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      <title>Wie kann man eine ungleiche Freundschaft erklären? by Ernst Hany</title>
      <link>https://padlet.com/ernst_hany/fre2</link>
      <description>Wovon reden die Sprecher eigentlich?</description>
      <language>en-us</language>
      <pubDate>2021-11-25 19:51:07 UTC</pubDate>
      <lastBuildDate>2021-12-03 12:46:00 UTC</lastBuildDate>
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         <title>Fragestellung</title>
         <author>ernst_hany</author>
         <link>https://padlet.com/ernst_hany/fre2/wish/1913167215</link>
         <description><![CDATA[<div>Der alte, aber steinreiche Methusalix hat eine junge attraktive Freundin. Die Leute aus dem Dorf tuscheln deshalb schon lange. „Die hat sicher einen Vaterkomplex aus ihrer Kindheit“, ereifert sich Sigmundix. „Ich denke eher, ihr Instinkt bevorzugt die Gene für Langlebigkeit zum Vorteil der eigenen Nachkommen“, entgegnet Scharlsdarwinix. „Papperlapapp, sie will nur sein Geld, dafür bekommt er von ihrer Schönheit was ab“, behauptet Utilitarix.&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div>Identifizieren Sie in der Literatur die wissenschaftlichen Positionen der drei Sprecher (das Wiki reicht dafür wohl nicht aus) und legen Sie dar, welcher Position Sie im geschilderten Fall am ehesten zustimmen.</div>]]></description>
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         <pubDate>2021-11-25 19:51:07 UTC</pubDate>
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         <title></title>
         <author></author>
         <link>https://padlet.com/ernst_hany/fre2/wish/1918503054</link>
         <description><![CDATA[<div>Nach dem Fundamental Principle of Liking ist die Zuschreibung positiver oder negativer Persönlichkeitseigenschaften relevant für die Entscheidung, ob Personen sich mögen oder nicht. Reichtum und Attraktivität sagen in diesem Beispiel jedoch zunächst nichts über die Persönlichkeitseigenschaften beider Personen aus.&nbsp;<br>Auch die Ähnlichkeit zwischen Personen wird in einigen Studien als ausschlaggebend für den Aufbau einer sozialen Beziehung angegeben. Aufgrund der hier erwähnten Merkmale von Methusalix und seiner Freundin kommt auch dieses Modell nicht infrage.<br><br>Nach Finkel et al. (2017) werden drei Prizipien unterschieden, die Aussagen darüber treffen können, welche Aspekte von einzelnen Personen in eine Beziehung eingebracht werden.<br><br>Zum einen ist es die Tendenz der "Predisposition", die im oben stehenden Beispiel von Sigmundix eingebracht wird. Erfahrungen im bisherigen Leben haben laut dieser Kategorie einen Einfluss auf das Erleben und Verhalten von Personen und damit auch auf die Art und Weise, wie Beziehungen eingegangen und geführt werden.<br>- Aufwachsen in wohlhabendem Umfeld bedeuten ggf. weniger lebensbedrohliche Krisen und eine stabilere Persönlichkeit<br>- ähnlich bei Attraktivität (ggf. erfolgreicher durch Halo-Effekt)&nbsp;<br>-&gt; keine Notwendigkeit, sich an gesellschaftliche Konventionen zu halten<br><br>Tendenz zwei wird von Scharlsdarwinix vertreten und heißt "Instrumentality". Sie beinhaltet, wie die Eigenschaften der Bezugspersonen zur eigenen Zielerreichung und Bedürfnisbefriedigung beitragen können. Im Falle einer Beziehung ist ein solches Ziel ggf. die Sicherung des Überlebens von potenziellen Nachkommen.<br>- Reichtum kann Versorgung und Wohlstand der Nachkommen sichern<br>- an Nachkommen vererbte Attraktivität kann Reproduktionschancen der Nachkommen erhöhen und spricht evolutionär gesehen für Gesundheit<br><br>Zu guter Letzt ist die Tendenz "Standards" von Finkel et al. formuliert worden. Sie wird im Beispiel von Utilitarix geäußert und beinhaltet, dass Personen bestimmte Ansprüche an Beziehungspartner*innen haben und diese für eine glückliche Beziehung erfüllt sein müssen.<br>- Freund soll älter und/oder reich sein<br>- Freundin soll jünger und/oder attraktiv sein<br><br>Nur eine der Tendenzen als ausschlaggebend zu identifizieren, entspräche vermutlich nicht der Wahrheit. Stattdessen gehe ich von einer gemeinsamen Wirkung aller drei Tendenzen aus, die zur erfolgreichen Beziehung von Methusalix und seiner Freundin führen.<br><br>L. Gerlinger</div>]]></description>
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         <pubDate>2021-11-29 17:20:50 UTC</pubDate>
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         <title></title>
         <author></author>
         <link>https://padlet.com/ernst_hany/fre2/wish/1918628780</link>
         <description><![CDATA[<div>Sigmundix nimmt in diesem Beispiel die wissenschaftliche Position der Prädisposition ein. Durch die Aussage des „Vaterkomplexes aus der Kindheit“ kann man hier Theorien, wie beispielsweise Bowlbys Bindungstheorie, nennen. Die Bindungstheorie geht davon aus, dass die Art und Weise, wie eine Person im Laufe des Lebens von bedeutenden Bezugspersonen behandelt wird (insbesondere in der Kindheit) das Denken, Fühlen und Verhalten in späteren zwischenmenschlichen Kontexten beeinflusst. Dies kann sich auch auf spätere Partnerschaften auswirken (Bowlby, 1973).<br><br></div><div>Scharlsdarwinix nimmt die wissenschaftliche Position der Instrumentalität ein. Hierbei stellen die Zielverfolgung und die Erreichung der Ziele und Bedürfnisse den Fokus dar. Erwachsene suchen sich ihre Partner unter anderem, um ihre angeborenen Bedürfnisse zu erfüllen (La Guardia et al., 2000). Der Wunsch der Freundin kann nun sein, dass sie den die Langlebigkeit zum Vorteil eigener Nachkommen nutzen möchte. Nahestehende Personen beeinflussen die Zielverfolgungsprozesse. Beispielweise neigen Menschen dazu, ihre zielbezogenen Aktivitäten an ihre Bezugspersonen auszulagern, was ihren Aufwand bei der Zielverfolgung verringern kann. Dabei nähern sie sich denjenigen, die ihnen helfen, ihre hochrangigen Ziele zu erreichen (Fitzsimons &amp; Finkel, 2011).<br><br></div><div>Utilitarix nimmt die wissenschaftliche Position der Standards ein. Das Modell der idealen Standards nach Simpson et al. (2001) besagt, dass Personen eine höhere Beziehungsqualität erleben, wenn sie eine größere Übereinstimmung zwischen ihren idealen für bestimmte Eigenschaften des Partners und den tatsächlichen Merkmalen des Partners übereinstimmen. Hierzu können Eigenschaften wie Wärme/Loyalität; Vitalität/Attraktivität und Status/Ressourcen zählen (Finkel et al., 2014a,b).&nbsp;<br><br></div><div>Menschen haben jedoch auch Schwierigkeiten, die konkreten Eigenschaften eines Partners mit ihren abstrakten Maßstäben, anhand von einzelnen Eigenschaften, zu vergleichen. Folglich ist die Übereinstimmung zwischen Idealen und Eigenschaften des Partners in der Regel irrelevant für das Beziehungsergebnis, wenn Ideale an einzelnen Eigenschaften gemessen werden, wie zum Beispiel Attraktivität, isoliert von der gesamten Palette der Eigenschaften des Partners (Eastwick et al., 2014a,b).<br><br></div><div>Durch wenig Information, lässt sich hier schwer eine Entscheidung treffen, welchem geschilderten Fall eher zugestimmt werden kann. Es benötigt hierzu unbedingt mehr Informationen, um eine der drei Positionen zuordnen zu können. Da Eastwick et al. (2014a,b) für mich persönlich die Aussage von Utilitarix bereits entkräften, möchte ich diese Position ausschließen. Um auf einen Vaterkomplex schließen zu können, fehlen schlicht weitere Informationen. Somit stimme ich am ehesten der Position von Scharlsdarwinix zu, da hier auch die Selbstentfaltungstheorie benannt werden kann – Menschen haben das angeborene Bedürfnis, ihr Selbst zu erweitern. Ich vermute, dass die Freundin dieses Ziel in der Partnerschaft und für sich selbst verfolgt.<br><br>H.Fey<br><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2021-11-29 18:10:14 UTC</pubDate>
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         <title></title>
         <author></author>
         <link>https://padlet.com/ernst_hany/fre2/wish/1920147391</link>
         <description><![CDATA[<div>1. Sigmundix<br>Ähnlich wie H. Fey würde ich auch mit Bowlbys Bindungstheorie gehen. Es könnte ja durchaus möglich sein, dass die Freundin in ihrer Kindheit eine sehr innige Beziehung zum Vater hatte, wodurch ihr, dadurch resultierendes, Denken, Fühlen und Verhalten ihre jetzige Beziehung prägt.<br><br>2. Scharlsdawinix<br>Ausgehend vom Wiki würde ich mich auch hier meinen Kommilitoninnen anschließen und mit dem Prinzip "Instrumentality" gehen. Nach Scharlsdawinix ist die Freundin die Beziehung eingegangen, um ihre Wünsche im Leben (demnach die Langlebigkeit, die die Kinder möglicherweise erben) zu erfüllen.&nbsp;<br><br>3. Utilitarix<br>Das wurde, finde ich, von L. Gerlinger gut beschrieben.&nbsp;<br><br>Letztendlich fehlen zur Beurteilung aber weitere Anhaltspunkte, um über den Tratsch aus dem Dorf tatsächlich ein sinnvolles Urteil fällen zu können.&nbsp;<br><br>P. Credo</div>]]></description>
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         <pubDate>2021-11-30 11:34:10 UTC</pubDate>
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         <title>Ungleiche Partnerschaften in Gallien  </title>
         <author>nikomakowski93</author>
         <link>https://padlet.com/ernst_hany/fre2/wish/1920488615</link>
         <description><![CDATA[<div>A) In der Regel wird davon ausgegangen, dass Personen mit ähnlichen Persönlichkeitseigenschaften auch eher Sympathien zu einander entwickeln, und dass dadurch ein zufrieden stellendes Beziehungserleben, für beide Seiten einer Partnerschaft begünstigt wird. Personen die schüchtern sind, lernen laut Studienergebnissen nicht so schnell neue Menschen/potenzielle Partner kennen, wie weniger schüchterne Menschen (Asendorf &amp; Wilpers, 1998). Methusalix wird für sein Alter als besonders "energisch" beschrieben (Lexikon, Asterix&amp;Obelix). Möglicherweise ähneln seine junge Partnerin und er sich in diesen Eigenschaften und hegen deshalb diese besondere Beziehung miteinander.&nbsp;<br>B) Sigmundix, als Anhänger der Freudschen Theorie, vermutet ein aus der Kindheit her rührendes Trauma bei der jungen Frau, wobei Methusalix als eine Art Vaterersatz dient. Demnach sei die Beziehung nur dadurch begründet, dass die junge Frau ein unbefriedigtes Bedürfniss nach väterlicher Nähe auf den alten Methusalix projiziert.&nbsp;<br>Scharsdawinix, als Anhänger der Evolutionstheorie, sieht in dem Verhalten der jungen Frau eine reine Fortpflanzungsfunktion, wobei die genetischen Voraussetzungen von Methusalix instinktiv als besonders günstig beurteilt werden.&nbsp;<br>Utilitarix geht von einer bewussten Vorteilssuchung der jungen Frau aus. Laut dem Utilitarismus würde in dieser Beziehung nach dem größtmöglichen Nutzen für beide Seiten gesucht werden. Sie hilft ihm in seinen altersbedingten Schwächen, kann sich aber der finanziellen Sicherheit gewiss sein. (Bentham) </div>]]></description>
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         <pubDate>2021-11-30 14:22:11 UTC</pubDate>
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         <title></title>
         <author></author>
         <link>https://padlet.com/ernst_hany/fre2/wish/1921324959</link>
         <description><![CDATA[<div><br>Ich finde meine Kommilitonen haben bereits die Ansätze und Befunde zum Zustandekommen von Freund- und Partnerschaften gut zusammengefasst.<br><br></div><div><br>&nbsp;Die von Sigmundix vertretene Ansicht entspricht hier der <em>Attachment Theory</em> nach Bowlby (1973), nach welcher die Art von Beziehungen mit wichtigen Bezugspersonen, interne Arbeitsmodelle des Individuums selbst und anderen hervorbringt, die dann das Denken, Fühlen und Verhalten in späteren zwischenmenschlichen Kontexten beeinflussen.<br><br></div><div><br>Weiter argumentiert Charlsdarwinix im Sinne des <em>evolutionary models of social development</em> nach Simpson &amp; Belsky (2016), welche besagt, dass eine stabile und stressfreie Beziehung zu Beziehungserfolg und somit die Weitergabe der Gene begünstigt wird.&nbsp;<br><br></div><div><br>Utilitarix Aussagen finden sich hingegen im <em>communal/exchange model</em> nach Clark &amp; Mills (2011) wieder. Hier bringen beide Partner ihre Stärken in die Beziehung ein, was einen Vorteil für den jeweils anderen Partner bedeutet.&nbsp;<br><br></div><div><br>Die Problematik fehlender Informationen wurde ebenfalls bereits genannt, müsste ich mich jedoch entscheiden fiele meine Wahl wohl auf die Meinung von Utilitarix, da sich diese aus den hier gegebenen Informationen am ehesten ableiten lässt. Dem <em>communal/exchange model </em>(Clark &amp; Mills, 2011) zufolge würde Methusalix seine finanzielle Stärke miteinbringen, wohingegen seine Freundin als junger Mensch frischen Wind in das Leben von Methusalix bringt.&nbsp;<br><br>Dunker</div>]]></description>
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         <pubDate>2021-11-30 20:07:49 UTC</pubDate>
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