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      <title>Padlet 5 (Gruppe E): Zur Erklärung von Ungleichheit in den Bildungswegen by </title>
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      <language>en-us</language>
      <pubDate>2020-11-25 08:00:42 UTC</pubDate>
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         <title>Frage 1: Institutionalisiertes kulturelles Kapital ist nicht materiell sondern besteht aus Titeln, insb. Bildungstiteln oder Stellen, z.B. Schulabschlüssen, Universitätsabschlüssen - sind also auf Institutionen zurückzuführen, und übertragen dem Inhaber einen dauerhaften, rechtlich garantierten konventionellen Wert. ******************************** Frage 2: Das objektivierte Kulturkapital umfasst materielle Kulturgüter, die durch den Kauf mit ökonomischem Kapital, Vererbung oder Schenkung übertragen werden, wie bspw.: Bücher, Bilder, Notenschriften, Gemälde ,Maschinen ,Instrumente. Objektiviertes Kulturkapital ist nur dann symbolisch aktiv, wenn es vom Handelnden angeeignet und ,genutzt’ wird (z.B.: dann, wenn das Buch gelesen wird) um die Bedeutung dieser Güter erfassen oder entziffern zu können, muss man über Bildungskapital, d.h. inkorporiertes kulturelles Kapital, verfügen (z.B.: dann, wenn die “richtige” Sichtweise auf ein Gemälde erworben/diskutiert wird) ******************************** Frage 3: Halbtagsschule: Das deutsche Schulsystem ist vorwiegend als Halbtagssschulsystem organisiert. Das bedeutet, dass Kinder viel Zeit in der Familie verbringen. Diese Zeit wird je nach sozioökonomischen Status unterschiedlich genutzt. Zudem ist die Einschätzung der Wichtigkeit von Naturwissenschaften verschieden,  was Einfluss auf die Lernmotivation nimmt.  Für das Hausaufgaben erledigen und Lernen für Arbeiten sind die Familien zuständig. frühe soziale Segregation: Die Unterteilung in verschiedene Schultypen erfolgt in Deutschland sehr früh. Anstrengung und Motivation beeinflussen Lernen und Kompetenzerwerb, Vorbilder hierfür können neben der eigenen Familie auch Menschen im Schulalltag sein. Die Aufteilung in Schultypen führt aber dazu, dass Schüler und Schülerinnen keine Personen aus anderen sozialen Schichten mit höheren Bildungsambitionen begegnen. Es Entsteht eine soziale Segregation, positive Rollenmodelle fehlen.“Etikettierung”: Es wird eine “Etikettierung” hinsichtlich des Leistungspotentials vorgenommen, anstatt zu motivieren. Die bildungsaspiration wird kanalisiert, Bildungserwartungen von Lehrern in vorgeschriebene Bildungslaufbahnen gelegt und an diesen entsprechend Lehrpläne erstellt. verschiedene, hierarchisch Schultypen: Der Besuch unterschiedlicher Schultypen führt zu ungleichen Lernangeboten. Zudem entsteht eine Tendenz, Schüler*innen “nach unten weiterzureichen” anstatt zu fördern. Dieses “Weiterreichen” wird als legitime Form der Förderung angesehen. Schüler*innen werden in das schulisches Auffangbecken leistungsschwacher Schüler*innen, die Sonderschule, weitergegeben, anstatt sie im Klassenverband explizit zu fördern. ******************************** Frage 4: Unter dem Begriff des Habitus versteht Pierre Bourdieu eine Ansammlung an Merkmalen, die nach außen hin Aufschluss über die soziale Schicht einer Person geben. Der Habitus steckt die Grenzen der sozialen Zugehörigkeit eines Menschen ab, sodass andere Personen mehr oder weniger intuitiv über diese Grenzen Bescheid wissen. Diese Abgrenzungen, so Bourdieu, entstammen der sozialen Herkunft, in der ein Mensch aufwächst; insbesondere denjenigen sozialen Prozessen, über die Kultur und Bildung vermittelt wird. Sie sind (im Vergleich zum marxistischen Klassenbegriff) relativ unabhängig vom materiellen Besitz – also ökonomischem Kapital –, da sie sich in hohem Maße durch kulturelles Kapital ausdrückt.Raymond Boudon meint mit sekundären Herkunftseffekten diejenigen Bildungsentscheidungen, die (a) für den Bildungsweg des Individuums prägend sind und die (b) von einem Kosten-Nutzen-Kalkül ausgehen. Sie gehen damit vor allem von wirtschaftlichen Erwägungen über die (angenommenen) Ergebnisse bestimmter Bildungswege in Bezug auf den beruflichen Erfolg und das Einkommen des Kindes aus. Im Vergleich zu primären Herkunftseffekten sind sie kurzfristiger angelegt und werden in stärkerem Maße bewusst getroffen. ******************************** Frage 5: Wenn man exemplarisch die Mittelwerte der oberen Dienstklasse, mit denen der un- und angelernten Klasse vergleicht, ist auffällig, dass die der oberen Dienstklasse von 2001-2016 sich absolut auf höchstem Niveau befindet und nicht nennenswert schwankt. (M575-579). Bei den un- und angelernten Arbeitern ist bei niedrigem Grundniveau im Verlauf bis 2016 noch eine Verschlechterung zu konstatieren. Im Vergleich haben die beiden Gruppen einen Leistungsunterschied, umgerechnet auf Monate, im Zeitraum 2001-2011 von knapp 11 Monaten und im Jahr 2016 sogar von 14 Monaten.Explizit rückschließen kann man in dieser Studie auf die primären Herkunftseffekte. Man erkennt, dass die Lesekompetenz in Relationen zur sozialen Herkunft auf einem unterdurchschnittlich niedrigen Niveau zu verorten ist und sich von 2001-2016 signifikant verschlechtert hat. Auffällig dabei ist der hohe SD-Wert der un- und angelernten Klasse, der den Rückschluss zulässt, dass die Streuung der Leistung größer ist, als der M-Wert erahnen lässt und demzufolge der Unterschied zur oberen Dienstklasse noch extremer ist.Implizit schließen könnte man auch auf sekundäre Herkunftseffekte. Ein Lesekompetenztest beurteilt eine Fähigkeit, die in höheren sozialen Schichten stärker gefördert wird als in niedrigen sozialen Schichten. Damit ist die Testung bereits “vorwertend”. Wenn man davon ausgeht, dass der sekundäre Herkunftseffekt beinhaltet, dass innerhalb der  unteren sozialen Schicht, Lesekompetenz eine niedrige Priorität zugeschrieben wird, kann man vermuten, dass SchülerInnen aus der Gruppe innerhalb des Testes nicht ihre maximale Leistungsfähigkeit abgerufen haben, weil sie deren Wichtigkeit nicht so hoch bewerten.</title>
         <author>junglukas</author>
         <link>https://padlet.com/junglukas/5dhqbnnhsqb1kfu6/wish/1040468272</link>
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         <pubDate>2020-12-23 22:17:33 UTC</pubDate>
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