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      <title>Die dt. Kolonialisierung in China by </title>
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      <description>Von der Besetzung Tsingtaos bis heute</description>
      <language>en-us</language>
      <pubDate>2024-10-15 06:21:07 UTC</pubDate>
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         <title>1897</title>
         <author>rasmusz</author>
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         <description><![CDATA[<p>Die Geschichte der eigentlichen deutschen Kolonialisierung in China beginnt Ende des 19. Jahrhunderts:</p><p><br></p><p>Ab den 1880er-Jahren entwickelte sich ein intensives globales Wettrennen zwischen imperialistischen Mächten um die Verteilung und Kontrolle der Ressourcen in Afrika und Asien.</p><p><br></p><p>In diesem Kontext strebte das deutsche Kaiserreich, unter Kaiser Wilhelm II., nach einer eigenen kolonialen Präsenz in China.</p><p>Die Besetzung der chinesischen Festung Tsingtao am <strong>07.11.1897</strong> war eine wichtige strategische Entscheidung.</p><p>In den folgenden Jahren wurde Tsingtao zu einem wichtigen Handels- und Flottenstützpunkt ausgebaut.</p><p><br></p><p>Der Mord an zwei deutschen Missionaren am <strong>1. November 1897</strong> wurde zu einem ausdrücklichen Vorwand, um die Besetzung des heutigen Qingdaos zu rechtfertigen.</p><p>Die Landung der Soldaten erfolgte nahezu ohne</p><p>Widerstand der chinesischen Streitkräfte, was darauf hindeutete, dass der Widerstand zuvor schon gebrochen worden war.</p><p>Die deutschen Truppen erzwangen sofort die Räumung der chinesischen Militäranlagen und richteten so ihre Herrschaft über das Gebiet ein.</p><p>Die Anzahl der Einwohner betrug ihm Jahr 1897 noch 83.000,diese Anzahl verdoppelt sich aber innerhalb der nächsten 13 Jahren.</p>]]></description>
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         <pubDate>2024-10-15 06:31:28 UTC</pubDate>
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         <title>1898</title>
         <author>rasmusz</author>
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         <description><![CDATA[<p>Vier Monate später, am <strong>6. März 1898</strong> unterschrieb die chinesische Regierung gezwungenermaßen einen Pachtvertrag, der das Gebiet Kiautschou, in welchem sich Tsingtao befand, für 99 Jahre an das deutsche Kaiserreich verpachtete. </p><p><br></p><p>Die aggressive Politik führte zu heftigen Diskussionen im deutschen Reichstag. Politiker und Intellektuelle kritisierten</p><p>das Vorgehen scharf, weil es gegen internationale Regeln verstieß.</p><p>Diese Entwicklungen sorgten auch bei anderen imperialistischen Mächten wie Frankreich, Russland und</p><p>Großbritannien für Interesse. Auch sie wollten Kolonien in China gründen.</p><p>So begann eine neue Ära der Konkurrenz und der imperialen Ambitionen. Diese prägte das Schicksal des asiatischen Kontinents bis heute.</p>]]></description>
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         <pubDate>2024-10-15 06:34:12 UTC</pubDate>
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         <title>1903</title>
         <author>rasmusz</author>
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         <description><![CDATA[<p>Im damaligen Tsingtao wurde im Jahr <strong>1903</strong> die Tsingtao-Brauerei gegründet.</p><p>Vor allem die deutschen Matrosen und Truppen sollten so mit Bier versorgt werden.</p><p>Das benötigte frische Wasser kam anfangs aus dem dem nahen Berg Lao Shan, die anderen Rohstoffe wurden jedoch mit dem Schiff aus dem heutigen Deutschland geliefert.</p><p>Es wurden jährlich rund 2000 Tonnen Bier produziert, anfangs noch nach deutschem Reinheitsgebot.Im Laufe der Zeit wurde dies jedoch geändert und es wurde Reis hinzugefügt.</p>]]></description>
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         <pubDate>2024-10-15 07:00:46 UTC</pubDate>
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         <title>heute / Auswirkungen und Folgen</title>
         <author>rasmusz</author>
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         <description><![CDATA[<p>Auch heute noch ist der Einfluss des damaligen deutschen Kaiserreichs in China sichtbar.</p><p><br/></p><p>Ein Beispiel ist das Tsingtao-Bier, welches zu den größten Biermarken in China gehört. Heutzutage gibt es 70 Tsingtao-Brauereien in China und das Bier wird in über 100 Länder exportiert.</p><p>Nach 1993 wurde die Tsingtao-Brauerei zu einer Aktiengesellschaft mit einem Vorstandsvorsitzenden.</p><p><br/></p><p>Doch auch alte Gebäude in Qingdao erinnern an die deutsche Kolonialzeit, zum Beispiel das alte Gouverneurshaus, der Offiziersklub oder die evangelische Christuskirche. In der Altstadt kann man außerdem viele weitere deutsche Häuser und Kirchen besuchen.</p><p><br/></p><p>Die Abgrenzung bedeutete für die Chinesen und Chinesinnen Gewalt und tägliche Demütigung.</p><p>Ehen zwischen Chinesen und Europäern waren verboten, da Chinesen als unterlegen und untergeordnet galten.</p><p>Während die europäischen Bewohner Qingdaos sich frei in der ganzen Stadt bewegen durften, musste die chinesische Bevölkerung ab 21 Uhr eine Laterne bei sich tragen, um sofort erkennbar zu sein.</p><p><br/></p><p>Außerdem wurden durch die deutsche Kolonialisierung die Beziehungen zwischen China und dem deutschen Kaiserreich enorm verschlechtert.</p><p><br/></p><p>In Deutschland sieht man die Kolonialgeschichte trotzdem oft nur als Teil der Modernisierung. In Berlin-Dahlem gibt es eine Tafel, die über die kolonialen Ursprünge der Straßen informiert. Die Straßen wurden ursprünglich nach Iltis, Lans und Takustraße benannt, um diesen aggressiven historischen Moment zu ehren. In Berlin Wedding gibt es den Pekinger Platz, der nach der Kolonialherrschaft benannt wurde.</p><p><br/></p><p>Im Endeffekt hat die Kolonialisierung Tsingtaos den deutschen nicht viel gebracht. Durch die vielen Konflikte und Aufstände hatten die deutschen mehr Probleme, als dass sie davon profitiert konnten.</p><p>Für die Menschen in Tsingdao war die Zeit der deutschen Kolonialisierung eine Zeit der Unterdrückung, Demütigung und Schande.</p>]]></description>
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         <pubDate>2024-10-15 07:31:12 UTC</pubDate>
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         <title>1914-1945</title>
         <author>rasmusz</author>
         <link>https://padlet.com/rasmusz/4xvf7tnejsv91p2y/wish/3190996082</link>
         <description><![CDATA[<p>Im <strong>1. Weltkrieg</strong> wurde das Gebiet Kiautschou nach einer erneuten Belagerung Tsingtaos vom Japanischen Kaiserreich verwaltet. Auch die Tsingtao-Brauerei wurde so von den Japanern übernommen und bis 1945 wurden neben dem Tsingtao-Bier auch Marken wie Asai und Kirin produziert.</p><p>Im Jahr 1945 haben jedoch die Chinesen Kiautschou und die Brauerei wieder übernommen und sie wurde zu einem Staatsbetrieb.</p>]]></description>
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         <pubDate>2024-10-28 18:02:06 UTC</pubDate>
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         <title>Ziele der Deutschen</title>
         <author>rasmusz</author>
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         <description><![CDATA[<p>Die wichtigsten Ziele, die mit der Kolonialisierung in China erreicht werden sollten waren:</p><ol><li><p><strong>Wirtschaftliche Ausbeutung</strong>: Deutschland wollte in Qingdao einen strategischen Handelshafen schaffen, der den Zugang zu den Märkten Chinas erleichtern sollte. Die Kontrolle über Qingdao ermöglichte es Deutschland, von den wirtschaftlichen Ressourcen der Region zu profitieren, insbesondere durch den Handel mit Rohstoffen.</p></li><li><p><strong>Militärische Präsenz</strong>: Qingdao wurde als wichtiger Marinestützpunkt ausgebaut. Die deutsche Marine wollte hier eine Basis schaffen, um ihre Interessen im asiatisch-pazifischen Raum zu sichern und um Einfluss auf die geopolitischen Entwicklungen in der Region zu nehmen.</p></li><li><p><strong>Kulturelle und zivilisatorische Mission</strong>: Teil der Kolonialpolitik war auch die Vorstellung einer "zivilisatorischen Mission", die besagte, dass die Europäer den Anspruch hatten, die lokalen Bevölkerung zu "zivilisieren" und zu kulturisieren, was häufig mit dem Aufbau von Schulen, Kirchen und anderen Institutionen einherging.</p></li><li><p><strong>Infrastrukturentwicklung</strong>: Die Deutschen investierten in den Ausbau der Infrastruktur in Qingdao, einschließlich der Errichtung von Straßen, Eisenbahnen und Gebäuden, die sowohl militärischen als auch zivilen Zwecken dienten. Diese Entwicklungen sollten die Kontrolle und Verwaltung der Kolonie erleichtern.</p></li><li><p><strong>Einfluss auf die Region</strong>: Durch die Kontrolle von Qingdao hoffte Deutschland, seinen Einfluss auf die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in ganz China auszuweiten und sich gegen andere koloniale Mächte wie Großbritannien und Frankreich zu behaupten.</p></li></ol>]]></description>
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         <pubDate>2024-11-05 07:48:54 UTC</pubDate>
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         <title>1900</title>
         <author>rasmusz</author>
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         <description><![CDATA[<p>Am <strong>27. Juli im Jahr 1900</strong> hielt Kaiser Wilhelm II. in Bremerhaven eine Ansprache an die deutschen Truppen, zum Anlass der Entsendung eines deutschen Expeditionskorps nach Ostasien, welche den Boxeraufstand niederschlagen sollten.</p><p>Diese Rede wurde noch im selben Jahr, wegen des Vergleichs mit den Hunnen, als die Hunnenrede bekannt.</p><p><br/></p><p>In dieser Rede sprach Wilhelm von der Entsendung deutscher Truppen nach China, welche er als ein Zeichen des Nationalstolzes darstellte. Er betonte die Stärke und Kriegsbereitschaft der Armee und sah diese Mission als notwendig, um die deutschen Bürger im Ausland und ihre Interessen schützen zu können. Zudem ermutigte er die Soldaten tapfer zu sein und die Ehre des deutschen Reiches zu verteidigten.</p><p><br/></p><p>Diese Rede zeigte die Imperialistischen Bestrebungen des Kaiserreiches und wurde als Ausdruck des aggressiven Nationalismus gesehen, und hatte weitreichende Folgen für die Internationalen Beziehungen dieser Zeit.</p>]]></description>
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         <pubDate>2024-11-05 08:23:57 UTC</pubDate>
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         <title>1899</title>
         <author>rasmusz</author>
         <link>https://padlet.com/rasmusz/4xvf7tnejsv91p2y/wish/3209745627</link>
         <description><![CDATA[<p>Infolge der Kolonialisierung Chinas durch die vielen Großmächte der westlichen Welt entwickelte sich eine Widerstandsbewegung.</p><p>Da die Widerstandskämpfer über chinesische Kampfkunst verfügten und keine Schusswaffen besaßen, wurden sie als "Boxer" bezeichnet. Sie kämpften gegen jeglichen Einfluss aus Europa und Amerika, gegen Ausländer im Allgemeinen, gegen Firmen, Bauprojekte, christliche Missionare und auch gegen chinesische Christen.</p><p><br></p><p>Ab dem Jahr <strong>1899</strong> begannen die "Boxer" Gewalt zu verbreiten, ausländisches Eigentum zu zerstören, sowie chinesische Christen anzugreifen und zu ermorden.</p><p><br></p><p>Im <strong>Frühjahr 1900</strong> erreichte der "Boxeraufstand" seinen Höhepunkt, als mit einer Belagerung des Gesandtschaftsviertels in Peking die Ereignisse endgültig zu eskalieren drohten.</p>]]></description>
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         <pubDate>2024-11-10 13:11:21 UTC</pubDate>
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