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      <title>BM8 Textstellen by Flora Petrik</title>
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      <description>10-03-2021</description>
      <language>en-us</language>
      <pubDate>2021-03-09 08:05:40 UTC</pubDate>
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         <title></title>
         <author>florapetrik</author>
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         <description><![CDATA[<div>»Wenn ich abends am Küchentisch an meinen Hausaufgaben saß, blätterte er in meinenBüchern […]. Er wollte oft, dass ich ihn abfrage. Einmal forderte er mich auf, ihn einDiktat schreiben zu lassen, um mir zu beweisen, dass er die Rechtschreibung beherrscht.Er wusste nie, in welcher Klasse ich gerade war, er sagte: ›Sie ist bei MademoiselleSoundso‹. Die Schule, eine katholische Einrichtung, die meine Mutter ausgesucht hatte,war ihm unheimlich, etwas, das […] über mir schwebte und mein Verhalten lenkte, allmeine Handlungen.« (Ernaux, 2019, S. 61.)</div>]]></description>
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         <pubDate>2021-03-09 08:08:03 UTC</pubDate>
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         <title></title>
         <author>florapetrik</author>
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         <description><![CDATA[<div>»Er fuhr mich mit dem Fahrrad zur Schule. Ein Fährmann zwischen zwei Ufern, bei Sonne und Regen. Vielleicht sein größter Stolz, sogar sein Lebenszweck: dass ich eines Tages der Welt angehöre, die auf ihn herabgeblickt hatte« (Ernaux, 2019, S. 94)</div>]]></description>
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         <pubDate>2021-03-09 08:11:47 UTC</pubDate>
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         <title></title>
         <author>florapetrik</author>
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         <description><![CDATA[<div>»Die Männer stellten sich am helllichten Tag zum Pinkeln an irgendeine Mauer, und höhere Bildung stimmte misstrauisch, als fürchtete man in einem merkwürdigen Umkehrschluss, sie mache plemplem, als Strafe dafür, dass man zu hoch hinaus wollte. In allen Mündern fehlten Zähne.« (Ernaux, 2017, S. 44)</div>]]></description>
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         <pubDate>2021-03-09 08:11:59 UTC</pubDate>
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         <title></title>
         <author>florapetrik</author>
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         <description><![CDATA[<div>»Wie oft konnte ich in meinem späteren Leben als ‚kultivierte Person’ die Selbstzufriedenheit besichtigen, die Ausstellungen, Konzerte und Opern vielen ihrer Besuchern bereiten. Dieses Überlegenheitsgefühl, das aus ihrem ewigen diskreten Lächeln spricht wie aus ihrer Körperhaltung, dem kennerhaften Jargon, dem ostentativen Wohlgefühl. In all diesen Dingen kommt die soziale Freude darüber zum Ausdruck, den kulturellen Konventionen zu entsprechen und zum privilegierten Kreis derer zu gehören, die sich darin gefallen, dass sie mit „Hochkultur“ etwas anfangen können.« (Eribon, 2016, S. 98) </div>]]></description>
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         <pubDate>2021-03-09 08:12:40 UTC</pubDate>
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         <title></title>
         <author>florapetrik</author>
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         <description><![CDATA[<div>»Meine gesamte theoretische Arbeit […] hatte sich auf die allem Anschein nach unabweisbare Annahme gegründet, dass der totale Bruch mit meiner Familie wegen meiner Homosexualität erfolgt sei, wegen der eingefleischten Homophobie meines Vaters und des Milieus, in dem ich groß geworden bin. Aber war es nicht genau diese Annahme, die mich […] dem Gedanken ausweichen ließ, dass ich ebenso sehr mit meinem Milieu als sozialer Klasse gebrochen hatte?« (Eribon, 2016, S. 22) </div>]]></description>
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         <pubDate>2021-03-09 08:12:51 UTC</pubDate>
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         <title></title>
         <author>florapetrik</author>
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         <description><![CDATA[<div>»Bald gab ich mir selbst die Schuld, bald meiner Familie. (Aber war sie verantwortlich? Und wofür?) Ich war hin und her gerissen, vollkommen verunsichert. Meine Überzeugungen standen im Widerspruch zu meiner Integration in die bürgerliche Welt. […] Politisch stand ich auf der Seite der Arbeiter, verfluchte aber gleichzeitig meine Herkunft aus ihrer Welt.« (Eribon, 2016, S. 65)</div>]]></description>
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         <pubDate>2021-03-09 08:13:01 UTC</pubDate>
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         <title></title>
         <author>florapetrik</author>
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         <description><![CDATA[<div>»Wenn ich mich nicht vom Schulsystem ausgrenzen wollte – beziehungsweise wenn ich nicht ausgegrenzt werden wollte –, musste ich mich aus meiner eigenen Familie, aus meinem eigenen Universum ausgrenzen. Diese beiden Sphären zusammenzuhalten, zu beiden Welten gleichzeitig zu gehören, war praktisch unmöglich.« (Eribon, 2016, S. 159) </div>]]></description>
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         <pubDate>2021-03-09 08:13:16 UTC</pubDate>
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         <author>florapetrik</author>
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         <description><![CDATA[<div>»Kurz nach meiner Einschulung im Gymnasium (ich war elf) lernten wir im Englischunterricht einen Weihnachtsreim. Zu Hause angekommen, sagte ich zu meiner Mutter, ‚Ich hab ein Gedicht gelernt’, und begann es für sie aufzusagen. […] Der Ärger, ja Zorn stieg so schnell in ihr auf, dass sie mich nicht einmal ausreden ließ. ‚Du weißt doch ganz genau, dass ich kein Englisch kann’, schrie sie, ‚sofort übersetzt Du mir das!’ Dachte sie, ich wollte mich lustig über sie machen? Sie erniedrigen? Eine Überlegenheit demonstrieren, die schon aus ein paar Monaten Gymnasium resultierte?« (Eribon, 2016, S. 75-76).</div>]]></description>
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         <pubDate>2021-03-09 08:13:25 UTC</pubDate>
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         <title>Una lucha de fronteras / A Struggle of Borders</title>
         <author>florapetrik</author>
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         <description><![CDATA[<div>Because I, a <em>mestiza</em>,</div><div>continually walk out of one culture</div><div>and into another,</div><div>because I am in all cultures at the same time,</div><div><em>alma entre dos mundos, tres, cuatro,</em></div><div><em>me zumba la cabeza con lo contradictorio.</em></div><div><em>estoy norteada por todas las voces que me hablan</em></div><div><em>simultáneamente.</em></div><div>(Anzaldúa, 2007)</div>]]></description>
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         <pubDate>2021-03-09 08:13:37 UTC</pubDate>
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