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      <title>Analyse der Rede Putins: Geschichte als politisches Instrument by André Griemert</title>
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      <description>Rekonstruktion eines Geschichtsbildes</description>
      <language>en-us</language>
      <pubDate>2022-04-07 12:36:02 UTC</pubDate>
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         <title>Interpretation</title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[<div>1991 wurde Unabhängigkeit der Ukraine ausgerufen. Die Unabhängigkeit wurde von anderen Staaten kopiert. Die Ukraine war eine der letzten Staaten, die unabhängig wurden.<br><br>Putin bezieht sich dabei auf die Frühzeit Russlands und der Ukraine. Putins Namensvetter Vladimir brachte den christlich-Orthodoxen Glauben nach Russland, der Ukraine und Belarus. Man komme als den orthodoxen Brüdern zur Hilfe. Eine ähnliche Argumentation übernahm Russland auch vor dem Ersten Weltkrieg gegenüber Serbien (man helfe dem slawischen Brudervolk) und wendet es nun auch auf die Argumentation gegenüber der Ukraine an (Panslawismus).</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-07 12:52:20 UTC</pubDate>
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         <title>Putin sagt:</title>
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         <description><![CDATA[<div>"Der Majdan [Demos auf dem Madjar-Platz für den Eintritt in die EU/westliche Ausrichtung] hat der Ukraine keine Demokratie und keinen Fortschritt gebracht. Nach ihrem Staatsstreich haben die Nationalisten und die politischen Kräfte, die sie unterstützen, das Land endgültig in die Sackgasse getrieben, sie haben die Ukraine in den Abgrund des Bürgerkrieges gestoßen."&nbsp;</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-07 12:54:40 UTC</pubDate>
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         <title>Putin sagt:</title>
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         <description><![CDATA[<div>„Dabei haben die ukrainischen Machthaber von Anfang an, das möchte ich unterstreichen: wirklich vom ersten Augenblick an, ihre Staatlichkeit auf der Verleugnung all dessen aufgebaut, was uns verbindet. Sie haben versucht, das Bewusstsein und das historische Gedächtnis von Millionen Menschen in der Ukraine, von ganzen Generationen zu manipulieren. Kein Wunder, dass in der ukrainischen Gesellschaft extremer Nationalismus aufkam, der rasch die Gestalt von aggressivem Russenhass und Neonazismus annahm.“</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-07 12:55:10 UTC</pubDate>
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         <title>Interpretation</title>
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         <description><![CDATA[<div>Regierung der Ukraine hätte versucht das historische Bewusstsein der Menschen zu manipulieren und Russland schlecht darzustellen. Wirft der Ukraine systematischen Nationalismus und Russenhass vor, weil der Staat darauf basieren würde, die Russen zu verachten würde.&nbsp;</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-07 12:55:56 UTC</pubDate>
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         <title>Putin sagt:</title>
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         <description><![CDATA[<div>„Und 1954 nahm Chruščev (Chrustschow = Staatschef SU 1953-1964) dann aus irgendeinem Grund Russland die Krim und schenkte sie gleichfalls der Ukraine. So ist es entstanden, das Territorium der Sowjetukraine.“</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-07 12:56:21 UTC</pubDate>
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         <title>Interpretation</title>
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         <description><![CDATA[<div>-1954: Chruščev nahm Krim Russland + schenkt es Ukraine<br>-Entstehung von der Territorium der Sowjetukraine <br>&nbsp;</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-07 12:56:52 UTC</pubDate>
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         <title>Interpretation</title>
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         <description><![CDATA[<div>Die Ukraine zerstört sich selbst und die Russen sehen sich gezwungen das Land zu befrieden, dass sie geschaffen haben.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-07 12:57:00 UTC</pubDate>
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         <title>Historische Einordnung</title>
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         <description><![CDATA[<div>-gleiche Einordnung, wie im 19 Jahrhundert: Die Russischen Zaren hatten der Ukraine ihr Selbstbestimmungsrecht abgesprochen</div><ul><li>&nbsp;“Hier leben Russen” heißt, wir haben Anspruch auf das Land</li><li>Die Ukraine bestand auf dem Land von vielen Staaten. Nicht nur Russland sondern auch das Kaiserliche und Königliche Ungarn etc. Daher hinkt die Argumentation, dass die Ukraine ein Anhängsel Russlands ist. Sie „gehört“ Russland nicht und die Ukraine hat auch nichts mit Russland zu tun. Die Ukraine gibt es auch schon länger als  Russland.</li></ul><div>-Alexander II (~1850) verbot Ukrainisch und wollte, dass die Ukraine in Russland aufgeht</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-07 12:57:53 UTC</pubDate>
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         <title>Interpretation</title>
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         <description><![CDATA[<div>Lenin hatte Ukraine in UDSSR eingegliedert, obwohl die Ukraine eigentlich unabhängig sein will.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-07 13:00:17 UTC</pubDate>
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         <title>Historische Einordnung</title>
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         <description><![CDATA[<div>Die Regierung Wiktor Janukowytsch hatte viele Anhänger enttäuscht zurückgelassen: Die Einkommen der breiten Bevölkerung waren weiterhin niedrig und es herrschte bittere Armut, während sich der Reichtum bei einigen Wenigen konzentrierte.&nbsp;</div><div>So gab es seit 2012 vereinzelt immer wieder Proteste und größere Aufmärsche, in denen sich der Unmut über die Regierung Luft verschaffen konnte. Der Opposition fehlte allerdings eine echte Führungsfigur, die nicht im Gefängnis saß oder mit den „alten“ Eliten verbunden war, die sich an die Spitze einer neuen Bewegung hätte setzen können.</div><div>Zu landesweiten, großen Demonstrationen kam es erst, als die Regierung am 21. November – für viele überraschend – den Stopp der Verhandlungen über das Assoziierungsabkommen mit der EU verkündete. Offenbar hatte Präsident Janukowytsch dem Druck aus Russland nachgegeben.</div><div>Am Abend des 21. November rief der Journalist Mustafa Najem in den Sozialen Netzwerken dazu auf, sich auf dem Majdan in Kiew zu versammeln. Diesem und weiteren Aufrufen folgten zunächst rund 2.000 Menschen. Auch prominente Persönlichkeiten, von Popstars über Kulturschaffende bis hin zu oppositionellen Politikern, riefen dazu auf, gegen die Regierung auf die Straße zu gehen – neben vielen vor allem demokratisch und westlich orientierten Parteien und Gruppierungen auch die „Swoboda“, eine rechtsextreme Partei, die sich in der Nachfolge der „Organisation Unabhängiger Nationalisten“ (OUN) sah. Diese und weitere rechtsextreme Gruppierungen glaubten, in den Protesten die Chance ergreifen zu können, den moskauzentrierten Kurs der Regierung zu beenden und einen nationalistischen Kurs einzuschlagen.</div><div>Innerhalb weniger Tage stieg die Zahl der Demonstranten auf dem Majdan auf über 10.000 an. Auch in anderen Städten der Ukraine bildeten sich große Protestbewegungen und Menschenketten, so etwa in Lwiw. Als die militärische Spezialeinheit „Berkut“ den Majdan am 30. November gewaltsam zu räumen versuchte, wuchs der Protest noch einmal enorm an: Schätzungsweise bis zu 800.000 Menschen versammelten sich nun auf den Straßen. In Kiew rief die Opposition zu einem Generalstreik auf; das Kiewer Rathaus wurde besetzt. Anfang Dezember eskalierte die Gewalt erneut auf beiden Seiten. Am 8. Dezember kam es zu einem „Marsch der Millionen“, an dem nach Angaben der Opposition mehr als eine Million Menschen teilnahmen.</div><div>Im Dezember besuchten auch mehrere westliche Politiker den Majdan und solidarisierten sich mit den Demonstranten. Aus Sicht des Kreml musste dieser „Schulterschluss“ bedrohlich wirken: Der russische Außenminister Sergej Lawrow warnte den Westen sogar davor, sich in die Angelegenheiten der Ukraine einzumischen, und drohte mit Konsequenzen. Russland sah sich weiterhin als „Nachlassverwalter“ des ehemaligen Imperiums und als Schutzmacht der ehemaligen Republiken. Eine Einmischung der westlichen Politik musste für den Kreml wie ein weiterer Schritt der Ukraine Richtung EU und NATO erscheinen.</div><div>Die ukrainische Staatsmacht reagierte auf die anhaltenden Proteste mit willkürlichen Verhaftungen und eskalierender Gewalt – die von Seiten der Demonstranten wiederum mit Gewalt beantwortet wurde. Am 28. Januar 2014 erklärten Ministerpräsident Mykola Asarow und seine Regierung zwar ihren Rücktritt, die gewalttätigen Ausschreitungen setzten sich jedoch zunächst ungemindert fort. Allein am 20. Februar starben 48 Personen. Zwar handelten Teile der Opposition am darauffolgenden Tag ein Abkommen aus, das unter anderem Neuwahlen für Dezember vorsah; vielen Demonstranten gingen die Schritte aber nicht weit genug. Sie forderten den sofortigen Rücktritt von Präsident Janukowytsch und setzten ihre Proteste ungemindert fort. Am 22. Februar kündigte das Innenministerium an, man unterstütze fortan mit allen dem Ministerium unterstehenden Einheiten, etwa der Polizei, die Seite der Opposition. Auch Geheimdienst und Armee schlossen sich der Opposition an. Am selben Tag stimmte das Parlament für die Amtsenthebung Janukowytsch und setzte Neuwahlen für den kommenden Mai an. Am 24. Februar erkannte auch die Europäische Kommission die Amtsenthebung Janukowytschs und dessen Interimsnachfolger Oleksandr Turtschynow an.</div><div>Russlands Präsident Wladimir Putin hatte die Vorgänge auf dem Majdan mit Argwohn betrachtet. Er sah die vermeintliche Einmischung der westlichen Politik als Bedrohung der „allrussischen“ Welt. Vor allem aber in Kiew und den größeren urbanen Zentren im Zentrum und Westen des Landes hatte die ukrainische Zivilgesellschaft allerdings auch gezeigt, dass sie sich als selbstbestimmte, demokratische Nation verstanden wissen wollte, die bereit war, sich aus der „Umarmung“ des „großen Bruders“ zu lösen.</div><div>Es ist anzunehmen, dass Präsident Putin befürchtete, die Revolution könnte als Blaupause für die heimische Opposition dienen und auch in Russland für Unruhen sorgen. Russland reagierte zunächst mit massiven Anschuldigungen gegen die Demonstranten in der Ukraine: Die Aufstände seien vom Westen initiiert; sie seien von militanten Nationalisten, Faschisten und Antisemiten organisiert. Diese bedrohten die russische Bevölkerung in der Ukraine und hätten die „Ausrottung“ alles Russischen zum Ziel. All diese Behauptungen konnten allesamt eindeutig widerlegt werden. So wurde die Krim – hier lebten rund 59 Prozent ethnische Russen und nur 24 Prozent Ukrainer – zum Ziel der russischen Destabilisierungspolitik der Ukraine. Unterstützt von russischen Politikern, besetzten im Februar 2014 Soldaten das Regierungsgebäude der seit 1994 „Autonomen Republik“ Krim und setzten mit Sergij Askenow einen neuen Ministerpräsidenten ein. Dieser setzte für den 17. März ein Referendum über die Wiedervereinigung der Krim mit Russland an und bat den russischen Präsidenten um militärische Hilfe zum „Schutz der russischen Bevölkerung auf der Krim“.</div><div>Am 20. März wurde die Krim offiziell Teil Russlands. Unter anderem wurde der Rubel als Zahlungsmittel eingeführt, die Krim in offizielle russische Karten integriert und die Bewohner erhielten die russische Staatsbürgerschaft.&nbsp;</div><div>Die Argumentation Putins zur Annexion der Krim – die russischen Bürger in der Ukraine seien bedroht – galt in der Folge auch für die Aggression im Donbass im Osten des Landes. Als Gebiet des Steinkohlebergbaus und der Schwerindustrie war die Region seit jeher von großer Bedeutung zunächst für das russische Imperium, später auch für die Sowjetunion. Viele Bewohner des Donbass – rund 40 Prozent Russen – verklärten noch immer das angeblich „Goldene Zeitalter“ unter den Sowjets.</div><div>Im April 2014 besetzten prorussische Aktivisten die Gebäude der Regionalverwaltung – meist ohne Gegenwehr der örtlichen Behörden. Nach (freilich manipulierten) Volksabstimmungen wurden die beiden „Souveränen Volksrepubliken“ Donezk und Luhansk ausgerufen. Die Separatisten wurden von Russland mit Waffen unterstützt.&nbsp;</div><div>Trotz der instabilen Lage in Teilen des Landes konnten die Präsidentschaftswahlen in der Ukraine am 25. Mai 2014 regulär durchgeführt werden. Aus ihnen ging der Oligarch Petro Poroschenko bereits im ersten Wahlgang als Sieger hervor. Selbst im Süden und Osten der Ukraine erhielt er die Mehrheit der Stimmen.<br><br></div><div>Poroschenkos größte Herausforderung bestand nun darin, die Auseinandersetzungen im Osten des Landes zu beenden und die Souveränität des Territoriums wiederherzustellen. Die Verhandlungen für einen „Friedensplan“, der unter anderem den einzelnen Regionen mehr Macht zusichern sollte, scheiterte im Juni trotz Zustimmung auch durch den russischen Präsidenten am Widerstand der Separatisten. Infolgedessen kam es zu immer heftigeren kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen dem ukrainischen Militär und den prorussischen Separatisten.&nbsp;<br><br></div><div>Die westliche Politik reagierte auf die mehr oder weniger offene Unterstützung der Separatisten durch Russland mit weiteren Sanktionen, die ihre Wirkung nicht verfehlten: Am 3. September legte Präsident Putin einen Vorschlag zur Waffenruhe vor. Zwei Tage später einigten sich in Minsk Vertreter der Ukraine, der Separatisten, Russlands und der OSZE schließlich auf eine Waffenruhe und den Austausch von Gefangenen – ein erster Schritt hin zum Abkommen, das schließlich am 12. Februar 2015 unterzeichnet wurde. Einer der zentralen Punkte des Abkommens legte fest, dass die Ukraine die vollständige Kontrolle über das Gebiet innerhalb ihrer Staatsgrenzen zurückerlangen sollte.</div><div>Das Abkommen „Minsk 2“ vom 12. Februar 2015 existierte bald nur noch auf dem Papier. Der unausgesprochene Krieg zwischen Russland und der Ukraine wurde auch in der Folgezeit fortgeführt. Russland hielt an seinem Ziel – der Destabilisierung der Ukraine – weiterhin fest. Die Ukraine auf der anderen Seite beharrte weiterhin auf der Souveränität der Krim und des Donbass.</div><div>Aus der Präsidentenwahl am 31. Mai 2019 ging der Jurist und Schauspieler Wolodymyr Selenksyj bereits im ersten Wahlgang mit über 70 Prozent der Stimmen als Sieger hervor. Seit 2016/17 war er einem breiten Publikum durch die Fernsehsendung „Diener des Volkes“ bekannt geworden, in der er einen Geschichtslehrer spielt, der durch eine zufällig in den Sozialen Netzwerken gelandete Wutrede über Nacht zum Präsidenten wird.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-07 13:04:26 UTC</pubDate>
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         <title>Historische Einordnung </title>
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         <description><![CDATA[<div>Da der ukrainische Staat erst 1991 entstanden ist, waren Ukrainer lange verschiedenen imperialen und nationalen Politiken ausgesetzt. Obwohl dies aus nationaler Sicht bis heute als ungünstig interpretiert wird, förderte es die Vielfalt&nbsp;</div><div>der ukrainischen Kultur und Identität. Bis 1914 lebten etwa 80 Prozent aller Ukrainer im Russischen Reich, das im Gegensatz zur Habsburger Monarchie eine restriktivere Politik gegenüber der Entfaltung nationaler Kulturen anwandte. Nach der Russischen Revolution proklamierten ukrainische Politiker im November 1917 einen Staat in Kiew, ein Jahr später in Lemberg einen weiteren. Ihre Armeen waren jedoch zu schwach, um sich erfolgreich gegen Polen und Russen zu verteidigen, die die Ukraine als ihren eigenen Territorien zugehörig verstanden. Aufgrund dieser Entwicklungen lebten in der Zwischenkriegszeit erneut etwa 80 Prozent aller Ukrainer in der sowjetischen Ukraine und etwa 20 Prozent in Polen, zu dem neben Ostgalizien&nbsp;</div><div>auch Wolhynien gehörte.<br>Nach dem Ersten Weltkrieg befanden sich die in&nbsp; Polen lebenden ukrainischen Nationalisten, die immer mehr zum Faschismus neigten, in einer ähnlichen politischen Situation wie Kroaten in Jugoslawien oder Slowaken in der Tschechoslowakei. Sie mussten zuerst einen Nationalstaat aufbauen, um anschließend ein faschistisches Regime zu errichten.<br>Während des Ersten Weltkriegs geriet die Ukraine wortwörtlich zwischen die Fronten: Das Deutsche Kaiserreich unterstütze anfänglich die Unabhängigkeitsbemühungen, die vor allem vom westlichen Teil des Landes ausgingen, um das russische Zarenreich geografisch wie auch „moralisch“ zu schwächen – eine Politik, die auch aufgrund der Entwicklungen in Russland im Frühjahr 1917 allerdings nie zur Umsetzung kam.</div><div>Als die Februarrevolution 1917 den russischen Zaren vom Thron vertrieb, erlebten die Separationsbestrebungen der Ukraine neuen Aufwind: Am 17. März kamen Vertreter aus verschiedenen Gesellschaftsbereichen in Kiew in der Zentralna Rada, dem neu eingerichteten Versammlungsrat der Ukraine, zusammen und bildeten eine provisorische Regierung, die fortan eigenständig arbeiten sollte. Hauptanliegen der Rada bestanden etwa in der Festlegung einer ukrainischen Staatsgrenze und schließlich in der Schaffung einer unabhängigen Republik. Solche Bestrebungen führten allerdings vermehrt zu Konflikten mit der russischen provisorischen Regierung unter Alexander Kerenski.<br>Die politische und territoriale Gemengelage änderte sich ab Herbst 1917 erneut: Unmittelbar nach der Oktoberrevolution der Bolschewiki in Russland rief der ukrainische Zentralrat am 20. November die Ukrainische Volksrepublik aus und erklärte sich zum unabhängigen Staat. Bereits im Dezember allerdings organisierten die Bolschewiki Aufstände auf ukrainischem Gebiet. Eine Loslösung der Ukraine vom russischen Imperium galt es ihrer Ansicht nach zu vermeiden, da sie dadurch eine Destabilisierung der revolutionären Entwicklungen befürchteten. Ende Dezember drangen die Bolschewiki bis nach Charkiw vor und proklamierten sogleich die „Ukrainische Volksrepublik der Sowjets“.<br>Während noch im Januar 1918 im nicht besetzten, westlichen Teil der Ukraine Wahlen zu einer verfassunggebenden Versammlung ausgerufen wurden, eroberten die Bolschewiki bald darauf auch Kiew. Unter anderem in der Hoffnung, die Mittelmächte würden die Ukraine gegen die drohende Sowjetherrschaft unterstützen, unterzeichnete die ukrainische Delegation in Brest-Litowsk den sogenannten „Brotfrieden“. Am 3. März eroberten deutsche und österreichische Truppen sodann auch Kiew zurück und setzten die Zentralna Rada wieder ein. Ihre Befugnisse behielt sie indes nur für kurze Zeit: Nachdem die ukrainische Regierung weder fähig noch willens war, die im "Brotfrieden" vereinbarten Lieferungen an Getreide in vollem Umfang bereitzustellen, wurde der Zentralrat bereits wenige Wochen später mit Unterstützung deutscher Militärs gestürzt und durch ein autoritäres Regime unter der Führung von Pawlo Skoropadsyj ersetzt. Auch dieser sogenannte Ukrainische Staat fand seinerseits bereits im Dezember nach schweren Auseinandersetzungen wieder sein Ende.</div><div>Während Gebiete und Verwaltungen im westlichen Teil des Landes (vor allem im Zuge des polnisch-russischen Kriegs) weitere Male wechselten, brachten die Bolschewiki die östliche Ukraine einschließlich Kiews bis zum Februar 1919 wieder unter ihre Kontrolle. Nach neun Machtwechseln, die die Stadt innerhalb von zwei Jahren erlebt hatte, dauerte es noch bis Anfang 1921, bis die Bolschewiki die Zentral- und Ostukraine vollständig beherrschten und mit der Ausrufung der Sowjetunion 1922 auch die „Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik“ proklamierten. Der südwestliche Teil, die Karpaten-Ukraine, hingegen fiel nach dem Ende des polnisch-russischen Kriegs im März 1921 der Tschechoslowakei, Galizien und West-Wolhynien im nordwestlichen Teil Polen zu.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-07 13:05:07 UTC</pubDate>
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         <title>Putin sagt:</title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[<div>"Als 1990 die Frage der deutschen Wiedervereinigung erörtert wurde, sagten die USA der sowjetischen Führung zu, dass das Bündnisgebiet und die militärische Präsenz der NATO nicht einen Zentimeter nach Osten ausgedehnt würden. Und dass die Wiedervereinigung Deutschlands nicht zu einer Ausweitung der militärischen Organisation der NATO nach Osten führen würde. Das ist ein Zitat."</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-07 13:08:33 UTC</pubDate>
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         <title>Interpretation</title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[<div>Die NATO hätte versprochen die Ausweitung der eigenen Grenzen nicht nach Osten auszudehnen und sie hätten es nicht eingehalten.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-07 13:09:47 UTC</pubDate>
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         <title>Putin sagt:</title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[<div>Zur Zuerkennung der Souveränität und eigener Staatsbürgerschaft an die ehemaligen Sowjetstaaten (1989):<br><br>„Wozu musste man in ohnehin schwierigen Zeiten das Land auf diese Weise zusätzlich destabilisieren? Zwei Jahre vor dem Zerfall der UdSSR war ihr Schicksal somit faktisch besiegelt. Heute schreiben sich Radikale und Nationalisten, nicht zuletzt und vor allem in der Ukraine, das Verdienst zu, dass sie ihre Unabhängigkeit erkämpft hätten. Wie wir sehen, ist dies keineswegs der Fall. […] Ungeachtet all der Ungerechtigkeiten, des Betrugs und des unverhohlenen Raubs, der Russland widerfuhr, hat unser Volk, ja gerade das Volk, die neuen geopolitischen Realitäten akzeptiert, die mit dem Zerfall der Sowjetunion entstanden sind.“</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-07 13:09:56 UTC</pubDate>
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         <title>Historische Einordnung</title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[<div>-Glaube wird als Rechtfertigung zum Zusammenschluss benutzt<br>- Auf dem Gebiet der Ukraine gab es seid dem Mittelalter immer eig. Staatlichkeit&nbsp;<br>-Ukrainisches Reich ist 2000 Jahre älter als Russisches Reich<br>-Ukraine war Teil von Littauen -&gt; Europäische Nation<br>- Katarina die Große eroberte die Ukraine und die Krim von Osmanen</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-07 13:12:44 UTC</pubDate>
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         <title>Historische Einordnung</title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[<div>Innenpolitische und wirtschaftliche Probleme Ende der 1980er in der Sowjetunion<br>Reformversuche „Glasnost“ und „Perestroika“ von Gorbatschow scheitern<br>1989 Sinatra-Doktrin -&gt; Staaten des Warschauer Pakts sollen innenpolitische Angelegenheiten selbstständig klären<br>1991 Zerfall der UdSSR</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-07 13:13:59 UTC</pubDate>
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         <title>Interpretation</title>
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         <description><![CDATA[<div>Die Ukraine sei Produkt von Lenin und vom Kommunismus. Man könne sie als Lenin-Ukraine bezeichnen. Damit stellt Putin die Souveränität der Ukraine gänzlich in Frage.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-07 13:14:27 UTC</pubDate>
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         <title>Historische Einordnung </title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[<div>Nach ihrer Machtergreifung 1918 verfolgten die Bolschewiki in den Sowjetstaaten zu Beginn der 1920er Jahre eine Politik der Nationalisierung. Der Sozialismus sollte zunächst in nationalen Formen verwirklicht werden. Auch in der Ukraine führte die Politik der Bolschewiki zu einem kurzen Aufschwung der eigenen Sprache, die nun als offizielle Schul- und Amtssprache anerkannt wurde. Die Förderung nationaler Minderheiten fand bereits Anfang der 1930er Jahre ein jähes Ende. Die forcierte Industrialisierung und die damit einhergehende rücksichtslose Umsetzung der Fünfjahrespläne führte zur gewaltsamen Zwangskollektivierung aller wirtschaftlichen Bereiche. In der Ukraine, die aufgrund ihrer fruchtbaren Schwarzerde als „Kornkammer“ des Zarenreichs und der Sowjetunion galt – nach einer populären Deutung ist das Gelb der Flagge Ausdruck dieses an Getreide reichen Gebiets, während das Blau den Himmel symbolisiert –, waren vor allem die Bauern und landwirtschaftlichen Betriebe von den radikalen Maßnahmen betroffen. Gleichzeitig war hier auch der Widerstand gegen die Politik der Bolschewiki am größten.</div><div>Den Machthabern, die jede Abweichung vom Plansoll als Verrat am kommunistischen Projekt betrachteten, waren nun, nur wenige Jahre nach ihrer Nationalisierungspolitik, vor allem die nationalen Minderheiten ein Dorn im Auge. Viele Angehörige der neuen ukrainischen Eliten wurden durch russische Kader ersetzt und fielen in den 1930er Jahren den stalinistischen „Säuberungen“ zum Opfer.</div><div>Hinzu kamen Missernten in den Jahren 1931 und 1932, die am Beginn des Massenmords an der ukrainischen Bevölkerung standen. Trotz der ohnehin prekären Lage – vor allem die Landbevölkerung litt zunächst besonders hart am Ernteausfall –, erhöhte die Sowjetführung das Abgabensoll für Getreide um fast 50 Prozent. Die Bauern, die diese Forderungen weder erfüllen konnten noch wollten, wurden als „Kulaken“ zum Hauptfeind der Kommunisten. Um mehr Getreide für den internationalen Devisenhandel zu beschaffen, plünderten Stalins Genossen ganze Dörfer und Landstriche, sodass der eigenen Bevölkerung selbst oft nichts mehr zu essen übrigblieb. Selbst Fälle von Kannibalismus sind für diese Zeit dokumentiert.</div><div>Insgesamt fielen Schätzungen zufolge zwischen 3,5 und 4,5 Millionen Menschen dem „Holodomor“, dem „Hungertod“, zum Opfer. Seit dem Zerfall der Sowjetunion 1991 bemüht sich die Ukraine um Anerkennung des „Holodomor“ als Völkermord.</div><div><br>Das Zerstören von Staturen heißt, das sich die Menschen von diesem Teil der Geschichte befreien wollen und ihn ablehnen. Vor der Euromaidan-Bewegung gab es landesweit fast 2500 Lenin-Monumente im Land. Im Mai 2015 verabschiedete die ukrainische Regierung ein Gesetz, nach dem sämtliche Referenzen an die Sowjetunion aus der Öffentlichkeit entfernt werden sollen. Dies schließt Orts-, Straßen- und Fabriknamen, aber auch Denkmäler mit ein.<br>Gemäß einer Meldung des ukrainischen Newskanals liga.net waren im Dezember 2014 gut 500 Denkmäler gestürzt, während für die Verbleibenden eine Zahl von 1700 geschätzt wurde. Diese Zahl wurde durch eine gezielte Aktion im Jahr 2016 massiv reduziert, während der 1.320 Lenindenkmäler abgerissen wurden</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-07 13:16:23 UTC</pubDate>
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         <title>Historische Einordnung/Widerlegung </title>
         <author></author>
         <link>https://padlet.com/griemert/3shgyoiyensqzn0q/wish/2134563467</link>
         <description><![CDATA[<div>Putin bezieht sich&nbsp; auf die Rolle Stephan Banderas und der OUN (Organisation Ukrainischer Nationalisten). Sie war eine 1929 in Wien gegründete ukrainisch-nationalistische Organisation, die sich vor allem gegen Polen richtete.&nbsp;<br>Nach einer ersten Unabhängigkeit der Ukraine 1918 wurde der junge Staat erneut aufgeteilt. Ein Teil ging nach Polen; hier formierte sich angesichts der nationalistischen Regierung des polnischen Präsidenten Józef Piłsudski ukrainischer Widerstand. Das Ziel der OUN war die Unabhängigkeit der Ukraine. Sie entstand durch den Zusammenschluss der Ukrainischen Militärischen Organisation (UWO) mit verschiedenen kleineren rechtsgerichteten Gruppen sowie ukrainischen Nationalisten. Die OUN bestand von Anfang an aus zwei Generationen: Die ältere der um 1890 geborenen kontrollierte die Führung im Exil. Sie hatte im Ersten Weltkrieg gekämpft, die Bewegung gegründet und die jüngere sogenannte Bandera-Generation in den „Freiheitskampf“ involviert. Diese Gruppe der um 1910 Geborenen dominierte die Landesexekutive in Südostpolen.&nbsp;</div><div>Sie kannte den Ersten Weltkrieg nur aus den Berichten ihrer Eltern und träumte davon, in einem weiteren Krieg für die Freiheit ihres Landes zu kämpfen. Sie neigte stärker dazu, Gewalt anzuwenden beziehungsweise diese als Mittel der Politik zu betrachten. Umfassend faschisierte die OUN ihre Ideologie erst in den 1930er Jahren. In ihrem Kampf gegen den polnischen Staat verbündete sich die OUN für mit der Reichswehr und deren Abwehrchef Admiral Canaris. Dass das nationalsozialistische Deutschland aber ein doppeltes Spiel mit den Ukrainern spielte, wurde bei der Zerschlagung der Tschechoslowakei deutlich. Die ukrainischen Nationalisten, die auf die Zusammenarbeit mit Hitler setzten und auf deutsche Hilfe bei der Erlangung einer Groß-Ukraine hofften, wurden im März 1939 schwer enttäuscht. Das Gebiet wurde mit deutscher Billigung von Ungarn besetzt.</div><div><br>Bereits in seiner Kindheit wurden Banderas politische Ansichten und sein Weltbild von diesen gescheiterten Kämpfen um einen eigenständigen ukrainischen Nationalstaat geprägt. Auch die Rolle der Religion sollte nicht unterschätzt werden: Banderas Vater war griechisch-katholischer&nbsp; Priester und beeinﬂusste ihn dahingehend. Bandera, der bereits zu Schulzeiten in Kontakt mit anderen jungen Nationalisten gestanden hatte, verinnerlichte ab seinem Eintritt in die OUN 1929 die faschistische Ideologie und schöpfte sie aktiv mit. Er stieg in der Organisation schnell auf und stand – zunächst durch eine Haftstrafe daran&nbsp;</div><div>gehindert – ab Anfang 1933 ofﬁziell an der Spitze der Landesexekutive. Er organisierte mehrere Attentate, professionalisierte die ideologische, geheimdienstliche und militärische Ausbildung und verlangte von seinen Untergebenen absoluten Gehorsam. Die OUN nutzte 1935/36 Prozesse gegen sich in Warschau und Lemberg, die wegen des Attentats auf den polnischen Innenminister Pieracki und anderer Verbrechen stattfanden, um ihren „Freiheitskampf“ international bekannt zu machen. Bandera stilisierte sich nun explizit zum Führer einer faschistischen Bewegung, die die Ukraine befreien würde. Im Gerichtsaal wurde er von seinen Kampfgenossen mit faschistischem&nbsp;</div><div>Gruß geehrt. Die Verhängung der Todesstrafe, die in Polen jedoch noch vor der Vollstreckung abgeschafft wurde, verstärkte seinen Ruhm: Bandera wurde endgültig zur politischen Kultﬁgur. Mit Kriegsbeginn floh Bandera zuerst nach Lemberg und dann nach Krakau. Dort wurde 1940 der generationelle Konﬂikt in der OUN ausgetragen, der zur Spaltung der Bewegung in die radikalere OUN-Bandera und die „gemäßigte“ OUN-Melnyk führte. Obwohl sich beide Fraktionen vehement bekämpften, kollaborierten sie beide mit den Deutschen und halfen ihnen, den Angriff auf die Sowjet union vorzubereiten. Gleichzeitig überlegten sie, wie sie anschließend ihren eigenen faschistischen Kollaborationsstaat errichten könnten. Beim Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 trat die OUN-B als Verbündeter Deutschlands auf. Ohne die Zustimmung der nationalsozialistischen Führung begann sie, die Ukrainische Nationale Revolution umzusetzen. 1941 wurde schließlich ein ukrainischer Kollaborationsstaat ausgerufen. In dessen Folge kam es zu antijüdischen Pogromen, die von der Wehrmacht unterstützt wurden. Allerdings forderte das NS-Regime die Rücknahme der Staatsausrufung, was Bandera verneinte. Daraufhin wurden er und seine Mitstreiter verhaftet und bis Herbst 1944 als Sonderhäftlinge des RSHA in Berliner Gefängnissen und im Konzentrationslager Sachsenhausen gehalten. Während Stepan Banderas Zeit in Berlin und Sachsenhausen wurden in der Ukraine massenweise Juden ermordet. Die Hälfte aller ukrainischen Juden – etwa 800 000 – wurde auf dem kleinen Gebiet der Westukraine getötet, wo die OUN-B trotz der Verhaftung ihrer Führungsriege die Deutschen beim Judenmord unter-</div><div>stützte. Sie schickte ihre Mitglieder zur Polizei,&nbsp;</div><div>damit sie bewaffnet wurden und die Besatzer bei&nbsp;</div><div>den Deportationen und Erschießungen unter-</div><div>stützen konnten. Aufgrund der kleinen Anzahl&nbsp;</div><div>von deutschen Polizisten in der Ukraine wäre&nbsp;</div><div>die Ermordung von mehr als 90 Prozent aller&nbsp;</div><div>westukrainischen Juden ohne sie nicht möglich gewesen. Die Anfang 1943 von der OUN-B aufgestellte Ukrainische Aufständische Armee (UPA) begann schließlich, in Galizien auch massenhaft Polen zu ermorden. Mit Beginn dieser „Säuberung“ der Westukraine von Polen schlossen sich ihr etwa 5000 ukrainische Polizisten an, die zuvor die Deutschen beim Holocaust unterstützt hatten.<br>Bandera ist für die Verbrechen, die OUN-B und UPA während seiner Internierung in Berlin und Sachsenhausen verübten, nur indirekt verantwortlich. Viele OUN-B-Mitglieder, die während des Holocaust in der deutschen Polizei dienten, und ein Teil der UPA-Partisanen, die Polen und Juden ermordeten, identiﬁzierten sich zwar mit Bandera und bezeichneten sich selbst als Bandara-Anhänger, aber Bandera erteilte ihnen keine Befehle. Seine politische Wirkungsmöglichkeit war in dieser Zeit eingeschränkt. Als Führer der Bewegung war Bandera jedoch moralisch für die&nbsp; Verbrechen der OUN-B und UPA verantwortlich, so der polnische Historiker Grzegorz Rossoliński-Liebe. Am 28. September 1944 wurde Bandera aus Sachsenhausen entlassen, weil die Nationalsozialisten nach erheblichen Niederlagen Osteuropäer für den Kampf gegen die Rote Armee mobilisieren wollten. Bandera wirkte daran mit, verließ &nbsp; jedoch im Februar 1945 mit seiner Familie Berlin und versteckte sich in den folgenden Monaten in Österreich und Süddeutschland. Kurz nach dem Ende des Kriegs baute er mit Unterstützung des amerikanischen und britischen Geheimdienstes ein OUN-Zentrum in München auf. Die&nbsp;</div><div>CIA, der MI6 und später auch der Bundesnachrichtendienst arbeiteten mit ihm zusammen. Sie ﬁnanzierten seine Organisation, schützten ihn und seine Familie vor dem sowjetischen KGB und bildeten seine Anhänger aus, die sie als Spione in die sowjetische Westukraine schickten, um&nbsp;</div><div>dort Kontakt zum ukrainischen Untergrund aufzubauen. Doch weitere Konﬂikte innerhalb der OUN, auch wegen Banderas radikaler Ansichten und andauernder Begeisterung für den Faschismus, schwächten die Bewegung. In den frühen 1950er Jahren verspielte er das Vertrauen zuerst&nbsp;</div><div>der CIA und anschließend auch des MI6, die lieber Mykola Lebed und dessen Anhänger innerhalb der OUN unterstützen. Einzig der Bundesnachrichtendienst distanzierte sich nicht von ihm und arbeitete weiterhin mit Bandera zusammen, bis dieser am 15. Oktober 1959 in München durch den jungen westukrainischen KGB-Agenten Bohdan Stašinskyj ermordet wurde.<br>Putin versucht, diesen Teil der bis dato nicht aufgearbeiteten ukrainischen Geschichte zu generalisieren und auf die aktuelle Bevölkerung und politische Führung zu übertragen. Dabei deklariert er beide - Volk und Politiker - in einem unhistorischen Analogieschluss als "Faschisten". So wie nach 1945 nicht alle Deutschen Faschisten sind, so trifft dies auch auf die Ukrainer zu. Neben den Kollaborateuren der OUN-B und OUN-M gab es eben auch die Ukrainer, die genauso die die anderen Europäer unter der NS-Diktatur litten.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-07 13:17:22 UTC</pubDate>
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      <item>
         <title>Interpretation</title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[<div>Putin sagt, dass das Stalinistische System nicht funktioniert hat. In der damaligen Zeit wurden nur leere Worte gesprochen, aber es wurde nichts getan. Ukraine sei wie andere Sowjetrepubliken nie souverän gewesen.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-07 13:21:34 UTC</pubDate>
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         <title>Historische Einordnung</title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[<div>Der US-Außenminister Baker und der deutsche Außenminister Genscher haben 1989/90 im Rahmen von Sondierungsgesprächen zur deutschen Wiedervereinigung die Möglichkeit eingeräumt, die Nato nicht nach Osten auszudehnen. Während Baker sich auf Ostdeutschland bezog, soll Genscher dies auch für die ostmitteleuropäische Staaten getan haben. Der damalige US-Präsident Bush unterband die weitere Behandlung des Themas bei den Verhandlungen, da man nicht alleine für die Nato sprechen könne. 1999 wurden Polen, Tschechien und Ungarn aufgenommen. 2004 kamen Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, Slowakei und Slowenien hinzu. Ebenfalls gab es eine dritte, vierte und fünfte NATO-Osterweiterung. Die meisten Staaten sind in der Tat eingetreten, weil sie Angst hatten, von Russland angegriffen zu werden (z. B. Polen). Nach der Auflösung der Sowjetunion beförderte der letzte Regierungschef der UdSSR, Michael Gorbatschow, jahrelang zudem noch das «Garantie»-Narrativ mit. Im Oktober 2014 bekannte er sich aber schliesslich gegenüber der russischen Zeitung «Kommersant» zur historischen Wahrheit: "Über das Thema Nato-Expansion wurde überhaupt nicht diskutiert, und es wurde in diesen Jahren [1990/91] nicht aufgeworfen. Nicht ein einziges osteuropäisches Land hat diese Frage angesprochen. Westliche Führer haben sie auch nicht aufgebracht." <sup>(mit. nach https://www.nzz.ch, zugegriffen am 01.05.2022)<br></sup>Es ist einfach nachzuvollziehen, warum das so war. Das Ende des Warschauer Pakts war im Frühjahr 1990 nicht absehbar. Gorbatschow meinte sogar noch an der sowjetisch-amerikanischen Gipfelkonferenz vom 30. Mai bis 3. Juni 1990, das vereinte Deutschland könne sowohl Mitglied der Nato als auch des Warschauer Pakts werden. Auch Gorbatschows Militärberater, Marschall Sergei Achromejew, war der Überzeugung, dass der Warschauer Pakt nach den Systemveränderungen in Ostmitteleuropa weiterbestehen könne, weil nach dem Wegfall der ideologischen Basis des Pakts die «staatlichen Interessen» der Mitgliedsländer im Wesentlichen unverändert blieben und diese ihn zusammenhalten würden.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-07 13:25:09 UTC</pubDate>
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         <title>Putin sagt:</title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[<div>"Eine Welle von Pogromen und Gewalt fegte über die ukrainischen Städte, eine Serie offener und strafloser Morde."&nbsp;</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-20 17:15:21 UTC</pubDate>
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         <title>Interpretation</title>
         <author></author>
         <link>https://padlet.com/griemert/3shgyoiyensqzn0q/wish/2158572539</link>
         <description><![CDATA[<div><br></div><div>Putin ist der Ansicht, dass Russland ein Abkommen mit der EU hat. Dieses beinhalte, dass die Truppen und die Herrschaftsbestrebungen innerhalb Europas von Seitens Russlands aufgegeben werden, wenn die EU sich nicht den slawischen Staaten in Richtung Russland nähert und ihre Macht in den jeweiligen Ländern ausbaut. Nach lenkt die USA die Verhältnisse innerhalb der EU so, dass man versucht slawische Staaten Stück für Stück für sich zu gewinnen und so in einem nahen Gebiet von Russland trotz der Mahnungen Militärtruppen und Artillerie platziert. Dieses nimmt Putin als Provokation wahr und rückt daher in Richtung Ukraine vor.<br><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-26 13:58:46 UTC</pubDate>
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         <title>Interpretation</title>
         <author></author>
         <link>https://padlet.com/griemert/3shgyoiyensqzn0q/wish/2158619439</link>
         <description><![CDATA[<div>Mit der Unterstellung Putins, dass es Verlautbarungen über die Herstellung von eigenen Atomwaffen gebe, wird eine Rechtfertigung gesucht das Feindbild Ukraine aufrecht zu erhalten. Zudem wird die USA als Strippenzieher bezeichnet, der Europa und somit auch die Ukraine unter seiner Kontrolle hat. Der Konflikt zwischen den USA und der Sowjetunion aus dem 20. Jahrhundert wird somit wieder entfacht. In dem das alte Feindbild wieder hergestellt wird, fällt es der Bevölkerung Russlands einfacher diese Aussagen als Wahrheit aufzufassen. Betrachtet man die russischen Medien und deren Bildungssystem, dann ist es nicht besonders verwunderlich, dass die russische Bevölkerung die USA als Hauptschuldigen für alles Negative wahrnehmen. Putin nutzt nach einer Ansicht diese Gegebenheit aus und rechtfertigt den Angriff auf die Ukraine, indem er diesen als eine Verteidigung gegenüber den US-amerikansichen Machenschaften darstellt.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-26 14:23:20 UTC</pubDate>
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         <title>Interpretation / Zusammenfassung</title>
         <author></author>
         <link>https://padlet.com/griemert/3shgyoiyensqzn0q/wish/2160803182</link>
         <description><![CDATA[<div>Protestanten sollen gewalttätig gegen Politiker, Journalisten u.ä. vorgegangen worden sein (Orangene Revolution von 2004, Euromaidan 2013/14).</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-27 17:24:11 UTC</pubDate>
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         <title>Historische Einordnung/Widerlegung</title>
         <author></author>
         <link>https://padlet.com/griemert/3shgyoiyensqzn0q/wish/2162042884</link>
         <description><![CDATA[<div><br>In der Ukraine waren im Jahr 1991 insgesamt 1832 strategische Nuklearsprengköpfen stationiert. Darüber hinaus befanden sich ca. 3.000 taktische Atomwaffen auf ukrainischen Territorium. Damit war in der Ukraine zu jener Zeit fast 5.000 Atomwaffen vorhanden.</div><div>Nach einiger Diskussion hin und her erklärte der ukrainische Präsident Krawtschuk im Sommer 1993, dass die Ukraine doch nach der Ratifizierungsdebatte des Start-I-Vertrags und des Atomwaffensperrvertrags den Status eines atomwaffenfreien Staates anstrebe. Um dieses Ziel zu erreichen, mussten alle in der Ukraine stationierten Atomwaffen an Russland – der rechtliche Nachfolgerstaat der Sowjetunion – übergeben werden.&nbsp;</div><div>Der Präsident der Ukraine, Leonid D. Kutschma erklärte in einer Rede am 2. Juni 1996, Ukraine ist atomwaffenfrei. Der letzte Atomsprengkopf wurde am 1. Juni an Russland zurückgegeben. Damit hatte Ukraine seinen Teil der trilaterale Vereinbarung (USA, Russland und die Ukraine) vom 14. Januar 1994 vollzogen.<br>Im Budapester Memorandum vom 5.12.1994 verpflichteten sich USA, Russland und GB, die Unversehrtheit und politische Unabhängigkeit von Kasachstan, Belarus und der Ukraine, sofern diese auf nukleare Waffen verzichten.<br><br>Im Rahmen der Krimkrise 2014 wiesen die USA und Großbritannien auf das Abkommen hin und interpretierten das russische Verhalten auf der Krim als Nichteinhaltung des Memorandums und klare Verletzung der territorialen Integrität der Ukraine.</div><div>Russlands Nichteinhaltung des Budapester Memorandums und insbesondere die Annexion der Krim kann die künftige Nichtverbreitung und Abrüstung von Kernwaffen gefährden, weil sie Zweifel daran aufwirft, wie verlässlich die Sicherheitsgarantien von Großmächten gegenüber Staaten mit Atomwaffen sind. Zweifel an der Verlässlichkeit solcher Zusagen könnten Anreize schaffen, Kernwaffen zu behalten, neue Kernwaffenprogramme zu schaffen oder bereits bestehende Programme zu beschleunigen.</div><div>&nbsp;</div><div>Andrij Melnyk (ukr. Botschafter in Deutschland) führte jüngst einen Interview mit dem Deutschlandfunk. Dort fordert er die NATO um Unterstützung und den Eintritt der Ukraine in die NATo auf. Wenn die NATO der Ukraine nicht helfe, muss sich die UKR selber aufrüsten und das auch über einen nuklearen Status.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-28 12:11:53 UTC</pubDate>
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         <title>Warum eine Auseinandersetzung mit der Putin-Rede?</title>
         <author>griemert</author>
         <link>https://padlet.com/griemert/3shgyoiyensqzn0q/wish/2162077648</link>
         <description><![CDATA[<div>Am 24.02.2022 kündigte Russlands Präsident Vladimir Putin, den bevorstehenden Angriffskrieg auf die Ukraine an. In einer etwa einstündigen Fernsehansprache begründete er den Überfall u.a. auch historisch. Seine Geschichtsdeutung in dieser Rede, aber auch seiner Herrschaft generell, ist allerdings an vielen Stellen historisch schlicht falsch. Das ZDF hat Putins Geschichtsbild in seiner Terra X Doku "Putin- Geschichte als Waffe" aufgearbeitet und widerlegt.&nbsp;</div><div><strong><em>&nbsp;</em></strong></div><div>„Voraussetzung für die Rekonstruktion (= Nachbilden) von Vergangenheit und die Dekonstruktion (= Zerlegung) von Geschichte ist die Fähigkeit eine Narration (Darstellung) zu erkennen, ihrem Verlauf zu folgen und ihre Struktur (den Plot) zu verstehen. Dazu gehört auch die Fähigkeit, sich den Sinn einer Narration zu erschließen und denselben zu durchschauen. Ganz besonders anspruchsvoll ist es dann letztlich, die verschiedenen Formen von Sinnbildungen zu identifizieren, zu kategorisieren und kritisch zu hinterfragen. Letztlich bedeutet dies die „story behind the story“ oder die Metageschichte aufzudecken. Im Weiteren gehört als Teil der Rekonstruktion dann dazu, eine Narration selber aus Funden, Überresten sowie schriftlichen, mündlichen oder bildlichen Quellen zu konstruieren. Eine Narration kann man deshalb selber produzieren in Form einer Rekonstruktion (Schreiben). Eine Narration kann auch gelesen (oder gehört) werden als rekonstruierte Vergangenheit und kritisch hinterfragt werden im Vorgang einer Dekonstruktion (Lesen).“</div><div><sub>Entnommen aus: </sub><a href="http://www.historischesdenken.ch/index.php?id=52"><sub>http://www.historischesdenken.ch/index.php?id=52</sub></a><sub>, zugegriffen am 30.3.2022<br><br></sub>Der Leistungskurs Geschichte in der Q2 hat nun die Rede von Putin analysiert und einige <strong>Zitate</strong> <strong>Putins</strong> in den historischen Kontext eingeordnet. Dabei erfolgt nach dem Zitat zunächst die <strong>Interpretation</strong> dessen, was Putin meint, gefolgt von der <strong>historischen Einordnung</strong>. Am Ende erfolgt in der <strong>Zusammenfassung</strong> die Gesamtinterpretation der Putinrede mit Hilfe der Nationsdefinitionen von Renan und Anderson.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-28 12:18:23 UTC</pubDate>
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         <title>Putin sagt:</title>
         <author>griemert</author>
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         <description><![CDATA[<div>"Man muss verstehen, dass die Ukraine im Grunde nie eine gefestigte Tradition einer eigenen authentischen Staatlichkeit hatte."&nbsp;<br><br>"Seit jeher nannten sich die Bewohner der südöstlichen, historischen altrussischen Lande Russen und Orthodoxe. So war es vor dem 17. Jahrhundert, als sich ein Teil dieser Gebiete wieder mit dem Russländischen Staat vereinte, und so blieb es danach."&nbsp;</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-28 12:18:49 UTC</pubDate>
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         <title>Putin sagt:</title>
         <author>griemert</author>
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         <description><![CDATA[<div>"Die heutige Ukraine wurde voll und ganz und ohne jede Einschränkung von Russland geschaffen, genauer: vom bolschewistischen, kommunistischen Russland. Dieser Prozess begann im Grunde gleich nach der Revolution von 1917. Lenin und seine Mitstreiter gingen dabei äußerst rücksichtslos gegen Russland selbst vor, von dem Teile seiner eigenen historischen Gebiete abgetrennt und abgestoßen wurden."&nbsp;</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-28 12:24:09 UTC</pubDate>
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         <title>Historische Einordnung</title>
         <author></author>
         <link>https://padlet.com/griemert/3shgyoiyensqzn0q/wish/2162152657</link>
         <description><![CDATA[<div>Mit dem Tod Stalins im März 1953 endete auch die Verfolgung und der Terror in der Sowjetunion abrupt.&nbsp;<br>Nikita Chruschtschow war von 1953, Stalin Todesjahr, bis 1964 Erster Sekretär der Partei, ab 1958 auch Ministerpräsident. Er stammte aus einer westrussischen Bauernfamilie, die 1908 (da war er 14 Jahre alt) ins Donezk-Becken übersiedelt war. Ab 1938 saß er im Politbüro, wo er allerdings bei Stalins Tod nur an fünfter Stelle stand. In Moskau war er jedoch Parteiverantwortlicher beim Bau der U-Bahn, im Politbüro sicherte es sich die wichtige Stelle als Landwirtschaftschef im Zentralkomitee.<br>War das ukrainische Gebiet bis weit in das 20. Jahrhundert hinein vor allem bäuerlich geprägt, so setzte nun eine Phase der Urbanisierung ein. Allerdings war die Ukraine nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zu einem großen Teil zerstört. Die Bevölkerung litt unter bitterer Armut. Der Fokus der Sowjetführung galt indessen vor allem dem Osten des Imperiums, während der Westen – darunter auch die Ukraine – trotz vorangetriebener Industrialisierung zunächst eher strukturschwach blieb. Dennoch verbesserte sich die Lage unter Chruschtschow. Allmählich waren wieder mehr Ukrainer in den Kadern und Führungsgremien der Partei vertreten; auch der Druck auf die Bauern ließ nach. Im kulturellen Bereich erhielten die Befürworter einer „Ukrainisierung“ mehr Spielraum.&nbsp;<br><br>Chruschtschow hatte 1954 dafür gesorgt, dass die Krim, zuvor seit 170 Jahren Teil Russlands, ab sofort zur ukrainischen Sowjetrepublik gehörte. Ohne großes Aufsehen, vollzogen im Rahmen der Feierlichkeiten zum 300. Jahrestag des Vertrags von Perejaslaw, mit dem 1654 – nach russischer Lesart – die engen Bande zwischen Russland und der Ukraine vereinbart worden waren. Warum Chrustoschow das tat, ist allerdings bis heute umstritten.<br><br>Bis in die 1970er Jahre hinein wurde auch die Wiederaufwertung der ukrainischen Sprache bis in die Parteispitze hinein vorangetrieben. Ab 1972 erfuhr das nationale Selbstbewusstsein wiederum einen herben Dämpfer: Erneut setzten „Säuberungen“ der nationalen Elite ein; wieder einmal wurde die Russifizierung mit aller Kraft vorangetrieben. Erst mit dem zunächst schleichenden Zusammenbruch des Sowjetsystems zu Beginn der 1980er Jahre gewannen die Stimmen der liberal orientierten Opposition wieder an Gewicht. Auch die Veränderungen, die Michail Gorbatschows Perestroika mit sich brachten, nahmen – wenn auch erst zögerlich – Einfluss auf die ukrainische Politik.&nbsp;</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-28 12:24:38 UTC</pubDate>
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         <title>Putin sagt:</title>
         <author>griemert</author>
         <link>https://padlet.com/griemert/3shgyoiyensqzn0q/wish/2162164963</link>
         <description><![CDATA[<div>"Die Sowjetukraine ist, wie gesagt, ein Ergebnis der bolschewistischen Politik und man kann sie heute mit Fug und Recht als Vladimir-Lenin-Ukraine bezeichnen. Er ist ihr Erfinder und ihr Architekt. [...]. Und heute holen die „dankbaren Nachkommen“ in der Ukraine die Lenindenkmäler vom Sockel. Überwindung des Kommunismus nennen sie das."&nbsp;</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-28 12:25:39 UTC</pubDate>
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         <title>Putin sagt:</title>
         <author>griemert</author>
         <link>https://padlet.com/griemert/3shgyoiyensqzn0q/wish/2162183449</link>
         <description><![CDATA[<div>"Es war nur folgerichtig, dass [...] der rasche Übergang zur Stalinschen Diktatur, die Dominanz der kommunistischen Ideologie und das Machtmonopol der Kommunistischen Partei, die Vergesellschaftung des Eigentums und die Einführung der Planwirtschaft, dass all dies die verkündeten, aber dysfunktionalen Prinzipien des Staatsaufbaus [Lenins] sehr rasch in reine Deklarationen verwandelte, denen keine Realität entsprach. Echte souveräne Rechte hatte die Unionsrepublik in Wirklichkeit nie erhalten, es gab sie einfach nicht."&nbsp;</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-28 12:27:13 UTC</pubDate>
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         <title>Historische Einordnung/ Widerlegung </title>
         <author></author>
         <link>https://padlet.com/griemert/3shgyoiyensqzn0q/wish/2162201140</link>
         <description><![CDATA[<div>Das ukrainische Volk möchte sich aktiv für Demokratie einsetzen, gegen Korruption vorgehen und sich am Westen orientieren. Aus diesem Grund wollte die Ukraine der NATO beitreten. Die NATO weigerte sich jedoch die Ukraine aufzunehmen. Von Militärbasen der NATO auf ukrainischem Boden war nie die Rede.<br>Präsident Wiktor Juschtschenkos bekräftigte bereits 2005, dass die Ukraine das Ziel habe, in die EU und in die NATO aufgenommen zu werden. Am 1. Januar 2008 sind Abkommen zwischen der EU und der Ukraine über Visa-Erleichterungen und die Rücknahme von Personen, die sich illegal aufhalten, in Kraft getreten. Die Ukraine ist zudem Partnerland der sogenannten "Östlichen Partnerschaft" der EU, die am 7. Mai 2009 auf einem Gipfeltreffen in Prag gegründet wurde. Deren Ziel ist es, die EU und sechs Partnerländer aus ihrer östlichen Nachbarschaft und der Kaukasusregion politisch und wirtschaftlich einander anzunähern.</div><div>Ende November 2013 legte Präsident Wiktor Janukowitsch das mit der EU ausgehandelte Assoziierungsabkommen offenbar auf Druck Russlands kurz vor der geplanten Unterzeichnung auf Eis. Das Abkommen befasst sich nicht nur mit Wirtschafts- und Handelsbeziehungen und der Schaffung einer Freihandelszone, sondern auch mit der politischen Zusammenarbeit. Ein halbes Jahr später schloss die EU im Juni 2014 trotz anhaltender Spannungen mit Russland ein Assoziierungsabkommen mit der neuen ukrainischen Regierung ab. Den wirtschaftlichen Teil des Abkommens unterzeichnete Präsident Petro Poroschenko am 27. Juni, während der politische Teil schon im März beschlossen worden war. Im September 2014 verabschiedeten die Parlamente der Ukraine und der Europäischen Union (EU) das Assoziierungsabkommen, das zum 1. Januar 2016 in Kraft trat. Anfang des Jahres 2019 verankerte das ukrainische Parlament mit einer Mehrheit von 334 der 450 Abgeordneten in der Verfassung eine „strategische Orientierung der Ukraine zum vollständigen Beitritt zur EU und der NATO“.<br>Grundlage der Zusammenarbeit zwischen der NATO und der Ukraine bildet die <strong>NATO-Ukraine-Charta vom Juli 1997. </strong>Eine entsprechende NATO-Russland-Akte vom gleichen Jahr schrieb die Partnerschaft und Zusammenarbeit der beiden Seiten fest und sah vor, dass die Staaten der Region sich frei für ein Bündnis entscheiden können.</div><div>Die NATO und ihre Mitgliedstaaten haben vereinbart, die Ukraine bei der Reform ihrer Streitkräfte und Sicherheitsorgane zu unterstützen. Die Ukraine ist das einzige Nicht-Mitglied, das an drei von der NATO geführten Militäroperationen (ISAF, KFOR und OAE) teilnimmt und als erster „Partner-Staat“ an einer NATO Response Force beteiligt war.Auf dem <a href="https://www.nato.int/cps/en/natolive/official_texts_8443.htm"><strong><em>NATO Gipfel in Bukarest 2008 </em></strong></a>erhielt die Ukraine (wie auch Georgien) eine<strong> grundsätzliche Beitrittsperspektive.&nbsp;</strong>Russlands Präsident Putin hatte sich schon damals gegen die Erweiterungspläne der NATO ausgesprochen. Aber auch Frankreich und Deutschland sprachen sich gegen einen Beitritt der Ukraine aus. Bundeskanzlerin Angela Merkel warnte davor, Russland nicht unnötig zu reizen und eine Destabilisierung Osteuropas zu riskieren.</div><div>Am 1. Juli 2010 nahm das ukrainische Parlament ein Gesetz an, das eine Fortsetzung der Partnerschaft mit der NATO zum Ziel hat, aber ausdrücklich das Festhalten der Ukraine an einer Politik der „Blockfreiheit” vorsieht.</div><div>Unter dem Eindruck des Konflikts mit Russland in der Krim-Krise 2014 wollte Ukraines Präsident Poroschenko sein Land in die NATO führen. Der damalige deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier antwortete auf die Frage, ob er einen Beitritt der Ukraine hilfreich fände: „Man sollte aufpassen, dass man mit bestimmten Entscheidungen nicht noch Öl ins Feuer gießt.”</div><div>Auch der seit 2019 amtierende Präsident Wolodymyr <em>Selenskyj</em> warb wiederholt um eine NATO-Mitgliedschaft seines Landes und setzt den Kurs auf eine Vollmitglied<em>schaft sowohl in der EU als auch in der NATO</em> fort. Mit der <strong>Änderung der Verfassung im Februar 2019&nbsp; </strong>hat die Ukraine die <strong>Mitgliedschaft in der EU und in der NATO zum Staatsziel </strong>mit Verfassungsrang erhoben.</div><div>Im <strong>Juni 2020 </strong>hat die NATO die Ukraine als <a href="https://www.nato.int/cps/en/natohq/news_176327.htm"><strong><em>„Enhanced Opportunities Partner"</em></strong></a>anerkannt. Dieser Status ist Teil des Partnerschaftsprogramms, das darauf abzielt, die Zusammenarbeit zu jenen Partnern zu vertiefen, die bedeutende Beiträge zu NATO-geführten Operationen und Missionen geleistet hat. Als NATO-Partner hat die Ukraine Truppen für Operationen der Alliierten bereitgestellt, darunter in Afghanistan und im Kosovo.<br>Im Zuge des Angriffskriegs Russland gegen die Ukraine spielt die Frage um einen möglichen NATO-Beitritt der Ukraine eine zentrale Rolle. Russlands Präsident Putin gibt an, sich durch die Annäherung der Ukraine in Richtung NATO bedroht zu fühlen und versucht mit allen Mitteln einen Beitritt des Landes zum Bündnis&nbsp; bzw. eine NATO-Osterweiterung insgesamt zu verhindern. Putin fordert juristisch verbindliche Sicherheitsgarantien, nach denen eine Aufnahme der Ukraine in das Militärbündnis nicht stattfinden wird. Ausserdem lehnt Russland weitere militärische Infrastruktur und Waffensysteme der Nato vor seinen Grenzen ab. Putin&nbsp; geht in seinen Forderungen sogar noch einen Schritt weiter: Zwischen Russland und der NATO solle der Zustand von 1997 wieder hergestellt werden.</div><div>Im Vorfeld der Krim-Annexion hatte&nbsp; Putin selbst die angebliche Drohung einer anstehenden NATO-Osterweiterung zunächst als Argument für die Besetzung der Halbinsel benutzt, erklärte dann aber, der eigentliche Grund sei „die historische Gerechtigkeit“ gewesen.</div><div>Zur Einordnung sei an dieser Stelle erwähnt, dass eine reale Bedrohung Russlands im Konflikt der vergangenen Jahre nicht existierte und ein NATO-Beitritt der Ukraine im Vorfeld des aktuellen Krieges nicht zur Debatte stand. Wenngleich ein solcher aus Sicht der Ukraine gewünscht war und zum Ziel erklärt worden war. Die<strong> Chancen für einen NATO-Beitritt</strong> der Ukraine haben sich nun im Verlauf des Krieges und der Verhandlungen <strong>zerschlagen.</strong> Der ukrainische Präsident strebt nunmehr einen <strong>neutralen bündnisfreien Status </strong>seinen Landes an, mit entsprechenden Sicherheitsgarantien für sein Land. Schon allein die aktuelle Kriegsituation und eine womöglich jahrelang sich anschließenden Phase der Instabilität verwehren der Ukraine überdies ohnehin einen Beitritt zur NATO. Solange sich ein Land in einem Konflikt befindet, kann es nicht in die NATO aufgenommen werden.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-28 12:28:41 UTC</pubDate>
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         <title>Historische Einordnung</title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[<div>Stalin war der Grund für den Tod von weit über 20 Millionen Menschen. Seine Politik basierte auf Zwang und Druck, die diejenigen trafen, welche sich nicht mit den machtpolitischen Vorstellungen des Stalinismus identifizieren konnten. Um eine utopische Gesellschaft zu kreieren, in der er die führende Persönlichkeit darstellt, erachtet er jeden Weg als gerechtfertigt, auch die Einschränkung bzw. Entkräftung von grundlegenden Menschenrechten.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-28 12:29:37 UTC</pubDate>
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         <title>Putin sagt:</title>
         <author>griemert</author>
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         <description><![CDATA[<div>"Wir wissen auch, dass es bereits Verlautbarungen gibt, wonach die Ukraine eigene Atomwaffen bauen will. Das ist kein leeres Geschwätz."&nbsp;</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-28 12:30:54 UTC</pubDate>
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         <title>Putin sagt:</title>
         <author>griemert</author>
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         <description><![CDATA[<div>"Die USA und die NATO haben jede Zurückhaltung abgelegt und sind dazu übergegangen, sich das Territorium der Ukraine als potentiellen Kriegsschauplatz anzueignen. Die Stoßrichtung der regelmäßigen gemeinsamen Übungen ist ganz klar, sie richten sich gegen Russland."&nbsp;</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-28 12:31:35 UTC</pubDate>
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         <title>NATO</title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[<div>Ein militärischer Bund zwischen 30 Staaten mit den USA als stärkste Macht.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-28 12:36:28 UTC</pubDate>
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         <title>Interpretation</title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[<div>Der Zerfall der UdSSR war vorherzusehen und wurde von Radikalen ausgenutzt. Russland hat die Situation, trotz&nbsp;vermeintlicher Ungerechtigkeit, akzeptiert.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-28 12:45:34 UTC</pubDate>
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         <title>Orthodoxe</title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[<div>Orthodoxe Kirchen sind vorrevormierte Katholische Kirchen.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-28 13:02:26 UTC</pubDate>
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         <title>UdSSR</title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[<div>Die Union der Sozialistischen Sowjetrepublieken bestand von 1922 bis 1991. Sie wurde von Wladimir Iljitsch Lenin.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-28 13:02:50 UTC</pubDate>
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         <title>Bolschewisten</title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[<div>Bolschewismus war die von Lenin Weltanschauliche-politische Lehre, welche aus dem Marxismus ausgelegt wurde.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-28 13:03:09 UTC</pubDate>
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         <title>Euromaidan</title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[<div>Proteste, welche 2014 von der Ukrainischen Bevölkerung ausgingen, nachdem die ukrainische Regierung das Assoziierungsabkommen mit der EU vorerst nicht unterzeichnen wollte.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-28 13:03:32 UTC</pubDate>
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         <title>Zar</title>
         <author>griemert</author>
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         <description><![CDATA[<div>Bezeichnung des russischen Kaisers bis 1917, abgeleitet von Caesar.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-29 04:31:04 UTC</pubDate>
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         <title>Lenin</title>
         <author>griemert</author>
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         <description><![CDATA[<div>Lenin war ein Politiker aus Russland. Er lebte in einer Zeit, als das Land von den Zaren regiert wurde, den russischen Kaisern. Lenin war Kommunist und begann eine Revolution, also eine politische Veränderung mit Gewalt. Daraus entstand die Sowjetunion.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-29 04:32:05 UTC</pubDate>
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         <title>Chrustschow</title>
         <author>griemert</author>
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         <description><![CDATA[<div>Nikita Sergejewitsch Chruschtschow war zwischen 1958 und 1964 Regierungschef der Sowjetunion. Mit seiner berühmten Rede auf dem 20. Parteitag der KPdSU leitete er die sogenannte “Entstalinisierung” ein, auf die zahlreiche innenpolitische Reformen folgten. Er befürwortete eine Politik der "friedlichen Koexistenz" gegenüber den USA. In seine Amtszeit fiel außerdem die Kuba-Krise, die den Höhepunkt des Kalten Krieges markierte.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-29 04:33:10 UTC</pubDate>
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         <title>Stalin</title>
         <author>griemert</author>
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         <description><![CDATA[<div>Josef Stalin war ein skrupelloser Diktator der Sowjetunion. Er schaltete politische Gegner aus, führte Zwangskollektivierungen gegen Bauern durch und schnitt die gesamte Herrschaft auf seine Person zu. Stalin trieb aber auch die Industrialisierung voran. Er führte die Sowjetunion erfolgreich durch den Zweiten Weltkrieg und ermöglichte ihr den Aufstieg zur neuen Supermacht.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-29 04:33:19 UTC</pubDate>
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         <title>Alexander II.</title>
         <author>griemert</author>
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         <description><![CDATA[<div>Der im Jahr 1818 geborene <strong>Alexander Nikolajewitsch </strong>war von 1855 bis 1881 Kaiser (Zar) von Russland. Sein bedeutendstes Reformwerk war die <strong>Befreiung der russischen Bauern</strong> von der Leibeigenschaft.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-29 04:33:26 UTC</pubDate>
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      </item>
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         <title>Warschauer Pakt</title>
         <author>griemert</author>
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         <description><![CDATA[<div>Militärisches Bündnis der sozialistischen Länder des Ostblocks unter Führung der Sowjetunion. Der Warschauer Pakt war im Kalten Krieg das Pendant zum westlichen Beistandspakt, der NATO unter Führung der USA.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-29 04:35:09 UTC</pubDate>
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      </item>
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         <title>Glasnost und Perestroika</title>
         <author></author>
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         <description><![CDATA[<div>Reformen von Michail Gorbatschow<br><br>"Glasnost" (Offenheit): sollte Einschränkungen der Meinungs- und Pressefreiheit lockern und mehr Transparenz über politische Geschehnisse bringen.<br><br>"Perestroika" (Umgestaltung, Umbau): Modernisierung von Gesellschaft, Politik und Wirtschaft, z.B. marktwirtschaftliche Elemente oder Demokratisierung</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-04-30 14:28:28 UTC</pubDate>
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         <title>Historische Einordnung</title>
         <author>griemert</author>
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         <description><![CDATA[<div>2004 fanden Präsidentschaftswahlen statt. Kutschma konnte nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. <strong>Wiktor Juschtschenko</strong> trat für eine Orientierung zum Westen ein, sein Gegner <strong>Wiktor Janukowytsch</strong> wurde hingegen von Russland unterstützt. Nach einer Stichwahl im November wurde Janukowytsch zum Sieger erklärt. Juschtschenko hatte wochenlang nicht am Wahlkampf teilnehmen können, nachdem er im September 2004 eine Dioxinvergiftung erlitten hatte, die u. a. sein Gesicht entstellte.</div><div>Nach dem Sieg Janukowytschs&nbsp; kam es wochenlang zu Protesten in der Bevölkerung, die Janukowytsch <a href="https://www.kinderweltreise.de/kontinente/europa/ukraine/daten-fakten/geschichte-politik/geschichte-der-ukraine-iii/lexikon/eintrag/wahlbetrug-wahlmanipulation/">Wahlbetrug</a> vorwarf. Die Menschen versammelten sich vor allem auf dem zentralen Platz in Kiew, dem Maidan (auch Majdan geschrieben), und trugen <strong>Orange </strong>- die Wahlfarbe Juschtschenkos. Die Stichwahl wurde schließlich im Dezember wiederholt. Aus dieser Wahl ging nun Juschtschenko als Sieger hervor.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-05-01 10:30:57 UTC</pubDate>
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      </item>
      <item>
         <title></title>
         <author>griemert</author>
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         <description><![CDATA[<ul><li>Art. "Geschichte der Ukraine", auf URL: https://osteuropa.lpb-bw.de/ukraine-geschichte0#c86286, zugegriffen am 2.5.2022.</li><li>Art. „Parlamentswahl in der Ukraine 2014“. In: Wikipedia – Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 7. März 2022, auf URL: <a href="https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Parlamentswahl_in_der_Ukraine_2014&amp;oldid=220863781">https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Parlamentswahl_in_der_Ukraine_2014&amp;oldid=220863781</a> (Abgerufen: 2. Mai 2022)</li><li>Art. "Die Beziehungen der Ukraine zur EU und zur NATO", in: https://www.lpb-bw.de/ukraine-eu-nato, zugegriffen am 01.05.2022.</li><li>Art. „Budapester Memorandum“. In: Wikipedia – Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 27. April 2022, URL: <a href="https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Budapester_Memorandum&amp;oldid=222406548">https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Budapester_Memorandum&amp;oldid=222406548</a> (Abgerufen: 1. Mai 2022).</li><li>Art. „Stepan Bandera“. In: Wikipedia – Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 29. April 2022, URL: <a href="https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Stepan_Bandera&amp;oldid=222466635">https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Stepan_Bandera&amp;oldid=222466635</a> (Abgerufen: 1. Mai 2022).</li><li>Art. „Organisation Ukrainischer Nationalisten“. In: Wikipedia – Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 29. April 2022,&nbsp; URL: <a href="https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Organisation_Ukrainischer_Nationalisten&amp;oldid=222468880">https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Organisation_Ukrainischer_Nationalisten&amp;oldid=222468880</a> (Abgerufen: 1. Mai 2022).</li><li>Hannes Adomeit, Die Nato habe versprochen, sich nicht nach Osten auszudehnen, sagt Putin – stimmt das?, in: NZZ 20.02.2022.</li><li>Sophia Sonja Guthier, h_east_orian, in: instagram (verschiedene Beiträge, zugegriffen am 8.05.2022).</li><li>Peter Kunz, Putin und seine Ideologie, in: ZDF&nbsp;<br>10.05.2022, auf URL: https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/putin-und-seine-ideologie-100.html#xtor=CS5-281, zugegriffen am 10.05.2022.</li><li>Günther Marchner, Narrative, Bilder und Tabuzonen, in: Wiener Zeitung 10.05.2022.</li><li><h1>Vladimir Putin: Rede an die Nation vom 21.2.2022, in: Zeitschrift Osteuropa, auf URL: https://zeitschrift-osteuropa.de/blog/putin-rede-21.2.2022/, zugegriffen am 09.05.2022.</h1></li><li>Olga Radetzkaja über Putins Rede an die Nation, in: Deutschlandfunk, Kultur heute, 22.2.2022, zugegriffen am 09.05.2022.</li><li>Grzegorz Rossoliński-Liebe, Verflochtene Geschichten. Stepan Bandera, der ukrainische Nationalismus und der transnationale Faschismus, in: APuZ 67, 2017, 42-43, S. 17–22.</li><li>TerraX ZDF, Putins Krieg - Geschichte als Waffe, in: zdfmediathek, 13.03.3033, zugegriffen am 08.05.2022.</li><li>Andreas Umland, Die rechts­ra­di­ka­len Par­teien der Ukraine im Super­wahl­jahr 2019, in: Ukraine verstehen vom 11. März 2019, auf URL: https://ukraineverstehen.de/umland-rechtsradikale-parteien-der-ukraine-2019/, zugegriffen am 2.5.2022</li></ul>]]></description>
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         <pubDate>2022-05-01 12:04:59 UTC</pubDate>
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      </item>
      <item>
         <title></title>
         <author>griemert</author>
         <link>https://padlet.com/griemert/3shgyoiyensqzn0q/wish/2165741137</link>
         <description><![CDATA[<div>Putin erstellt ein Bild von einer geschlossenen Nation, in der er Personengruppen ein- (Russland) und ausschließt (Ukrainer). Er negiert eine bestehende ukrainische Geschichte und entwertet damit die Staatlichkeit der Ukraine. Elemente einer Nation nach Renan und Anderson werden verneint (z. B. eigene Sprache und Kultur, eigene territoriale Staatlichkeit und Geschichte). Die Ukraine sei ausschließlich ein Kind der Sowjetunion.<br><br>Benedict <strong>Anderson</strong> (Abb. 1 und 2) stellt die politische Gemeinschaft bei einer Nation heraus. Für Putin fehle das der Ukraine. Laut ihm besäße die Ukraine auch keine territoriale Souveränität. Er sieht einen einheitlichen Verbund zwischen Ukrainern und Russen, gebildet durch die Frühgeschichte beider Völker, dem Zarenreich, dem Kommunismus und der Orthodoxie. Indem er die Kriterien Andersons verneint, stellt er die Nationsdefinition für die Ukraine deutlich in Frage.<br><br>Laut Ernest <strong>Renan</strong>&nbsp; (Abb. 1 und 2) muss eine Nation den Wunsch haben, mit gleichen Zielen für die Zukunft auf der Basis einer gemeinsamen Vergangenheit zusammen zu leben. Putin verneint auch dies, indem er alleine die russische Geschichte als "gemeinsame" Geschichte definiert.<br>Auch die von Renan benannte Nation als Solidargemeinschaft sieht Putin ausschließlich als "russisch" definiert. Auch die&nbsp;<br>Nationalhaltung sei laut Putin ausschließlich "russisch".<br><br>Bezüglich der Definition der Zugehörigkeit zur Nation verbindet sich für Putin&nbsp; die Geschichten Russlands und der Ukraine auf das engste mietender. Dabei dient die Ukraine als Freund- und Feindbild gleichermaßen: Als eigentliches russisches Volk, dass heißt keine eigene Ethnie, und als nationalistisches und faschistisches Feindbild. Dabei war die Ukraine Opfer sowohl von Faschismus und Kommunismus. Zugleich wird aber sehr aggressiv ein äußerer Feind konstruiert: Die Nato-Staaten, die Russland über die Ukraine angreifen wollen. Dabei hat die Nation für Putin Anspruch auf Absolutheit: Er sieht die russische Nation im Recht bzw. konstruiert einen absoluten Anspruch auf das ukrainische Staatsgebiet.&nbsp;</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-05-01 12:06:09 UTC</pubDate>
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      </item>
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         <title>Darum geht es im Konflikt</title>
         <author>griemert</author>
         <link>https://padlet.com/griemert/3shgyoiyensqzn0q/wish/2165751671</link>
         <description><![CDATA[<div>Im Osten der Ukraine gibt es schon seit acht Jahren Kämpfe. Seitdem streiten zwei Gruppen darüber, wozu die Gebiete im Osten der Ukraine gehören sollen: zum benachbarten Russland oder so wie bisher zur Ukraine.<br>Die eine Gruppe nennt man Separatisten. Die Separatisten haben Gebiete im Osten der Ukraine besetzt und Luhansk und Donezk für von der Ukraine unabhängig erklärt. Dabei bekommen sie Unterstützung aus Russland. Der russische Präsident hat die Regionen zu eigenen Staaten erklärt. Für Russland gehören sie damit nicht mehr zur Ukraine.<br>Die andere Gruppe, die gegen die Separatisten kämpft, besteht größtenteils aus ukrainischen Soldaten und Anhänger der ukrainischen Regierung. Sie kämpfen dafür, dass der Osten weiterhin zur Ukraine gehört. Und die ukrainische Regierung will auch nicht mit Russland, sondern lieber mit der Europäischen Union, der EU, zusammenarbeiten. Die EU unterstützt die ukrainische Regierung.<br>Der Konflikt in der Ukraine begann im November 2013 in der Hauptstadt Kiew. Dort protestierten viele Ukrainer und Ukrainerinnen gegen den damaligen Präsidenten der Ukraine, Viktor Janukowitsch. Er hatte damals eine große Vereinbarung mit der Europäischen Union (EU) platzen lassen. Die EU will nämlich enger mit der Ukraine zusammenarbeiten. Stattdessen wandte sich Janukowitsch aber Russland zu. Seinen Anhängern gefiel das. Die Protestierenden fanden es aber gar nicht gut und wollten, dass die Ukraine mehr mit der EU und nicht so viel mit Russland zusammenarbeitet.</div><div>Obwohl die Proteste friedlich begannen, kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den Protestierenden, die mehr zur EU gehören wollten, und Sicherheitskräften, wie zum Beispiel der Polizei. Der Präsident Janukowitsch hatte ihnen damals befohlen, mit Gewalt gegen die Protestierenden vorzugehen. Doch am Ende konnten sich die Protestierenden durchsetzen, der ukrainische Präsident floh aus dem Land.&nbsp;</div><div>Nun gab es erneut Proteste, zum Beispiel auf der Halbinsel Krim, die zur Ukraine gehört. Viele Menschen, die dort leben, sind russischer Abstammung und zum Beispiel auch deshalb Anhänger Russlands. Sie möchten nicht, dass sich die Ukraine enger mit der EU verbindet. Auch Russland möchte das nicht. Russland möchte seinen Einfluss in der Ukraine ausweiten.&nbsp;</div><div>Noch dazu wird vermutet, dass man vor der Küste der Krim im Meer Öl und Gas gewinnen kann, sehr wertvolle Stoffe, mit denen Russland viel Geld verdienen könnte. Und: Auf der Krim liegt schon seit langer Zeit ein wichtiger russischer Militärstützpunkt, von dem aus Kriegsschiffe starten können. Den wollte Russland auf keinen Fall aufgeben müssen. Und so schickte die russische Regierung Soldaten auf die Krim und brachte die ukrainische Halbinsel unter russische Kontrolle.</div><div>In der Ostukraine ist Ähnliches passiert. Teile dieses Gebiets hielten die Separatisten besetzt, also die Gruppe, die Russland zugewandt ist. Bisher war es ihnen nicht gelungen, es komplett unter ihre Kontrolle zu bringen. Die ukrainische Armee kämpfte immer wieder gegen sie. Unterstützt wird die ukrainische Regierung von der EU und auch von den USA. Die Separatisten erhalten Hilfe aus Russland.&nbsp;</div><div>Immer wieder verhandelten seither Politikerinnen und Politiker miteinander. 2015 einigten sie sich eigentlich auf einen Friedensplan. Darin stand vor allem, dass beide Gruppen nicht mehr gegeneinander kämpfen, also einen Waffenstillstand einhalten sollen. Doch dieser Waffenstillstand wurde immer wieder gebrochen und es gab Tote und Verletzte auf beiden Seiten. Beide Seiten wollten ihren Willen durchsetzen.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-05-01 12:30:04 UTC</pubDate>
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      </item>
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         <title>Präsidentschaft von Juschtschenko (2005-2010)</title>
         <author>griemert</author>
         <link>https://padlet.com/griemert/3shgyoiyensqzn0q/wish/2165753135</link>
         <description><![CDATA[<div>Wiktor Juschtschenko wurde 2005 als neuer Präsident vereidigt. Doch das Wahlbündnis, das aus der Orangen Revolution hervorgegangen war, konnte sich nicht auf einen Kurs einigen. Juschtschenko stand mit seinen Anhängern <strong>Julia Timoschenko</strong> gegenüber, die zunächst Ministerpräsidentin der Ukraine wurde. Zudem blieb das Land gespalten, denn der Süden und Osten des Landes hatte mehrheitlich für Janukowytsch gestimmt. Man warf Juschtschenko auch vor, in seiner Amtszeit zu wenig bewirkt zu haben.<br><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2022-05-01 12:33:47 UTC</pubDate>
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      </item>
      <item>
         <title>Präsidentschaft von Janukowytsch (2010-2014)</title>
         <author>griemert</author>
         <link>https://padlet.com/griemert/3shgyoiyensqzn0q/wish/2165754117</link>
         <description><![CDATA[<div>Die Präsidentschaftswahlen 2010 gewann nun Wiktor Janukowytsch. Im ersten Wahlgang hatte er Juschtschenko besiegt, in der Stichwahl auch Julia Timoschenko. Sie und viele ihrer Anhänger wurden in der Folgezeit wegen Amtsmissbrauchs angeklagt und kamen in Haft. International wurde dies kritisiert. Am 21. November 2013 weigerte sich Janukowytsch das Assoziierungsabkommen mit der <a href="https://www.kinderweltreise.de/kontinente/europa/ukraine/daten-fakten/geschichte-politik/geschichte-der-ukraine-iii/lexikon/eintrag/europaeische-union-eu/">EU</a> zu unterzeichnen, das eine politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit vorsieht. Daraufhin kam es erneut zu Protesten auf dem Maidan-Platz in Kiew.<br><br></div>]]></description>
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         <pubDate>2022-05-01 12:36:28 UTC</pubDate>
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      </item>
      <item>
         <title>Der Euromaidan 2013/14</title>
         <author>griemert</author>
         <link>https://padlet.com/griemert/3shgyoiyensqzn0q/wish/2165756212</link>
         <description><![CDATA[<div>Die Protestbewegung in der Ukraine, die auf dem Maidan in Kiew 2013 begann, wurde bald Euromaidan genannt. Ihre Anhänger forderten die Unterzeichnung des Abkommens mit der EU und die Amtsenthebung von Präsident Janukowytsch.</div><div>Im Februar 2014 flüchtete Janukowytsch und das Parlament erklärte ihn für abgesetzt. Bis zu den nächsten Wahlen im Juni wurde Olexander Tortschynow zum Übergangspräsidenten ernannt. Das Assoziierungsabkommen mit der EU wurde nun unterschrieben. Julia Timoschenko wurde aus der Haft entlassen.<br>Die Präsidentschaftswahlen im Juni 2014 gewann Petro Poroschenko im ersten Wahlgang. Kandidiert hatte auch Julia Timoschenko. Poroschenko erhielt prominente Unterstützung von dem Boxer Vitali Klitschko, der zunächst selbst hatte kandidieren wollen.Die Wahlen im Jahr 2019 gewann jedoch sein Konkurrent Wolodymyr Selenskyj.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-05-01 12:42:00 UTC</pubDate>
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      </item>
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         <title>Die Ukraine und der Rechtsextremismus</title>
         <author>griemert</author>
         <link>https://padlet.com/griemert/3shgyoiyensqzn0q/wish/2166659605</link>
         <description><![CDATA[<div>Als die expli­zit anti-rus­si­sche Allu­krai­ni­sche Ver­ei­ni­gung „Swoboda“ (Frei­heit) 2012 nach Ver­hält­nis­wahl­recht mit 10,44% der Stimmen erst­mals mit einer eigenen Frak­tion ins ukrai­ni­sche Par­la­ment einzog<a href="https://ukraineverstehen.de/umland-rechtsradikale-parteien-der-ukraine-2019/#_ftn1">[1]</a> und 2014 neue außer­par­la­men­ta­ri­sche natio­na­lis­ti­sche Gruppen, wie der Rechte Sektor und das Frei­wil­li­gen­ba­tal­lion „Asow“ auf­tauch­ten, bot dies neues Futter für Moskaus anti­ukrai­ni­sche Kam­pa­gnen. Ins­be­son­dere der erste Anfüh­rer des Rechten Sektors, Dmytro Jarosch, wurde von den kreml­kon­trol­lier­ten Mas­sen­me­dien nach dem Euro­mai­dan als töd­li­che Bedro­hung rus­sisch­spra­chi­ger Men­schen in der Ukraine dar­ge­stellt – obwohl Jarosch selbst aus der öst­li­chen, russo­pho­nen Oblast Dni­pro­pe­trovsk stammt. Infolge des schril­len Pro­pa­gan­da­feld­zugs im rus­si­schen Staats­fern­se­hen erlangte Jarosch – eigent­lich eine poli­ti­sche Rand­fi­gur – im In- und Ausland Berühmtheit. Jaros­chs schlech­tes Ergeb­nis bei den Prä­si­dent­schafts­wah­len im Mai 2014 (0,7%) und der Mißer­folg seines Rechten Sektors bei den Par­la­ments­wah­len im Oktober 2014 (1,8%) erschwer­ten jedoch die rus­si­sche Ver­leum­dungs­kam­pa­gne. Noch erstaun­li­cher – und für den Kreml womög­lich in gewis­ser Hin­sicht ent­täu­schend – war das nur wenig bessere Abschnei­den von „Swoboda“ und dessen Par­tei­vor­sit­zen­dem Oleh Tjahny­bok bei den Prä­si­dent­schafts­wah­len (1,16%) und Par­la­ments­wah­len (4,71%) im Revo­lu­ti­ons­jahr 2014. Da die Rechts­ra­di­ka­len damit an der Fünf­pro­zent­hürde schei­ter­ten, ver­schwand ihre kurz­le­bige Frak­tion aus der Wer­chowna Rada (Obers­ter Rat), in der seitdem nur einige ein­zelne Ultra­na­tio­na­lis­ten ver­tre­ten sind, die zudem wenig mit­ein­an­der kooperieren.<br>Der rapide Abstieg der „Swoboda“-Partei im Oktober 2014 war ange­sichts der kürz­li­chen rus­si­schen Kri­man­ne­xion, des damals bereits weit eska­lier­ten Krieg im Donbas und der Aus­wir­kun­gen dieser Ereig­nisse auf die ukrai­ni­sche Gesell­schaft umso über­ra­schen­der. Obwohl der Patrio­tis­mus rapide wuchs, Frei­wil­li­gen­ba­tal­lione im Auf­stieg waren und in der ukrai­ni­schen Bevöl­ke­rung Angst vor Russ­land gras­sierte, verlor „Swoboda“ bei den Wahlen im Herbst 2014 pro­zen­tual über die Hälfte ihrer vor­he­ri­gen Wäh­ler­schaft.&nbsp;<br>Trotz des international enormen Aufsehens um rechtsextreme Elemente in der ukrainischen Politik spielt der politische Rechtsextremismus in der Ukraine selbst kaum eine Rolle. Indessen muss aber gesagt werden, dass viele Diskurse vor allem im Ausland sich um die Person Stephan Banderas drehen. Gerade diese Person und die dahinter stehende Geschichte ist kaum historisch in der Ukraine aufgearbeitet.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-05-02 12:22:23 UTC</pubDate>
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      </item>
      <item>
         <title></title>
         <author>griemert</author>
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         <description><![CDATA[<div>Die Waräger, ein Teilvolk der Wikinger, drangen ab dem 8. Jahrhundert auf den osteuropäischen Flüssen bis an den Bosporus vor. Vor allem begründeten sie als neue Oberschicht den späteren Kiewer Rus. Zu ihm in eine Konkurrenz stieß der Moskauer Rus erst 200 Jahre später, nachdem das Großfürstentum Twer, mit derzeit 400.000 Einwohnern auf der Eisenbahnlinie Moskau-St.Petersburg gelegen, seine alte Vormachtstellung hatte aufgeben müssen.<br>Das Reich der Kiewer Rus umfasste bald die gesamten ostslawischen Gebiete und vereinte zahlreiche Ethnien. Durch den Handel mit dem Byzantinischen Reich und mit der Annahme des Christentums 988 durch die Rjurikiden erlebte das Reich eine wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit. Zunehmende Fehden unter den Herrschern der Teilfürstentümer um die Nachfolge als Großfürsten von Kiew und ständige Einfälle von Reiter- und Steppenvölkern in die südlichen und südöstlichen Landesteile führten im Laufe des 11. und 12. Jahrhunderts zum Zerfall der Kiewer Rus als Großreich. Gleichzeitig erlangten die einzelnen Teilfürstentümer eine größere Selbständigkeit. Die mongolische Invasion der Rus ab 1237 und die Besetzung Kiews im Jahr 1240 führten schließlich zum Ende der Kiewer Rus und zum Beginn der mongolischen Herrschaft - auch über Moskau.&nbsp;<br><br>In der Neuzeit war das damalige Großfürstentum Moskau über Jahrzehnte dem Druck Schwedens, Litauens und Polens ausgesetzt. Entspannung kam erst durch den neuen großen Star aus dem Hause Romanow mit Zar Peter der Große. St. Petersburg blühte auf als eine Filiale des westeuropäischen Luxus und der westeuropäischen Kultur. Die Kulaken fern von den Machtzentren hatten nur eine (innerliche) Stütze: Den Klerus der Orthodoxie, deren Bischöfe zwischen Moskau und den Patriarchen in Konstantinopel lavierten.<br><br>Im Lauf des 14. Jahrhunderts fielen die nordöstlichen und zentralukrainischen Gebiete unter die Herrschaft des Großfürstentums Litauen, der südwestliche Teil unter die Herrschaft Polens. Nach der Gründung des Staates Polen-Litauen im Jahr 1569 wurde auch das bisher litauische Territorium unter polnische Verwaltung gestellt.&nbsp;<br>Während des 16. Jahrhunderts schlossen sich vor allem entlaufene leibeigene Bauern und Abenteurer zu Kosaken-Heeren zusammen und gründeten unter anderem am Dnjeper größere Gemeinschaften. Nach dem Volksaufstand von 1648 und der Befreiung von der polnischen Herrschaft bildeten sie zunächst einen unabhängigen Herrschaftsverband, gerieten jedoch bald wieder in neue Abhängigkeiten ihrer Nachbarn Polen und Russland – etwa durch den Treueeid von Perejaslaw 1654, den das Kosakenheer auf den russischen Zaren ablegte, um Unterstützung im Kampf gegen Polen zu erhalten. In der Folge zerfiel das Gebiet der heutigen Ukraine bald mehrheitlich in einen kleineren polnischen und einen großen russischen Teil.&nbsp;<br>Im Verlauf der Teilung Polen-Litauens (1772, 1793, 1795) wurde auch das nördliche und westliche Territorium der Ukraine zwischen Russland und Österreich aufgeteilt. 1772 begann die Herausbildung der historischen Landschaft Galizien, als Teile des sogenannten Kleinpolen, Rutheniens (heute Ukraine) und des Karpaten-Vorlandes (früher bei Polen und Litauen) an Habsburg fielen. Von 1867 bis 1918 war es als Königreich Galizien und Ludomerien ein Kronland der Monarchie mit der Hauptstadt Lemberg. Später kamen etwa Krakau (als Republik) und die Bukowina (Hauptstadt: Czernowitz) zu Galizien. Es war eine Vielvölker-Landschaft, die Monarchie im Kleinen, etwa so groß wie Österreich heute, aber mit nicht mehr als drei Millionen Einwohnern</div><div>Während die ukrainische Sprache und Kultur im Zarenreich mehr und mehr einer massiven Russifizierung ausgesetzt war, konnte sie sich unter habsburgischer Herrschaft freier entfalten. Vor allem von dort gingen im 19. Jahrhundert starke Impulse zur Herausbildung einer eigenen Nation aus.<br>Während des Ersten Weltkriegs geriet die Ukraine wortwörtlich zwischen die Fronten: Das Deutsche Kaiserreich unterstütze anfänglich die Unabhängigkeitsbemühungen, die vor allem vom westlichen Teil des Landes ausgingen, um das russische Zarenreich geografisch wie auch „moralisch“ zu schwächen. Als die Februarrevolution 1917 den russischen Zaren vom Thron vertrieb, erlebten die Separationsbestrebungen der Ukraine neuen Aufwind: Am 17. März kamen Vertreter aus verschiedenen Gesellschaftsbereichen in Kiew in der Zentralna Rada, dem neu eingerichteten Versammlungsrat der Ukraine, zusammen und bildeten eine provisorische Regierung, die fortan eigenständig arbeiten sollte. Hauptanliegen der Rada bestanden etwa in der Festlegung einer ukrainischen Staatsgrenze und schließlich in der Schaffung einer unabhängigen Republik. Solche Bestrebungen führten allerdings vermehrt zu Konflikten mit der russischen provisorischen Regierung unter Alexander Kerenski.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-05-02 12:46:54 UTC</pubDate>
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         <title>Ukraine</title>
         <author>griemert</author>
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         <description><![CDATA[<div>„Ukraine“ bedeutet „Grenzland“. Bezeichnete der Begriff zunächst nur die Lage des Territoriums an der Grenze zur Steppe, entwickelte er sich seit dem 16. Jahrhundert zu einer eigenständigen Bezeichnung für das Territorium.&nbsp;Seit 1991 ist die Ukraine ein unabhängiger Staat.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-05-02 12:47:06 UTC</pubDate>
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         <title>Kiewer Rus</title>
         <author>griemert</author>
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         <description><![CDATA[<div>Sowohl Ukrainer als auch Russen beanspruchten die „Kiewer Rus“ als Wiege ihres Staates. Während die Ukraine vor allem territoriale Argumente geltend machte und sich als Ursprung Russlands verstand, berief sich die russische Seite vor allem darauf, dass auch die russischen Zaren bis zum Ende des 16. Jahrhunderts den direkten Nachfahren der Kiewer Rjurikiden entstammten. Gleichzeitig hatte sich – zunächst vor allem auf ukrainischer Seite – die Idee einer „Dreieinigkeit“ des russischen Volkes aus Russen, Belarussen und Ukrainern herausgebildet, also die Vorstellung, dass dieses „altrussische“ Volk den Kern des multiethnischen Kaiserreichs bildete. Anhänger der „ukrainischen Idee“ hingegen betonten verstärkt die kulturelle und ethnische Unabhängigkeit von Russland.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-05-02 12:47:45 UTC</pubDate>
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         <title>Habsburger</title>
         <author>griemert</author>
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         <description><![CDATA[<div>Als Regenten von Österreich, Könige von Spanien und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation regierten die Habsburger ab dem 13. Jahrhundert und bestimmten die Geschicke Europas in der Neuzeit.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-05-02 13:06:50 UTC</pubDate>
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         <title>Chronologie</title>
         <author>griemert</author>
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         <description><![CDATA[]]></description>
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         <pubDate>2022-05-02 14:20:16 UTC</pubDate>
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         <title>Bandera</title>
         <author>griemert</author>
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         <description><![CDATA[<div>Stepan Andrijowytsch Bandera war ein nationalistischer ukrainischer Politiker (OUN) und Partisanenführer (UPA). 1934 wurde Bandera wegen der ihm vorgeworfenen Ermordung des polnischen Innenministers Bronisław Pieracki verurteilt, kam jedoch nach dem Beginn des Zweiten Weltkrieges frei. Er arbeitete mit der deutschen Wehrmacht zusammen und die Milizen unter ihm übernahmen nach dem Einmarsch der Wehrmacht in Lemberg teilweise die Polizeigewalt. Sie bereiteten unter anderem Verhaftungen und Massenerschießungen vor. Nachdem andere Mitglieder der OUN einen unabhängigen Staat ausgerufen hatten, wurde Bandera 1942 von der Gestapo im KZ Sachsenhausen in Haft gehalten, bei einer Behandlung als Ehrenhäftling mit besseren Haftbedingungen. Nach dem Zweiten Weltkrieg floh Bandera zurück nach Deutschland und wurde in der Sowjetunion in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Er wurde 1959 in München von einem KGB-Agenten ermordet.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-05-05 12:21:04 UTC</pubDate>
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         <title>OUN</title>
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         <description><![CDATA[<div>Die Organisation Ukrainischer Nationalisten war eine 1929 in Wien gegründete ukrainisch-nationalistische Organisation. Ihr Ziel war die Unabhängigkeit der Ukraine</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-05-05 12:21:13 UTC</pubDate>
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         <title>Was will Putin?</title>
         <author>griemert</author>
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         <description><![CDATA[<div>Putin strebt die alten Grenzen der Sowjetunion an, da der Zusammenbruch der UdSSR ein Fehler war. Ziel scheint zu sein, Russland groß zu machen, auch mithilfe von Marionetten-Staaten. <br><br>Putin sieht dabei Ukrainer und Russen in Zukunft als eine Kulturnation. Insofern sollen auch alle "Russen" wieder in Russland vereinigt leben. Damit steht im Kern der Panslawismus moderner Prägung im Zentrum seiner Überlegungen. Dabei ist der Panslawismus nicht mit dem vor dem Ersten Weltkrieg zu sein, sondern auf "Russen" konzentriert zu sein. Insofern wird das russische und ukrainische Volk von Putin als <strong><em>eine</em></strong> Ethnie gesehen. Unterschiede zwischen Russen und Ukrainer werden verneint.&nbsp;<br><br>Beide skizzierten Überlegungen schließen sich insofern auch&nbsp; nicht zwingend aus, sondern können Hand in Hand gehen, zumal Putin der Nato vorwirft, mit den Sanktionen "russenfeindlich" vorzugehen. Die große Bedeutung der Ethnie schwingt insofern auch in der Konstruktion des gemeinsamen Feindbildes mit. Insgesamt vertritt er damit einen aggressiven unifizierenden Nationalismus: Die Ukraine soll in Russland eingegliedert werden und dadurch Russland noch mächtiger machen.</div>]]></description>
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         <pubDate>2022-05-05 12:51:52 UTC</pubDate>
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         <title>Definitionen von Nation</title>
         <author>griemert</author>
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         <pubDate>2022-05-05 12:54:42 UTC</pubDate>
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         <title></title>
         <author>griemert</author>
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