<?xml version="1.0"?>
<rss version="2.0">
   <channel>
      <title>Langlebigkeit by Ernst Hany</title>
      <link>https://padlet.com/ernst_hany/lale3</link>
      <description>Wie soll die Bank vorgehen?</description>
      <language>en-us</language>
      <pubDate>2022-01-13 19:20:25 UTC</pubDate>
      <lastBuildDate>2024-12-06 08:46:19 UTC</lastBuildDate>
      <webMaster>hello@padlet.com</webMaster>
      <image>
         <url></url>
      </image>
      <item>
         <title>Was raten Sie der Bank?</title>
         <author>ernst_hany</author>
         <link>https://padlet.com/ernst_hany/lale3/wish/1991082418</link>
         <description><![CDATA[<div>Die Sparkasse in Los Santos möchte ein neues Finanzprodukt erstellen. Gegen eine Einmalzahlung erhalten die Kunden ab dem Alter von 65 Jahren eine monatliche Leibrente bis zum Lebensende. „In unserem Interesse wäre es jetzt natürlich“, instruiert der Sparkassendirektor seine Mitarbeitenden im Vertrieb, „wenn wir dieses Produkt vor allem solchen Kunden empfehlen, deren Lebensspanne begrenzt ist. Wenn alle 100 Jahre alt werden, zahlen wir drauf.“ – „Dazu bräuchten wir aber eine Gesundheitsprüfung“, meint eine Mitarbeiterin. „Blutdruck- und Cholesterinwerte sagen schon einiges über die Lebensdauer aus“. – Der Direktor winkt ab: „Das sollten wir nicht machen, das bringt uns nur in Verruf. Aber vielleicht helfen uns psychologische Beobachtungen im Beratungsgespräch“.<br><br>Leiten Sie daraus Empfehlungen für das Projekt der Sparkasse ab.</div>]]></description>
         <enclosure url="https://padlet-uploads.storage.googleapis.com/329433372/6f1ca065fe7b98915977c47176d2973a/BankLosSantos.webp" />
         <pubDate>2022-01-13 19:20:25 UTC</pubDate>
         <guid>https://padlet.com/ernst_hany/lale3/wish/1991082418</guid>
      </item>
      <item>
         <title>L. Macan Schönleben</title>
         <author>ernst_hany</author>
         <link>https://padlet.com/ernst_hany/lale3/wish/1991082419</link>
         <description><![CDATA[<div>Ich stimme euch vollkommen zu, dass das Projekt ziemlich makaber ist. Julias Idee zu einem Projekt, dass sich eher auf die Förderung von Gesundheit bezieht finde ich wirklich gut! Ich kann mir gut vorstellen, dass auch das psychologische Beobachten die Bank schnell in Verruf bringen kann, weil aus der Lebensdauer von Menschen Profit schlagen zu wollen ist nun wirklich nicht angemessen. <br>Deswegen würde ich mich anschließen der Bank zu raten, ein „Wir bleiben gesund“-Projekt aufzubauen. Es hat sich gezeigt, dass genetische Determinanten nur für 25% der Variation in der Lebensdauer verantwortlich sind, also 75% abhängig von modifizierbaren Faktoren sind. So reduzieren Faktoren, wie Rauchen oder Fettleibigkeit, bei Männern beispielsweise die Wahrscheinlichkeit einer sehr langen Lebensspanne (90Jahre +) und Faktoren, wie sportliche Betätigung, verbessern sie (Yates et al., 2008). Deswegen finde ich Julias Idee mit der Förderung von sportlichen Aktivitäten wirklich gut. Insgesamt ist es sicherlich nicht schlecht, wenn sich die Bank Gedanken darüber macht, was für Faktoren die Lebensdauer beeinflussen und wie man diese feststellen kann. Aber sie sollten sich eher auf Präventionen konzentrieren und überlegen wie man daraus Profit schlagen kann. <br><br></div>]]></description>
         <enclosure url="" />
         <pubDate>2022-01-13 19:20:25 UTC</pubDate>
         <guid>https://padlet.com/ernst_hany/lale3/wish/1991082419</guid>
      </item>
      <item>
         <title>Schlechte Nachrichten: Ich schätze den Effekt von psychologischen Faktoren als zu klein ein, um bedeutsam für das Projekt zu sein</title>
         <author></author>
         <link>https://padlet.com/ernst_hany/lale3/wish/1993415747</link>
         <description><![CDATA[<div>Es gibt tatsächlich einen Zusammenhang zwischen psychologischen Eigenschaften eines Menschen und seiner Lebensdauer. Der Prädiktor mit der höchsten Konsitenz ist die Persönlichkeitsdimension "Gewissenhaftligkeit". Sie korreliert mit r=0.11 positiv mit der Lebenserwartung (siehe Wiki).<br><br>Ich sehe allerdings schon an dieser Stelle zwei Probleme an dem Projekt der Sparkasse:<br>(1) Die Ausprägung der Persönlichkeitseigenschaft Gewissenhaftigkeit kann ein Bankberater seinem Gegenüber nicht einfach ansehen. Um an eine zuverlässige Schätzung zu gelangen, müsste der Kunde einen Persönlichkeitstest bearbeiten.<br>(2) Ich bezweifle, dass ein Zusammenhang von r=0.11 ausreichend hoch ist, um das Projekt profitable zu machen. Der Determinationskoeffizient "r Quadrat" beschreibt, wie viel der Varianz der Lebensdauer die Eigenschaft Gewissenhaftigkeit erklären kann - das sind nur 1,21 Prozent.&nbsp;-&gt; Selbst wenn noch weitere psychologische Faktoren einbezogen werden, bezweifle ich, dass die Vorhersagekraft für die von der Bank geplanten Anwendung ausreichend hoch sein wird.<br><br>Anna Seufert</div>]]></description>
         <enclosure url="" />
         <pubDate>2022-01-15 09:55:45 UTC</pubDate>
         <guid>https://padlet.com/ernst_hany/lale3/wish/1993415747</guid>
      </item>
      <item>
         <title>Mein Rat an den Sparkassendirektor</title>
         <author></author>
         <link>https://padlet.com/ernst_hany/lale3/wish/1993712790</link>
         <description><![CDATA[<div>Psychologische Faktoren haben tatsächlich einen Effekt auf die Langlebigkeit der Personen. Die drei Hypothesen / Modelle der indirekten Selektion, der kompensatorischen-kumulativen und selektiver Vulnerabilitätshypothese beschreiben diesen Einfluss auf unterschiedliche Art und Weise. Erstere setzt an einer dynamischen Beziehung zwischen Umwelt und psychologischen Faktoren an, während die zweite von einem unabhängigen Einfluss ausgehen. Bei der dritten Hypothese geht es vielmehr um den negativen Einfluss von sozialem Glück auf Gesundheitsprobleme bei vulnerableren Persönlichkeitseigenschaften. Alle drei Modelle sind sich jedoch einig, dass die Persönlichkeit die Gesundheit und somit die Langlebigkeit beeinflussen. Laut Kern und Friedman (2008) spielen dabei gerade die Gewissenhaftigkeit und die allgemeine Aktivität eine positive Rolle, während Neurotizismus sich negativ auswirkt (Terracciano et al, 2008). Allerdings gehören zu den variablen Faktoren im Leben auch die Gesundheit und der Lebensstil über eine Meditation von Selbsteinschätzung (Lui et al., 2016). Weswegen ich dem Sparkassendirektor empfehlen würde, auch die körperlichen Faktoren sowie die Familiengeschichte (v.a. ob eine Scheidung der Eltern vorliegt) beachten müsste. Ich stimme hier aber Anna Seufert zu, dass Persönlichkeitseigenschaften nicht durch ein Gespräch erhoben werden können, sondern einen standardisierten Test bedürfen. Die Fremdeinschätzung wirkt nur dann besser, wenn die Urteile verschiedener Tester*innen zusammengefasst werden (Jackson, Connolly, Garrison, Leveille, &amp; Connolly, 2015).<br>&nbsp;<br>(Lara Jahnke)</div>]]></description>
         <enclosure url="" />
         <pubDate>2022-01-15 18:34:54 UTC</pubDate>
         <guid>https://padlet.com/ernst_hany/lale3/wish/1993712790</guid>
      </item>
      <item>
         <title>Weitere Ansatzpunkte</title>
         <author>neleschoefisch</author>
         <link>https://padlet.com/ernst_hany/lale3/wish/1996475133</link>
         <description><![CDATA[<div>Ein anderer Faktor, den die Bankangestellten ggf. noch ermitteln könnten (z.B. durch geschickte Gesprächsführung), könnte sein, ob Personen <strong>physisch akti</strong>v sind. Nach Terracciano et al. (2008) leben aktive Menschen länger als nicht so aktive. Ebenfalls im Gespräch ermittelbar wäre, ob die <strong>Eltern sich vor Vollendung des 21. Lebensjahrs der*des Klient*in haben scheiden lassen</strong>, denn Friedmann et al. (1995) fanden heraus, dass Personen im Falle einer Scheidung der Eltern früher starben als Personen, bei denen die Eltern noch zusammen waren. Bei diesen Ergebnissen könnte ich mir dennoch auch vorstellen, dass weitere Faktoren, Einflüsse haben könnten, die noch näher untersucht werden sollten und würde diese Befunde zunächst kritisch hinterfragen, bevor ich ein ganzes Konzept darauf basierend entwickele.<br><br></div><div>Zudem konnten Friedmann et al. (1995) zeigen, dass <strong>Männer</strong> im Durchschnitt eher sterben als Frauen – und dementsprechend eher Männern dieses Angebot unterbreitet werden sollte, damit es für die Bank profitable wird. Das Ergebnis von Friedmann et al. (1995) zum früheren Ableben von Männern deckt sich mit Daten einer Erhebung und zusätzlichen Prognose des Statistischen Bundesamtes von 2021 (Statista, 2022). In diesem Datensatz ist zudem zu sehen, dass die Bank für dieses Angebote eher<strong> Personen aus älteren Jahrgängen </strong>ansprechen sollte, da die Lebenserwartung in Deutschland mit späteren Geburtenjahrgängen steigt. Laut Erklärung zur Grafik liegt dies am Wohlstand der Gesellschaft und dem medizinischen Fortschritt.<br><br></div><div>Die Bankangestellten könnten zusätzlich weite Recherchen betreiben bzgl. weiterer Einflussfaktoren, die über Persönlichkeit hinausgehen, z.B. ob jemand <strong>Auto fährt</strong>, da dann ein höheres Unfallrisiko besteht. In Berufsunfähigkeits- und Lebensversicherungen gehen auch Faktoren wie der <strong>Beruf, Übergewicht und Rauchgewohnheiten</strong> ein. Ähnliches ließe sich auch hier aufgreifen.<br><br></div><div>Statista (2022). <em>Entwicklung der Lebenserwartung bei Geburt in Deutschland nach Geschlecht in den Jahren von 1950 bis 2060.</em> Verfügbar unter:<a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/273406/umfrage/entwicklung-der-lebenserwartung-bei-geburt--in-deutschland-nach-geschlecht/">https://de.statista.com/statistik/daten/studie/273406/umfrage/entwicklung-der-lebenserwartung-bei-geburt--in-deutschland-nach-geschlecht/</a> (Aufgerufen am 16.01.2022).<br><br></div>]]></description>
         <enclosure url="" />
         <pubDate>2022-01-17 19:16:42 UTC</pubDate>
         <guid>https://padlet.com/ernst_hany/lale3/wish/1996475133</guid>
      </item>
      <item>
         <title>Vorschlag für die Bank</title>
         <author></author>
         <link>https://padlet.com/ernst_hany/lale3/wish/2000412202</link>
         <description><![CDATA[<div>Die Bank ist auf der Suche nach einem psychologischen Prädiktor für die Langlebigkeit ihrer Kunden. Neben dem grundlegenden Befund, dass Frauen eine höhere Lebenserwartung haben als Männer, ist die Risikobereitschaft eine der stärksten Hinweise auf ein möglicherweise kürzeres Leben. Umgekehrt ist die Gewissenhaftigkeit nach Kern und Friedmann (2008) der stärkte Prädiktor unter den Big-Five, die ein langes leben voraussagen können. Daher sucht die Bank also eher Männer mit hoher Risikobereitschaft und niedriger Gewissenhaftigkeit für ihre Rente. Nun kann sie wahrscheinlich ihre Kunden keinem Persönlichkeitstest unterziehen. Stattdessen könnte man sich überlegen die Liquidität und Kontobewegungen der Kunden als Indikator für ihre Gewissenhaftigkeit (keine Zahlungsverzüge, regelmäßiges Einkommen, …) und die Bereitschaft zur Spekulation mit Wertanlagen als Indikator für Risikobereitschaft zu explorieren. Einschränkend ist allerdings zu sagen, dass selbst die Gewissenhaftigkeit lediglich mit eine Korrelation von .11 mit der Lebensdauer korreliert, was keine sicherer Vorhersage zulässt. Vielleicht sollte die Bank also von ihrer Idee absehen.<br><br>von Valentin Rühlmann</div>]]></description>
         <enclosure url="" />
         <pubDate>2022-01-19 13:44:40 UTC</pubDate>
         <guid>https://padlet.com/ernst_hany/lale3/wish/2000412202</guid>
      </item>
   </channel>
</rss>
