langfristigen Erfolgen gekrönt. Sobald niemand mehr oder weniger freiwillig die Motivation hat, ein Wort zu vermeiden, kehrt es langsam, aber sicher zurück. Schließlich ist Madame bzw. Monsieur heute noch eine geläufige Anrede.&nbsp;<br><br></div><div>Man könnte argumentieren, dass alle Wörter aus den bisher genannten Beispielen nicht wirklich verschwunden sind. Freilich ist mein Gedächtnis frei von wichtigen Fachbegriffen wie eh und je und freilich sind einige Begriffe im Verlauf der Zeit rar geworden. Gewissermaßen ist das auch eine Art des Verschwindens. Der kleinste Anstoß, einmal kräftig pusten genügt jedoch. Eine Staubwolke wirbelt in die Luft, das Wort darunter kommt zum Vorschein. Wir haben die Wörter noch nicht völlig aus den Augen verloren.&nbsp;<br><br></div><div>Anders sieht es mit ausgestorbenen Sprachen aus. Tatsächlich ist es in der Zeitgeschichte gar nicht so lange her, dass man in jeder Ecke dieser Welt mit verschiedensten Sprachen statt verschiedensten Englischakzenten klarkommen musste. Sprache befindet sich ständig im Wandel. Dass ganze Sprachen aussterben können, liegt so auf der Hand, auch wenn die Gewissheit, dass unseren Sprachen einmal dasselbe widerfahren wird, ungreifbar scheint. Einige der “toten” Sprachen, Latein oder Altgriechisch etwa, sind einigermaßen zugänglich geblieben. Für das zweifelhafte Glück, sich z. B. schlechte Datingtipps von antiken Dichtern holen zu können (gemeint: Ars Amatoria von Ovid), sind Konjugationstabellen, endlose Vokabellisten und vor allem eine hohe, <em>hohe</em> Frusttoleranz nötig. Es ist nicht leicht, aber nicht unmöglich. Streng genommen sind diese Sprachen mit all ihren Wörtern nicht wirklich verschwunden. Viele moderne Wörter haben lateinische oder altgriechische Wurzeln. Die Schriftsysteme haben sich wenig verändert. Nein, Latein und Altgriechisch sind nicht verschwunden oder tot, sie leben in zahlreichen Verzweigungen als moderne europäische Sprachen weiter.&nbsp;<br><br></div><div>Nach all diesen Beispielen fragt man sich: Können Wörter jemals wirklich verschwinden? Vielleicht ist diese Frage nicht ganz passend gestellt. Nur weil etwas verschwunden ist, heißt es nicht, dass man es nicht wiederfinden kann. Eine bessere Frage wäre vielleicht: Können Wörter bis zu dem Grad verschwinden, dass sie unwiderruflich verloren sind? Im Laufe der Menschheitsgeschichte gab es viele Völker, deren Schriften zuerst in der Erde, dann in Museen für die Nachwelt zu finden sind. Nicht alle weisen eine so enge Verwandtschaft zu modernen Sprachen wie Latein und Altgriechisch auf. Trotzdem konnten einige entziffert werden. Der Stein von Rosetta ermöglichte zum Beispiel die Entzifferung von ägyptischen Hieroglyphen. Dies verleiht modernen Menschen freilich nicht die Fähigkeit, Altägyptisch zu lesen. Dennoch platziert diese Gegebenheit Altägyptisch und co. in eine Art Grauzone zwischen “Verschwunden” und “Verschollen”. Zu anderen Schriften fehlt uns ein derartiger Schlüssel. Die Hieroglyphen der Kreter, die Sprache der Etrusker, die Indusschrift-all diese Wörter werden uns vermutlich für immer ein Mysterium bleiben.<br><br></div><div>Es gibt keinen einheitlichen Grund, warum diese Sprachen verschwunden sind. Die Kulturen, die sie gesprochen haben, wurden zum Teil erobert und übernahmen die Sprache ihrer Eroberer, wodurch die alte Sprache in Vergessenheit geriet. Zum Teil wurden immer mehr Elemente aus anderen Sprachen übernommen, bis man die Sprache nicht mehr als das, was sie ursprünglich war, zu erkennen vermochte. Zum Teil wurden Völker samt Kultur und Sprache ausgelöscht. Zurück blieben im besten Fall geschriebene Bruchstücke, im schlimmsten Fall gar nichts.<br><br></div><div>Wörter verschwinden, mal für kurze Zeit, mal für die Ewigkeit; manchmal mit dramatischen Folgen, manchmal schmerzlich vermisst. Wörter verschwinden, weil in der Welt nichts so bleibt, wie es war. Was heute neu und interessant ist, ist morgen alt und fad. Menschen kommen und gehen, Kulturen blühen auf und gehen wieder unter. Und genauso sind Wörter, als Spiegel unserer Welt.<br><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2023-03-16 09:20:06 UTC</pubDate>
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         <title>Flyer</title>
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         <title>Der Wettbewerb</title>
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         <pubDate>2025-01-24 14:26:44 UTC</pubDate>
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         <title>Der Wettbewerb</title>
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         <description><![CDATA[<p>„Unser Denken ist ein kühnes, riskantes Spiel.“ (Michel de Montaigne)</p><p>Der französische Humanist Michel de Montaigne, der unsere Vorstellung davon, was ein „Essay“ sein kann, maßgeblich geprägt hat, vergleicht das Denken mit einem Spiel. Was kennzeichnet ein Spiel? Es lohnt sich, diesem Gedanken mit Blick auf einen gelungenen Essay nachzugehen.<br><br>Ein Spiel weckt Neugier, ist kurzweilig und unterhaltsam. Es hebt sich vom Alltag ab, ist originell. Und es macht Spaß.<br><br>Diesen Anspruch sollte auch der Essay erfüllen. Dabei erwartet die Jury keine professionellen Texte, sondern vielmehr Essays von Schülerinnen und Schülern. In diesen sollen die Leserin und der Leser neugierig gemacht, unterhalten, ihr oder sein Interesse für das Argument der Verfasserin bzw. des Verfassers geweckt werden. Dieses Vergnügen soll allerdings nicht oberflächlich sein, sondern eine gedanklich anspruchsvolle Anregung. Hier kommt das „Kühne“ bzw. „Riskante“ ins Spiel, das Montaigne dem Denken zuweist. Der Essay als Versuch eines Gedanken- und Sprachspiels, das sich nicht zuerst an schulischen Klausurformen orientiert, sondern neben argumentativen und erörternden Passagen auch freiere Formen, freiere Assoziationen zulässt. Ein Sprachspiel, das die Leserin bzw. den Leser überrascht, erstaunt, sie oder ihn zu Gedanken führt, die nicht für alle sichtbar sind, sondern möglicherweise etwas abseitiger, versteckter. In diesem Zusammenhang kann auch die Form eines literarischen Essays gewählt werden, als literarischer Versuch, der sich etwa einer bestimmten Rollenperspektive oder einer erzählerischen Einbettung des Argumentationsgangs bedient.<br></p><p>Besonders überzeugend ist es, wenn dabei sprachliche und gedankliche Bilder erschaffen werden, die im Gedächtnis haften bleiben und auch nach dem Lesen noch nachwirken. In einem solchen Sinne sollte der Essay originell sein, sich durch Variantenreichtum, Subjektivität, Scharfsinnigkeit und Beobachtungsgenauigkeit auszeichnen. Und im Sinne eines roten Fadens eine Gedankenbewegung entwickeln, an deren Ende vielleicht keine abschließenden Antworten, sondern interessante bzw. bedenkenswerte Fragen stehen.<br><br>Ein Essay in diesem Sinne ist keine Kurzform einer Facharbeit oder einer themengebundenen Erörterung. Er lässt sich auch nicht mit einem standardisierten Korrekturraster bewerten. Er geht von eigenen Erfahrungen bzw. eigenen Überlegungen aus und lässt es zu, dass man der Verfasserin bzw. dem Verfasser bei der Entwicklung ihre/seiner Gedanken gewissermaßen über die Schulter schauen kann.<br>Je sprachmächtiger, je unabhängiger im Urteil, diese Gedanken in Worte gefasst werden, desto überzeugender: Auch dies gehört zum Spiel - als einer Form, die im Sinne des großen US-amerikanischen Essayisten David Foster Wallace eine „Anstiftung zum Denken“ sein will.<br><br>In diesem Sinne: Viel Vergnügen beim Schreiben!</p>]]></description>
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         <pubDate>2025-01-24 14:27:19 UTC</pubDate>
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         <author>flothi</author>
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         <description><![CDATA[<p>Hilfen zum Schreiben der Essays</p><p><br/></p><p>Auf der folgenden Seite werden unter „Hinweise und Anregungen zum Verfassen eines ‚Essays‘“ nähere Informationen zum Verfassen und zur Bewertung der Essays gegeben. Außerdem finden sich auf </p><p>der Homepage der Berkenkamp-Stiftung (<a rel="noopener noreferrer nofollow" href="http://www.berkenkamp-stiftung.de">www.berkenkamp-stiftung.de</a>) u.a. Beispiele von Essays aus </p><p>den vorherigen Jahren. </p>]]></description>
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